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Springer und P7S1 zusammen zu mächtig: BGH bestätigt Übernahmeverbot
von redaktion am 08.06.2010 17:45
Springer und P7S1 zusammen zu mächtig:
BGH bestätigt Übernahmeverbot
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am Dienstag das Verbot der Übernahme von ProSiebenSat.1 durch Axel Springer bestätigt. Damit blieb die Klage von Springer gegen das Fusionsverbot in allen Instanzen erfolglos. Die Begründung des BGH-Kartellsenats: Der Springer-Verlag und die ProSiebenSat.1-Fernsehgruppe hätten zusammen zu mächtig werden können.
Mehr: zum Artikel auf kress.de
Schreiner: Bundesregierung betreibt Klassenkampf von oben
von redaktion am 08.06.2010 16:54
Schreiner: Bundesregierung betreibt Klassenkampf von oben
Zu den Sparplänen der Bundesregierung erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA), Ottmar Schreiner, MdB:

Schreiner
Wenige Beispiele zeigen, dass die Sparorgie von Merkel und Westerwelle eine strukturelle Kehrtwende in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik bedeutet:
Die Arbeitsförderung wird massiv zusammengestrichen. Gute Arbeitsförderungspolitik setzt Verlässlichkeit und Planungssicherheit voraus. Arbeitsförderung nach Ermessen, besser gesagt, nach Kassenlage, bedeutet eine Kehrtwende in der Arbeitsmarktpolitik. Die Bundesregierung verabschiedet sich von dem politischen Anspruch, Arbeitsförderung zu lenken und zu gestalten.
Die Streichung des ohnehin befristeten Zuschusses beim Übergang von Arbeitslosengeld zu Arbeitslosengeld II bedeutet die endgültige Entwertung von Lebensleistung. Auch wer Jahrzehnte in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, wird nach kurzer Zeit genauso gestellt, als wäre nie eingezahlt worden. Leistung muss sich wieder lohnen?
Für Hartz-IV-Empfänger werden keine Rentenversicherungsbeiträge mehr gezahlt. Ein Fortschritt der Grundsicherung, alle Hilfebedürftigen wurden in die Sozialversicherung einbezogen, wird rückgängig gemacht. Geradezu zynisch das Argument, sie hätten ja sowieso keine Rente erhalten, von der man leben kann. Verschwiegen wird, dass ihnen jetzt auch noch der Schutz bei Erwerbsminderung gestrichen wird.
Vermögende werden hingegen geschont. Der deutschen Staatsverschuldung steht ein Vielfaches an Vermögen - Geld- und Sachvermögen -gegenüber, das sich in immer weniger Händen konzentriert. Die reichsten zehn Prozent besitzen zwei Drittel des gesamten Nettovermögens. Das Spardiktat bezieht weder die Besteuerung hoher Vermögen noch eine stärkere Belastung von Spitzeneinkommen in ihre Überlegungen ein. Die Spekulanten kommen ungeschoren davon. Die Bundesregierung vertieft die Kluft zwischen Arm und Reich weiter. Der soziale Sprengstoff ist unabsehbar."
Gestaltungsanspruch aufgegeben
von redaktion am 08.06.2010 16:14
Gestaltungsanspruch aufgegeben

Özdemir
Berlin (rdp). Zu den Ergebnissen der Haushaltsklausur der Bundesregierung erklärt Cem
Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
gestalten. Die Sparbeschlüsse gleichen einem bürokratischen Vollzug ohne
Rücksicht auf soziale und ökologische Konsequenzen. Maßnahmen wie die
Einführung einer Kerosinsteuer oder der Abbau ökologisch schädlicher
Subventionen sind unkonkret und Mogelpackungen. Die von den Grünen seit
langem geforderte Einführung einer Brennelementesteuer ist
augenscheinlich ein trojanisches Pferd der Atomlobby, die so auf
zusätzliche Milliardengewinne durch eine Laufzeitverlängerung der
Atomkraftwerke hoffen darf.
Der dringend notwendige Abbau des Staatsdefizits braucht eine umfassende
Antwort aus intelligenten Einsparungen, Investitionen in die
Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft und sozial verträglichen
Mehreinnahmen, um insbesondere die erdrückende Zinslast von über 50
Milliarden Euro jährlich zu senken.
Das Umweltbundesamt hat vorgerechnet, dass insgesamt bis zu 48
Milliarden Euro über ökologisch schädliche Subventionen eingespart
werden können, davon 5 bis 7 Milliarden Euro kurzfristig. Die
Bundesregierung hat dagegen mit dem Prä für Einsparungen zu Lasten des
Sozialetats sowohl sozial als auch ökonomisch und ökologisch verheerende
Signale gesetzt, die in der Gesellschaft und in der Politik zu Recht auf
starken Protest stoßen werden. Schwarz-Gelb hat es auch versäumt, neben
Kürzungen neue Impulse für zukünftiges Wachstum zu setzen. Um nicht
langfristig die Zukunftsfähigkeit unseres Landes und unserer Wirtschaft
aufs Spiel zu setzen, wären Investitionen in Bildung und die ökologische
Modernisierung dringend notwendig und haushälterisch rentabel gewesen.
Schließlich hat die Kanzlerin es versäumt, dem Land zu vermitteln, wie
wir diese Krise überwinden und gestärkt aus ihr hervorgehen können. Sie
riskiert eine weitere Verunsicherung der Bevölkerung und verstärkt das
falsche Gefühl, dieser Krise ausgeliefert zu sein. Wir Grüne schlagen
zur gerechten Finanzierung der Krisenkosten vor, große Vermögen einmalig
über eine Abgabe heranzuziehen und die Erbschaftsteuer zu reformieren.
Dass selbst Vertreter des Mittelstands eine moderate Erhöhung des
Spitzensteuersatzes auf 45 Prozent anbieten, ist ein Signal, dass diese
Bundesregierung den Boden unter den Füßen verloren hat.“
Genversagen der Landesregierung
von redaktion am 08.06.2010 15:58
Genversagen der Landesregierung
Berlin (rdp). Zur Verbreitung illegalen Genmais-Saatgutes und zum Schweigen der
niedersächsischen Landesregierung erklärt Steffi Lemke, Politische
Bundesgeschäftsführerin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

Lemke
und offenbart das Versagen des niedersächsischen
Landwirtschaftsministeriums bei simplen Aufsichtspflichten. Von
Niedersachsen aus sind in sieben Bundesländern Felder mit Genmais
kontaminiert worden - und die zuständige Behörde sah seelenruhig zu.
Es ist mehr als unverantwortlich, wenn Informationen über
gesetzeswidrige Verunreinigungen von Saatgut fast zwei Monate auf den
Schreibtischen von Behörden verstauben. Statt einzuschreiten, wurden die
Informationen in der niedersächsischen Landesregierung just über den
wichtigsten Aussaat-Zeitraum von März bis Mai offensichtlich verschleppt
und nicht weitergegeben. Wenn sich bewahrheitet, dass die
niedersächsische Landesregierung der Weiterverbreitung illegalen
Saatgutes wissentlich zugeschaut hat, statt ihrer Aufsichtspflicht im
Interesse der Landwirte und Verbraucherinnen und Verbraucher
nachzukommen, muss dies Konsequenzen haben. Es kann nicht sein, dass
Landwirte durch das Versagen niedersächsischer Behörden unwissentlich in
illegale Aktivitäten getrieben werden. Die niedersächsische
Landesregierung hat entweder sträflich nachlässig oder sogar in
bewusster Komplizenschaft gehandelt.
Es braucht jetzt eine detaillierte Aufklärung über den Vorgang, mit
allen nötigen Konsequenzen. Außerdem muss die angekündigte Vernichtung
des Genmais vollständig realisiert und überwacht werden.“
Familien werden zu Sparschweinen der Nation gemacht
von redaktion am 08.06.2010 15:34
Familien werden zu Sparschweinen der Nation gemacht

Schwesig
Berlin (rdp). Zu den Sparplänen der Union beim Elterngeld erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende und Ministerin für Soziales und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig:
stärker zur Rechenschaft gezogen werden müssten.
Mit den angekündigten Einsparungen stellt Schwarz-Gelb das moderne Konzept des Elterngeldes infrage, für das sich Frau von der Leyen in den letzten Jahren hat feiern lassen, das aber auf die SPD-Ministerin zurückgeht. Die Kürzung der Lohnersatzleistung - die im internationalen Vergleich ohnehin schon schwach ist - wird auch dazu führen, dass wieder weniger Väter in Elternzeit gehen. Doch damit nicht genug: Die Bundesregierung will den Sockelbetrag von 300 Euro für ALGII-Empfänger abschaffen. Das
wird gerade die Familien treffen, die ohnehin am wenigsten haben. Denn nach den Plänen der Bundesregierung soll der alleinerziehenden Hartz-IV-Empfängerin das Elterngeld gestrichen werden, der Hausfrau mit gut verdienendem Ehemann aber nicht. Das ist sozial ungerecht und höchst bedenklich. Es kann doch nicht sein, dass die Erziehungszeit der Eltern, die von Hartz IV leben müssen, dem Staat weniger wert sein soll. Damit würde sich die Kinderarmut im Land weiter verschärfen.
Angesichts dieses Sparhammers gegen das Elterngeld muss sich Familienministerin Schröder nun endlich auch eindeutig zur Zukunft des Betreuungsgeldes äußern: Denn hält Schwarz-Gelb am Betreuungsgeld fest, bleibt von der Fassade eines modernisierten Frauen- und Familienbildes rein gar nichts mehr übrig."
Verdi-Chef Bsirske lehnt Sparpaket ab - "Taumelnde Regierung"
von redaktion am 08.06.2010 09:34
Verdi-Chef Bsirske lehnt Sparpaket ab - "Taumelnde Regierung"

Bsirske
Berlin (rdp/ots) - Verdi-Chef Frank Bsirske hat das Sparpaket der Bundesregierung zurückgewiesen und plädiert stattdessen für Steuererhöhungen. "Wir haben kein Ausgaben-, sondern ein Einnahmenproblem", sagte er dem Tagesspiegel (Dienstagausgabe). "Wenn wir jetzt zu stark sparen, droht ein Rückfall in die Krise, weil wir den Binnenmarkt abwürgen. Und die soziale Schieflage im Land verschärft sich." Da Deutschland bei der Besteuerung von Erbschaften und Vermögen "in der EU den Status einer Steueroase" habe, lägen hier Erhöhungen nahe, sagte er.
Mit dem schwarz-gelben Politikmodell komme Deutschland nicht weiter. "Vor allem in den Kommunen drohen griechische Verhältnisse, weil die ihre öffentlichen Dienstleistungen nicht mehr finanzieren können", sagte der Verdi-Chef. Dass die Politik mehr als anderthalb Jahre nach der Lehman-Pleite noch keine Konsequenzen gezogen habe, sei beschämend. "Wir haben eine taumelnde Regierung, die die Weichen falsch stellt, die durcheinander ist und im Streit liegt bei wichtigen Fragen." Auf diesem Weg verliere die Koalition noch stärker ihre Legitimationsgrundlage.
Nagelschere und Wildsau - polis-Presseschau
von redaktion am 08.06.2010 08:55
Presseschau vom 08.06.2010

Merkel und Westerwelle: 80-Milliarden-Pakt geschnürt
Nagelschere und Wildsau
Angela Merkel und Guido Westerwelle erläuterten gestern vor versammelter Presse ihr Rotstiftpaket. „Fair und gerecht“ soll es sein. Opposition und Gewerkschaften sehen das gänzlich anders und kündigen heftigen Widerstand an.

fr-online.de
Von vielen Sparschweinen und den Wildsäuen
… Stellt sich die Frage: Werden die Bevölkerungsgruppen wirklich gleichmäßig belastet? Zweifel sind angebracht, schließlich fordert neuerdings sogar der CDU-Wirtschaftsrat, sozialistischer Umtriebe äußerst unverdächtig, den Spitzensteuersatz anzuheben, wegen der Gerechtigkeit. Im fertigen Beschluss findet sich davon aber keine Spur. …

faz.net
Opposition kündigt Widerstand an
… Bei Opposition und Gewerkschaften formiert sich massiver Widerstand gegen die von der Bundesregierung verkündeten Sparpläne. Die Maßnahmen seien „extrem feige, weil die Verursacher dieser Krise geschont und Bedürftige rasiert werden“, sagte die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles am Montagabend im SWR-Fernsehen. Die SPD werde „diese massiven Einschnitte in der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht hinnehmen“. Bei einigen Sparvorschlägen müssen Bundestag und Bundesrat noch zustimmen. DGB-Chef Michael Sommer sprach von einem Dokument der Perspektivlosigkeit und sozialen Schieflage. …

spiegel.de
Unionspolitiker bemäkeln Merkels Spardiktat
… Auch der saarländische Ministerpräsident Peter Müller verwies darauf, dass man dem Gesichtspunkt der Belastungsgerechtigkeit Rechnung tragen müsse. Müller erneuerte im Saarländischen Rundfunk seine Forderung nach Steuererhöhungen: "Ich glaube, dass wir auch über den Spitzensteuersatz noch einmal reden müssen. Hier besteht weiter Diskussionsbedarf." Die FDP habe in dieser Frage zwar eine sehr grundsätzliche Position, doch auch sie werde die Frage beantworten müssen, ob man in gleicher Weise Opfer von allen verlange. Für ihn gelte der Grundsatz "starke Schultern müssen mehr tragen als schwache Schultern", sagte der CDU-Politiker. …

taz.de
Operation Nagelschere
… Alle Pläne, außerhalb des Umweltbereichs Steuern zu erhöhen oder Subventionen abzuschaffen, sind am Widerstand der FDP gescheitert. Der überraschende Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler hat Westerwelles Partei für wenige Wochen wieder in jene starke Position gebracht, die sie mit der NRW-Wahl schon verloren hatte. Ihre Stimmen werden für die Wahl des Unionskandidaten Christian Wulff am 30. Juni noch gebraucht. Das Ergebnis bedauerte am Montag früh im Deutschlandfunk selbst der Chef des CDU-Wirtschaftsrats, Kurt Lauk. "Mir fehlt der strukturelle Ansatz, dass auch der Spitzensteuersatz ein Stück weit einbezogen wird, wenn ich unten etwas wegnehme", sagte er. ...
Foto: spiegel.de/dpa
Sparen in schwarz-gelb - polis-Presseschau
von redaktion am 07.06.2010 09:15
Presseschau vom 07.06.2010

Schwören die Bevölkerung aufs Sparen ein: Das Trio Schäuble, Merkel und Westerwelle
Sparen in schwarz-gelb
Ein milliardenschweres Sparprogramm soll zeigen, dass die Koalition regieren kann. Es soll alle treffen. Besonders die Armen. Opposition und Gewerkschaften schärfen die Messer.

Fr-online
Koalition ringt um Sparziele
… Vorgesehen ist unter anderem eine Kürzung des Elterngeldes von derzeit maximal 1800 Euro auf höchstens 1200 Euro. Hartz-IV-Empfänger sollen das Elterngeld gar nicht mehr bekommen. Sie werden künftig auch nicht mehr rentenversichert. Zudem ist geplant, den Zuschlag beim Übergang vom Arbeitslosengeld I zum ALG II zu streichen. …

faz.net
Merkel will bei den Ausgaben „Akzente setzen“
... DGB-Chef Michael Sommer kündigte Widerstand gegen die Sparpläne an. „Man merkt die Absicht: Man will bei den ganz Armen rein, um die Großen zu schonen. Das ist eine Geschichte, die nicht geht und die wir auch nicht mitmachen werden“, sagte er in der ARD.
Auch die Gewerkschaft Verdi hat der Bundesregierung vorgeworfen, den Haushalt auf Kosten der sozial Schwachen sanieren zu wollen. „Die Bundesregierung belastet einseitig die Schwachen in der Gesellschaft, statt starke Schultern angemessen zur Finanzierung des Gemeinwesens heranzuziehen“, erklärte der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske vor Beginn der Schlussberatungen der Kabinetts-Haushaltsklausur des Kabinetts am Montag in Berlin. ...

spiegel.de
Koalition ringt um Rekord-Sparpaket
Die Republik steht am Wendepunkt: Wegen der Schuldenbremse muss der Staat bis 2016 rund 51 Milliarden Euro sparen. Auf ihrem Haushaltsgipfel will die Regierung den Grundstein dafür legen. Die Kanzlerin schwört Deutschland auf magere Jahre ein - SPIEGEL ONLINE zeigt alle Sparvorschläge. …

taz.de
Sparen statt Steuererhöhung
… Merkel bekräftigte am Sonntag die Vorfestlegung, dass bei den Ausgaben für Bildung und Forschung sowie bei den Renten nicht gespart werden solle. "Wir wollen Sicherheit für die Menschen, die eine große Lebensleistung haben", sagte sie. Das erhöht den Spardruck auf die übrigen Ressorts. Während Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) grundsätzliches Einverständnis mit den Plänen signalisierte, die er für einen Umbau der Bundeswehr nutzen will, zeigte sich etwa Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) im Vorfeld skeptisch. ...
Foto: taz.de/dpa
Irish stur - polis-Presseschau
von redaktion am 05.06.2010 11:07
Presseschau vom 05.05.2010

Irish stur
Die „Rachel Corrie“ dreht nicht ab. Das irische Schiff, mit 1000 Tonnen Hilfgütern für den Gaza, widersetzt sich den Aufforderungen der israelischen Armee abzudrehen. Mit an Bord: 15 Aktivisten, darunter die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire.

fr-online.de
Hilfsschiff "Rachel Corrie" dreht nicht ab
Erneut hat ein Schiff mit Hilfsgütern Kurs auf Gaza genommen. Die israelische Armee will das verhindern. Doch die Aktivisten lassen sich nicht beeindrucken und fahren weiter. Am Montag enterten israelische Soldaten einen Hilfskonvoi und töteten neun Menschen. …

faz.net
Hilfsschiff nimmt weiter Kurs auf Gazastreifen
… „Wir haben den Verantwortlichen des Schiffes mehrfach mitgeteilt, dass sie zum Hafen Aschdod fahren müssen“, sagte am Samstag eine Armeesprecherin in Jerusalem der Nachrichtenagentur AFP. Der von einer irischen Organisation gecharterte Frachter fahre aber trotz der Blockade des Gazastreifens weiter in Richtung des Palästinensergebietes. …

spiegel.de
Israel droht mit Erstürmung von Gaza-Hilfsschiff
… Inzwischen hat die israelische Armee der Besatzung eine letzte Warnung gegeben. "Unsere Soldaten werden bei Ihnen an Bord gehen, wenn Sie sich weigern abzudrehen", sagte Armeesprecherin Avital Leibovitsch am Samstagmorgen in einer Funkbotschaft an die "Rachel Corrie". Die Armee sei "bereit, unsere Waffen zu benutzen, um uns zu verteidigen, wenn die Notwendigkeit zu spüren ist". …

taz.de
"Die Schiffskonvois sind eine Gefahr"
Interview. Zur Gaza-Blockade gibt es keine Alternative, glaubt der israelische Historiker Abraham Rabinovich. Die weltweite Empörung zwinge aber zu einem Umdenken.
Foto: Spiegel.de/AP
Ungebrochener Widerstand im Wendland
von redaktion am 04.06.2010 20:55
Ungebrochener Widerstand im Wendland
Berlin (rdp).

Im Sommer 1980 besetzten hunderte von Atomkraftgegnern den Bauplatz für die geplante
Tiefbohrung 1004 bei Trebel / Lüchow-Dannenberg. Innerhalb weniger Tage entstand
ein "Hüttendorf" mit allen notwendigen kommunalen Einrichtungen:
Öffentliche Küche, Sauna, Freundschaftshaus, Duschhaus, Solaranlagen, Gewächshäuser,
Toiletten, mit Windenergie betriebener Tiefbrunnen Kirche, Bäckerei, Klinikum, Einreisebe-
hörde mit Passamt, Ponyreitanlage für Touristen sowie der Freie Wendländische Frisiersalon
Zum ersten Mal wurde eine autonome, selbstverwaltete Gemeinschaft aufgebaut.
Für viele war es ein wichtiges Erlebnis, daß ein Leben ohne Staat organisierbar ist.
Quelle:www.hinifoto.de/akw/gorleben
Zum 30. Jahrestag der Ausrufung der Freien Republik Wendland erklärt
Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90 /DIE GRÜNEN:

vor Augen führen, welche Ausdauer und Widerstandskraft sie besitzt. Der
Widerstand im Wendland ist ein Markstein der Geschichte der
Anti-Atom-Bewegung. Vor 30 Jahren riefen die Atomgegner die Freie
Republik Wendland aus, um ein nicht verantwortbares Endlager in Gorleben
zu verhindern.
Es ist ein gesellschaftspolitischer Affront, dass zeitgleich zum
Jubiläum die Bundesregierung das Moratorium aufheben will und einen
aberwitzigen Versuch startet, Gorleben als Atommüllendlager auf Teufel
komm raus durchzudrücken. Dagegen werden im Wendland engagierte
Atomkraftgegner auf die Straße gehen. Denn der Widerstand ist
ungebrochen – und wird heute von einem breiten Bündnis bis weit hinein
in die Mitte der Gesellschaft unterstützt, an dem sich auch besonders
viele junge Menschen beteiligen. Das zeigte auch die beeindruckende
Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel im
April. Die Mehrheit der Menschen in diesem Land will raus aus der
Atomkraft.
Die Laufzeitverlängerungspläne der Atomlobby und ihrer eilfertigen
schwarz-gelben Vasallen haben keine Zukunft, dafür wird die
Anti-Atom-Bewegung ein deutliches Signal nach Berlin schicken. Versehen
mit den besten Grüßen aus der Freien Republik Wendland.“


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