„Wo ist der eigentlich?“ - polis-Presseschau

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redaktion
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„Wo ist der eigentlich?“ - polis-Presseschau

von redaktion am 24.01.2011 09:33




Presseschau vom 24.01.2011



»Wir haben es satt« – Kreativer und entschiedener Protest gegen die Agrarpolitik


„Wo ist der eigentlich?“

Mehr als 22.000 Menschen, angeführt von 70 Traktoren demonstrierten am Samstag in Berlin für eine Agrarwende und gegen die Auswüchse der Lebensmittelindustrie. „Wo ist der eigentlich“, fragte in ihrer Rede Renate Künast am Brandenburger Tor und meinte damit Bundeumweltminister Röttgen. Der solle sich gefälligst diesem Thema zuwenden.





fr-online.de

Mit dem Traktor durchs Regierungsviertel

… Es war vor gut neun Monaten, als ein Bündnis aus 120 Agrar- und Umweltverbänden damit begann, für Januar 2011 eine Demonstration gegen industrielle Landwirtschaft zu organisieren. Von Dioxin-Rückständen in Eiern und Schweinefleisch ahnte die Öffentlichkeit zu diesem Zeitpunkt noch nichts. So rechneten die Organisatoren mit 5.000 Teilnehmern. Am Ende kamen am Samstag mehr als 22.000 Menschen. Bauern, Umweltschützer, Imker und Verbraucher zogen gemeinsam durch das Regierungsviertel und forderten ein radikales Umdenken in der Agrarpolitik. …




taz.de

20.000 gegen die Agrarindustrie

… "Der aktuelle Dioxinskandal macht den Reformstau in der Landwirtschaftspolitik schlagartig deutlich", sagte der Vorsitzende des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND), Hubert Weiger, bei der Abschlusskundgebung vor dem Brandenburger Tor. Dass Fleisch und Eier stärker als erlaubt mit dem giftigen Dioxin belastet wurden, sei nicht nur die Schuld einzelner Krimineller. "Es ist die Gier des Systems, die hinter den Skandalen steht." Ohne eine Wende der Agrarpolitik zu einer ökologischen und bäuerlichen Landwirtschaft werde die Bundesregierung "schon beim nächsten Lebensmittelskandal" wieder ins Schlingern geraten. "Wir haben es satt, dass wir nicht mehr wissen, was wir essen." …




neues-deutschland.de

Massenprotest für Agrarwende

… Die Demonstranten forderten indes einen grundlegenden Systemwandel in der Agrarpolitik. Dazu zähle der Verzicht auf Gentechnik, der Stopp von Agrarfabriken und eine Umschichtung der EU-Subventionen, von denen in erster Linie die Agrarindustrie, nicht aber die bäuerliche Landwirtschaft profitiere. Die EU-Direktzahlungen schädigten nicht nur die Bauern in Europa, sondern zerstörten Existenzen in den Ländern des Südens, kritisierte Marie Haubach, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft. …




zeit.de

Tausende demonstrieren gegen Massentierhaltung

… Zu der Protestaktion unter dem Motto "Wir haben es satt – Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten" hatte ein Bündnis aus rund 120 Organisationen aufgerufen. Aus dem ganzen Bundesgebiet reisten die Teilnehmer an. Bauern und Imker in Arbeitskleidung, thematisch dekorierte Wagen und Musikorchester nahmen an dem Demonstrationszug teil. Am Berliner Messegelände, wo derzeit die "Grüne Woche" stattfindet, übergaben Teilnehmer der Proteste eine Resolution an Vertreter des Bundeslandwirtschaftsministeriums. ...

Foto: neues-deutschland.de/epd

Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.01.2011 09:54.

phantadu

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Beiträge: 723

Re: „Wo ist der eigentlich?“ - polis-Presseschau

von phantadu am 24.01.2011 12:18

Ich war dabei. Und wir Demonstranten sind uns einig: Das war erst der Anfang. Aber ein Guter!!!! Angesichts der Tatsache, dass dieses Thema uns alle angeht, insbesondere nach dem unmittelbaren Dioxinskandal, waren es dennoch viel zu wenige. Was ist bloß los mit den Menschen? Entgegen der Massentierhaltung gilt bei Demonstrationen nämlich sehr wohl das Motto: Masse ist Klasse! Wir können nur was erreichen, wenn wir Mutbürger auch für unsere Interessen einstehen. Allerdings fiel eines schon auf: viele haben wirklich keine Ahnung über die Zusammenhänge und die weltweiten Auswirkungen der Lebensmittelmafia auf unser aller Leben. Aufklärung tut Not. Wüssten die Leute, was sie tagtäglich zu sich nehmen (müssen) und mit ihrem unbewussten Essverhalten anrichten, würden garantiert Millionen auf die Straßen gehen!

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Erzengel

46, Männlich

Beiträge: 83

Re: „Wo ist der eigentlich?“ - polis-Presseschau

von Erzengel am 24.01.2011 17:34

glaub ich nicht, das mehr Leute kämen. Den meisten ist das egal solange das Futter billig ist.

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phantadu

-, Weiblich

Beiträge: 723

Re: „Wo ist der eigentlich?“ - polis-Presseschau

von phantadu am 24.01.2011 18:33

Dioxin-Skandal: EU lässt Schweinefleisch einlagern

Brüssel (dpa) - Als Folge des Dioxin-Skandals greift die EU am Markt ein. Zur Unterstützung für die Landwirte wird auf EU-Kosten Schweinefleisch eingelagert, um den Preisverfall zu stoppen. Es soll erst in einigen Monaten wieder auf den Markt kommen, wenn sich die Preise erholt haben.

Mehr dazu: sz.de

Ich frag mich nur, was uns EU-Bürger allein die Einlagerung wieder kostet. Wenn die mit ihrer Agrarpolitik so weitermachen, komm aus meiner EU-Krise gar nicht mehr raus...

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