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DGB: Bildungsrepublik auch nach PISA nicht in Sicht!
von polis am 08.12.2010 16:43
DGB: Bildungsrepublik auch nach PISA nicht in Sicht!
Sehrbrock
Berlin (rdp). Anlässlich der in Berlin vorgestellten PISA-Studie 2009 fordert Ingrid Sehrbrock, stellvertretende DGB-Vorsitzende, von Bund und Ländern eine gemeinsame Politik gegen die soziale Spaltung im Bildungswesen. „Die leichten Verbesserungen bei den PISA-Tests geben Anlass zur Freude, aber nicht zur Selbstzufriedenheit. Es wäre völlig falsch, wenn jetzt Bund und Länder frei nach dem Motto ‚Hurra, wir sind Durchschnitt’ die Hände in den Schoß legen. Noch immer beträgt der Abstand zu den Spitzenländern Finnland und Korea mehr als ein Schuljahr. Noch immer bleibt die soziale Spaltung in unserem Schulsystem das größte Problem. Die Bildungsrepublik Deutschland ist noch nicht in Sicht“, sagte Sehrbrock.
Die stellvertretende DGB-Vorsitzende forderte Bund und Länder auf, die soziale Auslese im Bildungswesen zum Schwerpunkt zu machen. Die PISA-Studie habe gezeigt, dass vor allem Jugendliche an Schulen in armen Stadtvierteln besonders benachteiligt werden. Die Politik müsse sich deshalb auf die sozialen Brennpunkte konzentrieren und hier gezielt Angebote schaffen, erklärte Sehrbrock. „Beim Ausbau der Ganztagsschulen stand bisher die Förderung von Schulbauten und offenen Angeboten im Mittelpunkt. Jetzt brauchen wir mehr Qualität. Der Bund muss deshalb mehr Schulsozialarbeiter an Brennpunktschulen fördern. Mit zwei Milliarden Euro ließe sich so ein flächendeckendes Angebot für mehr Qualität schaffen“, sagte Sehrbrock. Zudem sollten herkömmliche Kindergärten in Brennpunkten zu Eltern-Kind-Zentren ausgebaut werden, die neben hervorragender frühkindlicher Bildung auch Beratungs- und Bildungsangebote für Eltern schaffen. Mit dem Sprachförderprogramm der Bundesregierung für Brennpunkt-Kitas wird hier ein wichtiger Schritt für mehr Chancengleichheit unternommen.
Nach Auffassung des DGB haben sich Bund und Länder in der Vergangenheit zu sehr auf Klein- und Kleinstprojekte konzentrierte. Allein in der Sprachförderung gebe es in 14 Bundesländern 17 verschiedene Programme. Gemeinsam evaluiert werden sie nicht. Sehrbrock: „Das Problem des Bildungsföderalismus: Alle ziehen an einem Strang, aber fast jeder in eine andere Richtung. Der Föderalismus stößt bei den Bildungsreformen an seine Grenzen. Wir müssen daher das unsinnige Kooperationsverbot aus dem Grundgesetz streichen und endlich wieder zu einer gemeinsamen Bildungsplanung von Bund und Ländern kommen.“
Re: Pflegewissenschaftler über Betreuung: "Mehr als Löffel hinhalten"
von polis am 08.12.2010 15:48"Das Sozialproblem der Zukunft heißt nicht Arbeitslosigkeit, sondern Pflegebedürftigkeit." wow!
Das Interview ist kurz und kanckig und umso klarer!
Und man "weiss" eigentlich, dass es so ist. Und man weiss, dass ein Lösung kaum in Sicht ist.
Eine Situation, ein Beispiel, dass klar macht in welcher Gesellschaft wir leben.
Manchmal denke ich, wir habens einfach nicht besser verdient.
Hilft aber auch niemandem.
"Unternehmen, vergesst Wikileaks! Die Büchse der Pandora ist geöffnet."
von polis am 08.12.2010 14:20
Dr. Volker Klenk: "Unternehmen, vergesst Wikileaks! Die Büchse der Pandora ist geöffnet."
Klenk
Frankfurt/Berlin (rdp/ots) - Der Kopf der Whistleblower-Website, Julian Assange, wurde verhaftet. Aufatmen? Erleichterung? Genugtuung? Vielleicht bei der US-amerikanischen Administration. Aber hoffentlich nicht bei Unternehmen. Der Medienhype rund um Wikileaks der vergangenen Wochen war in Deutschland seltsam verengt: Die Berichterstattung konzentrierte sich auf ihren exzentrischen Gründer Julian Assange sowie die Veröffentlichungen von vertraulichen Depeschen und Informationen über Kriege. Es gab Titelgeschichten und ganzseitige Porträts. Einige wenige wie der Spiegel dürfen sogar als exklusive Medienpartner mitmachen und mitverdienen.
Übersehen wird häufig, dass Wikileaks auch interne Dokumente und Dossiers von Unternehmen veröffentlicht hat, wie zum Beispiel über die katastrophale Kreditvergabepraxis der isländischen Kaupthing Bank. Assange erklärte jüngst in einem Interview, dass die Hälfte aller Dokumente, die Wikileaks anonym zugespielt wurden, aus Unternehmen stammt. Vielen Unternehmen ist die Tragweite der strukturellen Entwicklungen der letzten Jahre nicht bewusst: Wikileaks ist nur ein Beispiel für die wachsende Anzahl von Transparenz-Treibern. Wikileaks kann scheitern. Vielleicht geht das Geld aus. Vielleicht laufen die Aktivisten davon. Aber das Phänomen geht nicht wieder weg. Es wird andere Whistleblower-Plattformen im Internet geben. Auch solche, die sich auf Unternehmen spezialisieren. Längst hat der ehemalige Wikileaks-Mitstreiter John Young mit cryptome.org eine eigene Enthüllungswebsite gestartet. Daniel Domscheit-Berg, der sich im Streit von Wikileaks trennte, hat ebenfalls angekündigt, neue Plattformen zu entwickeln. Was das für Unternehmen bedeutet, hat Wikileaks im Ansatz schon bewiesen. Allein die Ankündigung, dass auf der Website bald brisante, vertrauliche Informationen über das unethische Verhalten von US-Banken veröffentlicht werden, führte zu Kursverlusten der Bank of America. Denn es gab Spekulationen, dass sie eine der Banken sei.
Ob es Unternehmenslenkern passt oder nicht: Wir sind angekommen im Zeitalter der Transparenz. Unternehmen müssen geführt werden nach der Erkenntnis des Glashaus-Axioms: Jedes unternehmerische Handeln ist öffentlich. Gut geführte Unternehmen haben nichts zu fürchten. Die Gefahr, dass unethisches Verhalten ans Licht kommt, wird künftig jedoch weiter steigen. Mit Wikileaks oder ohne Wikileaks. Die Büchse der Pandora ist geöffnet.
Über Dr. Volker Klenk
Volker Klenk, 48, ist Herausgeber des FAZ-Buches "Corporate Transparency". Er betreibt die Themenwebsite transparenz.net und ist Managing Partner von Klenk & Hoursch Corporate Communications.
Unverständliche Nachsicht
von polis am 08.12.2010 13:35
Unverständliche Nachsicht

Nešković
Berlin (rdp). „Die Absicht der Koalition, die Selbstanzeige im Steuerstrafrecht weiterhin zu ermöglichen, offenbart eine unverständliche staatliche Nachsicht mit Steuerkriminellen. In keinem anderen Bereich des Strafrechts werden Kriminelle so sehr begünstigt wie bei der Straftat der Steuerhinterziehung. Die strafbefreiende Selbstanzeige gehört deshalb ganz abgeschafft“, erklärt Wolfgang Nešković, Justiziar der Fraktion DIE LINKE und Mitglied des Fraktionsvorstandes, zum heutigen Kabinettsbeschluss über Verschärfungen für Selbstanzeigen im Steuerrecht. Wolfgang Nešković fährt fort:
Die Regierungskoalition will Steuerkriminalität nicht ernsthaft bekämpfen. Das Kernproblem liegt darin, dass der Staat zu wenige Betriebsprüfer und Steuerfahnder beschäftigt. Jeder Betriebsprüfer treibt durchschnittlich eine Million Euro zusätzlicher Steuern pro Jahr ein. Auch dieser strukturelle Missstand macht offensichtlich, dass beim Thema Steuerkriminalität seitens der Koalition mehr als Feigenblattaktivitäten nicht zu erwarten sind.“
SPD und Grüne fordern verplichtende Ganztagsschulen in Deutschland
von polis am 08.12.2010 11:31
SPD und Grüne fordern verplichtende Ganztagsschulen in Deutschland
Düsseldorf/Berlin (rdp/ots) - SPD und Grüne haben als Konsequenz aus der neuen Pisa-Schulstudie die Einführung einer flächendeckenden und verpflichtenden Ganztatgsschule gefordert. "Mit den bisherigen Bemühungen kommt Deutschland nicht aus dem Mittelmaß. Wir brauchen von der Grundschule bis zum Abitur die Ganztagsschule als Regelschule", sagte der Fraktionsgeschäftsführer der SPD, Thomas Oppermann, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). Der SPD-Politiker forderte zudem ein "Nationales Ganztagsschulprogramm", das die Länder mit Hilfe des Bundes finanzieren müssten. Dafür will Oppermann auch das Kooperationsgebot kippen, das Finanzhilfen des Bundes für Länder in Bildungsfragen weitgehend untersagt. "Für ein solches Programm müssen wir Milliarden mobilisieren. Das schaffen die von Einnahmeverlusten durch schwarz-gelbe Steuergeschenke gebeutelte Länder nicht allein. Das darf nicht an fehlenden Zuständigkeiten im Grundgesetz scheitern." Ähnlich äußerte sich Grünen-Chef Cem Özdemir: "Ganztagsschulen, auch schon in der Grundschule, sollten flächendeckend eingeführt und zur Regelschule werden", sagte Özdemir der Zeitung. Er fügte hinzu: "Das Kooperationsverbot muss endlich wegfallen, damit Bund, Länder und Kommunen dringend notwendige Verbesserungen im Bildungsbereich gemeinsam leisten können."
Grube: Nie Chance für große Korrekturen bei Stuttgart-21-Schlichtung
von polis am 08.12.2010 11:21
Grube: Nie Chance für große Korrekturen bei Stuttgart-21-Schlichtung

Grube
Hamburg/Berlin (rdp/ots) - Bei der Schlichtung des Stuttgarter Bahnhofsstreits waren nach Einschätzung von Bahnchef Rüdiger Grube größere Korrekturen an den Bauplänen von Anfang an ausgeschlossen. Grube sagte in einem Interview in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern, das Verfahren habe viel zu spät begonnen. Man müsse "den Menschen deutlich machen, dass keine grundsätzlichen Veränderungen mehr möglich sind, wenn ein Planfeststellungsbescheid vorliegt".
Der 59-Jährige kündigte an, dass sein Unternehmen an den umstrittenen Plänen für einen Tiefbahnhof in Stuttgart festhalten werde. Dabei zeigte er sich zuversichtlich, das Projekt Stuttgart 21 selbst bei einem Regierungswechsel nach den baden-württembergischen Landtagswahlen im März durchsetzen zu können. Die Bahnanlagen im Südwesten seien zum Teil uralt und müssten dringend modernisiert werden. Er sei "überzeugt, dieses Thema zu realisieren, wer immer an der Regierung ist".
Bei künftigen Projekten will Grube nach den Erfahrungen in Stuttgart die Bürger früher und wirksamer beteiligen. Hierzu versprach er, stets zu überprüfen, ob die Gegner ausreichend berücksichtigt und die eigenen Modelle von neutraler Stelle kontrolliert worden seien. "Ja, da kann man vieles besser machen", sagte der ehemalige Daimler-Manager, der seit 2009 Vorstandschef der Bahn ist.
Chancengleichheit: Fehlanzeige!
von polis am 08.12.2010 09:15
Presseschau vom 08.12.2010
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Die neue Pisa-Studie ist da
Chancengleichheit: Fehlanzeige!
Die neue Pisa-Studie zeigt, dass sich deutsche Schüler tapfer ins Mittelfeld vorgekämpft haben. Die Bildungsministerin ist entzückt und ignoriert den Spitzenplatz in Sachen Ungleichheiten von Bildungschancen. Das System bleibt nach wie vor ungerecht und benachteiligt sozial Schwache.

fr-online.de
Pisa-Studie: Deutschland ist endlich Mittelmaß
… Insgesamt betrachtet rücken Deutschlands Schüler im internationalen Vergleich weiter nach vorne, reichen aber längst nicht an die Spitzenreiter Finnland, Kanada, Korea sowie Shanghai und Hongkong heran. Mit ihren Leseleistungen gelangten die deutschen 15-Jährigen auf Platz 16 unter 34 OECD-Staaten. Damit liegt das Land im Mittelfeld. In Mathematik und Naturwissenschaften schneidet Deutschland sogar besser ab als der Durchschnitt. Kritik äußerte die OECD aber erneut an ungleich verteilten Bildungschancen. …

spiegel.de
Baustau in der Bildungsrepublik
Gesamtnote: befriedigend - mehr ist für Deutschlands Schulsystem nicht drin. Die neue Pisa-Studie zeigt zwar Verbesserungen, doch zu viel liegt noch immer im Argen. Experten analysieren die größten Probleme und erklären, was sich ändern muss. …

taz.de
Leicht verbessert im Mittelmaß
… In der aktuellen Studie wird erstmals ein Zusammenhang zwischen Schulsystem und Leseleistung hergestellt. Demnach sind integrative Schulsysteme sowohl gerechter als auch erfolgreicher. In der Studie heißt es weiter: "In Ländern mit verschiedenen Bildungszweigen zeigt sich: Je früher die erste Aufteilung auf die jeweiligen Zweige erfolgt, desto größer sind bei den 15-jährigen die Leistungs- unterschiede nach sozio-ökonomischem Hintergrund." Die Gesamtleistung steigt deswegen jedoch nicht. …

sueddeutsche.de
Auf dem Weg ins Pisa-Glück
… Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass sich die Bauherren - also die Kultusminister - in der Planung mitunter ziemlich verzetteln. Sie fangen etwas an, lassen es dann aber halbfertig liegen. So ist es beispielsweise mit den Ganztagsschulen, denen oft das pädagogische Personal, die Gebäude und die Ressourcen fehlen, um wirklich ein gutes Programm bis in den Nachmittag anbieten zu können. Und so ist es bei der Ausbildung der Lehrer, bei der es ein Durcheinander gibt, zu dem der Föderalismus ebenso beiträgt wie das neue Studiensystem mit Bachelor und Master. Auch beim geplanten Bildungspaket für die Kinder von Hartz-IV-Empfängern erschrickt man, wenn man genau nachschaut. Es ist ja gut, wenn Schüler aus ärmeren Familien besser gefördert werden sollen. Ob dafür aber die Jobcenter die richtigen Ansprechpartner sind und man erst eine riesige Bürokratie schaffen muss? ...
Foto: Gerd Altmann / pixelio.de
Lehrerverband greift Pisa-Studie scharf an
von polis am 07.12.2010 15:59
Lehrerverband greift Pisa-Studie scharf an - Präsident Kraus: Tatsächliche Probleme werden nicht erfasst

Kraus
Berlin/ Saarbrücken. (rdp/ots) - Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, hat die neue Pisa-Studie scharf kritisiert. Der OECD warf Kraus in der "Saarbrücker Zeitung" (Mittwochausgabe) vor, "nach wie vor wenig Ahnung" vom deutschen Schulwesen zu haben. So verkenne sie die Vielfalt der schulischen Möglichkeiten in Deutschland, darunter die duale Berufsausbildung und der zweite Bildungsweg. "Die tatsächlichen Probleme des deutschen Schulwesens werden durch Pisa nicht erfasst", sagte Kraus. Dazu gehöre, dass es immer noch viele Klassen mit mehr als 30 Schülern gebe. Beim Lehrernachwuchs zeichne sich ein gravierendes Problem vor allem in den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern ab. "Die Kultusminister müssen endlich ein Konzept für die Nachwuchswerbung bei den Lehrern auf den Tisch legen". Kraus sagte weiter, die Pisa-Studie spiegele nur einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit und des Wissens an den deutschen Schulen wider. Weder Allgemeinbildung, noch ethisches oder ästhetisches Grundwissen, noch Fächer wie Geographie würden gemessen. Beim Leseverständnis seien die Zahlen wegen der speziellen Probleme in Deutschland mit Migrantenkindern nicht mit anderen Ländern wie Finnland vergleichbar. "Ich sehe in den Schulen eher gewisse Kollateralschäden der Pisa-Messerei, indem nämlich die Schüler sehr auf solche Tests hingetrimmt werden".
Merkel blockiert den Ecofin-Rat
von polis am 07.12.2010 14:57
Merkel blockiert den Ecofin-Rat

Wagenknecht
Berlin (rdp). Die Aussage von Kanzlerin Merkel, dass ein hoher Zinssatz auch ein Ansporn ist, besser zu werden und den Stabilitäts- und Wachstumspakt zu erfüllen, ist zynisch und falsch“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende der LINKEN, Sahra Wagenknecht, zum ergebnislosen Treffen der Finanzminister in Brüssel.
Wagenknecht weiter:
Euro-Anleihen allein lösen das Problem nicht, weil sie die Abhängigkeit vom Kapitalmarkt nicht beenden. DIE LINKE fordert zusätzlich, dass die Staaten, ohne den Umweg über private Banken, direkte Kredite bei der EZB bekommen. So kann auch der überfällige Haircut auf die Altschulden, die Umschuldung und Beteiligung privater Gläubiger an den Kosten der Krise, durchgeführt werden."
Pflegerat fordert Fahrplan zur Beseitigung des Personalmangels in Altenheimen
von polis am 07.12.2010 10:19
Pflegerat fordert Fahrplan zur Beseitigung des Personalmangels in Altenheimen

Saarbrücken/Berlin (rdp/ots) - Der Deutsche Pflegerat pocht auf substanzielle Ergebnisse beim Pflege-Gipfel, der an diesem Dienstag auf Einladung von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) in Berlin stattfindet. "Am Ende dieses Spitzengesprächs muss ein Fahrplan stehen, wie der Personalmangel in den Pflegeeinrichtungen in den nächsten Jahren beseitigt werden soll", sagte Pflegerat-Präsident Andreas Westerfellhaus der "Saarbrücker Zeitung" (Dienstag-Ausgabe). Notwendig sei ein klares Signal, dass die Probleme im Pflegbereich beim Gesundheitsminister angekommen seien.
Zu den notwendigen Maßnahmen zählte Westerfellhaus eine Verbesserung der Ausbildung und eine "angemessene Vergütung" der Pflegetätigkeit. "Mit dem kürzlich vereinbarten Mindestlohn von 8.50 Euro in der Pflegebranche ist es jedenfalls nicht getan. Das wäre Augenwischerei", meinte der Verbandspräsident.
Zugleich sprach er sich für eine gesteuerte Zuwanderung von ausländischen Pflegefachleuten nach Deutschland aus. "Ohne qualifizierte Pflegekräfte aus dem Ausland werden wir die wachsende Alterung in Deutschland nicht bewältigen können", erklärte Westerfellhaus.


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