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BaWü-Grüne mit erstem Wahlbetrug
von redaktion am 19.04.2011 12:17
BaWü-Grüne mit erstem Wahlbetrug

Maurer
„Der Grünen-Hype beginnt schon zu bröckeln, bevor die Regierung im Ländle angetreten ist. Baden-Württemberg wird uns die Grünen als neue Umfallerpartei vor Augen führen“, erklärt Ulrich Maurer zum Votum der Grünen gegen einen Volksentscheid zu Stuttgart 21. Der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:
Die Grünen fangen schnell an, in die Fußstapfen der FDP zu treten. Sie sind bereits die neue Partei der Besserverdienenden. Sie fangen nun auch an, andere Qualitäten der Klientelpartei FDP zu kopieren. Vor der Wahl hatte Kretschmann immer betont, ohne Volksentscheid zu Stuttgart 21 gehe gar nichts, obwohl das hohe Quorum von einem Drittel bekannt war. Jetzt, wo es um die Durchsetzung von Wahlversprechen geht, fällt er um.
Das ist ein Vorgeschmack auf Zukünftiges: Der neue nächste Testfall wird EnBW sein. Hier muss Kretschmann zeigen, wie er die Krise meistern will, in die der Konzern durch die Abschaltung seiner AKW geraten wird. Kretschmanns Credo lautet: 'Linke Ideen können die Grünen nicht tragen.' Die Chancen stehen gut, dass die Grünen im Ländle nun ein weiteres FDP-Alleinstellungsmerkmal, das der Wirtschaftsfreundlichkeit, adaptieren.“
Freiheit für Ai Weiwei - polis-Presseschau
von redaktion am 19.04.2011 08:38
Presseschau vom 19.04.2011

Mit der Kunstaktion " 1001 Stühle für Ai Weiwei" fordern Demonstranten
die Freilassung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei.
Freiheit für Ai Weiwei
Vor zwei Wochen wurde der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei verhaftet. Seitdem weiß niemand, wo er sich befindet und wie es ihm geht. Weltweite Proteste, auch aus Deutschland, gegen das Gebaren der chinesischen Behörden laufen ins Leere. Derweil inszenieren offizielle chinesische Medien eine Schmutzkampagne gegen den weltbekannten Künstler.

fr-online.de
„Fünfsternelakai des Westens“
... „Ai Weiwei ist ein fetter, vulgärer Mann, der sich gerne nackt auszieht und seinen Pimmel zeigt“, beginnt ein im Lexikonstil geschriebener Artikel. Zehn Jahre habe Ai als Bettler in den USA gelebt, bevor er in China zum Künstler wurde, wobei er seinen Erfolg seiner Liebedienerei gegenüber westlichen Chinafeinden verdanke. Seine Ideen seien abgekupfert, seine Skulpturen beruhten auf der Zerstörung von wertvollen Antiquitäten oder Möbeln und für die Herstellung benutze er schlecht bezahlte Arbeiter und gesundheitsschädliche Materialien. ...

spiegel.de
Menschenrechtsausschuss verlangt Freilassung Ai Weiweis
Die deutsche Kritik an der Inhaftierung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei wird schärfer: Der Menschenrechtsausschuss des Bundestages forderte eine sofortige Freilassung Ai Weiweis. CDU-General Gröhe nennt die Verschleppung des Künstlers einen "Akt der Unterdrückung"....

taz.de
"Die subversive Kraft der Kunst"
Interview. Es geht nicht nur um Ai Weiwei, sagt Klaus Staeck. Er meint, Grenzverletzungen sind der einzige Weg voran. Und besonders die Deutschen hätten wegen der Ostpolitik damit Erfahrung.

welt.de
Im Namen der Kerne
... Einer Kurzmeldung der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge soll Ai in sogenannte Wirtschaftsverbrechen verwickelt sein, womit so gut wie alles gemeint sein könnte, was sich die marxistisch-maoistische Führungsriege auszudenken beliebt. Die chinesische Regierung muss sich erst noch entscheiden, ob sie Anklage wegen Wirtschaftsverbrechen erheben soll oder weil Ai "Außenseiter" ist. So oder so darf die Außenwelt keine Vorstellung davon haben, welches Schicksal Ai erwartet....
Foto: taz.de/dpa
Deutsche Banken sind tickende Zeitbombe
von redaktion am 18.04.2011 12:05
Deutsche Banken sind tickende Zeitbombe

Schlecht
Berlin (rdp). Der IWF hat Angst vor den deutschen Banken. Das ist ein verheerendes Zeugnis für die deutsche Wirtschaftspolitik, kommentiert Michael Schlecht die Prüfung der Stabilität des deutschen Finanzsystems sowie der deutschen Exportüberschüsse durch den Internationalen Währungsfonds (IWF). Der Bundestagsabgeordnete und Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:
DIE LINKE fordert die Überführung der systemrelevanten Banken in die öffentliche Kontrolle bei strikter Regulierung. Einzelne Institute müssen rekapitalisiert, andere zerschlagen und abgewickelt werden. Öffentliche Kontrolle ist die Voraussetzung für Transparenz bei den Bilanzen und somit billiger als auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ständig neues Kapital nachzuschiessen. Der Eigenhandel der Banken mit Währungen, Rohstoffen und Aktien muss verboten werden. Investmentbanken dürfen keinen Zugang mehr zu Zentralbankgeld erhalten, weil sie sonst die Allgemeinheit bei einer Pleite erpressen können. Darüber hinaus müssen die hohen deutschen Exportüberschüsse durch einen gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro sowie eine Ausweitung der öffentlichen Investitionen abgebaut werden."
Bürokratisches Monster
von redaktion am 18.04.2011 09:24
WAZ: Bürokratisches Monster.
Kommentar von Dirk Hautkapp
von der Leyen
Essen/Berlin (rdp/ots) - Als der Hartz-IV-Poker vorbei war, hielt sich Bundesministerin Ursula von der Leyen zugute, "sozialpolitische Geschichte" geschrieben zu haben. Wer das für dick aufgetragen hielt, darf sich heute bestätigt fühlen. Das Bildungspaket für arme Kinder, ein Eckpfeiler der Reform, wird kaum in Anspruch genommen.
Wer in die Hartz-IV-Familien hineinhorcht, hört Fundamentalkritik: zu kompliziert und viel zu kleinteilig sei das Antragsverfahren angelegt.
Da könnte was dran sein. Das Bildungspaket besteht aus sieben Posten, die je nach Einzelfall entweder voll übernommen oder teilweise bezuschusst werden: von den Kosten für Tagesausflüge in Kindertagesstätten und Schulen bis hin zu den Freizeitangeboten in Sport und Musik. Und alles muss individuell geprüft werden. Höchststrafe für Antragsteller wie Beamte.
Man darf gespannt sein, wie Frau von der Leyen die abschreckende Wirkung dieses absehbar teuren bürokratischen Monsters mildern will. Gelingt es ihr nicht, geht das Bildungspaket in die sozialpolitische Geschichte ein - als Flop.
Wahre Finnen - polis-Presseschau
von redaktion am 18.04.2011 08:37
Presseschau vom 18.04.2011

Timo Soini von den Wahren Finnen: Sieg der Euro-Kritiker
Wahre Finnen
Ein konservativer Ruck geht durch Finnland. Sieger der gestrigen Parlamentswahl sind die Konservativen. Dicht gefolgt von der rechtspopulistischen Partei "Wahre Finnen". Diese werden wohl mit ihren europa- und ausländerfeindlichen Parolen künftig mitregieren. Die Partei der liberalen Regierungschefin Mari Kiviniemi verlor mehr als 7% und ist die Verliererin der Wahl.

faz.net
Konservative und Euro-Kritiker sind die Sieger
... Populistische Euro-Kritiker haben die Parlamentswahlen in Finnland klar gewonnen. Die Partei Wahre Finnen (auch Basisfinnen genannt) kam auf 19 Prozent und konnte ihre Stimmenzahl im Vergleich zur letzten Wahl 2007 (4,1 Prozent) mehr als vervierfachen. Der 48 Jahre alte Parteichef Timo Soini sprach von einem „historischen Tag“ für Finnland. Er hoffe sehr, „dass wir Teil der neuen Regierung werden. Wir verlangen vor allem soziale Gerechtigkeit.“...

spiegel.de
Euro-Gegner triumphieren in Finnland
Sie sind gegen den Euro, gegen Ausländer und Abtreibungen: Bei der Parlamentswahl in Finnland haben die "Wahren Finnen" riesige Gewinne erzielt, nur zwei etablierte Parteien liegen knapp vor ihnen. Nun zieht die Anti-EU-Partei um Timo Soini wohl ins Kabinett ein - Europas Politik hält den Atem an. ...

sueddeutsche.de
Wahre Lektionen
... Jetzt hat also auch Finnland eine gefährlich erfolgreiche populistische Partei. Der "Wahre Finne" Timo Soini dominierte den Wahlkampf mit seinen EU-feindlichen Sprüchen wie kein anderer. Nun sieht es so aus, als wäre er mit seiner Brüsselschelte der wahre Wahlsieger - da ist es auch egal, dass seine Partei doch nur knapp drittstärkste Kraft geworden ist, nicht zweitstärkste....

zeit.de
Rechtspopulisten feiern sich als wahre Gewinner
... Die liberale Regierungschefin Mari Kiviniemi wird durch den Konservativen Jyrki Katainen abgelöst. Seine Partei kam auf 20,4 Prozent und überholte damit das Zentrum der 42-Jährigen als bisher stärkster Kraft. Die bäuerlich-liberale Partei der Regierungschefin erhielt nur 15,8 Prozent. Im Vergleich zur letzten Parlamentswahl verlor sie 7,3 Prozentpunkte und war damit Verlierer der Wahl. Die Partei verlor 16 Mandate. ...
Foto: spiegel.de/afp
"... ungalublich spannenedes Projekt" - polis-Presseschau
von polis am 16.04.2011 09:54
Presseschau vom 16.04.2011
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Die Jahre der Atomkraftwerke in Deutschland sind gezählt
"... ungalublich spannenedes Projekt"
Die Kanzlerin macht Druck. Bis zum 17. Juni soll ein Gesetzgebungsverfahren für Bundestag und Bundesrat zur erneuten Energiewende stehen. Der gestrige Energiegipfel mit den Länderministerpräsidenten im Kanzleramt stellte Weichen und verteilte Aufgaben. Der Atomausstieg wird definiert. "Ein unglaublich spannendes Projekt", so Angela Merkel.

fr-online.de
Schwierige Energiewende
...Wenn ein Signal von diesem Gipfel ausgehen sollte, dann das der großen Einigkeit. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach ihrem zweistündigen Auftakttreffen zur Energiewende am Freitag gleich mehrfach – und bewies ihren eigenen Willen dazu. Sie setzte ein Pokerface auf, als Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Ministerpräsident Erwin Sellering erst einmal ausführlich das „leichtfertige“ Aufkündigen des rot-grünen Atomausstiegs von 2002 rügte. ...

faz.net
Atomverzicht kostet jährlich viele Milliarden
... Der von der Regierung geplante Umbau der Stromversorgung könnte nach überschlägigen Berechnungen zu jährlichen Mehrkosten in zweistelliger Milliardenhöhe führen. Darauf deuten Prognosen der Deutschen Energieagentur Dena für den Ausbau der Netze, die steigende Förderung erneuerbarer Energien und dadurch ausgelöste Zusatzkosten in der konventionellen Stromerzeugung hin. ...

spiegel.de
Merkel drängt zum Turbo-Ausstieg
... Bis zum 17. Juni soll die Energiewende gesetzlich geregelt sein, sollen Bundestag und Bundesrat den Weg freimachen für den Ausstieg aus der Atomkraft und den Einstieg ins Ökozeitalter. Merkel sieht das Land vor einer "anspruchsvollen Aufgabe". Dabei muss ihr klar sein, dass sie sich den Druck selbst auferlegt hat, als sie nach dem Beginn der Fukushima-Katastrophe hektisch das dreimonatige Atommoratorium ausrief. Das läuft Mitte Juni aus, dann brauchen alle ...

taz.de
Die jungen Aussteiger
... "Wisst ihr, wie viel Windräder man anstelle aller Atomkraftwerke in Deutschland bräuchte?" Lehrer Stephan Warnatsch blickt in die Klasse. Mai meldet sich zögernd: "Ich habe gelesen, dass sechzig Windräder ein Kraftwerk ersetzen." Dave murmelt "mehr", hebt den Arm und sagt: "Wenn die AKWs schon mal gebaut sind, dann sollten sie auch noch eine Zeit lang Strom produzieren." Raunen. Mehrere melden sich. "Nee, das ist nicht sicher! Und den Müll schießen wir ins All?" ...
Foto: Gerd Altmann / pixelio.de
DIE LINKE: Gegen einen EU-Kriegseinsatz in Libyen
von redaktion am 15.04.2011 16:17
Gegen einen EU-Kriegseinsatz in Libyen

Pflüger
Tobias Pflüger, Mitglied des Parteivorstandes der LINKEN und dort zuständig für Friedens- und Europapolitik, erklärt zur heutigen Entscheidung der Europäischen Union, ein Einsatzkonzept für einen EU-Militäreinsatz in Libyen zu beschliessen:
Sollten wie geplant EU-Battlegroups eingesetzt werden, wäre dies der erste Einsatz der EU-Kampfgruppen überhaupt. Nicht nur Militärs weisen darauf hin, dass eine "militärische Absicherung humanitärer Hilfe" einen möglichen Bodentruppeneinsatz auch deutscher Truppen bedeuten würde. Dies wäre dann unstrittig ein weiterer Kriegseinsatz der Bundeswehr.
DIE LINKE wendet sich mit aller Entschiedenheit gegen die Teilnahme der EU und Deutschlands am Krieg um Libyen und wird sich weiterhin aktiv an Protesten gegen den Krieg um Libyen und insbesondere gegen die NATO-Bombardierungen beteiligen."
Klima-Allianz schnürt überdimensionales Energiepaket vor dem Bundeskanzleramt
von redaktion am 15.04.2011 15:40
Klima-Allianz schnürt überdimensionales Energiepaket vor dem Bundeskanzleramt: "Wir packen ein Energiepaket für die Bundeskanzlerin - ohne Kohle und Atom!"

Klima-Allianz-Aktion vor dem Bundeskanzleramt
Berlin (rdp/ots) - Die Klima-Allianz hat aus Anlass des heutigen Treffens von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder, bei dem die Eckpunkte für ein neues "Energiepaket" verhandelt werden sollen, vor dem Bundeskanzleramt ein überdimensionales Energiepaket für die Kanzlerin geschnürt. Dafür wurde das alte Energiepaket der Bundesregierung aufgeschnürt, Kohle- und Atomkraftwerke wurden ausgepackt. Eingepackt wurden unter dem Beifall der zahlreichen Klima-Allianz-Mitglieder erneuerbare Energien wie Sonne, Wind und Bioenergie.
"Der Bundesregierung war mit ihrem im Herbst vergangenen Jahres verabschiedeten Energiekonzept der Durchbruch nach vorgestern gelungen. Diese Erkenntnis scheint sich nun auch zunehmend in der Bundesregierung durchzusetzen. Der Eintritt in das regenerative Zeitalter ohne Kohle und Atom muss und kann beschleunigt werden. Es gilt jetzt, die Weichen für eine konsequent auf den Klimaschutz ausgerichtete Energieversorgung zu stellen", sagt Cornelia Ziehm von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) als Mitglied der Klima-Allianz. "Genau dies symbolisiert unsere heutige Protest-Aktion: Kohle- und Atomkraftwerke werden aus dem Energiepaket herausgenommen, um Platz zu machen für die Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Wir zeigen der Bundesregierung, wie man ein Energiepaket tatsächlich klimafreundlich macht!"
Auf ihrem jüngsten Frühjahrsplenum hat die Klima-Allianz, hinter der über 110 Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Gewerkschaften und Kirchen stehen, die "Frankfurter Erklärung" verabschiedet, in der ebenfalls ein neues Energiepaket für Deutschland gefordert wird. Dazu erklärt Damian Ludewig, Geschäftsführer des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) und ebenfalls Mitglied der Klima-Allianz:
"Um den Umstieg auf erneuerbare Energien kostengünstig zu erreichen, muss die Bundesregierung die Energieeffizienz vorantreiben. Dazu brauchen wir neben der verstärkten Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen beispielsweise im Gebäudesektor auch einen klaren ordnungspolitischen Rahmen, der die richtigen Anreize für mehr Effizienz setzt. Ein ambitionierter Klimaschutz würde zukunftsfähige Wachstumssektoren ankurbeln, neue Jobs schaffen, Innovationen fördern und zu besserer Energiesicherheit beitragen."
"Atomausstieg und Klimaschutz werden von breiten Mehrheiten in der Gesellschaft unterstützt", so Ludewig. "Jetzt geht es darum, dass die Bundesregierung ihre Politik endlich danach ausrichtet, anstatt weiter gegen den Willen der eigenen Bevölkerung anzuregieren."
Die Klima-Allianz ist das breite gesellschaftliche Bündnis aus insgesamt über 110 Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Gewerkschaften und Kirchen. Die "Frankfurter Erklärung" finden Sie unter http://bit.ly/i5oWqq , sowie alle weiteren Informationen unter www.klima-allianz.de
Deutsche Bank zerschlagen
von redaktion am 15.04.2011 14:06
Deutsche Bank zerschlagen

Schlecht
Berlin (rdp). Die Deutsche Bank muss zerschlagen werden. Wir brauchen eine Trennung von Einlagengeschäft- und Investmentbanking sowie öffentliche Kontrolle statt Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Verluste, kommentiert Bundestagsabgeordnete Michael Schlecht die US-Debatte um das Systemrisiko der Deutschen Bank AG und die Kritik des ehemaligen IWF-Chefökonomen Johnson an den Renditezielen des Deutsche Bank-CEO Ackermann. Das Mitglied des Parteivorstands der LINKEN weiter:
DIE LINKE fordert eine Zerschlagung und öffentliche Kontrolle der Deutschen Bank sowie ein Verbot des Eigenhandels. Investmentbanken dürfen kein Zugang mehr zu Zentralbankgeld haben, weil sonst wieder die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler haften, um das Finanzsystem zu schützen. Wenn in den USA offen über die Zerschlagung der Deutschen Bank gesprochen wird, ist es Zeit, dass Deutschland handelt."
Jochimsen warnt vor Zerfall der Linkspartei
von polis am 15.04.2011 10:28
Linkspartei Ex-Bundespräsidentenkandidatin Jochimsen warnt vor Zerfall der Linkspartei und schlägt Bresche für Lafontaine

Jochimsen
Halle/Berlin (rdp/ots) - Die kulturpolitische Sprecherin und ehemalige Bundespräsidentschaftskandidatin der Linkspartei, Luc Jochimsen, hat vor einem Zerfall der Linkspartei gewarnt und für eine stärkere Einbindung des früheren Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine plädiert. "Ich mache mir Sorgen um die Partei. Alles andere wäre gelogen", sagte sie der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Freitag-Ausgabe).
"Es gibt bei jeder Partei die Gefahr eines Erosionsprozesses. Jede Partei kann auch in sich zusammenbrechen." Dies gelte für die Linkspartei aktuell genauso wie für die FDP. Jochimsen fügte hinzu: "Es ist in der Tat so, dass es Konflikte gibt. Das lässt sich überhaupt nicht verheimlichen. Deshalb müssen wir uns überlegen: Wie kommen wir da raus?" Sie riet, Intellektuelle wie den Philosophen Jürgen Habermas in die Fraktion zu bitten und um Rat zu fragen und erklärte dann weiter: "Wir sollten auch Oskar Lafontaine einladen, unseren früheren Fraktionsvorsitzenden, damit er uns seine analytische Einschätzung gibt, wie die Situation ist und wo wir hin müssen. Wir sollten Oskar Lafontaine nicht nur auf großen Kundgebungen und in Wahlkämpfen hören, sondern auch in der Fraktion. Daraus könnten wir Ideen für den Bundestag entwickeln. Eine Grundsatzrede Lafontaines vor der Fraktion hat mit einer Personaldebatte überhaupt nichts zu tun. Er kann nur als Gastredner kommen. Sein Mandat ist bis 2013 weg."
Zur Begründung führte Jochimsen an: "Ich finde, dass wir ihn absolut brauchen und dass er uns fehlt. Er hat ein Leben mit allen exponierten politischen Ämtern, die man sich nur vorstellen kann - bis auf den Kanzler. Und er hat ein Leben lang linke Gedanken entwickelt. Das ist kein Vorwurf gegen die, die das nicht haben. Aber wenn es jemanden gibt, der das hat, dann muss man daraus Nutzen ziehen."
Der Leiter des Meinungsforschungsinstituts Emnid, Klaus-Peter Schöppner, stellte in der "Mitteldeutschen Zeitung" mit Blick auf die Parteivorsitzenden fest: "Die Partei hat kein Aushängeschild. Klaus Ernst ist eine große Katastrophe, Gesine Lötzsch ist eine mittlere Katastrophe." Die Linkspartei müsse "das Spitzenpersonal austauschen". Als Alternative nannte er neben Lafontaine und dem Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi den ehemaligen Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch. Auch er strahle eine Überparteilichkeit aus, die Lötzsch und Ernst fehle.


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