Özkans Kreuz - polis-Presseschau
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Özkans Kreuz - polis-Presseschau
von redaktion am 27.04.2010 08:27
Presseschau vom 27.04.2010

Titelblatt der türkischen Tageszeitung "Sabah" mit der neuen niedersächsischen
Sozialministerin Aygül Özkan. Foto: taz.de/dpa
Özkans Kreuz
Aygül Özkan hat sich entschuldigt. Nach einer Sitzung der CDU-Landtagsfraktion bestätigte die designierte niedersächsische Sozialministerin, dass sie Schulkreuze nun nicht mehr abhängen will. Heute wird sie vereidigt.

fr-online
Von Wulff zurückgepfiffen
Im CDU-Präsidium haben sie Aygül Özkan einfach ignoriert. Die 38-Jährige soll am Dienstag für die CDU als erste türkischstämmige Frau in Deutschland ein Ministeramt übernehmen, im Kabinett von Christian Wulff in Niedersachsen. Es ist eine Premiere, die ein paar Worte wert wäre.
Aber Özkan hat am Wochenende gefordert, in staatlichen Schulen das Aufhängen von Kruzifixen zu verbieten. Sie hat damit in der Union einen Proteststurm ausgelöst. …

faz.net
Kruzifix und Gipfelkreuz
… Generalsekretär Hermann Gröhe sagte, für die CDU sei das Kreuz das Symbol der kulturellen Prägung des Christentums im Gemeinwesen. Das müsse auch im öffentlichen Raum möglich sein. Die CDU sei zwar keine religiöse Vereinigung, „aber wir haben einen Kompass, der ohne Wenn und Aber in christlichen Wertvorstellungen wurzelt“. …

spiegel.de
Demontage einer Vorzeige-Migrantin
… Mit solchen Reaktionen entlarvt die Union sich selbst: Die Ernennung Özkans ist eine Mogelpackung. Die Parteioberen wollen Özkan benutzen, um neue Wählerschichten in Großstädten zu erschließen. Eine Migrantin als Ministerin soll außerdem Andockpunkte für mögliche Bündnisse mit den Grünen schaffen. Nicht umsonst erklärte Grünen-Chef Cem Özdemir am Wochenende: "Es gibt zwei Parteien in Deutschland, die sich ernsthaft für die Migranten in Deutschland einsetzen. Die einen sind die Grünen, die andere Partei ist die CDU." …

taz.de
Ja, Kruzitürken!
… Dabei könnte es einfach sein. Vielleicht sollten die Christdemokraten im Kruzifix-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts nachlesen. Das Kreuz sei nicht bloß ein kulturelles Symbol, ein Sinnbild für Humanität oder Barmherzigkeit, stellten die Richter 1995 fest, sondern das Symbol einer spezifischen Religion. Aygül Özkan hat nicht mehr getan, als darauf hinzuweisen.
Dennoch musste sie zurückweichen. Am Montagabend teilte der niedersächsische Fraktionschef David McAllister mit, Özkan habe zusammen mit Ministerpräsident Wulff und ihm selbst vor der Landtagsfraktion deutlich gemacht, dass "Kreuze an niedersächsischen Schulen erwünscht sind". Die entstandenen "Irritationen und Missverständnisse" seien damit ausgeräumt. ...


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