Alter darf nicht arm machen
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Alter darf nicht arm machen
von redaktion am 09.06.2010 14:28
Alter darf nicht arm machen
Kipping
Berlin (rdp). Die stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Katja Kipping
wirbt nach der umstrittenen Studie des Deutschen Instituts für
Altersvorsorge für eine Armutsfestigkeit der gesetzlichen Rente.
Künftig müsse wieder der Grundsatz gelten, dass die Rentnerinnen und
Rentner nicht vom Wohlstand der Gesellschaft abgekoppelt werden
dürften. Kipping erklärt:
Das Gerede über die "Rentenlücke" wird von interessierter Seite
ständig missbraucht, um den Menschen Angst zu machen und sie in private
Altersvorsorge-Verträge zu treiben. Das ist so, als ob ein
Zelt-Hersteller in einer Stadt laufend Häuser anzündet und dann
wehklagend dafür wirbt, dass sich die Leute endlich mehr Zelte
anschaffen sollen. Fakt ist, dass die Zerstörung der gesetzlichen Rente
durch politische Entscheidungen eingeleitet wurde und durch politische
Entscheidungen rückgängig gemacht werden kann. Wir wollen eine
Armutsfestigkeit der gesetzlichen Rente. Es muss wieder der Grundsatz
gelten, dass die Rentnerinnen und Rentner nicht vom Wohlstand der
Gesellschaft abgekoppelt werden. Alter darf nicht arm machen. Dazu
brauchen wir eine neue Rentenformel, die dafür sorgt, dass die
Rentnerinnen und Rentner von den Produktivitätssteigerungen der
Wirtschaft profitieren. Alle Kürzungsfaktoren müssen aus der
Rentenformel gestrichen werden. Die Rente erst ab 67 muss weg. Wir
brauchen auch im Alter eine verbindliche Untergrenze, die die gröbste
Armut verhindert. Niemand darf künftig im Alter weniger als 800 Euro
pro Monat haben."
ständig missbraucht, um den Menschen Angst zu machen und sie in private
Altersvorsorge-Verträge zu treiben. Das ist so, als ob ein
Zelt-Hersteller in einer Stadt laufend Häuser anzündet und dann
wehklagend dafür wirbt, dass sich die Leute endlich mehr Zelte
anschaffen sollen. Fakt ist, dass die Zerstörung der gesetzlichen Rente
durch politische Entscheidungen eingeleitet wurde und durch politische
Entscheidungen rückgängig gemacht werden kann. Wir wollen eine
Armutsfestigkeit der gesetzlichen Rente. Es muss wieder der Grundsatz
gelten, dass die Rentnerinnen und Rentner nicht vom Wohlstand der
Gesellschaft abgekoppelt werden. Alter darf nicht arm machen. Dazu
brauchen wir eine neue Rentenformel, die dafür sorgt, dass die
Rentnerinnen und Rentner von den Produktivitätssteigerungen der
Wirtschaft profitieren. Alle Kürzungsfaktoren müssen aus der
Rentenformel gestrichen werden. Die Rente erst ab 67 muss weg. Wir
brauchen auch im Alter eine verbindliche Untergrenze, die die gröbste
Armut verhindert. Niemand darf künftig im Alter weniger als 800 Euro
pro Monat haben."


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