Wirbel um Zahlen zu rechtsextremen Gewalttaten

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Wirbel um Zahlen zu rechtsextremen Gewalttaten

von redaktion am 05.01.2010 18:10




Wirbel um Zahlen zu rechtsextremen Gewalttaten

Wirbel um angeblich zurückgehende Zahlen rechtsextremer Gewalttaten: Die «Bild»-Zeitung berichtete am Dienstag, dass die Zahl der Gewalttaten von Rechtsextremisten zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder rückläufig sei. Das Blatt berief sich auf vorläufige Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA), wonach in den ersten elf Monaten 2009 weniger Gewaltdelikte mit rechtsextremistischem Hintergrund registriert worden seien als im Vorjahreszeitraum. Das Bundeskriminalamt erklärte dagegen, die Zahlen stammten nicht von ihm. Das Bundesinnenministerium in Berlin teilte mit, die Zahlen würden erst im Frühjahr offiziell präsentiert. Zwischenstände seien nicht seriös, weil das Jahr in der Statistik noch nicht abgeschossen sei, sagte ein Sprecher.

Die «Bild»-Zeitung berichtete, bis Ende November seien 624 Gewalttaten von Rechtsextremisten erfasst worden - im Vergleich zu 682 Delikten im Vorjahreszeitraum. Das entspreche einem Rückgang um 8,5 Prozent. Auch die Zahl der von rechten Schlägern Verletzten sei gesunken - um knapp 14 Prozent von 713 auf 614 Personen (Stand November).

Das Bundestagsbüro der Linken-Abgeordneten Petra Pau wies Vermutungen zurück, wonach die Zahlen von Pau kommen könnten. Auf ihrer Internetseite hat Pau zwar die vorläufigen Zahlen des Bundesinnenministeriums bis einschließlich Oktober 2009 veröffentlicht. Laut Pau wurden bis Oktober 2009 572 rechte Gewalttaten gezählt und 576 verletzte Menschen. Paus Angaben sind mit dem Hinweis versehen, dass sie vorläufig seien und unter den endgültigen Zahlen lägen. Paus Büro erklärte, die Zahlen für November seien angefragt und sollten in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.01.2010 18:11.

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