Bundeswehr sucht dringend Psychiater

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Bundeswehr sucht dringend Psychiater

von redaktion am 22.11.2010 10:53




Bundeswehr sucht dringend Psychiater - Behandlung traumatisierter Soldaten stockt

Köln/Berlin (rdp/ots) - Die Bundeswehr kann den Mangel an Psychiatern zur Behandlung der steigenden Zahl traumatisierter Soldaten nicht beheben. Das ergibt sich nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montag-Ausgabe) aus einem vertraulichen Vermerk des Bundesverteidigungsministeriums sowie einem Bericht des Parlamentarischen Staatssekretärs Thomas Kossendey (CDU) an den Verteidigungsausschuss des Bundestages. Demnach sind von den 42 psychiatrischen Dienstposten derzeit nur 24 besetzt. Zwar werden bis 2012 acht neu ausgebildete Psychiater hinzukommen; in dem selben Zeitraum scheiden aber sechs Psychiater wegen Ablauf der Vertragszeit oder aufgrund ihrer Pensionierung aus, "sodass", wie es in dem Vermerk heißt, "der tatsächliche Personalaufwuchs durch Eigenregeneration bis 2012" lediglich "zwei Fachärzte betragen wird". Weiter heißt es, ein größerer Aufwuchs könne theoretisch durch Gewinnung qualifizierter Seiteneinsteiger realisiert werden. "Trotz intensiver Bemühungen" gelinge dies jedoch "nur in Einzelfällen, da der zivile Arbeitsmarkt zurzeit bessere Beschäftigungskonditionen bietet". Die Zahl der traumatisierten Soldaten erreichte mit 483 Fällen in den ersten drei Quartalen 2010 einen Höchststand.

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phantadu

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Re: Bundeswehr sucht dringend Psychiater

von phantadu am 22.11.2010 13:47

Naja, da bin ich skeptisch. Psychiater sind immer noch sehr schnell am Ende mit ihrem Einmaleins und verabreichen allzu leichtfertig eh nur suchtmachende Medikamente. Damit behandelt sie letztenendes bloß die Symptome. Besser wäre Prophylaxe(!) oder/und begleitende Traumatherapie. Aber auch das wird niemals wettmachen können, was so manche Soldaten zu verarbeiten haben. Ich habe in meiner Berufszeit als Schwester so einige Traumatisierte aus dem 1ten und 2ten Weltkrieg erlebt. Wer gestandene Männer nach vielen Jahrzehnten immer noch wie Häuflein Elends zusammen gekrümmt und weinend vorfindet, geplagt von schlimmsten Albträumen, untröstlich in ihrem Leid, wird mir sicher Recht geben: Ein paar Psychiater mehr können bestenfalls ein Tröpfchen auf dem heißen Stein sein.

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