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Diakonie verteilt weitere Ohrfeige für schwarz-gelbe Hartz-Falschspieler
von redaktion am 23.11.2010 15:19
Diakonie verteilt weitere Ohrfeige für schwarz-gelbe Hartz-Falschspieler

Kipping
Berlin (rdp). „Die Diakonie weist nach, dass die Bundesregierung die Berechnungen für die Hartz IV-Regelsätze politisch manipuliert hat“, konstatiert Katja Kipping, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion und stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE zur Regelleistungsberechnung Hartz IV der Diakonie. „Das ist nach dem gestrigen Desaster bei der öffentlichen Anhörung zu den Hartz-IV-Regelleistungsberechnungen nun heute die nächste Ohrfeige für die schwarz-gelben Hartz-Falschspieler.“ Kipping weiter:
Gabriel: Wir Demokraten lassen uns nicht einschüchtern
von redaktion am 23.11.2010 15:05
Gabriel: Wir Demokraten lassen uns nicht einschüchtern

Gabriel
Berlin (rdp). Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel hat sich auf dem in Berlin tagenden Kongress der Gewerkschaft der Polizei (GdP) gegen den Einsatz der Bundeswehr im Inneren und gegen den „drastischen Personalabbau“ bei der Polizei ausgesprochen. Zugleich forderte Gabriel eine bessere Bezahlung und angesichts der steigenden Gewalttaten gegen Polizeibeamte auch ein härteres Strafmaß bei Körperverletzungsdelikte. Der SPD-Vorsitzende wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass die Politik die
gesellschaftlichen Konflikte nicht auf dem Rücken der Polizei austragen dürfe. Sigmar Gabriel sagte auf dem Kongress der GdP:
Ich bin dem Bundesinnenminister deshalb sehr dankbar für sein sehr sachbezogenes Handeln, und er hat dafür auch die Unterstützung der SPD. Die Bundesregierung sollte deshalb auch schnell ihren internen Streit über die Vorratsdatenspeicherung beenden. Unsere Unterstützung hat sie. Ich bin froh darüber, dass – jedenfalls bislang – in der Politik niemand versucht hat, die Ängste der Bevölkerung politisch zu instrumentalisieren. Im Sicherheitsbedürfnis der Menschen in Deutschland und in der Arbeit
der Polizei ist kein Platz für parteipolitische Spielchen.
Leider scheinen andere CDU-Innenminister das anders zu sehen. Und dass ausgerechnet der Bund deutscher Kriminalbeamter gestern und heute die Forderung nach dem Einsatz der Bundeswehr im Inneren ebenso erhebt wie der CDU-Innenminister in Niedersachsen, ist schon erschreckend. Ich sage Ihnen eindeutig: Wir sind hier nicht im Krieg – auch nicht in einem psychologischen. Garant der Gefahrenabwehr in unserer Demokratie ist eine gut ausgestattete und gut ausgebildete Polizei.
Die Debatte ist so alt wie die Aufgabe, die innere Freiheit in Deutschland zu sichern. Immer wieder tauchen Forderungen auf, andere als Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte als Garanten für diese innere Freiheit einzusetzen: Mal sind es Bürgerwehren, mal Hilfspolizisten, mal Soldaten. Ich sage Ihnen: Die Bürgerinnen und Bürger vertrauen der Polizei. Und die Bürgerinnen und Bürger wollen sicher sein, dass dort, wo Polizei draufsteht, auch Polizei drin steckt.
Und deshalb gilt: Wenn für dauerhaft erhöhte Gefahrenlagen zu wenig Polizistinnen und Polizisten da sind, dann brauchen wir weder Soldaten noch schwarze Sheriffs, Bürgerwehren oder Hilfspolizisten, sondern schlicht und ergreifend mehr gut ausgebildete und gut ausgestatte Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte.
Alles andere schafft nicht mehr innere Freiheit in unserem Land, sondern weniger.
Die Bundesregierung von CDU/CSU und FDP muss sich nicht wundern, wenn immer mehr Menschen öffentlich demonstrieren und Fortschritt in unserer Gesellschaft nicht voran kommt. So lange wir es nicht schaffen, dass Wohlstand und Fortschritt wieder allen Menschen in Deutschland zu Gute kommen, werden die Menschen den Fortschrittsversprechen von Politik und Wirtschaft nicht über den Weg trauen. Gegen Protest und Demonstranten helfen nicht Polizeiknüppel, sondern nur eine sozial gerechtere Politik. Soziale und
innere Sicherheit sind zwei Seiten derselben Medaille.
Bei aller notwendigen Wachsamkeit und Aufmerksamkeit: Wir wollen unser Land von Gewalttätern und Terroristen nicht militarisieren lassen. Den ersten Sieg – ganz ohne Waffen und Gewalt – hätten die Feinde der Demokratie und des Westens, wenn wir ängstlich erstarren und das öffentliche Leben sich an der Bedrohung ausrichten würde statt an unserem Bild einer freien, optimistischen, toleranten und dem Leben zugewandten Gesellschaft. Weder die ständige Furcht vor Anschlägen noch Islamophobie und
Fremdenfeindlichkeit dürfen unser Land prägen. Sondern wir Demokraten müssen den Kopf aufrecht tragen und sagen: Wir Demokraten lassen uns nicht einschüchtern!"
Re: EU verkommt zum Bankenrettungsverein
von redaktion am 23.11.2010 11:48Das kann nur über Gelddrucken, bzw. Abwerten funktionieren - also Inflation, wenn überhaupt. Da aber nicht alle Länder gleich verschuldet sein werden, droht die Abschaffung der gemeinsamen Währung. Darüber grassiert ja momentan die Angst. Das wird alles noch sehr spannend. Aber nicht lustig.
Irisches Desaster - polis-Presseschau
von redaktion am 23.11.2010 09:14
Presseschau vom 23.11.2010

Irische Kassen und Gläser sind geleert
Irisches Desaster
Die Finanzkrise Irlands hat sich zu einer ernsthaften Regierungskrise ausgeweitet. Die Bewohner der grünen Insel nehmen ihren Regierungschef samt dessen Partei in die Verantwortung. Neuwahlen im Januar sind schon beschlossene Sache.

fr-online.de
Gedemütigt und enttäuscht
… „Verräter“ – nur dieses eine Wort stand auf dem Plakat, das eine Frau im Regierungsviertel aufhängte. Am Tag, nachdem die hoch verschuldete irische Republik sich ins Unvermeidliche gefügt hatte, richteten sich Ärger und Enttäuschung weniger gegen den Internationalen Währungsfonds (IWF) und EU-Länder wie Deutschland, die das Land gegen seinen Willen unter den Schutzschirm gedrängt hatten.
Die Wucht des Zorns traf vielmehr die eigene Koalitionsregierung aus Fianna Fail und Grünen. Premier Brian Cowen, hieß es, habe die Insel um ihren Stolz und ihre Stabilität gebracht. …

faz.net
Das reiche Irland hängt nun am Tropf ärmerer Staaten
… Seit Beginn der Krise ist Irland aber rasant von seiner einstigen Wohlstandsposition zurückgefallen: Im ersten Krisenjahr 2008 schrumpfte die Wirtschaftsleistung um 3,5 Prozent, 2009 sogar um 7,6 Prozent. Und auch in diesem Jahr ist das BIP weiter gesunken, weil der zuvor aufgeblähte Immobiliensektor zusammenfiel und die Finanzbranche darniederliegt. Mit einer Arbeitslosenquote von nun knapp über 14 Prozent liegt Irland deutlich über dem EU-Durchschnitt. Wegen der Großbankenrettung ist das Staatsdefizit in diesem Jahr auf 32 Prozent gesprungen. …

spiegel.de
Irlands Finanzminister verweigert Steueraufschlag
… In Brüssel wurde derweil damit gerechnet, dass Irland bei seiner Haushaltskonsolidierung neben schmerzhaften Einsparungen auch um Steuererhöhungen nicht herum kommen wird. "Es ist wahrscheinlich, dass Irland kein Niedrigsteuerland mehr sein wird", sagte etwa ein Sprecher von Wirtschaftskommissar Olli Rehn. Über die Auflagen für die Hilfen muss Dublin mit Experten der EU-Kommission, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) verhandeln. …

taz.de
Bundesregierung rettet Banken
… Die irische Regierung akzeptiert die aktuelle Finanzhilfe nur unter massivem Druck. Der kommt nicht zuletzt aus Berlin. Denn die Bundesregierung macht sich erhebliche Sorgen um die Zukunft derjenigen deutschen Banken, die irischen Finanzinstituten und dem dortigen Staat Milliarden Euro geliehen haben.
Würde sich die Regierung in Dublin nicht unter den 750-Milliarden-Euro-Rettungsschirm ducken, drohte auch deutschen Banken der Teil- oder Komplettverlust ihrer Forderungen an Irland. Weil Dublin nun aber einen Hilfsantrag stellen will, ist diese Gefahr vorerst gebannt. Deutsche-Bank-Vorstand Josef Ackermann, Martin Blessing von der Commerzbank und ihre Kollegen, aber auch die Bundesregierung haben ein Problem weniger. ...
Foto: Woyzeck / pixelio.de
EU verkommt zum Bankenrettungsverein
von redaktion am 22.11.2010 16:18
EU verkommt zum Bankenrettungsverein

Wagenknecht
Berlin (rdp). "Die Subventionierung der europäischen Banken auf Kosten der Steuerzahler und kleinen Leute ist unerträglich. Jetzt sollen die Irinnen und Iren für die Wiederherstellung der Profitraten der britischen, deutschen und französischen Banken bluten", kritisiert Sahra Wagenknecht die Einigung auf das Rettungspaket der EU für Irland. Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:
Wer ausschließlich die Beruhigung der Märkte, nicht aber die Menschen zur Maxime des Handelns erklärt, braucht sich allerdings nicht zu wundern, wenn der Rückhalt für EU und Regierungen immer mehr schwindet. Anstatt den irischen Sozialhaushalt weiter zu schröpfen und Banken dadurch zu sanieren, indem bei Kindern, Arbeitslosen und am Mindestlohn gespart wird, wären andere Maßnahmen dringlich: Die EZB müsste endlich Direktkredite an die Staaten vergeben, damit die Subventionierung von Bankenprofiten durch EZB-Gelder aufhört. Darüber hinaus zeigt sich immer deutlicher, dass das Herumdoktern an Einzelsymptomen das Grundproblem der Finanzkrise nicht löst. Notwendig ist es deshalb, jetzt endlich über eine Gesamtentschuldung im Euroraum nachzudenken.“
Arbeitslosigkeit von Älteren um 50% höher als offiziell benannt
von redaktion am 22.11.2010 15:59
Report Mainz: Arbeitslosigkeit von Älteren um 50% höher als offiziell benannt

Mainz/Berlin (rdp/ots) - Die tatsächliche Arbeitslosigkeit bei älteren Arbeitslosen über 58 Jahren ist um etwa 50% höher, als aus der offiziellen Zahl der Bundesregierung hervorgeht. Das belegen Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit, die dem ARD-Politikmagazin "Report Mainz" vorliegen (Sendung: 22.11., 21.45 Uhr im Ersten).
Demnach werden zurzeit rund 149.000 Arbeitslose über 58 Jahren nicht in der offiziellen Arbeitslosenzahl (Oktober 2010: 2,95 Mio.) berücksichtigt. Der Grund: 63.000 über 58-Jährige sind mit "arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen" beschäftigt. Dazu gehören u. a. Bewerbungstraining oder Existenzgründungsförderung. Sie stehen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung und gelten somit nicht als arbeitslos. Hinzu kommen 85.960 Langzeitarbeitslose (Stand: Oktober 2010), die aufgrund einer "vorruhestandsähnlichen Regelung" aus den offiziellen Arbeitslosenzahlen herausfallen.
So waren im Oktober 2010 nicht nur 302.970 über 58-Jährige ohne Job, sondern tatsächlich rund 450.000. Das sind fast 50% mehr. Die Zahl der älteren Langzeitarbeitslosen, die unter die sogenannte "vorruhestandsähnliche Regelung" fallen, steigt zudem stark an. Wurden im Oktober 2009 noch 45.009 Langzeitarbeitslose aus der offiziellen Arbeitslosenzahl heraus gerechnet, sind es heute bereits 85.960.
Die "vorruhestandsähnliche Regelung" geht zurück auf den §53a SGBII und sieht vor, dass Langzeitarbeitslose über 58 Jahre nicht als arbeitslos gelten, wenn sie mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Arbeitslosengeld II bezogen haben, ohne dass ihnen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten worden ist. Diese "neue" 58er-Regelung trat am 1.1.2008 in Kraft, nachdem die "alte" 58er-Vorruhestandsregelung, die ALG I-Empfänger betraf, abgeschafft worden war.
Vor dem Hintergrund der Diskussion um eine längere Lebensarbeitszeit bekräftigt auch Wirtschaftswissenschaftler Prof. Bert Rürup die Kritik der Bundesagentur für Arbeit. Prof. Rürup in "Report Mainz": "Ich halte es für falsch, diesen Personenkreis aus der Zahl der registrierten Arbeitslosen rauszurechnen, gerade wenn man das Renteneintrittsalter hochhalten will, da ist statistische Ehrlichkeit angezeigt." Rürup gilt als Erfinder der Rente mit 67.
Auch Dr. Martin Brussig, Arbeitsmarktexperte am Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen, ist gegen den Fortbestand dieser Regelung: "Der §53a gehört abgeschafft, denn er bietet den Vermittlern die Möglichkeit, durch das Unterlassen, Ältere aus der Arbeitslosigkeit rauszunehmen. Normalerweise kann ein Vermittler die Arbeitslosigkeit dadurch senken, dass er Arbeitssuchenden Jobangebote unterbreitet. Bei Älteren kann er sie dadurch senken, dass er ihnen keine Jobangebote unterbreitet."
Bereits bei der Einführung der "vorruhestandsähnlichen Regelung" (§53a SGBII) im Januar 2008 hatte die Bundesagentur für Arbeit in einer Stellungnahme mit deutlichen Worten Kritik geübt: "Dies geht über das bisherige Kriteriensystem hinaus und widerspricht letztlich der gemeinten Bedeutung von Arbeitslosigkeit, nämlich der unfreiwilligen Beschäftigungslosigkeit. Dieser Bedeutungswandel, auch wenn er nur für einen kleinen Teil der Arbeitslosen eintritt, setzt die BA dem nicht zumutbaren Risiko eines Vorwurfs der Manipulation von Arbeitslosenzahlen aus. (...) Die BA plädiert für den Verzicht auf die Regelung." (Ausschussdrucksache 16 (11) 882, S. 10)
Hartz IV-Regelsätze: Gesetzentwurf zur Neuregelung ist verfassungsrechtlich angreifbar
von redaktion am 22.11.2010 15:49
Hartz IV-Regelsätze: Gesetzentwurf zur Neuregelung ist verfassungsrechtlich angreifbar
Berlin (rdp/ots) - Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat zum schwarz-gelben Gesetzentwurf zur Festsetzung der Hartz IV-Regelsätze im Rahmen einer Sachverständigenanhörung im Deutschen Bundestag Stellung bezogen. Der Entwurf sei vor dem Hintergrund des Bundesverfassungsgerichtsurteils in zahlreichen Punkten angreifbar, heißt es in der SoVD-Stellungnahme. Insbesondere das Herunterrechnen der Regelsätze mit Hilfe von Tricks, die zahlreichen Verschlechterungen im Leistungsrecht und die vorgesehenen Gutscheinregelungen stehen im Zentrum der Kritik.
"Die Bundesregierung muss jetzt rasch handeln, um den Vorgaben der Verfassungshüter gerecht zu werden. Mit dem aktuellen Gesetzentwurf würde eine große Chance für eine längst überfällige sozialpolitische Korrektur vergeben und der Weg in erneute Klagewellen vor Sozialgerichten vorprogrammiert", warnte SoVD-Präsident Adolf Bauer.
Die Bundesregierung muss Hartz IV bis Jahresende korrigieren. Die Karlsruher Richter hatten beanstandet, dass die bisherige Festsetzung der Hartz IV-Regelsätze sowohl gegen die Menschenwürde als auch das Sozialstaatsprinzip verstößt und der Bundesregierung klare Vorgaben zur Neuregelung gegeben.
Die vollständige SoVD-Stellungnahme ist im Internet unter www.sovd.de abrufbar.
Bundeswehr sucht dringend Psychiater
von redaktion am 22.11.2010 10:53
Bundeswehr sucht dringend Psychiater - Behandlung traumatisierter Soldaten stockt
Köln/Berlin (rdp/ots) - Die Bundeswehr kann den Mangel an Psychiatern zur Behandlung der steigenden Zahl traumatisierter Soldaten nicht beheben. Das ergibt sich nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montag-Ausgabe) aus einem vertraulichen Vermerk des Bundesverteidigungsministeriums sowie einem Bericht des Parlamentarischen Staatssekretärs Thomas Kossendey (CDU) an den Verteidigungsausschuss des Bundestages. Demnach sind von den 42 psychiatrischen Dienstposten derzeit nur 24 besetzt. Zwar werden bis 2012 acht neu ausgebildete Psychiater hinzukommen; in dem selben Zeitraum scheiden aber sechs Psychiater wegen Ablauf der Vertragszeit oder aufgrund ihrer Pensionierung aus, "sodass", wie es in dem Vermerk heißt, "der tatsächliche Personalaufwuchs durch Eigenregeneration bis 2012" lediglich "zwei Fachärzte betragen wird". Weiter heißt es, ein größerer Aufwuchs könne theoretisch durch Gewinnung qualifizierter Seiteneinsteiger realisiert werden. "Trotz intensiver Bemühungen" gelinge dies jedoch "nur in Einzelfällen, da der zivile Arbeitsmarkt zurzeit bessere Beschäftigungskonditionen bietet". Die Zahl der traumatisierten Soldaten erreichte mit 483 Fällen in den ersten drei Quartalen 2010 einen Höchststand.
Fliegender Teppich - polis-Presseschau
von redaktion am 22.11.2010 08:52
Presseschau vom 22.11.2010

Der in Freiburg neu gewählte Bundesvorstand der Grünen
Fliegender Teppich
„Wir bleiben auf dem Teppich, auch wenn der fliegt.“ Der Satz des Grünen B-W-Landesvorsitzenden Kretschmar könnte als nachträgliches Motto den vergangenen Parteitag der Grünen in Freiburg überschreiben. Wo der Teppich landen soll, ist auch klar: Im Zentrum der Macht.

fr-online.de
Nur Olympia bleibt als Ventil
Entspannte Debatten in Freiburg: Rückzug der Münchner Olympia-Bewerbung, Totalumstellung auf Ökostrom und die Bürgerversicherung. Dabei sollte der Parteitag eigentlich zeigen, dass die Grünen ihr Umfragehoch als Arbeitsauftrag behandeln. …

faz.net
Die Mittelschicht fest im Blick
… Die ersten Realos runzeln schon die Stirn, wenn sie im Geiste alle Belastungen für Mittelschicht und Mittelstand addieren. Denn die Grünen wollen nicht nur in der Gesundheitspolitik eine Bürgerversicherung einführen, die auch für Selbständige, Beamte und gut verdienenden Angestellte gelten soll, und die Beitragsbemessungsgrenze auf 5500 Euro deutlich anheben. Sie fordern auch binnen 40 Jahren eine Komplettsanierung aller Gebäude; Strom und Wärme sollen deutlich früher als von Schwarz-Gelb geplant vollständig mit erneuerbarer Energie bestritten werden. …

spiegel.de
Friede, Freude, Pustekuchen
Zerrissen zwischen Protestgeist und Bürgerlichkeit: Auf ihrem Parteitag in Freiburg wollten sich die Grünen staatstragend geben. Doch mit dem Nein zu Münchens Olympia-Bewerbung geben sie ihren Kritikern neue Nahrung - und per Bürgerversicherung wollen sie nun auch der eigenen Klientel an die Tasche. …

taz.de
Miniaufstand zum Ende
… Überhaupt ging es beim ersten Grünen-Parteitag seit Beginn des Umfragehochs vor allem um eines: das öffentliche Bild der Partei. Die Kofraktionschefin Renate Künast urteilte: "Alle anderen Parteien haben anscheinend nichts Besseres zu tun, als sich über uns zu unterhalten." Das Schmähwort der Konkurrenz von der "Wohlfühlpartei" soll nicht verfangen. Deshalb Künasts Aufforderung, den "grünen Faden" weiter zu verfolgen. ...
Foto: www.grüne.de
Landgericht Essen verhandelt im Januar Schadenersatzklage gegen Middelhoff
von redaktion am 19.11.2010 10:35
Landgericht Essen verhandelt im Januar Schadenersatzklage gegen Middelhoff

Middelhoff
Essen/Berlin (rdp/ots) - In einer Reihe von Verfahren um den Niedergang des Essener Arcandor-Konzerns steht dem einstigen Vorstandschef Thomas Middelhoff ein Gerichtstermin ins Haus. Wie die Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe (Freitagausgabe) berichten, beschäftigt sich das Landgericht Essen am 6. Januar mit einer Schadenersatzklage gegen den Manager. Ein Anleger, der durch den Kauf von Arcandor-Aktien im September 2008 mehr als 50.000 Euro verloren hatte, wirft Middelhoff vor, die Situation des Konzerns geschönt zu haben.
Wie die WAZ-Titel berichten, hat das Landgericht Essen auch Middelhoff geladen. Middelhoffs Rechtsanwalt Jasper Hagenberg ließ allerdings offen, ob der ehemalige Arcandor-Chef vor Gericht erscheinen wird. Im vergangenen Juni hatte sich das Landgericht Essen erstmals mit dem Fall befasst. Bei diesem Termin blieb Middelhoff der Verhandlung fern und ließ sich durch seinen Anwalt vertreten. Auch zwei Zeugen sollen am 6. Januar aussagen. Im Mittelpunkt steht der rasante Kurswechsel von Arcandor im September 2008, als der Konzern überraschend eine Kapitalerhöhung beschloss und die Aktie abstürzte.
Middelhoff weist die Anschuldigungen zurück. "Der Vorwurf, Herr Middelhoff habe die Lage von Arcandor geschönt, ist nicht aufrecht zu erhalten", sagte sein Anwalt Hagenberg den WAZ-Titeln. Middelhoff habe sich "jederzeit korrekt zur Situation des Unternehmens und den laufenden Verhandlungen geäußert".


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