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Volkssolidarität fordert Rücknahme geplanter Sozialkürzungen

von redaktion am 17.06.2010 17:06




Volkssolidarität fordert Rücknahme geplanter Sozialkürzungen



Berlin (rdp). „Wir sind zutiefst besorgt über das von der Bundesregierung am 7. Juni verabschiedete ‚Sparpaket’. Sparen ist wichtig und zu unterstützen. Das jetzt vorliegende ‚Sparpaket’ weist jedoch eine deutliche soziale Schieflage auf. Die Lasten der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise werden vorrangig auf sozial benachteiligte Gruppen abgewälzt. Bei Arbeitslosen, Familien und Geringverdienern wird gekürzt, während große Vermögen und Spitzenverdiener weitgehend verschont bleiben“, heißt es in einer Erklärung des Präsidenten und von Vorsitzenden der Landesverbände der Volkssolidarität.

Weiter heißt es in der Erklärung:
"Wir fordern von der Bundesregierung, auf die Streichung des Elterngeldes und der Rentenbeiträge bei Langzeitarbeitslosen komplett zu verzichten sowie die Kürzungen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik nicht vorzunehmen. Dafür gibt es gute Gründe:
- Die Streichung des Elterngeldes für Bezieher von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II ist ein grober Fehler. Denn das Elterngeld muss für alle da sein, um gerade im ersten Lebensabschnitt nach der Geburt eines Kindes Belastungen durch Existenzsorgen zu verhindern. Alle Kinder brauchen gleiche Lebenschancen.
- Die Streichung von Rentenbeiträgen bei ALG II-Empfängern begünstigt verstärkt Altersarmut. Sie setzt auch den Schutz vor dem Risiko der Erwerbsminderung aufs Spiel. Diese "Einsparung" führt zu Einnahmeverlusten der gesetzlichen Rentenversicherung in Milliardenhöhe und perspektivisch zu höheren Aufwendungen der Kommunen für die Grundsicherung im Alter.

- Die Umwandlung wichtiger Leistungen der Arbeitsförderung in Ermessensleistungen benachteiligt besonders Arbeitslose, die bisher schon große Schwierigkeiten haben, wieder in eine angemessene sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu kommen, wie z.B. Ältere und Menschen mit Behinderungen.
Die hohe Arbeitslosigkeit verursacht seit Jahren in vielen Regionen der Bundesrepublik - insbesondere in den neuen Bundesländern - eine Armutsentwicklung, die das soziale Klima schwer belastet.

Die Volkssolidarität ist in ihrer sozialen Arbeit zunehmend mit den Auswirkungen von Armut konfrontiert - bei Kindern und Jugendlichen, bei Langzeitarbeitslosen, aber auch bei älteren Menschen. Die im "Sparpaket" vorgesehenen Kürzungen im Sozialbereich drohen, Armut und soziale Ausgrenzung weiter zu verschärfen. Das ist nicht hinnehmbar.

Statt der vorgesehen Kürzungen im Sozialbereich brauchen wir Maßnahmen, die die Binnenmarktnachfrage ankurbeln, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze schaffen und auch für die Menschen Chancen sichern, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keinen Arbeitsplatz finden können.

Wenn gespart wird, müssen zuerst die Verursacher der Krise zur Kasse gebeten werden. Eine wirksame Besteuerung großer Vermögen und Erbschaften sowie die Anhebung des Spitzensteuersatzes für hohe Einkommen müssen dazu beitragen, die Einnahmen des Staates zu verbessern und Schulden der öffentlichen Haushalte abzubauen. Statt vager Aussichten auf ungesicherte Einnahmen von Unternehmen und Banken, müssen auch die "starken Schultern" einen konkreten Beitrag für das Gemeinwohl leisten, damit der soziale Frieden und der Zusammenhalt der Gesellschaft gesichert bleiben."

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Frau Merkel macht Kosmetik, die Briten zerschlagen die Großbanken

von redaktion am 17.06.2010 16:57




Frau Merkel macht Kosmetik, die Briten zerschlagen die Großbanken


Maurer

Berlin (rdp). Ulrich Maurer, Mitglied des Parteivorstands der LINKEN, fordert von
Angela Merkel schärfere Maßnahmen zur Bankenregulierung. Merkel solle
sich ein Beispiel an der britischen Regierung nehmen und die
Zerschlagung von Großbanken auf die politische Tagesordnung setzen, so
Maurer. Er erklärt:

Frau Merkel sollte sich beim heutigen EU-Gipfel ein Vorbild an ihren
britischen Freunden nehmen. Die Regierung des Inselstaates plant, die
Großbanken in Geschäfts- und Investmentbanken aufzuspalten,
Schatzkanzler Osborne will die Finanzaufsicht radikal umzubauen.
Während die Finanzkrise Nummer zwei schon längst in Europa wütet,
versteckt sich die Bundesregierung hinter den zahlreichen
internationalen Gremien und regiert lieber mit ,ruhiger Hand'. Der
Basler Bankenausschuss rudert auf Druck der Bankenlobby zurück und
verwässert die Forderungen nach höherer Eigenkapitalunterlegung und
reduzierter Schuldenfinanzierung der Zockergeschäfte. Frau Merkel kommt
das zupass, um ihre Beschränkung auf einen neuen Bankensicherungsfonds
und eine in weiter Ferne liegenden Finanztransaktionssteuer zu
rechtfertigen. Es bleibt dabei: Bei den Menschen wird zugelangt, die
Banken werden weiter hochgepäppelt. Die Abtrennung des
Investmentgeschäfts und des Eigenhandels der Großbanken, den auch
maßgebliche Kreise in den USA fordern, ist ein entscheidender Baustein
bei der Lösung der Finanzkrise. Das würde vor allem die Deutsche Bank
massiv treffen, die bei der Zockerei Milliarden gescheffelt hat. Man
fasst es nicht mehr: Die konservative britische Regierung schert sich
nicht um das Geschrei der Londoner City und prescht voran. Frau Merkel
dagegen wartet lieber auf die nächsten Ansagen von Herrn Ackermann. Wie
vorhergesagt, entpuppen sich ihre starken Worte zur Regulierung der
Finanzmärkte als Luftschlösser."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.06.2010 16:58.

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SPD fordert Gegenüberstellung mit Verteidigungsminister Guttenberg

von redaktion am 17.06.2010 10:25




Kundus-Untersuchungsausschuss: SPD fordert Gegenüberstellung mit Verteidigungsminister Guttenberg

Köln/Berlin (rdp/ots) - Die SPD wird in der Sitzung des Kundus-Untersuchungsausschusses des Bundestages an diesem Donnerstag die Gegenüberstellung von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) mit dem früheren Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan und Ex-Verteidigungsstaatssekretär Peter Wichert beantragen. Das kündigte der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels im "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstag-Ausgabe) an. Grundlage ist unter anderem das vom Bundeskanzleramt offenbar hinter Guttenbergs Rücken in Auftrag gegebene Rechtsgutachten, das die Gegenüberstellung als juristisch zulässig und deren Ablehnung als verfassungsrechtlich problematisch bewertet hatte. Die Existenz des Gutachtens war am vorigen Freitag bekannt geworden und bei Guttenberg auf Kritik gestoßen. "Wir halten an unserer Forderung fest", sagte Bartels dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Die Argumente des Gutachtens sind uns bekannt. Es ist Munition für die SPD. Wenn der Antrag von der Koalition abgelehnt wird, dann gehen wir zum Bundesgerichtshof." Der SPD-Politiker kritisierte überdies das Vorhaben von Union und FDP, ab sofort alle Sitzungen des Untersuchungsausschusses nicht-öffentlich abzuhalten. Offenbar wolle die Koalition damit "eine Wagenburg um den Minister errichten" und eine öffentliche Gegenüberstellung Guttenbergs mit Schneiderhan und Wichert verhindern. Der Plan verstoße in jedem Fall gegen die Geschäftsgrundlage des Ausschusses, die Öffentlichkeit vorsehe. Die SPD hält eine Gegenüberstellung für nötig, weil die Beteiligten ein gemeinsames Gespräch über den Umgang mit Informationen über den Luftschlag von Kundus mit bis zu 142 Toten unterschiedlich wiedergeben.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.06.2010 10:27.

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Mehr Sachlichkeit, weniger Instrumentalisierung der Geschichte

von redaktion am 17.06.2010 10:06




Mehr Sachlichkeit, weniger Instrumentalisierung der Geschichte


Lötzsch

Die Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Gesine Lötzsch, erklärt zum
Jahrestag des Aufstandes am 17. Juni 1953:

In seinem beim Erscheinen 1974 in der Bundesrepublik Deutschland weithin
gefeierten Buch "Fünf Tage im Juni" lässt Stefan Heym, der 1945 auf
amerikanischer Seite an der Befreiung Deutschlands vom Faschismus
beteiligt war und 1994 als Alterspräsident des Bundestages von der
schwarz-gelben Regierungskoalition mit dem eisigsten und zugleich
peinlichsten Schweigen der Bundestagsgeschichte bedacht wurde, seinen
Protagonisten Witte am Abend des 17. Juni sagen: "Die Weltgeschichte hat
sich den Spaß erlaubt, von uns zu verlangen, dass wir den Sozialismus
in einem Drittel eines geteilten Landes aufbauen, und das mit Menschen,
die sich den Sozialismus keineswegs alle gewünscht haben. Wie viel von
der Abneigung gegen die Partei hat seinen Grund nicht in ihren Fehlern,
sondern in ihren Zielen?"
Heyms Buch zeichnet sich durch die Erfassung der Widersprüche aus, und
die Widersprüchlichkeit dieses Tages ist durch Gesinnungsjournalismus
nicht wegzuräumen. Auch dann nicht, wenn Meinungsmachern daran gelegen
ist, zwanzig Jahre nach dem Ende der DDR in jenem 17. Juni 1953 nichts
anderes zu sehen als einen Baustein der Delegitimierung des anderen
deutschen Staates von Anfang an. Der 17. Juni ist nicht zu begreifen
ohne den von beiden Seiten aufs Heftigste geführten Kalten Krieg, nicht
ohne Adenauer, nicht ohne die Turbulenzen in der Sowjetunion nach
Stalins Tod und ohne den gewaltigen Druck, den die sowjetische Führung
auf die DDR in Sachen Reparationsleistungen ausüben zu müssen glaubte.
Er ist nicht zu begreifen ohne die Frontstadt Westberlin und die - von
Heym in seinem Buch vielmals zitierte - von der Politik und den Medien
getragene Einflussnahme des Westens.
DIE LINKE hat aus den Fehlern der SED gelernt. Die Verfolgung von
Sozialdemokraten, Kommunisten und Andersdenkenden, die Geringschätzung
der Demokratie, die überstürzten Beschlüsse zum Aufbau des
Sozialismus, die Umfunktionierung der Gewerkschaften von selbständig
agierenden Interessenvertretern der Arbeiter zu Ausführungsorganen der
SED – all das waren Ursachen für die gesellschaftlichen Explosionen
des 17. Juni. Und an die Fehler, die zum 17. Juni führten, reihte sich
nach diesem Tag einer, der für die weitere Entwicklung der DDR zu einem
bestimmenden wurde: Das Schweigen über diesen Tag. Heyms Buch blieb in
der DDR unter Verschluss. Die Chance, aus Fehlern zu lernen, wurde
vertan.
Aber die Wahrheit ist auch: Am 17. Juni 1953 lag das Ende des 2.
Weltkrieges gerade einmal acht Jahre zurück. Wer aus Geschichte lernen
will, tut gut daran, sich dieser Zeit in ihrer Gesamtheit zu nähern.
Wer an die Stelle des Verschweigen dieses Tages durch die DDR-Führung
heute die einseitige Überhöhung zum "Volksaufstand" setzt, tut nichts
anderes, als die eine Instrumentalisierung durch eine andere zu
ersetzen. Mit einem souveränen Umgang mit der deutschen Geschichte hat
das nichts zu tun. Wer Bundespräsident in unserem Land werden will,
sollte diese Souveränität mitbringen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.06.2010 10:07.

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20 Milliarden Dollar - polis-presseschau

von redaktion am 17.06.2010 09:28




Presseschau vom 17.06.2010



BP-Chef Tony Hayward ist nach eigenen Angaben "am Boden zerstört".


20 Milliarden Dollar

BP-Chef Tony Hayward muss sich heute vor einem Kongressausschuss verantworten. Gestern machte er Rapport im Weißen Haus und sagte 20 Milliarden Dollar für einen Hilsfonds zu. Ansonsten sei er übrigens „.. am Boden zerstört“. Das Bohrleck sprudelt weiter Öl ins Meer.





fr-online.de

BP-Chef Hayward "am Boden zerstört"

BP-Chef Tony Hayward ist nach eigenen Angaben wegen der Explosion der Bohrinsel mit elf Toten und der anschließenden Ölpest am Golf von Mexiko "am Boden zerstört".

Es tue ihm "zutiefst leid", dass die Katastrophe passiert sei, heißt es nach US-Medienberichten in einer schriftlichen Erklärung, die er für seinen Auftritt am Donnerstag vor einem Kongressausschuss vorbereitet hat. …




faz.net

„Eine beispiellose Serie von Fehlern“

… Er selbst sei nach den Folgen der Explosion der Bohrinsel „am Boden zerstört“, formuliert Hayward. Es tue ihm „zutiefst leid“, dass die Katastrophe passiert sei, heißt es in der Erklärung. Hayward gibt zu, dass die Sicherheitsmaßnahmen und -technologien bei Tiefseebohrungen „deutlich“ verbessert werden müssten. Er erklärt, dass die Katastrophe „niemals hätte geschehen dürfen“. BP werde tun, „was wir können, um sicherzustellen, dass das nicht noch einmal passiert“. …




spiegel.de

BP stellt 20 Milliarden Dollar für Ölpest-Opfer bereit

BP knickt ein: Der Konzern will einen 20 Milliarden Dollar schweren Hilfsfonds für die Opfer der Ölpest finanzieren, entschuldigt sich bei den US-Bürgern für das Desaster - und beugt sich damit dem massiven Druck der US-Regierung. Zudem streicht der Energie-Gigant seinen Aktionären die Dividende. …




taz.de

Zur Kooperation verdammt

US-Präsident Obama nimmt die Öl-Katastrophe zum Anlass, die ins Stocken geratene Energiewende voranzutreiben. Doch er muss mit Katastrophenverursacher BP zusammenarbeiten. ...
… Seit acht Wochen paralysieren Horrorzahlen aus dem Mineralölkonzern BP die US-Öffentlichkeit. In den ersten Stunden nach der Explosion ist von 1.000 Barrel Öl die Rede. Dann werden es 5.000, dann 10.000, kurz vor der Ansprache von Obama sind es 60.000 Barrel Öl, die jeden Tag in den Golf strömen. Jedes Mal machen sich die US-Behörden die Unternehmenszahlen zu eigen.

Foto: fr-online/dpa

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.06.2010 09:38.

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Brandstifter werden Biedermänner

von redaktion am 16.06.2010 15:15




Brandstifter werden Biedermänner


Kipping

Berlin (rdp). Zur Absicht der Bundesregierung eine Rentenkommission einzusetzen, die
sich mit der zunehmenden Altersarmut beschäftigen soll, erklärt Katja
Kipping, stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE:

Es wurde Zeit, dass die Bundesregierung das Problem der zunehmenden
Altersarmut erkennt. Tatsache ist aber auch, dass die Zerstörung der
gesetzlichen Rente durch politische Entscheidungen eingeleitet wurde,
die Union, SPD, FDP und Grüne zu verantworten haben. Brandstifter
wollen sich jetzt als Biedermänner darstellen. Daher müssen sie
konfrontiert werden mit ihren eigenen Entscheidungen. DIE LINKE fordert
eine Armutsfestigkeit der gesetzlichen Rente. Es muss wieder der
Grundsatz gelten, dass die Rentnerinnen und Rentner nicht vom Wohlstand
der Gesellschaft abgekoppelt werden. Alter darf nicht arm machen. Dazu
brauchen wir eine neue Rentenformel, die dafür sorgt, dass die
Rentnerinnen und Rentner von den Produktivitätssteigerungen der
Wirtschaft profitieren. Alle Kürzungsfaktoren müssen aus der
Rentenformel gestrichen werden. Die Rente erst ab 67 muss weg. Wir
brauchen auch im Alter eine verbindliche Untergrenze, die die gröbste
Armut verhindert. Niemand darf künftig im Alter weniger als 800 Euro
pro Monat haben."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.06.2010 15:17.

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Adresshändler gelangte an Privatadressen Tausender Münchner Briefwähler

von redaktion am 16.06.2010 10:22




Adresshändler gelangte an Privatadressen Tausender Münchner Briefwähler

Hamburg/Berlin (rdp) - Wegen eines Lecks im Wahlamt der Stadt München sind Tausende von priva-ten Anschriften bayerischer Briefwähler in den Adresshandel gelangt. Wie das Hamburger Magazin stern in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, bot die Firma MTM-Lübeck im Frühjahr verschiedenen Unternehmen Adresslisten Münchner Briefwähler zwecks Kundenwerbung zum Kauf an. Nach eigenen Angaben hatte MTM bis zu 15.000 Adressen von Bürgern im Angebot, die 2009 per Post für Bundestag oder EU-Parlament votiert hatten. Darunter waren auch die Privatanschriften von Prominenten wie dem Kabarettisten Dieter Hildebrandt und der Fernsehmoderatorin Milena Preradovic.

Die Münchner Stadtverwaltung hatte nach eigenen Angaben dem Berchmanskolleg des Jesuitenordens "über eine Mittelsperson" Umschläge von Briefwahlanträgen überlassen, "zur Ablösung von Briefmarken für wohltätige Zwecke". Der Orden verkaufte die Umschläge jedoch komplett als Massenware für Markensammler an einen privaten Händler. Von diesem gelangten sie über einen Umweg an MTM. Wolfgang Mayer vom Berchmanskolleg sagte dem stern, man habe ihnen bei der Überlassung der Briefhüllen keinerlei Auflagen gemacht, auch nicht über eine "Trennung der Adressdaten von den Marken".

Der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert prüft zurzeit, ob gegen die Firma MTM ein Bußgeld verhängt werden muss. Die Stadt München, die seit März über das Datenleck informiert ist und zunächst nur die Abgabe der Umschläge gestoppt hatte, kündigte nach einer stern-Anfrage an, sie werde nun auch Strafantrag stellen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.06.2010 10:24.

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Illner: ARD-Talks bald kaum noch unterscheidbar

von redaktion am 16.06.2010 09:35




Illner: ARD-Talks bald kaum noch unterscheidbar


Illner

Essen/Berlin (rdp/ots) - ZDF-Moderatorin Maybrit Illner befürchtet, dass mehr
Talkshows im Ersten dazu führen, dass die Unterschiede zwischen den
Formaten immer weniger erkennbar sind. "Ob sich eine wachsende Zahl
von ähnlichen Formaten in der ARD noch genug voneinander
unterscheidet, muss man sehen", sagte Illner im Gespräch mit den
Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Mittwochausgabe).

Sie selbst setzt verstärkt auf Zuschauer-Beteilung per YouTube und
Facebook.

Illner sieht sich gegen die Konkurrenz eines neuen ARD-Talks am
Donnerstag gewappnet. Die Moderation sollen Sandra Maischberger oder
Anne Will übernehmen. Illner sind sie gleich lieb: Sie sei "mit
beiden befreundet". Deshalb schlage sie "einen Split-Screen
(geteilten Bildschirm)" vor, sagte Illner augenzwinkernd.

Zwei Talkshows mit ähnlich profilierten Moderatorinnen auf
demselben Sendeplatz gelten in der Branche als Kampfprogrammierung.
Illner bleibt vorerst gelassen. Sie sei die Letzte, die der ARD
"schlaue Ratschläge" gebe. Illner sagte, sie warte die Entwicklung
"in Ruhe" ab: "Die ARD wird sich überlegen, wo sie mit fünf Köpfen an
sieben Tagen der Woche hin will. Das wird sie schon schaffen. Es ist
ja auch noch ein Jahr Zeit."

Über ihren Sendeplatz sagte Illner: "Wir laufen schon seit Jahren
mit unserem Talk nach einem Nachrichtenmagazin, dem ,heute-journal',
und wir sind nicht schlecht damit gefahren."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.06.2010 09:36.

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Sag niemals nie - polis-Presseschau

von redaktion am 16.06.2010 08:22




Presseschau vom 16.06.2010



Hannelore Kraft ist derzeit nicht zur Bildung einer Minderheitsregierung bereit.
Auch eine große Koalition kommt für sie und ihre Partei nicht in Frage.


Sag niemals nie

Hannelore Kraft verwirrt und verärgert Gegner und Freunde. Ihre Absage an weitere Gespräche mit der CDU bedeutet weiterhin Opposition für die SPD in NRW. Die Ablehnung einer rot-grünen Minderheitsregierung, unter Duldung der Linken, sei „derzeit gültig“.




fr-online

Grüne fordern Minderheitsregierung

Im Machtpoker um eine neue Landesregierung in Nordrhein-Westfalen herrscht Stillstand. Nach der Absage der SPD an eine große Koalition forderte Grünen-Fraktionschefin Sylvia Löhrmann die Sozialdemokraten am Dienstag "so schnell wie möglich" zur Bildung einer rot-grünen Minderheitsregierung auf. Derzeit lehnt die SPD dies noch ab. Der geschäftsführende Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) ist weiter zu Gesprächen über eine große Koalition bereit. …




faz.net

Grüne verärgert über Kraft: „Eine Frau, die sich nicht traut“

… Besonders verärgert sind die Grünen, dass die SPD zudem ohne vorherige Absprache mit ihnen „derzeit“ auch eine rot-grüne Minderheitsregierung ausschließt. Unverblümt zeichnet die Grüne Spitzenpolitikerin von ihrer privilegierten Partnerin Kraft das Bild einer Frau, die sich nicht traut: „Wenn Frau Kraft und die SPD das Wagnis einer rot-grün geführten Minderheitsregierung scheuen, muss die SPD in die große Koalition gehen. Ich wiederhole ausdrücklich, dass ich das persönlich und auch wir Grünen respektieren würden.“




spiegel.de

Grüne pochen auf Minderheitsregierung in NRW

Die Sozialdemokraten in NRW wollen aus der Opposition heraus mitregieren - und enttäuschen mit ihrem fehlenden Machtwillen die Grünen. Dieses Verhalten fördere die Politikverdrossenheit im Land, bemängelt Grünen-Fraktionschefin Löhrmann. Auch die Linke will die Pläne der SPD nicht unterstützen. …




sueddeutsche.de

Merkel wirft Kraft Verantwortungslosigkeit vor

… Bundeskanzlerin Angela Merkel ward Kraft Verantwortungslosigkeit vor. "Die Verweigerungshaltung von Frau Kraft ist unverantwortlich, gerade in den schwierigen Zeiten, in denen sich das Land befindet", sagte Merkel der Bild am Sonntag. Sie könne der SPD nur dringend raten, "in Verantwortung für Nordrhein-Westfalen wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren und die Realitäten anzuerkennen", so die CDU-Vorsitzende weiter. ...

Foto: fr-online.de/ddp

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.06.2010 08:27.

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Die europäische Krankheit stoppen, falsche Therapie abbrechen!

von redaktion am 15.06.2010 11:43




Die europäische Krankheit stoppen, falsche Therapie abbrechen!


Lötzsch

Die Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Gesine Lötzsch, erklärt zur Herabstufung von Griechenland-Anleihen auf Ramschstatuts durch die Rating-Agentur Moody`s:


Die Herabstufung der Griechenland-Anleihen ist die Reaktion auf das ökonomisch unsinnige Sparpaket, das Bundeskanzlerin Merkel den Griechen aufgezwungen hat. Es muss entschärft werden, damit die griechische Bevölkerung wieder Luft zum Atmen bekommt. Für die Griechen ist es unmöglich, die Schulden ohne Wachstum abzubauen. Das hat die LINKE schon vor der Rating-Agentur Moody´s erkannt. Das Sparpaket verhindert jedes Wachstum. In Griechenland muss die Binnenkonjunktur gestärkt werden. Das heißt, keine weiteren Lohnsenkungen, sondern gerechte Besteuerung der Reichen, zivile Investitionen, Abbau des Militärhaushaltes, um nur die wichtigsten Maßnahmen zu nennen. Diese Medizin würde auch Deutschland und den anderen europäischen Länder auf die Beine helfen."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.06.2010 12:17.
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