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Verbraucherschutzministerin droht Google mit Staatsanwalt

von redaktion am 18.05.2010 10:13




Verbraucherschutzministerin droht Google mit Staatsanwalt


Aigner

Berlin (rdp/dts) - Im Streit um unerlaubte Zugriffe auf private Computerdaten durch die Internet-Suchmaschine Google hat Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) mit juristischen Schritten gedroht. Der "Bild" Zeitung (Dienstagausgabe) sagte sie: "Wenn Google hier tatsächlich gegen das Fernmeldegeheimnis verstoßen hat, ist das auch ein Fall für die Staatsanwaltschaft." Es müsse offen gelegt werden, "welche und wie viele Informationen" gespeichert wurden und wie die Daten "lückenlos gelöscht" werden könnten. Aigner: "Wir haben Gesetze, und die muss auch Google einhalten." Nur durch beharrliches Nachfragen ihres Ministeriums sei offenbar geworden, "dass die Verstöße noch gravierender sind als befürchtet". Die Ministerin fordert in "Bild": "Die zuständigen Datenschutzbehörden müssen vollen Einblick erhalten und die Löschung der illegal gesammelten Daten überwachen." Datenschutz im Grundgesetz zu verankern hält Aigner vorerst für unnötig: "Wir arbeiten an Eckpu
nkten
für einen verbesserten Verbraucherschutz im Internet und für eine Reform des Datenschutzes." Mit Blick auf die vom sozialen Online-Netzwerk Facebook angekündigten Angebote für besseren Datenschutz sagte Aigner: "Abwarten. Facebook hat angekündigt, den Nutzern mehr Kontrolle über private Daten zu ermöglichen. Das sind reine Ankündigungen, denen jetzt auch Taten folgen müssen. Ich habe in Kürze ein Gespräch mit Facebook. Das Unternehmen steht massiv in der Kritik. Seit unserer Initiative hagelt es in der ganzen Welt Proteste, auch von Senatoren in Amerika. Es gibt einiges zu klären."

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Sie sondieren - polis-Presseschau

von redaktion am 18.05.2010 08:58




Presseschau vom 18.05.2010



Haben Sie die Vision für das Linksbündnis? Hannelore Kraft und Sylvia Loehrmann,
die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Grünen in NRW.


Sie sondieren

SPD und Grüne werden mit der Linkspartei in NRW reden. Sie wollen herausfinden, wie „regierungsfähig“ die vielgescholtene „Chaostruppe“ tatsächlich ist. Regieren wollen sie alle.





fr-online.de

Linke verhandelt mit Rot-Grün

Die nordrhein-westfälische Linke bekommt für die anstehenden Koalitionsgespräche einen prominenten Helfer aus Berlin: Der erst am Wochenende wiedergewählte West-Beauftragte Ulrich Maurer wurde laut FR-Informationen aus dem Bundesvorstand "auf unbestimmte Zeit" nach Düsseldorf entsandt.
Der Linken-Bundestagsabgeordnete war einst langjähriger Chef des SPD-Landesverbandes und der Fraktion in Baden-Württemberg und gilt als strategischer Kopf der West-Erweiterung. …




faz.net

Zwischen Pest und Cholera

… Eine Woche nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen deutet nicht nur wegen der Zugeständnisse, die die Linkspartei auf ihrem Bundesparteitag in Rostock in Aussicht stellt, viel darauf hin, dass es im bevölkerungsreichsten Bundesland einen immer mächtigeren Linkssog gibt. Zwar heben die beiden Spitzenkandidatinnen von SPD und Grünen, Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann, hervor, dass es sich bei dem aller Voraussicht nach am Donnerstag stattfindenden Treffen mit den Spitzen der Linkspartei lediglich um Sondierungs- und nicht um Koalitionsgespräche handle. Aber beiden Politikerinnen kann man ein persönliches Interesse am Zustandekommen eines Pakts mit der Linkspartei unterstellen: Frau Löhrmann, weil ihre Partei nach der „Ampel“- Absage der FDP nur noch so eine Chance hat, an die Macht zu kommen; Frau Kraft, weil sie nur mit Rot-Grün-Rot Ministerpräsidentin werden kann. …




spiegel.de

Kraft-Vorgänger warnt SPD vor Linksbündnis

Wo bitte geht's zur Macht? Edgar Moron, einst in Düsseldorf SPD-Fraktionschef, warnt seine Nachfolgerin Hannelore Kraft im SPIEGEL-ONLINE-Interview vor einem Bündnis mit der Linken. Deren Politik sei "völlig absurd". Gebraucht wird seiner Meinung nach ein verlässlicher Partner - zum Beispiel die CDU. …




taz.de

Nur auf Bewährung

… Es ist mehr als eine Ironie der Geschichte, dass Rot-Grün justament an dem Ort ein Revival erlebt, an dem diese Formation 2005 schmählich unterging. Vorher und seitdem durchlitt die Sozialdemokratie, gerade in Nordrhein-Westfalen, eine ihrer schwersten Krisen, mit deren Konsequenz sie in Form der Partei "Die Linke" auf absehbare Zeit konfrontiert ist.
Das Regierungsbündnis, das sich im bevölkerungsreichsten Bundesland bildet, gilt als Signal für künftige bundespolitische Konstellationen, und SPD und Grüne haben dieses Signal gesendet - können ihm aber nicht aus eigener Kraft folgen. Sofern die SPD keine große Koalition eingeht, sind sie auf die Partei "Die Linke" verwiesen. ...

Foto: faz.net/ddp

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Verkehrsministerium will Riesen-LKWs ab 2011 testen

von redaktion am 17.05.2010 19:02




Verkehrsministerium will Riesen-LKWs ab 2011 testen



Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Spediteure stoßen im Verkehrsministerium offensichtlich mit ihrem Wunsch, den 25-Meter-Lkw auf deutschen Straßen fahren zu dürfen, auf offene Ohren. "Die vielen Meldungen der Unternehmen bewerten wir als sehr erfreulich. Wir werden dies bei der Untersuchung des Feldversuchs mit einbeziehen", beantwortete Andreas Scheuer, Staatssekretär im Verkehrsministerium, eine parlamentarische Anfrage, die der Tageszeitung "Die Welt" (Dienstagausgabe) vorliegt. Das Ministerium will im Jahr 2011 einen Test mit bis zu 150 Riesenlastern starten. Speditionen können sich seit einigen Tagen dafür anmelden. Befürworter sind vor allem große Speditionen und Nutzfahrzeughersteller. Transportfirmen versprechen sich vom Einsatz der 25-Meter-Lkw wirtschaftliche Vorteile, weil sie rund 20 Prozent mehr laden können. Die Laster sind fast sechs Meter länger als die bisher zugelassenen Modelle. In dem Feldversuch geht es nach den Informationen um die Ausweitung des
Transportvolumens, nicht aber des Gewichts. Die derzeit gültige Höchstgrenze von 40 Tonnen soll bestehen bleiben. Zunächst wolle das Ministerium eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe einrichten, um die Relationen sowie die Beteiligten an dem Versuch festzulegen. "Es werden Erkenntnisse hinsichtlich der Auswirkungen auf Verkehrssicherheit, Infrastruktur, Anforderung an Fahrer und Fahrzeug und den kombinierten Verkehr erwartet", schrieb der Parlamentarische Staatssekretär Scheuer weiter. Gegner des 25-Meter-Lkw kommen von Verbänden pro Schiene und Teilen der Politik. "Es ist zu befürchten, dass im Ministerium die Entscheidung bereits gefallen ist und dass der Feldversuch nur noch als Alibi dienen soll", sagte Anton Hofreiter, Verkehrspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, der "Welt". Er befürchtet, dass es durch die 25-Meter-Lkw zu einer Rückverlagerung von Schienentransporten auf die Straße kommen wird. Experten bestätigen, dass der Lkw gegenüber der Güterbahn zusätzliche
Kostenvorteile erreichen werde. Dagegen hat zuletzt der ADAC den Wid!
erstand
gegen den "Monster-Truck" aufgegeben. In den USA, Kanada und in Australien sind lange LKWs als "Road Trains" schon seit Jahrzehnten bekannt. Erlaubt sind in Nordamerika Längen von bis zu 38 Metern, in Australien auch bis knapp 54 Metern.

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Wehrdienst wird auf sechs Monate verkürzt

von redaktion am 17.05.2010 18:42




Wehrdienst wird auf sechs Monate verkürzt



Berlin (rdp/dts) - Der Wehr- und Zivildienst in Deutschland soll von neun auf sechs Monate verkürzt werden. Darauf haben sich heute die Koalitionsfraktionen in Berlin laut Medienberichten verständigt. Der Zivildienst soll freiwillig um drei bis sechs Monate verlängert werden können. Letzteres war bislang umstritten. CDU, CSU und FDP hatten in ihrem Koalitionsvertrag erklärt, grundsätzlich an der Wehrpflicht festhalten zu wollen. Während bisher geplant war, die Wehrpflicht ab dem 1. Januar 2011 auf sechs Monate Dienstzeit zu verkürzen, sprach Verteidigungsminister zu Guttenberg (CSU) jetzt vom 1. Oktober 2010. Zuletzt war die Dauer des Grundwehrdienstes im Jahr 2001 auf neun Monate gekürzt wirden. Drei Monate davon entfallen auf die Allgemeine Grundausbildung, die restlichen sechs Monate verbrachte der Grundwehrdienstleistende bislang auf seinem Dienstposten.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.05.2010 18:43.

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Linke: 190 Milliarden Euro jährlich für den Staat

von redaktion am 17.05.2010 11:28

Linke will durch Abgaben- und Steuererhöhung 190 Milliarden Euro jährlich für den Staat
Ausbau des öffentlichen Dienstes auch in der Krise



Gysi

Leipzig/Berlin (rdp/ots) - Mit einem Ausbau des öffentlichen Dienstes, Steuererhöhungen und Kürzungen im Verteidigungsbereich könnte der Staat, ginge es nach der Links-Partei, auch in Zeiten der großen Finanzkrise eine gerechte Politik machen.
In einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" (Montag-Ausgabe) sagte deren Fraktionschef im Bundestag, Gregor Gysi, zu den Sparvorschlägen seiner Partei: "Insgesamt käme so der Staat mit unseren Vorschlägen zur Einnahmeverbesserung von bis zu 190 Milliarden Euro jährlich. Damit ließe sich auch in der Krise eine gerechte Politik machen."
Für die Linke sei klar: "Wir lehnen jegliche Kürzungen im Sozialbereich und in der Bildung ab. Der öffentliche Dienst muss erweitert werden." Entscheidend sei die Wiederherstellung der Steuergerechtigkeit, sagte Gysi. "Dazu brauchen wir einen höheren Spitzensteuersatz, endlich eine ordentliche Börsenumsatzsteuer und die Finanzmarkttransaktionssteuer. Unverzichtbar ist die sofortige Einführung einer Millionärssteuer und eine gerechte Besteuerung auch der großen Erbschaften."
Zudem müsse auf jeden Fall verhindert werden, dass die in der CDU geforderte Kürzung bei den Bildungsausgaben durchgesetzt werde. "Das würde zu noch mehr sozialer Ausgrenzung führen. Das wäre katastrophal. Schon jetzt beruht unser Schulsystem darauf, die soziale Spaltung durch den Bildungsbetrieb zu vergrößern", kritisierte der Bundestags-Fraktionschef.
Bei Kürzungsvorschlägen wolle seine Partei "natürlich zuerst bei der Rüstung und den Bundeswehreinsätzen" ansetzen, betonte Gysi. "Mit einem Rückzug aus Afghanistan und von den anderen Auslandsmissionen ließe sich eine bessere Bildung sichern und mit der Hälfte des bei der Bundeswehr zu sparenden Geldes könnte man die Entwicklungshilfe deutlich ausbauen."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.05.2010 12:00.

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Nestlé will nach Greenpeace-Kampagne Urwald schützen

von redaktion am 17.05.2010 11:01




Nestlé will nach Greenpeace-Kampagne Urwald schützen
Hunderttausende Verbraucher beteiligten sich an Protest gegen Kitkat



Hamburg/Berlin (rdp/ots) - Der Lebensmittelkonzern Nestlé will zukünftig auf Palmöl und Papier aus Regenwaldzerstörung verzichten. Damit reagiert das Unternehmen auf eine Greenpeace-Kampagne zum Schutz der letzten indonesischen Urwälder. Nach einem Greenpeace-Report vom März werden die Urwälder der Region maßgeblich für die Produktion von Palmöl gerodet. Dieses verarbeitet auch Nestlé in seinen Süßwaren. An der Greenpeace-Kampagne gegen den Nestlé-Schokoriegel Kitkat haben sich weltweit rund 250.000 Menschen vor allem im Internet beteiligt. Greenpeace will die Ausdehnung von Palmöl- und Zellstoffplantagen in Indonesien stoppen, da sie die Zerstörung von Urwald- und Torflandflächen voran treibt, den Klimawandel beschleunigt und das Überleben der Orang-Utans gefährdet.

"Endlich bewegt sich Nestlé in die richtige Richtung. Das ist ein sensationeller Erfolg für die vielen Menschen, die sich an den Protesten im Internet beteiligt haben", sagt Corinna Hölzel, Greenpeace Wald-Expertin. "Greenpeace wird überprüfen, ob Nestlé seinen heute angekündigten Aktionsplan überzeugend umsetzt."

"Nestlé, give the Orang Utan a break" ist eine der erfolgreichsten Online-Kampagnen

Die Kitkat-Kampagne gilt durch die große Beteiligung von Verbrauchern derzeit als erfolgreichster Umwelt-Protest im Social-Media-Bereich. Dem Aktions-Aufruf von Greenpeace folgten in den letzten zwei Monaten weltweit rund 250 000 Menschen mit einem Online-Protest gegen das umstrittene Palmöl für Nestlé-Produkte. 1,5 Millionen Internetnutzer haben auf ein Video geklickt, das den Zusammenhang zwischen Kitkat und der Vernichtung von Regenwald aufzeigt. 2000 Verbraucher twitterten Forderungen, die Greenpeace in Frankfurt am Main vor der Deutschland-Zentrale von Nestlé auf einer Großbild-Leinwand zeigte.

Nestlé verarbeitet jährlich 320.000 Tonnen Palmöl. Dieses wurde bisher auch vom indonesischen Palmölproduzent Sinar Mas produziert, der mit Regenwald-Rodungen gegen indonesisches Recht verstößt. Nach den Protesten von Greenpeace und Verbrauchern kündigte Nestlé im März die direkten Lieferverträge mit Sinar Mas. Den Löwenanteil an Palmöl bezieht Nestlé jedoch weiterhin über Zwischenhändler, die auch von Sinar Mas kaufen, wie beispielsweise den für Umweltverstöße bekannten US-Agrarkonzern Cargill. In Kuala Lumpur hat sich Nestlé heute verpflichtet, derartige Lieferanten von Palmöl und Papier aus Regenwaldrodung auszuschließen.

"Auch die indonesische Regierung muss handeln", fordert Hölzel. "Die zum Teil illegale Zerstörung von Urwäldern für Plantagen und die damit einhergehende Korruption muss bekämpft werden. Greenpeace wird sowohl die Regierung, als auch die Palmöl- und Zellstoffindustrie und deren Abnehmer weiter in die Pflicht nehmen."

Durch die steigende Nachfrage nach Palmöl hat Indonesien eine der höchsten Entwaldungsraten und ist damit weltweit der drittgrößte Produzent von Treibhausgasen. Besonders dramatisch ist die Rodung und Trockenlegung von Torfwäldern. Diese speichern rund zehn Mal mehr Kohlenstoff als andere Urwälder und sind Lebensraum von bedrohten Arten wie Orang Utan und Sumatra-Tiger.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.05.2010 11:02.

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Hartz IV-Regelsätze: Paritätischer kritisiert Bundesregierung

von redaktion am 17.05.2010 10:51




Hartz IV-Regelsätze: Paritätischer kritisiert Alleingang und Geheimniskrämerei der Bundesregierung

Berlin (rdp/ots) - Anlässlich der heute stattfindenden Anhörung des Arbeits- und Sozialausschusses zur künftigen Bemessung bedarfsgerechter Regelsätze in Hartz IV kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband das intransparente Vorgehen des Bundesarbeitsministeriums. Der Verband fordert das Ministerium auf, Experten aus Wissenschaft, Betroffenenorganisationen, Wohlfahrtsverbänden sowie der Kommunalen Spitzenverbände umgehend in den weiteren Prozess zur Neuberechnung der Kinderregelsätze einzubinden.

"Wir brauchen einen transparenten Diskussionsprozess. Es geht um die Frage, wie wir gewährleisten können, dass jedes Kind bekommt, was es braucht. Diese Frage kann nicht durch Ministerialbeamte im stillen Kämmerlein beantwortet werden. Alle relevanten Akteure und Experten müssen eingebunden werden", so Werner Hesse, Geschäftsführer des Paritätischen.

Das Bundesverfassungsgericht habe mit seinem Urteil vom Februar enge Fristen gesetzt. Bis zum 31. Dezember 2010 müsse der Gesetzgeber die Bedarfe von Kindern hergeleitet und durch entsprechende Leistungen abgedeckt haben. "Es wäre grob fahrlässig, erst die Auswertung der neuen Einkommens- und Verbrauchsstichprobe im Herbst abzuwarten. Welche Leistungen zukünftig in welcher Form zur Verfügung gestellt werden, darüber müssen wir jetzt diskutieren", fordert Hesse. "Dies betrifft insbesondere die Frage, wann Geldleistungen und wann Sachleistungen sinnvoller sind." Wegen der kommunalen Zuständigkeit für die soziale Infrastruktur seien die Kommunalen Spitzenverbände frühzeitig einzubinden.

Aus Sicht des Paritätischen ist eine Totalrevision von Hartz IV unumgänglich. "Die aktuelle Bedarfserhebung lässt jeglichen gesunden Menschenverstand vermissen und muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Das Bundesverfassungsgericht hat den regierungsamtlichen Manipulationen 'ins Blaue hinein' endgültig einen Riegel vorgeschoben. Jetzt muss sich die Politik erstmalig ernsthaft mit der Frage auseinandersetzen, wie man mit Hartz IV auch individuellen Notlagen gerecht werden kann", so der Sozialrechtsexperte. Die ehrliche, sachgerechte und transparente Herleitung der Regelsätze wird nach Ansicht des Verbandes zwangsläufig zu deutlich höheren Regelsätzen führen. Darüber hinaus sei die Wiedereinführung einmaliger Leistungen für besondere, atypische Bedarfe zwingend erforderlich.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.05.2010 10:53.

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Linker Wechsel - polis-Presseschau

von redaktion am 17.05.2010 09:29




Presseschau vom 17.05.2010



Die neue Parteispitze: Klaus Ernst, Gesine Lötzsch


Linker Wechsel

Auf ihrem Parteitag in Rostock hat sich DIE LINKE personell neu formiert. Das neue Führungsduo, Gesine Lötzsch und Klaus Ernst, will mehr als nur die Regierung kritisch begleiten. Die Linken wollen das Land verändern.





fr-online.de

Neue Ära mit Lötzsch und Ernst

Mit überraschend großer Mehrheit hat die Linke Gesine Lötzsch und Klaus Ernst zu ihren neuen Vorsitzenden gewählt und damit eine neue Ära in der noch jungen Parteigeschichte eingeläutet. Die neue Doppelspitze löst Oskar Lafontaine und Lothar Bisky ab, die von den rund 550 Delegierten mit frenetischem Beifall verabschiedet wurden. …




faz.net

Lieber nicht von Liebe sprechen

… Ein Herzenswunsch von Gregor Gysi, der zwar keinerlei Parteiamt innehat, aber seit Anfang des Jahres so auftritt, als wäre er ihr Vorsitzender, wurde am Sonntag nicht erfüllt. Gysi, der stolz darauf ist, an der Gründung einer gesamtdeutschen Linkspartei mitgewirkt zu haben, will, dass seine Partei vorführt, wie die deutsche Vereinigung gleichberechtigt vonstattenzugehen hätte. Er hat dafür eigens hauptamtliche „Parteibildungsbeauftragte“ installieren lassen: die Berliner Bundestagsabgeordnete und Vertreterin des pragmatischen Flügels Halina Wawzyniak und den baden-württembergischen Bundestagsabgeordneten – und Gefährten Lafontaines – Ulrich Maurer, der die SPD verließ, um die Fusion von PDS und WASG zu betreiben. …




spiegel.de

Ratlos in Rostock

Es sollte ein Signal des Aufbruchs mit neuem Spitzenpersonal sein - aber beim Parteitag der Linken in Rostock zeigte sich, dass die Genossen weiter stark mit sich selbst beschäftigt sind. Ost und West haben noch längst nicht zusammengefunden. Selbst Gregor Gysi scheint keinen Ausweg zu finden. …




taz.de

Linke gibt sich regierungsbereit

… Es war ein Parteitag mit vielen Gefühlen, beim Abschied des bedächtigen Lothar Bisky mit Rührung und fast Tränen. Die Linkspartei ist, trotz aller Streitlust, im Grunde eine harmoniesüchtige Partei - vor allem ihr östlicher Teil. Nur manche Details wie Lafontaines Abgang zeigten, was hinter der Fassade los ist. Die Wunden, die der Kampf zwischen Lafontaine und Bartsch hinterlassen hat, sind nur verschorft, nicht verheilt. Auch Bartsch, der als Fraktionsvize weiter im Spiel ist, dankte demonstrativ diesem und jenem, aber nicht Gysi.

Foto: spiegel.de/dpa

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.05.2010 09:40.

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Pofalla: Akw-Laufzeiten sollen ohne Zustimmung im Bundesrat verlängert werden

von redaktion am 15.05.2010 11:06




Pofalla: Akw-Laufzeiten sollen ohne Zustimmung im Bundesrat verlängert werden


Pofalla

Berlin (rdp/dts) - Nachdem Union und FDP die Mehrheit im Bundesrat verloren haben, wollen sie die Laufzeiten der Atomkraftwerke offenbar an der Länderkammer vorbei verlängern. Das kündigte Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) im Gespräch mit der "Waz"-Mediengruppe (Samstagausgabe) an. Nach der Absage an rasche Steuersenkungen wäre dies die zweite Konsequenz aus der jüngsten Wahlniederlage von Schwarz-Gelb in NRW. "Bei der Verlängerung der Laufzeiten werden wir ein verfassungskonformes, zustimmungsfreies Gesetz haben", kündigte Pofalla an. So sei auch Rot-Grün beim Atomausstieg vorgegangen. "Schröder hat die Begrenzung der Laufzeiten seinerzeit auch ohne den Bundesrat gemacht", erläuterte Pofalla. Damit setzt sich das Kanzleramt nicht zuletzt über Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) hinweg. Das Umweltministerium ging noch Mitte Februar davon aus, dass der Bundesrat bei längeren Laufzeiten zustimmen müsse.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.05.2010 11:07.

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Linke Findung - polis-Presseschau

von redaktion am 15.05.2010 10:35




Presseschau vom 15..05.2010





Linke Findung

Der Rostocker Parteitag der DIE LINKE wird an diesem Wochenende vor allem durch Personalien geprägt . Wie verkraftet die Partei den Abgang von Lafontaine? Und! Welche Rolle spielt der Entwurf zum ersten gemeinsamen Programm?





fr-online.de

"Ich habe recht behalten"

Das selbsternannte "politische Tier" Oskar Lafontaine über seinen Abschied als Chef der Linken, die Bändigung der Finanzmärkte und seine Empathie für Wolfgang Schäuble. …




faz.net

Ein zwangsvereinigtes Parteiprogramm

Der Entwurf für das neue Programm der Linkspartei hat keinen rechten Absender, und über seine Autoren gibt es nur Gerüchte. Den geistigen Kern bildet eine Liste Lafontainescher Lieblingsforderungen. Kritiker nennen den Text schwarzweiß, widersprüchlich, beliebig. …




spiegel.de

Alphatier a.D.

Er führte einst die SPD und später die Linke - an diesem Wochenende tritt Oskar Lafontaine als Chef der Genossen ab. Will seine Partei mitregieren oder Fundamentalopposition machen? Diese zentrale Frage hat der Saarländer noch nicht beantwortet. Den Job müssen jetzt andere übernehmen. …




taz.de

"Wir wollen nicht wie die Grünen enden"

Statt Kompromisse einzugehen, muss man um Prinzipien kämpfen, fordert Ulla Jelpke. Borniert ist das, winkt Klaus Lederer ab. Sind beide wirklich in einer Partei? …




sueddeutsche.de

Alter Streit mit neuer Führung

… Wollte man die politische Topografie der Linkspartei aufzeichnen, so käme eine unübersichtliche, verwirrende Karte heraus. Gräben müssten verzeichnet werden zwischen Ost und West, aber auch zwischen "Antikapitalistischer Linker" und Reformern, zwischen Gewerkschaftern und den Lobbyisten eines Grundeinkommens. In seinem Leitantrag hat das der scheidende Vorstand vergleichsweise unverblümt aufgeschrieben: "Unsere Partei ist noch nicht so zusammengewachsen, wie sich viele das gewünscht haben", heißt es da. Die Verantwortung für die "weitere Stabilisierung und das Zusammenwachsen der Partei und ihre Verankerung in der Gesellschaft" liege nun beim neuen Vorstand. Das ist schön gesagt, kann aber nicht verdecken, dass Gesine Lötzsch und Klaus Ernst die anhaltende Spaltung geradezu verkörpern. …




welt.de

Linke wählt neue Spitze, aber keinen Neustart

Gesine Lötzsch und Klaus Ernst rücken beim heutigen Parteitag in Rostock an die Spitze der Linken. Doch das Einsetzen einer neuen Führung heißt nicht, dass die alte unsichtbar wird. Lafontaine und Gysi könnten es den Neuen schwer machen, sich zu profilieren. Und an der Basis sind Ernst und Lötzsch nicht unumstritten. …




neues-deutschland.de

Jetzt heißt es nach vorne schauen

… In einem Papier zum aktuellen Programmentwurf wird der Vorwurf des »Neokommunistischen« erhoben. Er richtet sich an den Sozialdemokraten Lafontaine. Was Lafontaines parteiinterne Gegner von ihm unterscheidet, ist ihr Anspruch einer notfalls bescheidenen Einflussnahme auf die heutige, reale Politik. Unter Lafontaines Einfluss sehen sie sich zu großen Bekenntnissen genötigt, bevor sie politisch aktiv werden dürfen. Sie wollen keine ehernen Bedingungen an Regierungsbeteiligungen stellen, sondern diese aushandeln, wenn es konkret wird. ...

Foto: taz.de/apn

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.05.2010 10:37.
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