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Phishing-Radar: Neues Online-Forum gegen betrügerische E-Mails
von polis am 28.12.2010 10:23
Phishing-Radar: Neues Online-Forum gegen betrügerische E-Mails
Berlin (rdp).
Bundesverbraucherministerium und Verbraucherzentrale NRW starten
neues Angebot auf der Internetplattform „verbraucherfinanzwissen.de“
Abzock-Portale, die seriösen Online-Banking-Seiten täuschend ähnlich sehen, abgefangene Passwörter, versteckte Kostenfallen: Immer mehr Menschen werden Opfer von Internet-Betrügern. Jährlich werden Millionen Internet-Seiten eigens zum Abfischen von Kontodaten und Passwörtern eingesetzt (so genanntes „Phishing“). Phishing-Nachrichten werden häufig über E-Mail verschickt. Die gefälschten Nachrichten führen unbedarfte Nutzer zu oft aufwendig gestalteten Webseiten der Betrüger, die kaum von seriösen Unternehmensseiten zu unterscheiden sind. Auf diese Weise versuchen Kriminelle, an sensible Daten wie etwa Passwörter für Online-Banking oder Kreditkarten-Konten zu gelangen.
Weil die Täter aber meist im Ausland sitzen, ist die strafrechtliche Verfolgung für deutsche Behörden schwierig. Auch technische Schutzmaßnahmen wie Antiviren-Software und moderne Web-Browser können das Problem lediglich mildern, aber keinen hundertprozentigen Schutz gewährleisten. Das Bundesverbraucherministerium und die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen setzen daher auf Information und Aufklärung: Ab heute, 28. Dezember, haben Internet-Nutzer die Möglichkeit, Phishing-Attacken im Internet zu melden und sich über aktuelle Bedrohungen zu informieren. Das neue „Phishing-Radar“ ist erreichbar über das Internetportal www.verbraucherfinanzwissen.de.
„Kriminelle haben es nicht nur auf die persönlichen Daten von Bürgern abgesehen, sondern versuchen immer öfter auch die Schutzmechanismen des Zahlungsverkehrs zu knacken. In letzter Zeit registrieren wir eine alarmierende Zunahme betrügerischer Attacken”, so Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner. Der beste Schutz sei es, diese massenweise versandten Spam-Mails einfach ungelesen zu löschen. Jeder Verbraucher sollte wissen: Banken fragen niemals vertrauliche Kundendaten wie Kontonummer oder PIN per E-Mail, Telefon oder SMS ab. Damit die Verbraucherinnen und Verbraucher sich besser über betrügerische Aktivitäten informieren können, hat das Ministerium in Kooperation mit der VZ das neue Internetforum entwickelt. “Das Phishing-Radar bietet Verbrauchern eine leicht zugängliche Möglichkeit, sich über Risiken zu informieren und Fälle von Betrug schnell und unbürokratisch zu melden“, so Aigner.
Unter der Internetadresse „www.verbraucherfinanzwissen.de“ finden Verbraucherinnen und Verbraucher ab sofort ein Online-Forum, in dem sie Phishing-E-Mails melden können, die sie erhalten haben. Eine Registrierung ist dazu nicht nötig. Eingegangene Meldungen sind sofort öffentlich und können anderen Nutzern als Warnung vor Attacken dienen. Alternativ können Verbraucherinnen und Verbraucher E-Mails auch an die eigens eingerichtete E-Mail-Adresse [email protected] weiterleiten.
Mitarbeiter der Verbraucherzentrale NRW überwachen das Forum, werten die eingehenden EMails systematisch aus und verbreiten die Warnungen vor betrügerischen E-Mails über weitere Kanäle wie etwa den Kurznachrichtendienst Twitter. Auch betroffene Banken werden informiert. Ergänzt wird das Angebot durch hilfreiche Informationen und Tipps zum Schutz gegen Phishing auf den Seiten von www.verbraucherfinanzwissen.de.
Das Phishing-Radar ergänzt als anbieterunabhängige Anlaufstelle für Verbraucherinnen und Verbraucher zum Thema Phishing bereits bestehende Angebote einzelner Banken. Es soll vor allem der besseren und schnelleren Aufklärung der Öffentlichkeit über Phishing-Attacken dienen. Wer durch Phishing einen Schaden erlitten hat, sollte Anzeige bei der Polizei erstatten. Zudem sollte er seine Bank bereits informieren, wenn der Verdacht besteht, dass Unbefugte auf das Konto zugreifen könnten.
Weitere Informationen unter
http://www.bmelv.de/phishing
Stützen oder stürzen - polis-Presseschau
von polis am 28.12.2010 09:46
Presseschau vom 28.12.2010

FDP-Chef Westerwelle: Stürzen oder stützen?
Stützen oder stürzen
Die innerparteiliche Kritik der FDP an ihrem Vorsitzenden geht weiter. Jetzt fordert auch der stellvertretende Parteivorsitzende, Andreas Pinkwart, eine offene Diskussion über die Zukunft Guido Westerwelles. Einen Vorsitzenden „stützt man oder stürzt man“.

fr-online.de
Vize will Debatte über Westerwelles Zukunft
… Die Führungsdebatte in der Partei sei keine Selbstzerstörung, sondern eine Selbstbefreiung, sagte Pinkwart der „Financial Times Deutschland“ vom Montag. „Wer meint, er könne es besser, der soll sich um den Chefposten bewerben“, ermunterte der scheidende Parteivize Gegenkandidaturen beim kommenden Parteitag im Mai. „Den Vorsitzenden stützt man oder stürzt man“, fügte Pinkwart hinzu. Zugleich betonte er, in der Demokratie sei niemand unersetzbar. …

faz.net
Wo sind all die Liberalen hin?
… Solch einen Absturz hat die deutsche Politik noch nie gesehen: In einem Jahr sind den Liberalen fast achtzig Prozent ihrer Wähler davongelaufen. Nach 14,6 Prozent bei der Bundestagswahl kommt die FDP bei Umfragen nur noch auf magere drei bis sechs Prozent. Nicht nur Durchschnittswähler gehen den Liberalen von der Fahne. Auch prominente Unterstützer, die noch im Wahlkampf für die FDP warben: „Eine echte Enttäuschung“ sei die Partei in der Regierung, klagt der Schauspieler Bruno Eyron. „Kein Wahlversprechen wurde eingelöst“, beschwert sich der Maler Heinz Mack. …

spiegel.de
Das Schweigen vor dem Sturm
Der Führungsstreit in der FDP steht vor der Entscheidung: Noch wagt niemand, offen gegen Guido Westerwelle anzutreten. So lässt er sich kaum stürzen. Alles wartet jetzt auf das Dreikönigstreffen - dann wird der Parteichef die wohl wichtigste Rede seiner Karriere halten. …

sueddeutsche.de
Pinkwart preist Personaldebatte
… Der desolate Zustand der Liberalen löst inzwischen auch bei der Union Sorge aus. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sieht wegen der anhaltenden Schwäche der FDP in Wahlumfragen die Kompromissfähigkeit der schwarz-gelben Regierungskoalition in Gefahr. "Starken Partnern fallen Kompromisse leichter", sagte Gröhe nun der Rheinischen Post. Es sei deshalb für eine Koalition immer besser, wenn es allen Beteiligten gut gehe. ...
Foto: spiegel.de/getty images
Koenigs für stärkere Trennung von Entwicklungshilfe und militärischem Einsatz
von polis am 27.12.2010 11:20
Früherer UN-Sonderbeauftragte Koenigs für stärkere Trennung von Entwicklungshilfe und militärischem Einsatz

Koenigs
Köln (ots) - Der frühere UN-Sonderbeauftragte für Afghanistan, der grüne Bundestagsabgeordnete Tom Koenigs, hat nach der Ermordung eines deutschen Entwicklungshelfers in Afghanistan dazu aufgerufen, Entwicklungshilfe und militärischen Einsatz stärker zu trennen. "Ich sehe mit großer Besorgnis, dass die zivilen Helfer immer mehr gefährdet sind", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montag-Ausgabe). "Ihre Neutralität wird nicht mehr a priori anerkannt. Das liegt auch daran, dass die Entwicklungshilfe in den letzten Jahren deutlich politisiert wurde. Der Preis dafür ist, dass die Entwicklungshelfer als Teil des Krieges wahrgenommen werden." Koenigs fügte hinzu: "Diese Politisierung ist bedenklich. Wir sollten uns mehr darauf konzentrieren, die Entwicklungshilfe vom militärischen Einsatz zu trennen." Die deutsche Entwicklungshelferin Annette Erös von der "Kinderhilfe Afghanistan" äußerte sich ähnlich. "Wir arbeiten als Gäste der Afghanen und sind so ganz anders geschützt", erklärte sie dem "Kölner Stadt-Anzeiger" "Bei uns hat ausländisches Militär keinen Zugang. Deshalb sind unsere Einrichtungen auch bisher unbeschadet geblieben." Annette Erös betreibt das Projekt "Kinderhilfe Afghanistan" gemeinsam mit ihrem Mann Reinhard Erös. Dieser hatte sich mehrfach kritisch zum Afghanistan-Einsatz geäußert.Der Vertreter der KfW-Entwicklungsbank war Heiligabend von Taliban erschossen worden.
BUND-Bilanz und Ausblick: 2010 Höhepunkt der Anti-Atom-Proteste
von polis am 27.12.2010 10:50
BUND-Bilanz und Ausblick: 2010 Höhepunkt der Anti-Atom-Proteste. 2011 steht Agrarreform an: Großdemonstration am 22. Januar in Berlin


Weiger
Berlin (rdp/ots) - "2010 war nicht das Jahr des so genannten Wutbürgers. Es war ein Jahr demokratischer und phantasievoller Bürgerproteste gegen Fehlentscheidungen wie die Aufkündigung des Atomausstiegs oder die Verlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs unter die Erde." Dieses Fazit zieht Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in einer Rückschau auf das Jahr 2010. Für 2011 erwartet er zwei Hauptthemen, an denen der BUND arbeiten wird: "Die Europäische Union steht 2011 in der Agrar- und Klimapolitik vor entscheidenden Weichenstellungen. Die Verteilung von fast 60 Milliarden Euro Agrarsubventionen muss neu geregelt und das Klimaschutzziel von minus 20 Prozent CO2 muss auf minus 40 Prozent erhöht werden."
Die Anhebung der Ziele zur CO2-Minderung für alle Staaten der Europäischen Union sei ebenso dringend erforderlich wie eine stärker an Umwelt- und Tierschutz orientierte Landwirtschaft. Bei beiden Themen komme der Bundesregierung eine Schlüsselrolle zu. Verweigere sie sich ambitionierten Klimaschutzzielen und blockiere sie die anstehenden Agrarreformen, werde sie ihrer Verantwortung für eine zukunftsfähige Wirtschaftsweise nicht gerecht.
"Positive Trends im Natur- und Umweltschutz gingen 2010 leider nicht auf das Konto der schwarz-gelben Bundesregierung. Der isländische Vulkan Eyjafjallajökull und die Wirtschaftskrise haben mehr zur Reduzierung der globalen Treibhausgase beigetragen als die Umweltpolitik von Kanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Norbert Röttgen. In Deutschland sind die CO2-Emissionen im letzten Jahr sogar um etwa 30 Millionen Tonnen gestiegen", sagte Weiger. Die zu starke Abhängigkeit der Industriestaaten von fossilen Rohstoffen habe auch die Explosion der Ölbohrinsel "deep water horizon" und die anschließende Ölkatastrophe im Golf von Mexiko deutlich gemacht.
"Weder die Bundesregierung noch die deutsche Wirtschaft haben die nötigen Lehren aus den Umweltdebatten der vergangenen Jahre gezogen. Strengere Vorgaben zur Verbrauchsminderung für Autohersteller wurden blockiert, Straßen und Autobahnen übertriebenen Verkehrsprognosen hinterher geplant, umweltfreundliche Verkehrsmittel wie die Bahn vernachlässigt und mit Laufzeitverlängerungs-Geschenken an Atomstromkonzerne der Ausbau der erneuerbaren Energien behindert. Federführend in rückwärtsgewandter Umweltpolitik ist meist das von FDP-Politiker Rainer Brüderle geleitete Bundeswirtschaftsministerium", sagte Weiger.
2010 habe die schwarz-gelbe Bundesregierung mit der neuen Abgabe auf Atom-Brennstäbe und der Luftverkehrssteuer erste Schritte beim Abbau umweltschädlicher Subventionen getan. Diese Maßnahmen seien jedoch allein der klammen Haushaltslage geschuldet gewesen. Zu den Erfolgen des Jahres 2010 gehöre, dass das Bundesverfassungsgericht die gentechnikfreie Landwirtschaft geschützt habe, indem es die strengen Regeln zum Schutz vor Verunreinigungen von Äckern mit Gentech-Pflanzen bestätigte.
International habe es 2010 ebenfalls einige Erfolge gegeben. Weiger: "Im UN-Jahr der Biodiversität hat sich die Weltgemeinschaft in Japan auf den Abbau umweltschädlicher Subventionen bis 2020 verständigt und Anfang Dezember wurde im mexikanischen Cancun der UN-Prozess für ein globales Klimaschutzabkommen vor dem Scheitern bewahrt. Trotzdem kommt der Klimaschutz nur schleppend voran. Wenn die Industriestaaten nicht endlich mit verbindlichen und strengeren CO2-Minderungszielen aufs Tempo drücken, werden sich Zahl und Ausmaß der vom Menschen verursachten Klimakatastrophen leider noch erhöhen."
Weiger hob hervor, dass es 2010 eine Renaissance der Anti-Atom-Bewegung gegeben habe. Hunderttausende seien für eine zukunftsfähige Energieversorgung ohne Atomkraft auf die Straße gegangen. Für 2011 kündigte der BUND-Vorsitzende neue Demonstrationen an: "Wir werden den erstarkten Bürgerprotest gegen die fragwürdigen Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke, gegen Prestigeprojekte wie `Stuttgart 21` und gegen eine verfehlte Agrarpolitik auch im kommenden Jahr auf die Straße tragen. Schon am 22. Januar veranstalten wir anlässlich der Grünen Woche in Berlin gemeinsam mit einem breiten Bündnis von Umwelt-, Agrar- und Tierschutzverbänden eine große Kundgebung für Gentechnikfreiheit und Agrarreformen. Und wenn sich im April die Tschernobyl-Katastrophe zum 25. Mal jährt, werden wir deutschlandweit zu Protesten gegen die schwarz-gelbe Atompolitik aufrufen."
Fünf Euro – Basta! - polis-Presseschau
von polis am 27.12.2010 09:44
Presseschau vom 27.12.2010
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Fünf Euro - Basta!
Die Erwartung Vieler, dass nach Scheitern des neuen HartzIV-Gesetzes im Bundesrat die Regelleistungen der Empfänger um mehr als fünf Euro erhöht werden, waren wohl zu früh. Bundesarbeitsministerin von der Leyen will hart bleiben. Die SPD knickt ein.

fr-online-de
Von der Leyen will nicht „feilschen“
… Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will nicht „feilschen“, wie sie sagt. Die SPD aber wird die Hartz-IV-Reform nicht ohne Zugeständnisse der schwarz-gelben Koalition im Bundesrat durchgehen lassen. Dies bekräftigte ihr Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier in einem Interview der Bild am Sonntag. …

faz.de
Von der Leyens Kinder-Koalition
… Die Sozialdemokraten haben mit dem vorweihnachtlichen Stopp des Gesetzes im Bundesrat bei Sozialleistungsempfängern unweigerlich die Hoffnung genährt, es seien handfeste Verbesserungen drin, obwohl die SPD bewusst offenließ, worin diese bestehen könnten. Das hat die Armen-Lobby der Sozialverbände auf den Plan gerufen, die gezielt fordert, die Geldleistungen stärker zu erhöhen als im Gesetzentwurf vorgesehen. …

taz.de
Von der Leyen bleibt hart
… "Wenn die SPD jetzt lediglich noch Transparenz bei der Regelsatzberechnung zur Bedingung macht, verabschiedet sie sich von der Forderung des Verfassungsgerichts nach Regelsätzen, die ein menschenwürdiges Existenzminimum sichern", kritisierte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion, Dagmar Enkelmann. "SPD-Fraktionschef Steinmeier hängt die Latte bei den Hartz-IV-Verhandlungen so tief, dass selbst Frau von der Leyen kaum noch drunter durchlaufen kann." Die Linkspartei wirbt für einen monatlichen Mindestsatz von 420 Euro. …

sueddeutsche.de
Von der Leyen: Fünf Euro sind genug
… Es werde keine weitere Diskussion mit der SPD über eine Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes geben, die über die geplanten fünf Euro hinaus gehe, sagte die CDU-Politikerin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Feilschen werde ich nicht, denn das Bundesverfassungsgericht hat von uns transparente, nachvollziehbare Berechnungen verlangt. Die haben wir vorgelegt." ...
Foto: Gerd Altmann/AllSilhouettes.com / pixelio.de
Deutlich mehr Angriffe auf Computer von Behörden
von polis am 26.12.2010 18:22
Deutlich mehr Angriffe auf Computer von Behörden
Essen/Berlin (rdp/ots) - Die elektronische Spionage gegen deutsche Staatseinrichtungen nimmt zu. Nach Informationen der WAZ-Mediengruppe (Montagausgabe) hat die Spionageabwehr von Januar bis September diesen Jahres 1600 Angriffe auf PC und Großrechner von Bundesministerien und anderen Behörden festgestellt. Das sind fast doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum 2009. Damals wurden 900 Attacken erkannt. Die Angreifer versuchen an interne politische, militärische und wirtschaftliche Daten zu gelangen. Hinter den Angriffen steckten zum größten Teil staatliche Stellen in China, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Verfassungsschutz der WAZ. Die Behörde beobachtet diese Entwicklung bereits seit 2005. Sie glaubt an eine "hohe Dunkelziffer". Chinas Spionageattacken, deren Technik verfeinert wird, erfolgen per E-Mail. Werden Anhänge geöffnet, installiert sich das Spionageprogramm im deutschen Rechner und baut eine Verbindung nach China auf, um die abgefischten Daten zu übermitteln. Der jüngste Verfassungsschutzbericht räumt indirekt Erfolge der Angreifer ein: "Der Gewinn für die chinesische Seite scheint zu überwiegen".
Neues Deutschland: Zur Migranten-Politik
von polis am 26.12.2010 18:15
Neues Deutschland: Zur Migranten-Politik
Berlin (rdp/ots) - Es fällt auf: Der Ton, mit dem über Einwanderer und ihre Herkunftsländer gesprochen und geurteilt wird, hat sich insbesondere in Deutschland verschärft. Und das ist genau zu einer Zeit geschehen, in der sich die Politiker hierzulande brüsteten, die große Krise souverän gemeistert zu haben, während viele andere Länder an deren Folgen laborierten. Teilen ist eben nicht jedermanns Sache. Für den Menschenrechtskommissar im Europarat, Thomas Hammarberg, droht bereits jetzt eine »dramatische Kehrtwendung europäischer Werte«, und er befürchtet noch Schlimmeres, sollte die Eurozone auseinanderbrechen. Schon jetzt gelten Migranten hierzulande als potenzielle Abzocker oder Terroristen und müssen für jede Misere in Problembezirken herhalten. Die südeuropäischen Länder nebst ihren Bewohnern werden als faul und verschwenderisch diffamiert. Sie seien selbst an ihrer Pleite schuld, weil sie keine Reformen zustande gebracht hätten. Gemeint sind damit wohl staatliche Verarmungsprogramme wie die Hartz-Gesetze und der Ausbau des Niedriglohnsektors. »Bild« verglich Deutschland mit einem »sparsamen Hausbesitzer« und zeigte Verständnis dafür, dass dieser nicht seinen »verschwenderischen 26 Nachbarn zuliebe« höhere Kreditzinsen zahlen will. Willkommen ist allein handverlesenes Menschenmaterial für die deutsche Wirtschaft. Es soll die wirtschaftlichen Erträge noch vergrößern, von denen man dann erst recht nichts abgeben will.
Steinmeier hängt die Latte bei den Hartz-Verhandlungen viel zu tief
von polis am 26.12.2010 14:10
Steinmeier hängt die Latte bei den Hartz-Verhandlungen viel zu tief

Enkelmann
Berlin (drp/ots) - "SPD-Fraktionschef Steinmeier hängt die Latte bei den Hartz IV-Verhandlungen so tief, dass selbst Frau von der Leyen kaum noch drunter durch laufen kann. Wer so wolkige Bedingungen formuliert, will wirkliche Verbesserungen für die Hartz IV-Betroffenen gar nicht erreichen, sondern möglichst wenig an dieser Erniedrigungs- und Lohnsenkungsmaschine ändern", kritisiert die 1. Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion DIE LINKE, Dagmar Enkelmann, Äußerungen von Frank-Walter Steinmeier über die Bedingungen der SPD für einen schnellen Verhandlungsabschluss. "Wenn die Hartz IV-Architekten mit den Hartz IV-Verschlimmbesserern verhandeln, ist wohl auch nichts anderes zu erwarten." Enkelmann, die für DIE LINKE auch im Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag sitzt, weiter:
Graumann dringt auf neuen Anlauf für NPD-Verbot
von polis am 25.12.2010 15:58
Graumann dringt auf neuen Anlauf für NPD-Verbot
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Frankfurt/MainBerlin (dapd/rdp). Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, dringt auf einen neuen Anlauf zum Verbot der rechtsextremistischen NPD. In einem Interview der Nachrichtenagentur dapd sagte er in Frankfurt am Main, die NPD habe sich "die Zerstörung unserer Demokratie" offen erkennbar zum Ziel gesetzt. Graumann forderte die Politik zum Handeln auf. Die Demokratie müsse ihre Wehrhaftigkeit deutlich zum Ausdruck bringen, und dazu gehöre auch das rechtsstaatlich verbriefte Verbotsverfahren als Ultima Ratio. "Wo, wenn nicht hier - und wann, wenn nicht jetzt?", fragte Graumann.
Der vor vier Wochen an die Spitze der Vertretung von gut 100.000 Menschen jüdischen Glaubens in der Bundesrepublik gewählte 60-Jährige räumte ein, rechtsextremistisches Gedankengut lasse sich nicht verbieten, sondern nur durch Bildung und politische Auseinandersetzung wirksam bekämpfen. Doch "wirklich hartgesottene Faschisten erweisen sich nicht selten als lernresistent und unverbesserlich", fügte Graumann hinzu. Im Fall der NPD sei die Grenze der politischen Auseinandersetzung allein nunmehr weit überschritten.
"Die Zeit der politischen Experimente ist vorbei, wenn die Sympathisanten der NPD teilweise mit Gewalt und Einschüchterung demokratisch gewählte politische Gegner bedrohen und die Abgeordneten der NPD ihre parlamentarischen Mandate und Steuergelder obendrein dazu missbrauchen, um Volksverhetzung, Rassismus und Antisemitismus salonfähig zu machen", sagte Graumann. Eine so ernsthafte Bedrohung der Demokratie müsse man dann auch konsequenterweise ernsthaft und resolut bekämpfen, statt sie etwa zu verniedlichen.
Muslime sollen Antisemitismus bekämpfen
In dem Interview kündigte der neugewählte Präsident des Zentralrats der Juden zugleich einen Dialog sowohl mit den christlichen Kirchen als auch den Verbänden der Muslime in Deutschland an. Er freue sich darauf, die enge Zusammenarbeit mit den beiden christlichen Kirchen noch intensivieren zu können. Dabei gehe es um die Rolle von Religionen in der Gesellschaft als Träger und Vermittler von wichtigen Grundwerten, die alle teilten, aber auch um die Themen Sozialstaat und Bildung.
"Unser Verhältnis zu den muslimischen Verbänden und Einzelpersonen ist gut, und wir tauschen uns seit Jahren aus", fuhr Graumann fort. Der Zentralrat der Juden trete selbstverständlich auch für die Rechte der Muslime auf. "Das haben wir schon immer getan", fügte er hinzu.. Allerdings würde er sich doch noch viel mehr aktive Bekämpfung von Extremismus und Antisemitismus unter Muslimen aus den Reihen der muslimischen Führung wünschen, hob Graumann hervor.
Foto: dapd
Weihnachtsgeschichten - polis-Presseschau
von polis am 25.12.2010 09:52
Presseschau vom 25./26.12.2010
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Weihnachtsgeschichten
Was Bundespräsident Wulff in seiner Weihnachtsansprache anders macht und seine Kinder sich von ihm wünschen. Über Ritualzumutung und Ritualgenuss. Weihnachten in der Apollo 8: Missionare im Weltall. Josef hat einen facebook-account und Melchior bestellt Myrrhe bei Amazon. Schöne Weihnachten.

fr-online.de
Wulffs bunte Republik
Bundespräsident Christian Wulff ruft in seiner ersten Weihnachtsansprache zu gegenseitigem Respekt auf - und appelliert an die Bürger, sich ehrenamtlich zu engagieren.

faz.net
Zauber, Zumutung und Zäsur
Alle Jahre wieder - so lautet die magische Formel des Festes. Weihnachten kombiniert auf einzigartige Weise Ritualzumutung mit Ritualgenuss. Besinnung und Geschenkerausch oder Flucht und Askese - ein soziologischer Blick auf die Rituale des Fests.

spiegel.de
Missionare im Weltall
Kitschige Bibelstunde mit Mondblick: Im Wettlauf mit der Sowjetunion schicken die USA drei Astronauten auf den ersten bemannten Flug um den Mond - genau über Weihnachten. Mitten im Kalten Krieg rezitieren die Männer im All die Schöpfungsgeschichte - und rühren mit der rauschigen TV-Ansprache Millionen.

taz.de
Jesus, Facebook und die fixe Geburt
Ein Werbespot im Netz rekonstruiert im Zeitraffer die Geburt Christi mit den Mitteln des digitalen Zeitalters. So hat Josef ein Facebook-Account und Melchior bestellt Myrrhe bei Amazon.
Foto: Hans-Christian Hein / pixelio.de


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