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Henning Mankell im stern: "Der schlimmste Terrorist ist in diesem Fall Israel"

von redaktion am 09.06.2010 14:40




Henning Mankell im stern: "Der schlimmste Terrorist ist in diesem Fall Israel" - Schriftsteller schildert das Drama an Bord des Gaza-Hilfskonvois im exklusiven Tagebuch


Mankell

Hamburg/Berlin (rdp/ots) - In einem detaillierten Tagebuch schildert der Erfolgsautor Henning Mankell im stern seine Erlebnisse an Bord des von israelischen Soldaten angegriffenen Gaza-Hilfskonvois - und richtet harte Vorwürfe an die israelische Armee. "Die Soldaten sind ungeduldig und wollen uns unten an Deck haben. Als jemand sich zu langsam bewegt, bekommt er sofort eine elektrische Pistole gegen den Arm. Er fällt", schreibt Mankell in dem Tagebuch, das das Hamburger Magazin in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe exklusiv veröffentlicht. "Ein anderer Mann, der sich auch langsam bewegt, wird mit einer Gummikugel beschossen", schreibt Mankell weiter.

Mankell war einer von 700 Aktivisten an Bord von sechs Schiffen, die 10.000 Tonnen Hilfsgüter nach Gaza bringen und damit Israels Boykott des schmalen Landstreifens brechen wollten. Die Israelis stoppten den Konvoi, töteten neun Menschen und nahmen die anderen gefangen. In einem Interview mit dem stern streitet Mankell entschieden ab, von radikalen Fundamentalisten als Alibifigur missbraucht worden zu sein: "Ich fühle mich in keiner Weise benutzt. Niemand benutzt mich. Ich wusste genau, was ich tat." Das Fazit der Solidaritätsaktion ist für ihn klar: "Der schlimmste Terrorist in diesem Fall ist Israel", sagt der Bestseller-Autor.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.06.2010 14:40.

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Alter darf nicht arm machen

von redaktion am 09.06.2010 14:28




Alter darf nicht arm machen


Kipping

Berlin (rdp). Die stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Katja Kipping
wirbt nach der umstrittenen Studie des Deutschen Instituts für
Altersvorsorge für eine Armutsfestigkeit der gesetzlichen Rente.
Künftig müsse wieder der Grundsatz gelten, dass die Rentnerinnen und
Rentner nicht vom Wohlstand der Gesellschaft abgekoppelt werden
dürften. Kipping erklärt:

Das Gerede über die "Rentenlücke" wird von interessierter Seite
ständig missbraucht, um den Menschen Angst zu machen und sie in private
Altersvorsorge-Verträge zu treiben. Das ist so, als ob ein
Zelt-Hersteller in einer Stadt laufend Häuser anzündet und dann
wehklagend dafür wirbt, dass sich die Leute endlich mehr Zelte
anschaffen sollen. Fakt ist, dass die Zerstörung der gesetzlichen Rente
durch politische Entscheidungen eingeleitet wurde und durch politische
Entscheidungen rückgängig gemacht werden kann. Wir wollen eine
Armutsfestigkeit der gesetzlichen Rente. Es muss wieder der Grundsatz
gelten, dass die Rentnerinnen und Rentner nicht vom Wohlstand der
Gesellschaft abgekoppelt werden. Alter darf nicht arm machen. Dazu
brauchen wir eine neue Rentenformel, die dafür sorgt, dass die
Rentnerinnen und Rentner von den Produktivitätssteigerungen der
Wirtschaft profitieren. Alle Kürzungsfaktoren müssen aus der
Rentenformel gestrichen werden. Die Rente erst ab 67 muss weg. Wir
brauchen auch im Alter eine verbindliche Untergrenze, die die gröbste
Armut verhindert. Niemand darf künftig im Alter weniger als 800 Euro
pro Monat haben."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.06.2010 14:32.

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„Bürger lasst das Glotzen sein... - polis-Presseschau

von redaktion am 09.06.2010 08:36




Presseschau vom 09.06.2010



Während die Empörung in Deutschland noch verbal bleibt, gehen in Spanien und
Dänemark die Menschen schon auf die Straße.


„Bürger lasst das Glotzen sein...

..kommt herunter reiht euch ein.“ Das Rotstiftpaket der Koalition mobilisiert die Gegner. Oppostion, Gewerkschaften, Kirchen und Verbände tragen ihre Kritik in die Betriebe und auf die Straßen der Republik.





fr-online.de

Opposition auf der Straße

… Diesmal wollen die Gewerkschaften zusammen mit Bündnispartnern nicht nur eine Demo organisieren - und danach geht alles wieder seinen unerfreulichen Gang. Diesmal wollen sie zäher und für eine soziale Politik kämpfen - insbesondere mit betrieblichen Aktionen. Es gehe um einen grundlegenden Kurswechsel, sagt ein IG-Metall-Sprecher, um eine "dauerhafte Veränderung des politischen Klimas". …




faz.de

Schwarz-gelber Defizitabbau

… Nun schreien sie also alle auf: Union und FDP schröpften Arbeitslose und Familien und schonten ihre Klientel, kritisiert der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel, nachdem die Koalition ihren Plan zur Sanierung des Bundeshaushalts vorgestellt hat. Die Grünen-Fraktionschefin Renate Künast spricht von einer sozialen Zumutung. Die IG Metall kündigt an, ihre Mitglieder gegen die ungerechten Sparvorschläge zu mobilisieren. Das Erwerbslosenforum versteigt sich sogar zu der These, die Sparorgien zu Lasten der Armen seien kaum noch zu überbieten. …




spiegel.de

Merkels Gegner rüsten für Wochen der Wut

Der Widerstand formiert sich. Opposition, Gewerkschaften und Sozialverbände wollen Proteste gegen das schwarz-gelbe Sparpaket organisieren, die Wirtschaft meckert - und auch in den eigenen Reihen gibt es Unmut. Kanzlerin Merkel steht schon wieder vor einer Bewährungsprobe. …




taz.de

Wer die Zeche zahlt

… Mit der "Neujustierung von Sozialgesetzen" plant die Regierung im kommenden Jahr drei Milliarden Euro zusätzlich zu erwirtschaften. Bis 2014 wird der Betrag auf jährlich 11 Milliarden anwachsen. Obwohl Kanzlerin Angela Merkel am Montag erklärte, die Kürzungen und Steuerhöhungen würden gleichmäßig auf ärmere Bürger einerseits sowie Wirtschaft und Vermögende andererseits verteilt, trifft diese Ansage offenbar nicht zu.
In den Jahren 2011 uns 2012 liegen die Einsparungen im sozialen Bereich unter den Maßnahmen für die Wirtschaft. In den Jahren 2012 und 2014 dagegen sollen die Sozialkürzungen viel mehr erbringen. Nach einer Tabelle der Regierung belaufen sich die Sozialeinsparungen 2014 auf rund 11 Milliarden Euro. Dem gegenüber steht ein Beitrag der Wirtschaft von rund 8 Milliarden Euro. ...

Foto: fr-online.de/afp

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.06.2010 08:38.

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Bundespräsidentenwahl: Zwei ARD-Sondersendungen mit Wulff und Gauck

von redaktion am 08.06.2010 19:57




Das Erste ändert aus aktuellem Anlass sein Programm und strahlt zwei Sondersendungen aus:



Mittwoch, 9. Juni 2010, 21.45 Uhr (VPS 21.44)
Farbe bekennen
Christian Wulff stellt sich den Fragen
von Thomas Baumann und Ulrich Deppendorf
Der 50-jährige Christian Wulff (CDU), amtierender Ministerpräsident
Niedersachsens, ist der Kandidat der Regierungskoalition für das
Bundespräsidentenamt. Er steht am 9. Juni 15 Minuten lang Thomas
Baumann, ARD-Chefredakteur, und Ulrich Deppendorf, Leiter
ARD-Hauptstadtstudio, Rede und Antwort.


Freitag, 11. Juni 2010, 21.45 Uhr (VPS 21.44)
Farbe bekennen
Joachim Gauck stellt sich den Fragen
von Thomas Baumann und Ulrich Deppendorf
Der Ex-DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck (70) wurde von der SPD und
den Grünen als Präsidentschaftskandidat nominiert. In der
15-minütigen Sondersendung am 11. Juni beantwortet er die Fragen von
Thomas Baumann und Ulrich Deppendorf.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.06.2010 20:00.

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Liberale Muslime unterstützen Homo-Ehe und Ehe ohne Trauschein

von redaktion am 08.06.2010 19:39




Liberale Muslime unterstützen Homo-Ehe und Ehe ohne Trauschein -
Neuer Verband LIB will der "schweigenden Mehrheit" eine Stimme geben



Lamya Kaddor

Essen/Berlin (rdp/ots) - Vertreter eines zeitgemäßen Islam, der seine Heimat in Deutschland sieht, haben ab sofort ein neues Sprachrohr. In Duisburg hat sich nach Informationen der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Mittwochausgabe) jetzt der "Liberal-Islamische Bund" (LIB e.V.) gegründet. Der Verein will nach Angaben der Vorsitzenden Lamya Kaddor all jenen Muslimen Stimme und Forum geben, die "offen sind für einander widersprechende Blickwinkel".

Der LIB vertritt ein "pluralistisches Gesellschaftsbild" und bekennt sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. "Wir wollen der schweigenden Mehrheit der Muslime eine Stimme geben, die keine fundamentalistischen Positionen vertreten, sondern das Motto: Leben und leben lassen", sagte die durch mehrere Buchveröffentlichungen bekannt gewordene Islamwissenschaftlerin gestern der WAZ.

Zu den Hauptanliegen des Vereins, der sich nicht als "Gegenbewegung, sondern als Erweiterung" zu den meist traditionell-konservativen Islamverbänden in Deutschland versteht, gehört: eine "dogmafreie" Auslegung des Koran, "umfassende Geschlechtergerechtigkeit", die sich mittelfristig in Pädagogik und Theologie praktisch widerspiegeln müsse sowie flächendeckender islamischer Religionsunterrichts in deutscher Sprache an staatlichen Schulen.

Die Notwendigkeit für die Schaffung des LIB begründet Kaddor so: "Viele Musliminnen und Muslime, die in Deutschland heimisch sind, fühlen sich nicht mehr allein durch das Islamverständnis der Herkunftsländer ihrer Eltern angesprochen."

LIB beschränkt sich darauf, neuen Mitgliedern allein das Bekenntnis an "den Einen Gott sowie den Glauben an Muhammad als Gesandten Gottes" abzuverlangen. "Bei allem, was über diesen Kern hinausgeht, darf dogmatische und kulturelle Einheit weder Ziel noch Voraussetzung sein", so Kaddor.

Muslime müssten "Koran und Sunna frei von Angst, nach eigenem Gewissen und offen interpretieren dürfen". Auch darum spricht sich der Verein, einzigartig in der muslimischen Verbandsszene, aktiv für die Akzeptanz und Gleichbehandlung außerehelicher und gleichgeschlechtlicher Partnerschaften aus. "Selbstbestimmte Lebensgestaltungen entlang der Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz, das ist unser Credo", sagt Kaddor.

Aus diesem Grundverständnis ergebe sich zwingend, dass seitens des Islam gegenüber "anderen Religionen kein exklusiver Wahrheitsanspruch geltend gemacht werden darf". Unter liberal-islamisch verstehen die LIB-Gründer vor allem eine "vernunftoffene Gläubigkeit", die anderen Menschen mit "Respekt und Wertschätzung" begegnet, die "Widersprüche aushält" und die das "Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit voraussetzt".

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.06.2010 19:46.

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Springer und P7S1 zusammen zu mächtig: BGH bestätigt Übernahmeverbot

von redaktion am 08.06.2010 17:45




Springer und P7S1 zusammen zu mächtig:
BGH bestätigt Übernahmeverbot


Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am Dienstag das Verbot der Übernahme von ProSiebenSat.1 durch Axel Springer bestätigt. Damit blieb die Klage von Springer gegen das Fusionsverbot in allen Instanzen erfolglos. Die Begründung des BGH-Kartellsenats: Der Springer-Verlag und die ProSiebenSat.1-Fernsehgruppe hätten zusammen zu mächtig werden können.

Mehr: zum Artikel auf kress.de

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.06.2010 17:45.

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Schreiner: Bundesregierung betreibt Klassenkampf von oben

von redaktion am 08.06.2010 16:54




Schreiner: Bundesregierung betreibt Klassenkampf von oben

Zu den Sparplänen der Bundesregierung erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA), Ottmar Schreiner, MdB:


Schreiner

Die Bundesregierung betreibt Klassenkampf von oben. Banker und Spekulanten haben sich verzockt. Bluten müssen Arbeitnehmer, Arbeitslose und Familien mit Kindern. Sie werden massiv belastet, Vermögende und Zocker kommen ungeschoren davon.

Wenige Beispiele zeigen, dass die Sparorgie von Merkel und Westerwelle eine strukturelle Kehrtwende in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik bedeutet:

Die Arbeitsförderung wird massiv zusammengestrichen. Gute Arbeitsförderungspolitik setzt Verlässlichkeit und Planungssicherheit voraus. Arbeitsförderung nach Ermessen, besser gesagt, nach Kassenlage, bedeutet eine Kehrtwende in der Arbeitsmarktpolitik. Die Bundesregierung verabschiedet sich von dem politischen Anspruch, Arbeitsförderung zu lenken und zu gestalten.

Die Streichung des ohnehin befristeten Zuschusses beim Übergang von Arbeitslosengeld zu Arbeitslosengeld II bedeutet die endgültige Entwertung von Lebensleistung. Auch wer Jahrzehnte in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, wird nach kurzer Zeit genauso gestellt, als wäre nie eingezahlt worden. Leistung muss sich wieder lohnen?

Für Hartz-IV-Empfänger werden keine Rentenversicherungsbeiträge mehr gezahlt. Ein Fortschritt der Grundsicherung, alle Hilfebedürftigen wurden in die Sozialversicherung einbezogen, wird rückgängig gemacht. Geradezu zynisch das Argument, sie hätten ja sowieso keine Rente erhalten, von der man leben kann. Verschwiegen wird, dass ihnen jetzt auch noch der Schutz bei Erwerbsminderung gestrichen wird.

Vermögende werden hingegen geschont. Der deutschen Staatsverschuldung steht ein Vielfaches an Vermögen - Geld- und Sachvermögen -gegenüber, das sich in immer weniger Händen konzentriert. Die reichsten zehn Prozent besitzen zwei Drittel des gesamten Nettovermögens. Das Spardiktat bezieht weder die Besteuerung hoher Vermögen noch eine stärkere Belastung von Spitzeneinkommen in ihre Überlegungen ein. Die Spekulanten kommen ungeschoren davon. Die Bundesregierung vertieft die Kluft zwischen Arm und Reich weiter. Der soziale Sprengstoff ist unabsehbar."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.06.2010 16:55.

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Gestaltungsanspruch aufgegeben

von redaktion am 08.06.2010 16:14




Gestaltungsanspruch aufgegeben


Özdemir

Berlin (rdp). Zu den Ergebnissen der Haushaltsklausur der Bundesregierung erklärt Cem
Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

Die Bundesregierung hat den Anspruch aufgegeben, dieses Land zu
gestalten. Die Sparbeschlüsse gleichen einem bürokratischen Vollzug ohne
Rücksicht auf soziale und ökologische Konsequenzen. Maßnahmen wie die
Einführung einer Kerosinsteuer oder der Abbau ökologisch schädlicher
Subventionen sind unkonkret und Mogelpackungen. Die von den Grünen seit
langem geforderte Einführung einer Brennelementesteuer ist
augenscheinlich ein trojanisches Pferd der Atomlobby, die so auf
zusätzliche Milliardengewinne durch eine Laufzeitverlängerung der
Atomkraftwerke hoffen darf.

Der dringend notwendige Abbau des Staatsdefizits braucht eine umfassende
Antwort aus intelligenten Einsparungen, Investitionen in die
Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft und sozial verträglichen
Mehreinnahmen, um insbesondere die erdrückende Zinslast von über 50
Milliarden Euro jährlich zu senken.

Das Umweltbundesamt hat vorgerechnet, dass insgesamt bis zu 48
Milliarden Euro über ökologisch schädliche Subventionen eingespart
werden können, davon 5 bis 7 Milliarden Euro kurzfristig. Die
Bundesregierung hat dagegen mit dem Prä für Einsparungen zu Lasten des
Sozialetats sowohl sozial als auch ökonomisch und ökologisch verheerende
Signale gesetzt, die in der Gesellschaft und in der Politik zu Recht auf
starken Protest stoßen werden. Schwarz-Gelb hat es auch versäumt, neben
Kürzungen neue Impulse für zukünftiges Wachstum zu setzen. Um nicht
langfristig die Zukunftsfähigkeit unseres Landes und unserer Wirtschaft
aufs Spiel zu setzen, wären Investitionen in Bildung und die ökologische
Modernisierung dringend notwendig und haushälterisch rentabel gewesen.

Schließlich hat die Kanzlerin es versäumt, dem Land zu vermitteln, wie
wir diese Krise überwinden und gestärkt aus ihr hervorgehen können. Sie
riskiert eine weitere Verunsicherung der Bevölkerung und verstärkt das
falsche Gefühl, dieser Krise ausgeliefert zu sein. Wir Grüne schlagen
zur gerechten Finanzierung der Krisenkosten vor, große Vermögen einmalig
über eine Abgabe heranzuziehen und die Erbschaftsteuer zu reformieren.
Dass selbst Vertreter des Mittelstands eine moderate Erhöhung des
Spitzensteuersatzes auf 45 Prozent anbieten, ist ein Signal, dass diese
Bundesregierung den Boden unter den Füßen verloren hat.“

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.06.2010 16:14.

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Genversagen der Landesregierung

von redaktion am 08.06.2010 15:58




Genversagen der Landesregierung

Berlin (rdp). Zur Verbreitung illegalen Genmais-Saatgutes und zum Schweigen der
niedersächsischen Landesregierung erklärt Steffi Lemke, Politische
Bundesgeschäftsführerin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:


Lemke

Die ungestörte Verbreitung illegalen Genmais-Saatgutes ist ein Skandal
und offenbart das Versagen des niedersächsischen
Landwirtschaftsministeriums bei simplen Aufsichtspflichten. Von
Niedersachsen aus sind in sieben Bundesländern Felder mit Genmais
kontaminiert worden - und die zuständige Behörde sah seelenruhig zu.

Es ist mehr als unverantwortlich, wenn Informationen über
gesetzeswidrige Verunreinigungen von Saatgut fast zwei Monate auf den
Schreibtischen von Behörden verstauben. Statt einzuschreiten, wurden die
Informationen in der niedersächsischen Landesregierung just über den
wichtigsten Aussaat-Zeitraum von März bis Mai offensichtlich verschleppt
und nicht weitergegeben. Wenn sich bewahrheitet, dass die
niedersächsische Landesregierung der Weiterverbreitung illegalen
Saatgutes wissentlich zugeschaut hat, statt ihrer Aufsichtspflicht im
Interesse der Landwirte und Verbraucherinnen und Verbraucher
nachzukommen, muss dies Konsequenzen haben. Es kann nicht sein, dass
Landwirte durch das Versagen niedersächsischer Behörden unwissentlich in
illegale Aktivitäten getrieben werden. Die niedersächsische
Landesregierung hat entweder sträflich nachlässig oder sogar in
bewusster Komplizenschaft gehandelt.

Es braucht jetzt eine detaillierte Aufklärung über den Vorgang, mit
allen nötigen Konsequenzen. Außerdem muss die angekündigte Vernichtung
des Genmais vollständig realisiert und überwacht werden.“

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.06.2010 15:59.

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Familien werden zu Sparschweinen der Nation gemacht

von redaktion am 08.06.2010 15:34




Familien werden zu Sparschweinen der Nation gemacht


Schwesig

Berlin (rdp). Zu den Sparplänen der Union beim Elterngeld erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende und Ministerin für Soziales und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig:

Die Bundesregierung will die Familien zu den Sparschweinen der Nation machen. Das Geld, was sie im vollen Bewusstsein der schwierigen Finanzlage als Steuergeschenke an Hoteliers und reiche Erben verteilt hat, holt sie jetzt bei den jungen Eltern wieder rein. Es waren keineswegs die Familien mit Kindern in unserem Land, die – wie Schwarz-Gelb behauptet - über ihre Verhältnisse gelebt haben. Es waren die Zocker und Spekulanten in den Banken und Finanzmärkten, die die Krise verursacht haben und deshalb
stärker zur Rechenschaft gezogen werden müssten.

Mit den angekündigten Einsparungen stellt Schwarz-Gelb das moderne Konzept des Elterngeldes infrage, für das sich Frau von der Leyen in den letzten Jahren hat feiern lassen, das aber auf die SPD-Ministerin zurückgeht. Die Kürzung der Lohnersatzleistung - die im internationalen Vergleich ohnehin schon schwach ist - wird auch dazu führen, dass wieder weniger Väter in Elternzeit gehen. Doch damit nicht genug: Die Bundesregierung will den Sockelbetrag von 300 Euro für ALGII-Empfänger abschaffen. Das
wird gerade die Familien treffen, die ohnehin am wenigsten haben. Denn nach den Plänen der Bundesregierung soll der alleinerziehenden Hartz-IV-Empfängerin das Elterngeld gestrichen werden, der Hausfrau mit gut verdienendem Ehemann aber nicht. Das ist sozial ungerecht und höchst bedenklich. Es kann doch nicht sein, dass die Erziehungszeit der Eltern, die von Hartz IV leben müssen, dem Staat weniger wert sein soll. Damit würde sich die Kinderarmut im Land weiter verschärfen.

Angesichts dieses Sparhammers gegen das Elterngeld muss sich Familienministerin Schröder nun endlich auch eindeutig zur Zukunft des Betreuungsgeldes äußern: Denn hält Schwarz-Gelb am Betreuungsgeld fest, bleibt von der Fassade eines modernisierten Frauen- und Familienbildes rein gar nichts mehr übrig."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.06.2010 16:05.
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