Ströbele will mehr
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Ströbele will mehr
von redaktion am 27.07.2010 09:21
Ströbele will mehr

Ströbele
Berlin (rdp). Nach der Veröffentlichung von US-Geheimdokumenten zum Einsatz in Afghanistan hat der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele Aufklärung über die genaue Tätigkeit der Bundeswehr am Hindukusch verlangt. Er selbst erhoffe sich nun, die Wahrheit über das zu lesen, "was die Bundeswehr konkret in Afghanistan treibt", sagte Ströbele der "Neuen Presse". Er bemühe sich schon seit einem halben Jahr vergeblich zu erfahren, "was an geheimen Kommandoaktionen durch die Bundeswehr unterstützt wird".
Dabei gehe es vor allem um die Operationstruppe "TF 47" der Bundeswehr, sagte Ströbele. Dies sei eine geheim arbeitende Eliteeinheit, die sich aus den verschiedenen Waffengattungen zusammensetze und eine nachrichtendienstliche Komponente habe.
Die auf Enthüllungsgeschichten spezialisierte Website Wikileaks hatte am Montag zehntausende Dokumente zum Afghanistan-Einsatz aus den Jahren 2004 bis 2010 veröffentlicht. Nach Angaben des Magazins "Spiegel" zeigen die Unterlagen, dass die Lage in Afghanistan immer bedrohlicher wird, und belegen gezielte Tötungen von Rebellen durch eine US-Spezialeinheit.
Die Veröffentlichung der US-Dokumente im Internet sei richtig, sagte Ströbele. Es werde rund um den Afghanistaneinsatz "viel zu viel nicht nur geheim gehalten, sondern auch gelogen". Ströbele glaubt, dass die Dokumente auch Kriegsverbrechen belegen könnten. "Täglich werden Zivilisten, mögliche Taliban-Verdächtige, aber auch US- und andere Soldaten der Allianz von Nato-Truppen getötet", sagte er der "Neuen Presse". Das dringe jedoch nur selten an die Öffentlichkeit. "Um die Parlamente zur richtigen Politik zu drängen, müssen die Fakten aber ans Licht."


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