vorgeführt, verarscht …und jetzt?
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vorgeführt, verarscht …und jetzt?
von polis am 05.11.2009 08:59
polis-ffd.de
Presseschau vom 05.11.2009

Plakat eines Demonstranten (vor Bochumer Opel-Werk): Angst um die Zukunft unter GM /spiegel.de)
vorgeführt, verarscht …und jetzt?
Nach 12monatigem Geschacher mit der Entscheidung des GM-Verwaltungsrates Opel zu behalten, sehen die Opelaner rot. Die Zeichen stehen auf Streik und Kampf. Wie ohnmächtig ist die Politik?

fr-online.de
Die Zeichen stehen auf Sturm
…..Nach erstem blanken Entsetzen schreiten die Arbeitnehmer von Opel umgehend zur Gegenwehr. Mit Protesten werden sie von Donnerstag an auf die Entscheidung des Großaktionärs General Motors reagieren, den Deal mit den Investoren Magna und Sberbank doch in quasi letzter Minute platzen zu lassen und Opel wieder voll und ganz an die Mutterbrust zu drücken.
Schon jetzt geraten die Arbeitnehmer bei diesem Gedanken in Atemnot. Der Vorsitzende des Konzern- und Europabetriebsrats, Klaus Franz, ruft zu Warnstreiks an allen vier deutschen Standorten auf. Dem Verwaltungsrat von GM wirft er Verantwortungslosigkeit nach zwölfmonatigem "Geschacher" vor. Die Arbeitnehmer wollen ihre bereits erbrachten finanziellen Beiträge von GM zurück, im Wesentlichen ausgesetzte Tariferhöhungen und nicht gezahltes Urlaubsgeld…..

spiegel.de
Sparen, schließen, Stellen streichen
…..Selbst im eigenen Top-Management stößt die Kehrtwende von General Motors auf Unverständnis. GM-Europachef Carl-Peter Forster hat die Entscheidung, Opel nicht an Magna zu verkaufen, scharf kritisiert - er könne den plötzlichen Schwenk "kaum nachvollziehen", sagte er "Autobild". "Ich hätte mir gewünscht, dass es zu einem ganz anderen Ergebnis kommt."
Und nun? Auch er wisse nicht, "wie es weitergeht", sagte Forster, der sich für den Verkauf stark gemacht hatte und deshalb jetzt über seine eigene Zukunft im Konzern nachdenken will. "Ich glaube, die wichtigen Herren, die das entschieden haben, wissen es selbst nicht." Am liebsten würde er auf dem Magna-Sanierungsplan für Opel aufbauen. "Es gibt einen Restrukturierungsplan, er ist mit Magna ausgearbeitet worden. Das wäre ein Startpunkt."…..

taz.de
Obamas Jungs bei GM
Die Kehrtwende in Sachen Opel-Verkauf deutet darauf hin, dass bei General Motos ein neues Zeitalter anbricht. Offensichtlich hat dort nicht mehr Firmenchef Fritz Henderson das Sagen, sondern ein von der amerikanischen Regierung eingesetztes Managerkollektiv. Kein Wunder, sind doch mehr als 50 Milliarden Steuerzahlergeld im Spiel…..
…..Die Obama-Regierung knüpfte ihre Staatshilfen auch an personelle Bedingungen: GM-Chef Rick Wagoner musste zurücktreten, an seine Stelle trat der ehemalige GM-Europaverantwortliche Henderson. Auch der Rest des 13-köpfigen Verwaltungsrats trägt die Handschrift der Regierung: Zehn seiner Vertreter wurden von der Regierung entsandt…..

bild.de
Amis haben sogar die Kanzlerin verarscht
…..DER VERLORENE KAMPF UM OPEL IST DIE GRÖSSTE VERARSCHE IN DER DEUTSCHEN INDUSTRIEGESCHICHTE.
BILD sagt, wer wie hinters Licht geführt wurde.
1. VERARSCHE: Am 14. November 2008 beantragt der Opel-Vorstand im Kanzleramt staatliche Unterstützung, eine Bürgschaft von 1 Mrd. Euro. Ohne das Geld, sagen die Bosse, stünden 26000 Jobs in den vier deutschen Werken auf dem Spiel. Konzernmutter GM ginge es miserabel, die Autokrise sei schuld! Die ersten beiden Krisengipfel – Kanzlerin Merkel (CDU) berät mit der Opel-Spitze, Vizekanzler Steinmeier (SPD) mit den Betriebsräten. Merkel sagt hinterher: „Opel ist ein Sonderfall, für den Vorsorge getroffen werden muss!“ WAHR IST ABER: Opel und GM leiden unter den Folgen einer jahrelang verfehlten Modellpolitik, Experten sagen schon damals: Der Automarkt braucht Opel nicht……


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