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Grüne zweifeln an Linksbündnis in NRW
von redaktion am 25.03.2010 11:12
Grüne zweifeln an Linksbündnis in NRW

Jürgen Trittin
Düsseldorf/Berlin (rdp/ddp). Die Grünen stehen einer Koalition mit der Linkspartei in Nordrhein-Westfalen weiter äußerst skeptisch gegenüber. «Es reicht nicht aus, wenn Oskar Lafontaine nur über ein rot-grün-rotes Bündnis schwadroniert», sagte Grünen-Chefin Claudia Roth der «Rheinischen Post» (Donnerstagausgabe). Zunächst müsse er «mit seinen Freunden in NRW die Voraussetzungen dafür schaffen: ein realitäts- und zukunftstaugliches Programm sowie die Bereitschaft, verlässlich Verantwortung zu übernehmen». Beides sei derzeit bei der Linkspartei in NRW nicht zu finden.
Auch der Bundestags-Fraktionschefs der Grünen, Jürgen Trittin, bezweifelt, dass die Linkspartei in NRW nach der Landtagswahl im Mai die notwendige Verantwortung übernehmen möchte. Ein Bundesland zu regieren, in dem rund 100 Kommunen unter einer Art Zwangsverwaltung stünden, weil sie ihre Schulden nicht mehr bändigen könnten, sei nicht gerade angenehm, sagte Trittin der «tageszeitung» (taz, Donnerstagausgabe). «Da muss eine Regierung auch schmerzhafte, unpopuläre Beschlüsse fassen.» Der Grünen-Politiker stellte in Frage, dass die Linke dies könne.
Trittin verwies auf den Entwurf der Linkspartei für ein neues Grundsatzprogramm, in dem die Beteiligung an Regierungen abgelehnt wird, die Personalabbau betreiben. Wo die Linke allerdings wie in Berlin mitregiere, zeige sich, dass ein grundsätzliches Nein zu Stellenabbau nicht durchzuhalten sei. «Da hat die Linkspartei in Nordrhein-Westfalen die sehr schmerzhafte Annäherung an die Wirklichkeit vor sich.»
Politiker von Union und SPD lehnen türkische Gymnasien ab
von redaktion am 25.03.2010 10:47
Politiker von Union und SPD lehnen türkische Gymnasien ab

Köln/Berlin (rdp/ddp). Politiker von Union und SPD haben den Vorschlag des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan kritisiert, in Deutschland türkische Gymnasien einzurichten. «Ich glaube nicht, dass es die Integration fördern würde, wenn wir türkische Gymnasien einrichten, in denen der Unterricht in türkischer Sprache abgehalten wird», sagte der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU) dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Donnerstagausgabe). «Das fördert eher die Parallelgesellschaft.»
Die Integrationsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Aydan Özoguz, zweifelte ebenfalls am Sinn des Vorschlags. In der Realität fänden die wenigen existierenden türkischsprachigen Privatschulen in Deutschland gar nicht genügend türkischstämmige Schüler, die auf die diese Schulen gehen wollten, sagte sie im ZDF-«Morgenmagazin». Erdogan spiele jedoch mit Emotionen. «Er sticht bei uns ja auch in offene Wunden», sagte Özoguz mit Blick auf Studien, wonach Schüler mit Migrationsuntergrund in Deutschland «nicht so ganz fair und gerecht behandelt» würden.
Sie betonte aber, man müsse «immer ganz deutlich machen: Wer in Deutschland weiterkommen möchte, wer hier einen guten Job finden möchte, wer hier eine höhere Ausbildung machen möchte, der muss einfach gut Deutsch können, das ist doch klar.»
Die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Lale Akgün sagte dem «Kölner Stadt-Anzeiger»: «Türkische Gymnasien sind für die Schüler eine Sackgasse.» In der Lebenswirklichkeit der Kinder sei Deutsch die Alltagssprache. Türkische Gymnasien seien daher kontraproduktiv.
Der Vorsitzende des deutsch-türkischen Forums in der nordrhein-westfälischen CDU, Bülent Arslan, erinnerte daran, dass Erdogan den Vorschlag schon einmal bei seinem Auftritt in der Köln-Arena im Februar 2008 unterbreitet habe. Arslan sagte dem Blatt: «Ich halte das nach wie vor für falsch.» Solche Gymnasien «könnten die Isolation verstärken». Denn im Gegensatz zu deutschen Gymnasien in der Türkei, die vielfach von Türken besucht würden, würden türkische Gymnasien in Deutschland überwiegend von Türken besucht werden. Etwas anderes zu erwarten, sei «irreal».
Iron Angie
von redaktion am 25.03.2010 08:04
Presseschau vom 25.03.2010

Kanzlerin Merkel, Kommissionspräsident Barroso: "Zunehmend in die gleiche Richtung"
Foto: spiegel.de/Getty Images
Iron Angie
Auf dem heute beginnenden EU-Gipfel in Brüssel wird wahrscheinlich über einen Nothilfeplan für Griechenland entschieden. Er wird die Handschrift der Bundeskanzlerin tragen: Geld gibt es nur im Notfall.

fr-online.de
Merkels Handschrift
Der europäische Notfallplan für das hoch verschuldete Griechenland nimmt konkrete Formen an. Anlässlich des EU-Gipfels in Brüssel werden die Staats- und Regierungschefs der Eurozone heute voraussichtlich die Grundzüge eines Hilfskonzepts für Athen präsentieren.
Es trägt die Handschrift der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, die bei den Partnern und im eigenen Kabinett auf eine starke Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) gedrungen hatte. Als Ergänzung sind bilaterale Kredite der Euro-Staaten für Griechenland geplant. Die Frankfurter Rundschau erklärt das Vorgehen. …

faz.net
Europa sucht die besten Europäer
… Ein Argumentationsgerüst hat sich die Bundeskanzlerin in den Gesprächen und Beratungen mit ihren Beratern schon gezimmert. Nein, sie nehme nicht in erster Linie die deutschen Interessen wahr. Vielmehr sehe sie sich als „Sachwalterin“ der Verträge, also der Stabilität des Euro und des Zusammenhalts der Euro-Gruppe und damit der Europäischen Union insgesamt. …

spiegel.de
Merkel lässt "Club Med" abblitzen
Angela Merkel bleibt hart - und scheint sich durchzusetzen. Einen Nothilfeplan für Griechenland wird es auf dem EU-Gipfel nur zu den Bedingungen der Bundeskanzlerin geben. Vorstöße von klammen Mittelmeer-Anrainern laufen ins Leere: Deutschland will nicht länger Zahlmeister der EU sein. …

taz.de
Kompromisslos auf den Gipfel
… An einem Hilfspaket für Griechenland haben auch die deutschen Banken ein immenses Interesse. Sie haben sich dort mit 43 Milliarden Dollar engagiert - und sind damit die drittgrößten Gläubiger. Auch andere potenzielle Pleitekandidaten wie Portugal, Spanien, Italien oder Irland haben von deutschen Banken umfangreiche Staatskredite erhalten. Bei Spanien sind es 240 Milliarden Dollar, bei Irland 193 Milliarden und bei Portugal 47 Milliarden. ...
Nahles: Bundesprogramme gegen Rechtsextremismus müssen bleiben
von redaktion am 24.03.2010 16:14
Nahles: Bundesprogramme gegen Rechtsextremismus müssen bleiben

Andrea Nahles
Berlin (rdp). Zu den am Dienstag vom Bundesministerium des Inneren veröffentlichten Zahlen politisch motivierter Kriminalität im Jahr 2009 erklärt die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles:
wurde. Die Entwicklung der rechtsextremen Straftaten beruhigt nicht, sie stagniert auf hohem Niveau und macht deutlich, wie viel im Kampf gegen Rechtsextremismus noch zu tun ist.
Die SPD hält die Gleichsetzung von rechter, linker und islamistischer Straftaten für gefährlich und falsch. Fest steht: Jeder Angriff gegen einen Menschen ist ein Angriff zu viel. Natürlich muss linke und islamistische Gewalt bekämpft werden. Die Aufmerksamkeit für den Rechtsextremismus darf aber nicht schwinden und gewachsene zivilgesellschaftliche Strukturen dürfen nicht Opfer der Umwidmung des Kampfes gegen Extremismus der Bundesregierung werden. Es ist notwendig, zu differenzieren und auf
unterschiedliche Bedrohungen unterschiedlich zu reagieren. Eine Gleichsetzung von rechter mit linker Gewalt verharmlost die Gefahr und Brutalität der Rechtsextremen.
Wir müssen den Kampf gegen Rechtsextremismus weiter fortführen. Deshalb müssen die Bundesprogramme gegen Rechtsextremismus bestehen bleiben und die Finanzierung darf nicht umgewidmet werden.
Roth: Keine Relativierung rechtsextremistischer Gewalt!
von redaktion am 24.03.2010 13:47Keine Relativierung rechtsextremistischer Gewalt!

Claudia Roth
Berlin (rdp). Zur Diskussion um die gestiegene Zahl politischer Straftaten erklärt
Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
Weise, wie unsere Gesellschaft in vielen Bereichen immer stärker
auseinander driftet. Das starke Anwachsen linksextremer Straftaten ist
besorgniserregend. Doch bei aller Sorge dürfen die Zahlen nicht zu einer
Relativierung rechtsextremistischer Taten führen, deren Zahl auf einem
extrem hohen Stand verbleibt. Völlig falsch ist es, jetzt die Bekämpfung
von Rechtsextremismus und Linksextremismus in einen Topf zu werfen. Hier
braucht es jeweils ganz unterschiedliche Programme und Ansätze, die
nicht zulasten der Bekämpfung des Rechtsextremismus gehen dürfen.
Als Innenminister hatte Schäuble das Problem des Rechtsextremismus
jahrelang vernachlässigt. Während die Zahl rechtsextremer Delikte auf
Rekordstand stieg, stellte er einseitig das Problem des Islamismus in
den Mittelpunkt. Wenn sein Nachfolger de Maizière nun die Mittel für die
Bekämpfung des Rechtsextremismus im Osten Deutschlands in einen Fonds
zur allgemeinen Extremismus-Bekämpfung umschichtet, dann verschärft er
noch die Fehler Schäubles und begibt sich auf die unsägliche Linie von
Familienministerin Köhler, die alle Extremismen krude vermengt.
Eine solche Umschichtung bedeutet de facto eine Kürzung im Bereich
Rechtsextremismus. Gerade im Osten Deutschlands ist dieses Vorgehen
unverantwortlich und brandgefährlich. Es verkennt die Einzigartigkeit
und die Tragweite des Problems von Rechtsextremismus und Neonazismus in
unserem Land - nicht nur in den ostdeutschen Bundesländern.
Bundesagentur fordert Wohnpauschale - Mieterbund strikt dagegen
von redaktion am 24.03.2010 13:21
Bundesagentur fordert Wohnpauschale - Mieterbund strikt dagegen
Düsseldorf/Berlin (rdp/ddp). In der Debatte um den Umbau des «Hartz IV»-Systems schlägt die Bundesagentur für Arbeit die Einführung einer Wohnungskosten-Pauschale vor. «Ich könnte mir vorstellen, die Wohn- und Heizkostenerstattung in eine Wohnpauschale umzuwandeln», sagte der Vizechef der Behörde, Heinrich Alt, der «Rheinischen Post» (Mittwochausgabe).
Dies würde Anreize schaffen, sich günstigeren Wohnraum zu beschaffen. Bisher gehe es «Hartz IV»-Beziehern darum, den gesetzlichen Leistungsrahmen auszureizen. Die Höhe der Wohnpauschale sollten die Städte festlegen. «Sie wäre in München höher als in Berlin», sagte Alt.
Der Deutsche Mieterbund lehnt den Vorschlag ab. Eine Pauschale würde zu Leistungskürzungen führen, der Staat spare dann auf dem Rücken der sozial Schwächsten, sagte Direktor Lukas Siebenkotten in Berlin. Derzeit erhalten Leistungsempfänger die Kosten der Unterkunft inklusive Betriebs- und Heizkosten erstattet. Wenn die Wohnung zu groß oder zu teuer ist, müssen «Hartz IV»-Empfänger gegebenenfalls umziehen.
Die jetzige Regelung sichere ein menschenwürdiges Wohnen, sagte Siebenkotten. Hier gebe es keine Einsparmöglichkeiten. Der Mieterschützer gab zu bedenken, dass auf vielen Wohnungsmärkten preiswerte Angebote fehlten oder Wohnungen mit niedriger Grundmiete in einem schlechten energetischen Zustand seien, so dass hohe Heizkosten anfielen. Zudem schwankten die Grundmieten um mehr als hundert Prozent. Mietspiegel gebe es nur in einem Drittel der Gemeinden, so dass schon die Pauschalierung der Miete problematisch sei. Nahezu unmöglich sei eine Pauschalierung der Heizkosten. Dies werde allenfalls eine Welle von Klagen auslösen.
DIE LINKE Programmentwurf: SPD-Fraktion sieht keine Chance mehr für Rot-Rot
von redaktion am 24.03.2010 13:03
DIE LINKE Programmentwurf: SPD-Fraktion sieht keine Chance mehr für Rot-Rot

Oppermann
Berlin (fhp/ddp). Die SPD-Bundestagsfraktion sieht angesichts des am Wochenende vorgelegten Programmentwurfs der Linkspartei keine Chancen mehr für eine rot-rote Koalition im Bund. «Wenn das Programm so kommt, dann wird es auf sehr lange Sicht keine Zusammenarbeit der SPD mit der Linkspartei auf Bundesebene geben können», sagte der Parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann am Mittwoch in Berlin. Dies sei unmöglich.
Der Entwurf für ein Parteiprogramm trage «neokommunistische Grundzüge» und bestätige, »dass die Linken gar nicht regieren wollen«. Dies öffne »einen Raum für die SPD«, den seine Partei nutzen werde, sagte Oppermann.
Der designierte Linkspartei-Vorsitzende Klaus Ernst wies die Kritik der Sozialdemokraten scharf zurück. «Wir brauchen keine Belehrungen von Leuten, deren Lebensleistung aus der Einführung von 'Hartz IV' und der Rente ab 67 besteht», sagte Ernst der Nachrichtenagentur ddp in Berlin. Oppermann solle sich lieber um den Niedergang seiner eigenen Partei kümmern.
«Wenn die SPD so weitermacht, dann versemmelt sie sogar den Politikwechsel in Nordrhein-Westfalen», warnte Ernst mit Blick auf die anstehende Landtagswahl im Mai. Dort sei die Linke zu einer Koalition bereit, wenn die inhaltlichen Bedingungen stimmten. «Nur so können wir über den Bundesrat den Sozialabbau von Schwarz-Gelb stoppen», warb Ernst für eine Zusammenarbeit. SPD und Grüne blockierten aber, weil ihnen der «wirkliche Wille zum Regierungswechsel» fehle.
Der am Wochenende von den scheidenden Linke-Parteichefs Oskar Lafontaine und Lothar Bisky vorgelegte Programmentwurf sieht unter anderem die Abschaffung der NATO und die Verstaatlichung der Banken vor. Generell werden die Hürden für Regierungsbeteilungen sehr hoch gesetzt, weshalb der Entwurf auch innerparteilich umstritten ist. Es handele sich um einen «Schlag ins Gesicht» der pragmatisch orientierten Ost-Verbände der Linken, monierte der SPD-Fraktionsgeschäftsführer.
Erdogan pocht auf EU-Vollmitgliedschaft der Türkei
von redaktion am 24.03.2010 12:51
Erdogan pocht auf EU-Vollmitgliedschaft der Türkei

Erdogan
Hamburg/Berlin (fhp/ddp). Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan beharrt auf einer Vollmitgliedschaft seines Landes in der Europäischen Union. Kurz vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Ankara sagte er der Wochenzeitung «Die Zeit»: «Wir führen bereits die Verhandlungen - und zwar auf Vollmitgliedschaft. Für uns gibt es dazu keine Alternative.»
Das Plädoyer der Union für eine sogenannte privilegierte Partnerschaft wies Erdogan zurück. «Die EU-Verträge kennen keine 'privilegierte Partnerschaft'. Für die Türkei wäre es ein großer Fehler, darauf einzugehen», sagte er, «die meisten anderen EU-Länder akzeptieren diesen Vorschlag auch nicht.» Merkel will am kommenden Montag und Dienstag die Türkei besuchen.
Die Verhandlungen über einen EU-Beitritt der Türkei laufen bereits seit 2005, sie kommen jedoch nur schleppend voran. Erdogan sprach dagegen von guten Fortschritten bei den von der EU geforderten Reformen in seinem Land. «Meine Kollegen machen ihre Hausaufgaben», sagte er, «im letzten Jahr wurde ein Ministerium extra für die Beziehungen zur EU gegründet, mit Chef-Unterhändler an der Spitze. Jedes Ministerium hat eine EU-Abteilung. In jeder Stadt gibt es einen stellvertretenden Gouverneur für EU-Fragen.»
Der Ministerpräsident kündigte zudem neue Reformgesetze an. «Nächste Woche wollen wir Verfassungsänderungen ins Parlament einbringen», sagte er. Das Paket enthalte die Reform der Justizorgane, des höchsten Gerichts der Türkei und die Möglichkeit, Militärangehörige vor Zivilgerichte stellen zu können, sowie ein neues Familien- und Kinderrecht. In der Türkei sind die Pläne umstritten. Oppositionsvertreter werten das Vorhaben als Angriff auf die unabhängige Justiz.
Nach Ansicht der Union würde eine Vollmitgliedschaft der Türkei die EU überfordern.
Jobcenter-Kompromiss muss nachverhandelt werden
von redaktion am 24.03.2010 12:31
Jobcenter-Kompromiss muss nachverhandelt werden

Berlin (fhp). Der stellvertretende Vorsitzende der LINKEN, Klaus Ernst warnt die SPD
unmittelbar vor den abschließenden Spitzengesprächen vor einer
Zustimmung zum Jobcenter-Kompromiss. Kern der bisher bekannten Eckpunkte
sei die Ausweitung der Optionskommunen und damit ein "Flickenteppich der
Zuständigkeiten". Es handele sich um eine "Einigung auf dem Rücken der
Erwerbslosen". Die SPD müsse nachverhandeln, wenn sie nicht noch mehr
Glaubwürdigkeit einbüßen wolle.
Ernst erklärt:
Einigung auf dem Rücken der Erwerbslosen. Der Kern des bisher bekannten
Kompromisses ist die Ausweitung der Options-Kommunen. Damit weitet sich
der Flickenteppich der Zuständigkeiten aus. Man kann nicht einerseits
von Erwerbslosen praktisch unbegrenzte Flexibilität verlangen und ihnen
andererseits zumuten, dass sie in jeder Stadt einen anderen
Ansprechpartner haben. Die SPD darf diesem Kompromiss nicht zustimmen,
wenn sie nicht noch mehr Glaubwürdigkeit einbüßen will. Hier muss im
Interesse der Erwerbslosen nachverhandelt werden. Richtig wäre ein
vollständig anderer Weg. Hartz IV war und ist eine historische
Fehlentscheidung und muss überwunden werden. Wir lehnen eine
Zersplitterung der Zuständigkeiten ab. Stattdessen brauchen wir eine
bundesweit einheitliche Vermittlung, Betreuung und Förderung aller
Erwerbslosen und eine einheitliche Organisation in der Zuständigkeit
der Bundesagentur für Arbeit. Der Bund muss auf der Basis bundesweiter
qualitativer Standards die Kosten der Unterkunft für Erwerbslose und
ihre Familien übernehmen. Dann werden die Kommunen entlastet und
können das Geld in den Ausbau der Kinderbetreuung oder andere soziale
Infrastrukturprojekte stecken.
DIE LINKE: Auf nach Duisburg!
von redaktion am 24.03.2010 12:18
DIE LINKE: Auf nach Duisburg!

Berlin (fhp). DIE LINKE unterstützt die geplanten Proteste gegen den Sternmarsch von
NPD und Pro NRW am 27. und 28. März in Duisburg und ruft dazu auf, sich
daran zu beteiligen. Ali Al Dailami, migrationspolitischer Sprecher des
Parteivorstandes, erklärt:
DIE LINKE weist die Versuche von Rassisten und Faschisten, Menschen
muslimischen Glaubens zu kriminalisieren, zu diffamieren und
auszugrenzen, entschieden zurück.
Die rassistische Hetze von Pro-NRW und NPD zielt darauf ab, die
Vorurteile und Ängste gegenüber Menschen islamischen Glaubens für
ihre Ziele zu nutzen. Die Rechtsextreme hofft, damit breite
Bevölkerungsschichten anzusprechen. Dabei kann sie an zahlreiche
Vorurteile in der Bevölkerung anknüpfen, welche seit Jahren geschürt
werden. Immer wieder glänzen konservative Politiker durch Ressentiments
gegenüber dem Islam. Von der Migrantenhetze eines Herrn Sarrazin,
Rüttgers oder Koch ganz zu schweigen.
DIE LINKE verurteilt die Hetze gegen Minderheiten, Migrantinnen und
Migranten. Wir setzten uns aktiv für die Verbesserung der
Lebensverhältnisse aller Menschen ein. Nicht die "falsche" Religion ist
Schuld an Entlassungen, Lohnkürzungen, und Kriegen, sondern die
herrschende neoliberale Politik, die sich den Interessen der Banken und
Konzerne unterordnet.
Wie im Februar in Dresden, werden wir mit dazu beitragen, dass
Faschisten und Rassisten nicht ungestört ihre Hetze verbreiten können.
Deshalb auf nach Duisburg, No Pasarán.


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