Neueste Beiträge
Erste Seite | « | 1 ... 347 | 348 | 349 | 350 | 351 ... 476 | » | Letzte
Die Suche lieferte 4760 Ergebnisse:
Böhmer ist abgekoppelt von der konservativen Wirklichkeit
von redaktion am 07.07.2010 15:23
Böhmer ist abgekoppelt von der konservativen Wirklichkeit

Wowereit
Berlin (rdp). Anlässlich der Veröffentlichung des Integrationsberichts der Bundesregierung durch die Integrationsbeauftragte Böhmer erklärt der stellvertretende Parteivorsitzende, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit:
(56,3%) und ohne (38%) Migrationsgeschichte zusätzlich. Migrantenkinder sind und bleiben in unserer Gesellschaft benachteiligt und haben weitaus schlechtere Startchancen als Kinder aus deutschen Familien.
Und was macht Frau Böhmer? Einige ihrer Ansätze, wie beispielsweise die Forderung nach einem verpflichtenden beitragsfreien Kitajahr, sind ja richtig. Stattdessen setzt aber ihre Partei auf eine Herdprämie, die Eltern belohnt, die ihre Kinder gerade nicht in Kitas schicken. Dort, wo die Union Verantwortung trägt, wird Politik gegen Migrantenkinder gemacht. Sie erhebt Bildungsgebühren und hält starr an einem dreigliedrigen Schulsystem fest, das gemeinsames Lernen verhindert und früh aussortiert. Durch
eine solche Politik wird Integration verhindert.
Und die Kanzlerin? Entgegen aller Ankündigungen hat es Frau Merkel nicht geschafft, das Thema Integration als Querschnittsaufgabe in der gesamten Bundesregierung zu verankern. Es fehlen klare und konkrete Zielvereinbarungen mit den einzelnen Fachbereichen.
Für die SPD ist Integration vor allem eine soziale Frage, die eng mit Aufstieg und Aufstiegswillen und damit mit Bildung und Qualifizierung zusammenhängt. Die sozialdemokratischen Landesregierungen haben insbesondere in der Bildungspolitik deutlich gemacht, wie wichtig es für Chancengerechtigkeit ist, im Bildungsbereich und bei der frühkindlichen Förderung einen Paradigmenwechsel einzuleiten. Frau Böhmer begrüßt dies sicher insgeheim. Aber die konservative Realität sieht anders aus: Sie wird sich
mit ihren Positionen in der Union auch weiterhin nicht durchsetzen können."
Nicht nur Özil und Khedira
von redaktion am 07.07.2010 13:53
Nicht nur Özil und Khedira
![]()
Özdemir
Berlin (rdp). Zum Integrationsbericht der Bundesregierung erklärt Cem Özdemir,
Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
aufgehen: Deutschland gewinnt, wenn alle Menschen in unserem Land ihren
Talenten entsprechend gefördert werden. Überall in Deutschland leben
junge Özils und Khediras der Chemie und Mathematik, deren Karriere aber
viel zu oft schon mit zehn Jahren bei der Anmeldung in der Hauptschule
endet. Der Integrationsbericht liest sich wie eine Liste der
Versäumnisse. Integrationspolitik in Deutschland ist eines der zentralen
Zukunftsthemen mit einem umfangreichen Aufgabenkatalog, den
Bundeskanzlerin Merkel und ihre Integrationsministerin Böhmer aber links
liegen lassen.
Die sinkenden Einbürgerungszahlen sind ein Problem, für das Frau Böhmer
keine Lösung hat. Notwendig wäre es, endlich Hürden wie das unsinnige
Optionsmodell abzuschaffen und echte Integrationsangebote zu machen.
Bei den Bildungschancen hinkt Deutschland in Europa weiter beispiellos
hinterher. Immer noch hängt der Lebensweg von Kindern in Deutschland vor
allem vom Geldbeutel der Eltern ab, und immer noch wird das Potenzial
von Migranten in der Gesellschaft verkannt und vergeudet.
Chancengerechtigkeit und faire Aufstiegsmöglichkeiten für alle Kinder
sind nicht nur sozial geboten, sondern auch eine Notwendigkeit für die
Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland.
Die Bundesregierung muss endlich dafür sorgen, dass die frühkindliche
Betreuung verbessert wird, dass Schulen in Bezirken mit hohem
Migrantenanteil besser ausgestattet werden und ganztags öffnen. Auf dem
Arbeitsmarkt werden Menschen mit Migrationshintergrund immer noch
benachteiligt. Gerade der öffentliche Dienst sollte dem Beispiel der
Nationalmannschaft folgen und die gesellschaftliche Realität
widerspiegeln: Wir brauchen mehr Polizistinnen, mehr Lehrerinnen und
Lehrer und mehr Erzieher mit Migrationshintergrund."
"Ernstfall für die Opposition im Parlament und auf der Straße"
von redaktion am 07.07.2010 13:00
Ernstfall für die Opposition im Parlament und auf der Straße

Ernst
Berlin (rdp). Der Vorsitzende der LINKEN, Klaus Ernst wirft der schwarz-gelben
Bundesregierung wegen der gestern vorgelegten Pläne für eine
Gesundheitsreform "Betrug an den eigenen Wählern vor" und ruft zur
Bildung eines "Bündnisses für soziale Gerechtigkeit im
Gesundheitswesen" auf. Er erklärt:
mittleren Einkommen. Die größte Verlierergruppe werden die Rentner
sein. Sie bekommen keine Rentenerhöhungen und müssen dennoch die
höheren Beiträge tragen. Schwarz-Gelb hat die eigenen Wähler
verraten. Ein Durchschnittsverdiener verliert pro Monat netto mindestens
acht Euro durch die Beitragserhöhung. Die nach oben offenen
Zusatzbeiträge sind eine Kopfpauschale durch die Hintertür. Der
versprochene Sozialausgleich ist ein Bürokratiemonster, das Millionen
unverschuldet zu Bittstellern beim Staat macht. Das ist Hartz IV im
Gesundheitswesen. Die schwarz-gelben Pläne sind der Ernstfall für die
Opposition im Parlament und auf der Straße. Wir müssen jetzt
geschlossen Widerstand leisten und ein Bündnis für soziale
Gerechtigkeit im Gesundheitswesen organisieren. Der einzig soziale Weg
für die Finanzierung der Defizite wäre die Wiederherstellung der
paritätischen Finanzierung der Krankenkassenbeiträge. Eine alleinige
Anhebung des Arbeitgeberbeitrags um 0,9 Prozentpunkte brächte dauerhaft
pro Jahr rund zehn Milliarden Mehreinnahmen."
Dammbruch? - polis-Presseschau
von redaktion am 07.07.2010 08:38
Presseschau vom 07.07.2010

Direkt danach darf künftig auf Gendefekte getestet werden:
künstliche Befruchtung einer menschlichen Eizelle im Labor.
Dammbruch?
Mit seinem Urteil zur Präimplantationsdiagnostik (PID) entfacht der Bundesgerichtshof eine neue, weitreichende Bioethik-Diskussion in Deutschland. PID-Befürworter atmen auf, Kritiker befürchten einen Dammbruch, hin zur Selektion von lebenswertem und nicht lebenswertem Leben.

fr-online.de
Auswahl mit Risiko
Die Präimplantationsdiagnostik birgt Chancen. Erbkrankheiten können erkannt werden. Kritiker warnen vor Missbrauch. Die FR sagt, worum es geht. …

faz.net
Mit dem Embryonenschutzgesetz vereinbar
Die Präimplantationsdiagnostik wird von den bestehenden Gesetzen nicht erfasst. Das hat den Bundesgerichtshof veranlasst, einen Arzt freizusprechen. Die Untersuchung von Embryonen auf Erbkrankheiten außerhalb des Mutterleibs verstoße nicht gegen das Embryonenschutzgesetz. …

taz.de
Selektion ist zulässig
Künstlich gezeugte Embryonen dürfen auf Erbkrankheiten untersucht werden, bevor sie in die Gebärmutter eingepflanzt werden. Dies hat am Dienstag der Bundesgerichtshof entschieden. Der Berliner Arzt Matthias B., der eine Kinderwunschklinik betreibt, wurde freigesprochen.
In der Klinik von B. werden jährlich hunderte von Kindern künstlich gezeugt. Zumindest bei drei Ehepaaren hat er 2005 und 2006 die im Reagenzglas entstandenen Embryonen auf Gendefekte untersucht, bevor er sie der jeweiligen Mutter einpflanzte. Die Paare hatten zuvor bereits Fehlgeburten erlitten oder schwer behinderte Kinder bekommen. Bei insgesamt vier der acht untersuchten Embryonen stellt B. gravierende genetische Auffälligkeiten fest. Die Eltern entschieden sich dann gegen eine Einpflanzung und der Mediz - Embryonen absterben. …

welt.de
BGH-Urteil startet neue Debatte um Embryonenschutz
… Die Entscheidung hat Folgen: Das Embryonenschutzgesetz muss gründlich überarbeitet oder durch ein – von vielen Experten gefordertes – Fortpflanzungsmedizingesetz ergänzt werden, das klare Regeln setzt. Reproduktionsmediziner und Paare mit genetischer Vorbelastung fordern seit Langem, dass die PID auch in Deutschland in Grenzen erlaubt werden soll. ...
Foto: taz.de/dpa
Zur Debatte um die Krankenversicherungsbeträge
von qualtinger am 06.07.2010 18:26
Neues Deutschland: zur Debatte um die Krankenversicherungsbeträge

Berlin (rdp/ots) - Breite Zustimmung fanden Veränderungen in der Gesundheitspolitik dieses Landes nie. Dazu gibt es zu viele Grüppchen, die auf ihre Privilegien bedacht sind. Die rannten entweder mit Weißkittel und Trillerpfeife auf die Straße oder schickten heimlich ihre Lobbyisten in die Gremien, um das Schlimmste zu verhindern. Aber dieses Mal haben Unverfrorenheit und Klientelpolitik das Maß der Erträglichkeit weit überschritten. Reformabsichten? Gerechtigkeit? Solidarität? Alles Fehlanzeige. Es geht um Macht, Geld und Parteitaktik. Gern möchte uns die Regierung weismachen, sie wolle das Gesundheitssystem verbessern. Das ist eine gigantische Lüge, denn sie müsste dazu die Einnahmebasis der gesetzlichen Krankenkassen erweitern und hohe Einkommen sowie die Bereicherungssucht der Leistungsanbieter im Gesundheitsbereich nicht länger schützen. Stattdessen bekommen Arbeitgeber schriftlich, dass ihre Beiträge nie wieder steigen werden, und gesetzlich Krankenversicherte, dass ihr finanzieller Anteil nach oben offen ist. Diese »Reform« schafft die Armen, denen sie später per steuerlichem Sozialausgleich helfen will. Hier geht es um die Rettung einer Regierung, deren Koalitionspartner nicht noch ein Wahlversprechen unerledigt auf den Aktenstapel legen können, und um die Rettung einer Partei, deren Glaubwürdigkeit mächtigen Schaden nahm und für die ein Gesundheitsminister mit Trotzkopf-Image und Abkassierer-Mentalität jetzt die Kohlen aus dem Feuer holt.
Die Risiken sind messbar: Glücksspiele auf dem Prüfstand
von redaktion am 06.07.2010 16:39
Die Risiken sind messbar: Glücksspiele auf dem Prüfstand
Interdisziplinäres Forscherteam stellt Bewertungsinstrument vor, das Politik und Verbrauchern Orientierung bietet

Bonn (rdp/ots) - Macht jedes Glücksspiel süchtig? Oder lassen sich Kriterien aufstellen, um unterschiedliche Angebote objektiv zu bewerten? Welche Faktoren sind dabei wesentlich? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das "Wissenschaftliche Forum Glücksspiel". Ein interdisziplinäres Forscherteam der Hochschulen Bonn-Rhein-Sieg, Konstanz, Bremen und Berlin stellte in der heutigen Pressekonferenz ein Instrument vor, mit dem sich das Gefährdungspotenzial verschiedener Glücksspielangebote messen lässt.
Die Experten der Fachrichtungen Ökonomie, Recht, Psychologie und Soziologie haben seit Anfang 2007 daran gearbeitet, ein Mess- und Bewertungsinstrument zu entwickeln. Mit Erfolg: Im Februar 2009 stellten die Wissenschaftler in Bonn den theoretischen Rahmen eines ersten Modells vor. Inzwischen ist es gelungen, diesen Ansatz weiterzuentwickeln. Das Ergebnis ist ein Tool, das auf Basis empirischer Daten eine differenzierte Beurteilung erlaubt. "Wir können auf wissenschaftlich fundierter Grundlage ein quantitativ messbares Profil einzelner Glücksspielprodukte erstellen", erklärt Professor Franz W. Peren vom Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.
Umfassend geprüfte Methodik
Das Messinstrument basiert auf strukturellen und situativen Merkmalen. Unter strukturellen Merkmalen verstehen die Wissenschaftler alle Faktoren, die das Suchtpotenzial beeinflussen - beispielsweise häufige Ziehungen und sehr hohe Gewinne. Situative Merkmale haben Auswirkungen darauf, wie viele Spieler teilnehmen - dazu gehört etwa die Verfügbarkeit eines Glücksspielproduktes. Um sicherzustellen, inwieweit die identifizierten Faktoren für die Ermittlung des Gefährdungspotenzials relevant sind, haben die Wissenschaftler unter anderem eine in dieser Form einmalige Expertenbefragung zur Methodik des Instruments durchgeführt. Außerdem wurden bei einer weiteren empirischen Untersuchung Normalspieler, Problemspieler, pathologische Spieler sowie Anbieter von Glücksspielprodukten mit einbezogen.
Zehn Kriterien, fünf Gefährdungsklassen
Auf Basis der Untersuchungsergebnisse identifizierten die Forscher zehn Kriterien, die das Gefährdungspotenzial von Glücksspielprodukten angemessen beschreiben. Die Kriterien ermöglichen es, ein quantitativ messbares Profil einzelner Angebote zu erstellen und diese einer von fünf Gefährdungsklassen zuzuordnen. Projektleiter Peren berichtet: "Unser Instrument kann helfen, weniger suchtgefährdende Produkte auf den Markt zu bringen. Gleichzeitig bietet es die Möglichkeit, den ordnungsrechtlichen Rahmen für Glücksspielprodukte in Deutschland neu zu gestalten." Praktisches Ziel sollte sein, eine wissenschaftlich begleitete Zertifizierung von Glücksspielprodukten durch eine unabhängige Prüfstelle zu schaffen. Dieses gäbe der Gesetzgebung, der Rechtsprechung sowie der Verwaltungspraxis die dringend gebotene Rechtssicherheit, den Glücksspielstaatsvertrag angemessen umzusetzen, und wäre für den Verbraucher ein wichtiges Orientierungsmerkmal. Peren: "Das auf dieser Grundlage entwickelte Instrument ist in seiner Qualität weltweit führend. Jetzt ist es wichtig, dass wir das Tool in Zukunft kontinuierlich anpassen. Schließlich entwickelt sich gerade dieser Markt global sehr dynamisch."
Die Initiative zu der Studie ging von den beiden Soziallotterien der
Aktion Mensch-Lotterie und der ARD Fernsehlotterie "Ein Platz an der
Sonne" im Kontext ihres Engagements zur Suchtprävention aus.
http://www.aktion-mensch.de
http://www.einplatzandersonne.de
Das Wissenschaftliche Forum Glücksspiel
Das "Wissenschaftliche Forum Glücksspiel" ist 2007 entstanden. Das Gremium beschäftigt sich mit dem Gefährdungspotenzial von Glücksspielen. Dafür setzt es sich aus Experten unterschiedlicher Disziplinen zusammen. Zurzeit sind folgende Mitglieder beteiligt:
Prof. Dr. Reiner Clement, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Ökonomie
Prof. Dr. Jörg Ennuschat, Universität Konstanz, Rechtswissenschaft
Prof. Jörg Häfeli, Hochschule Luzern Soziologie,
Sozialwissenschaften
Prof. Dr. Gerhard Meyer, Universität Bremen, Psychologie
Dipl.-Psychologin Chantal Mörsen, Universitätsklinikum Charité
Berlin, Medizinische Psychologie
Prof. Dr. Dr. Franz W. Peren, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg,
Ökonomie, Wissenschaftlicher Projektleiter
Prof. Dr. Wiltrud Terlau, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Ökonomie
"Schluss mit den Tricks! Die Energiewende ist machbar!"
von redaktion am 06.07.2010 16:24
Kampagnenstart der Klima-Allianz: "Schluss mit den Tricks! Die Energiewende ist machbar!"
![]()
Berlin (rdp/ots) - Unter diesem Motto startete die Klima-Allianz heute ihre Kampagne, in der sie die Bundesregierung als Hütchenspieler entlarvt.
Die Bundesregierung hat zu Beginn des Jahres ein ideologiefreies Energiekonzept angekündigt, auf dessen Basis die künftige Energiepolitik Deutschlands ausgerichtet werden soll. Während offiziell versprochen wird, den Weg ins "regenerative Zeitalter" ebnen zu wollen, sickert seit Wochen auf verschiedenen Ebenen durch, dass Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke bereits beschlossene Sache sind.
Große Teile der Gesellschaft fühlen sich von der Bundesregierung durch diese energiepolitischen Tricksereien zum Narren gehalten. Aus diesem Grund startet die Klima-Allianz, in der sich Kirchen, Gewerkschaften, Umwelt-, Entwicklungs-, Jugend- und Verbraucherschutzorganisationen zusammengeschlossen haben, heute ihre Kampagne "Schluss mit den Tricks". Auf dem Kampagnenmotiv wird die Bundesregierung als Hütchenspieler dargestellt, um den Unterschied zwischen Worten und Taten zu verdeutlichen: Auf den Hütchen sind Symbole der Erneuerbare Energien zu sehen, doch unter den Hütchen befinden sich ausschließlich Atom- und Kohlemeiler.
"Die Glaubwürdigkeit der Bundesregierung steht mehr denn je auf dem Spiel. In den kommenden Wochen und Monaten stellt die Koalition die energie- und klimapolitischen Weichen für die nächsten Jahrzehnte. Dabei sollte sie dem breiten Wunsch der Bevölkerung nach einer Energiewende endlich Rechnung tragen und Entscheidungen nur auf Basis eines schlüssigen Konzepts und nicht aufgrund von Druck aus der Energiewirtschaft treffen. 100 Prozent Erneuerbare bis 2050 sind machbar, wirtschaftlich, sozial und zukunftsfähig", so Christina Hering, Koordinatorin der Klima-Allianz.
Im Rahmen ihrer Kampagne wird die Klima-Allianz unter anderem folgende Aktivitäten durchführen:
- Protest sichtbar machen! Das Motiv der Kampagne wird in den
nächsten Wochen als Großflächenplakat an öffentlichen Plätzen in
Berlin sowie in verschiedenen Orten in der Bundesrepublik
geschaltet.
- Einmischen vor Ort! Ab Spätsommer wird die Klima-Allianz
ausgewählte Städte und Gemeinden besuchen, in denen bereits
heute ein politischer und wirtschaftlicher Konflikt um die
zukünftige Energieversorgung begonnen hat und sich in die
Debatte einmischen.
- Alternativen aufzeigen! Am 15. September werden unter dem Dach
der Klima-Allianz verschiedene NGOs und Institutionen auf einem
"Alternativen Energiegipfel" Szenarien vorstellen, die zeigen,
dass 100 Prozent Erneuerbare realisierbar und bezahlbar sind.
- Konzertierte Aktion vor Kabinettsberatung zum Energiekonzept!
Die Mitglieder der Klima-Allianz werden mit ihrer gesamten
Breite in einer konzertierten Aktion von der Regierung eine
zukunftsfähige Energiepolitk fordern.
Hintergrundinformationen sowie das druckfähige Motiv und Logo der Kampagne stehen zum Download auf der Internetseite der Klima-Allianz zur Verfügung: www.klima-allianz.de
Neue Perspektiven des Luxus
von qualtinger am 06.07.2010 12:47
Neue Perspektiven des Luxus

Auch Luxus hat Geschichte
Luxus definiert sich zunehmend über Werte wie Beständigkeit, handwerkliche Qualität und Sinnlichkeit. Hingegen verlieren reine Statussymbole und oberflächliche Indikatoren wie Preis und Markenname an Bedeutung. Subjektive Lebensqualität ist der bestimmende Faktor, der jetzt und in absehbarer Zukunft entscheidet, wofür Menschen ihr Geld ausgeben. Eine Entwicklung, deren Konturen durch die Finanzkrise noch geschärft werden. Zu diesem Ergebnis gelangt der „Centurion Luxury Report Ti22“ von American Express. Führende deutschsprachige Experten aus Mode, Design, Kulinarik, Kunst, Reise und Trendforschung haben ihre Erfahrungen und Einschätzungen beigesteuert, unter ihnen Zukunftsforscher Matthias Horx und Alexander Marguier, Autor des „Luxuslexikon“.
Der Wunsch nach Wertigkeit und Lebensqualität bestätigt sich auch in den jeweiligen Branchen des Luxussegments. Etwa in der Mode: „Es wird mehr Wert gelegt auf Zurückgezogenheit, auf private Momente mit lieben Menschen“, sagt Adrian Runhof, Gründer des Münchner Modelabels Talbot Runhof. „Man scheut das Getöse der Öffentlichkeit. Für die Mode ist dies ein gutes Zeichen: Sie wird weniger oberflächlich, weniger offensichtlich, dafür nachhaltiger und werthaltiger.“ Auch für den Bereich Kulinarik stellt Zukunftsforscher Matthias Horx fest: „Es ist nicht mehr wichtig, wie teuer der Wein ist, sondern ob ich seine Herkunft, die Landschaft, in der er wächst, und den Winzer persönlich kenne.“
Gesundheit als Luxusindikator
Doch was bedeuten Begriffe wie Qualität und Wertigkeit konkret? Auch im 21.
Jahrhundert ist der Körper die Basis unseres Wohlbefindens. Gesundheit ist nicht alles, doch ohne Gesundheit ist alles nichts, besagt eine Volksweisheit. Ein Bewusstsein, das sich zunehmend im Luxus durchsetzt. „Gesundheit wird zur Grundvoraussetzung der Leistungsgesellschaft und damit zum Maßstab der eigenen Identität“, erläutert Trendforscher Peter Wippermann vom Trendbüro Hamburg. „Nur wer gesund ist, kann weiter teilnehmen. Die Bereitschaft wächst, durch Investitionen in den Körper die eigene Gesundheit und Attraktivität zu steigern. Der Körper wird zum Mittelpunkt der Welt.“
Individualität und Regionalität
Zwei weitere Faktoren, die unser Wohlbefinden und damit auch den Luxus zunehmend beeinflussen, sind Individualität und Regionalität. Beim Reisen etwa steht Individualität für den Wunsch nach persönlicher Entwicklung, Erfahrung und Entfaltung. „Wohlhabende Reisende suchen nach bildenden Erfahrungen und nicht bloß nach Entspannung. Mehr denn je wollen Gäste heute aktive Teilnehmer und nicht bloß Zuschauer sein“, erklärt Claus Sendlinger, Gründer und CEO der Design Hotels AG. Das bedeutet für die Reisebranche größere Flexibilität im Umgang mit Gästen und gleichzeitig Mut zur regionalen Identität. Denn wozu tausende Kilometer zurücklegen, um all das vorzufinden, was man bereits zu genüge kennt? Der Trend zur Regionalität zeigt sich am deutlichsten in der Kulinarik: Lange Zeit war Regionalküche das Gewöhnlichste der Welt. Auf den Tisch kam, was die Bauern gerade ernteten und die Fischer aus ihren Netzen leerten. Während Erdbeeren im Winter längst Alltag
geworden sind, entsteht Luxus gerade durch die bewusste Entscheidung Produkte dann zu nehmen, wenn sie von Natur aus am besten sind: frisch geerntet von nebenan – Regionalität, begründet in der Vernunft und Verantwortung für die Umwelt und in hohem Qualitätsanspruch.
Luxus ist Verantwortung
Luxus bedeutet immer noch, sich etwas leisten zu können. Doch dahinter steckt eine neue positive Botschaft. Wo es früher hieß: Ich fahre den dicksten Wagen, koste es was es wolle, heißt es heute: Ich leiste mir die beste Technik, um möglichst umweltfreundlich zu fahren. Durch die Betonung von Nachhaltigkeit, Qualitätsbewusstsein, Verantwortung und schonendem Umgang mit kostbaren Ressourcen schwindet der negative Beigeschmack, der das Image des Luxus stets begleitet hat. Der neue Luxus könnte Vorbildfunktion haben: auf dem Weg von einer Quantitätsgesellschaft zur Qualitätsgesellschaft.
Luxus ist Lebenskunst
Mit dem Kollaps der kreditfinanzierten Massenspekulation ohne echten Gegenwert verschwindet der Glanz reiner Statussymbole: „Jachten mit goldenen Wasserhähnen, schwere Limousinen, Uhren im Format von Tennisbällen, Designervillen, in denen zwar alle technischen Spielereien eingebaut sind, aber man sich zwischen Ehepartnern kein Wort mehr zu sagen hat. All das wird heute zu Ladenhütern“, prophezeit Matthias Horx. Im Gegensatz stellt sich bewusster Verzicht als Spielform eines modernen Luxus dar. Gerade die Abwesenheit von vermeintlichen Annehmlichkeiten zeigt sich manchmal als ein Mehr an Lebensqualität. Nicht der materielle Wert einer Sache ist entscheidend, sondern was wir empfinden, was sie aus uns macht. Ein Kunstsammler, der einen Künstler persönlich kennt und beim Betrachten seiner Gemälde Glück oder Achtung empfindet, dem gibt das Gemälde mehr als einem Käufer, für den es nur eine Rendite versprechende Geldanlage ist. Zumal das Wesen der Kunst in seinem
immateriellen Wert verankert ist. Letztlich ist der Wert der Kunst nur dem Geschmack des Betrachters unterworfen. „Kunst hat einen hohen Preis und der steht in keinem Verhältnis zu den Produktions- oder Materialkosten etwa eines Bildes. Diese Willkür, dieser Rest des Unerklärbaren macht Kunst so reizvoll“, sagt Cornelius Tittel, der frühere Chefredakteur des Kunstmagazins Monopol.
Blick nach vorn
Die Zeit reinen Konsumierens ist vorbei. Neuer Luxus fordert eine aufgeklärte Einstellung gegenüber Produkten und ihren wahren Wert. Leise ist das neue Laut. Der Schnitt entscheidet, ob ein Anzug passt, nicht das Label. Nicht der Preis macht den Genuss, sondern das Wissen um die Qualität. American Express möchte die Wünsche und Erwartungen seiner wohlhabenden Kunden besser verstehen und frühzeitig erkennen. „Im 21st Centurion Living Report hat sich American Express vor drei Jahren intensiv mit dem Thema Luxus und Wertewandel auseinander gesetzt. An die Erkenntnisse dieser Studie knüpfen wir mit dem aktuellen Trendreport Centurion Luxury Report Ti22 an“, sagt Werner Decker, Vorsitzender der Geschäftsleitung American Express Deutschland. Neue Produkte und Services sollen den Kunden nicht nur das Leben erleichtern, sondern ganz gezielt deren Lebensqualität erhöhen. Auf dieser Basis gibt die Studie dem Unternehmen und der ganzen Branche nützliche Einblicke, aus Sicht der Meinungsführer und Geschäftspartner, die Augen und Ohren am Puls des Luxus von morgen und übermorgen haben.
Der Murkser - polis-Presseschau
von redaktion am 06.07.2010 08:50
Presseschau vom 06.07.2010

Gesundheitsminister Rösler: Koalitionsgezerre um Zusatzbeiträge
Der Murkser
Die Opposition wirft Gesundheitsminister Philipp Rösler schweres Versagen vor und fordert seinen Rücktritt. Tatsächlich ist aus seiner versprochenen Gesundheitsreform nichts geworden und mit erneuten Beitragserhöhungen steht der Minister vor einem Scherbenhaufen.

fr-online.de
SPD und Grüne fordern Rücktritt Röslers
Grünen-Chefin Claudia Roth hat Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) zum Rücktritt aufgefordert. "Wenn er sich selbst ernst nimmt, dann muss er jetzt den Hut nehmen", sagte Roth am Montag in Berlin.
Der Minister habe die Bedingungen für einen Rücktritt in einem Interview selbst formuliert und gesagt: "Wenn es mir nicht gelingt, ein vernünftiges Gesundheitssystem auf den Weg zu bringen, dann will mich keiner mehr als Gesundheitsminister haben." …

faz.net
Die Regierung verschont die Apotheker
Die Finanzen der Krankenkassen sollen saniert werden. Fachpolitiker von Union und FDP hatten dafür plädiert, auch die Apotheker daran zu beteiligen. Doch die Spitzen der Koalition wollen sie im Gegensatz zu Ärzten und Krankenhäusern von direkten Sparbeiträgen ausnehmen. Feigheit vor der Lobby? …

spiegel.de
Union erwägt Verdopplung des Zusatzbeitrages
Neuer Dissens in der Koalition: Nach einem Zeitungsbericht zankt Schwarz-Gelb über den Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung. Die FDP verlangt demnach, die einkommensabhängige Begrenzung komplett aufzuheben. Dagegen sperrt sich die Union - sie will das Oberlimit lediglich anheben. …

sueddeutsche.de
Rösler, setzen, sechs!
… Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, hat Gesundheitsminister Philipp Rösler in der Bild am Sonntag Versagen vorgeworfen: "Weil Rösler seine Arbeit nicht macht, sollen jetzt Arbeitnehmer und Arbeitgeber mehr zahlen." Steinmeier beschuldigt die FDP zudem, ihr zentrales Wahlkampfversprechen zu brechen: "Mehr Netto vom Brutto - das war die Wahllüge der FDP. Denn geblieben ist davon nichts." ...
Foto: spiegel.de/ddp
Stange: Gebührenfreie Bildungsinfrastruktur statt warmer Worte und bürokratischem Monster
von redaktion am 05.07.2010 16:21
Stange: Gebührenfreie Bildungsinfrastruktur statt warmer Worte und bürokratischem Monster
Berlin (rdp). Zu den Äußerungen von Bundessozialministerin von der Leyen erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD, Dr. Eva-Maria Stange:
Gebührenfreie Bildung von Anfang an in jeder Kommune in Deutschland ist der erste Schritt in Richtung Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder. Der freie Zugang zu Bildungs- und Kultureinrichtungen darf nicht von der Höhe des Hartz IV-Regelsatzes oder vom Einkommen der Eltern abhängig sein. Auch für Kinder aus der Mittelschicht stellen privater Nachhilfeunterricht, Museumseintritt oder Studiengebühren unüberwindbare finanzielle Hürden dar. Auch sie haben aber ein Recht auf Bildung.
So lange Politiker von Union und FDP in Bund, Ländern und Kommunen mit ihrer verfehlten Finanz- und Bildungspolitik verhindern, dass eine gute Infrastruktur gebührenfrei zur Verfügung gestellt wird, bleiben alle Versprechungen der Bundesregierung unglaubwürdig. Über den Bund bürokratische Monstergutscheine zu verteilen und gleichzeitig in den Ländern und Kommunen von der Kita bis zur Uni Gebühren kassieren, ist der Versuch, Menschen für dumm zu verkaufen und Bildung zu privatisieren. Dieser Plan
sollte möglichst schnell wieder in der Schublade verschwinden."


Antworten