Von der Leyen will gegen Missbrauch von Leiharbeit vorgehen

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Von der Leyen will gegen Missbrauch von Leiharbeit vorgehen

von redaktion am 16.01.2010 14:25




Von der Leyen will gegen Missbrauch von Leiharbeit vorgehen

Berlin - Nach den Dumpinglohn-Vorwürfen gegen die Drogeriekette Schlecker will Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gegen Missbrauch von Leiharbeit vorgehen. «Ich werde dafür sorgen, dass Versuche, das Gesetz zu umgehen und Zeitarbeit in Verruf zu bringen, scheitern», schrieb die Ministerin in einem Beitrag für die Wochenendausgabe der «tageszeitung (taz)». Leiharbeit sei eine gute Idee, die nicht diskreditiert werden dürfe. «Wir brauchen die Zeitarbeit, gerade weil sie für diejenigen Arbeit ermöglicht, die sonst kaum Chancen haben», so von der Leyen. Die Arbeit für eine Zeitarbeitsfirma sei allemal besser als Langzeitarbeitslosigkeit, Schwarzarbeit oder 400-Euro-Jobs.

Strengere Regeln für die Leiharbeit forderte auch der SPD- Politiker Olaf Scholz. Leiharbeit sei sinnvoll, um Menschen in Arbeit zu bringen, so der frühere Arbeitsminister in der «taz». Allerdings müsse «der konzerninternen Verleihung» ein Riegel vorgeschoben werden. Zum Schutz der Leiharbeiter müsse der Grundsatz «Gleicher Lohn für gleiche Arbeit» spätestens nach einer kurzen Einarbeitungszeit gelten. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach kritisierte, dass Union und FDP die Zustände wie bei Schlecker zwar beklagten, doch die Durchsetzung der Gleichbehandlung von Leiharbeitern und Mindestlöhne in der Branche seit Jahren blockierten.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.01.2010 14:25.

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