Steuersünder-Selbstanzeigen: Eine Milliarde Euro für den Fiskus
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Steuersünder-Selbstanzeigen: Eine Milliarde Euro für den Fiskus
von redaktion am 21.04.2010 12:09
Schon mehr als 16.000 Steuersünder haben sich selbst angezeigt
- Eine Milliarde Euro für den Fiskus
Hamburg/Berlin (rdp/ots) - Der Strom der Selbstanzeigen von Bürgern mit
Schwarzgeldkonten in der Schweiz reißt nicht ab. Nach einer Umfrage
des Hamburger Magazins stern bei den Finanzministerien der Länder
haben sich bislang gut 16.000 Sünder bei den Finanzämtern selbst
angezeigt. Damit entgehen sie strafrechtlicher Verfolgung. Die
meisten Selbstanzeigen (4352) stammen aus Baden-Württemberg, gefolgt
von Nordrhein-Westfalen (3186) und Bayern (2727). An vierter Stelle
folgt Hessen, das bis zum Wochenende 2100 Selbstanzeigen meldete. Mit
1199 Anzeigen liegt Rheinland-Pfalz auf Rang fünf.
Auf den weiteren Plätzen folgen Niedersachsen (768 Anzeigen),
Berlin (541), Hamburg (390), Schleswig-Holstein (375) und das
Saarland (150). Die wenigsten Anzeigen gingen in Bremen (55) und den
ostdeutschen Bundesländern ein: In Sachsen waren es bislang 59, in
Brandenburg 55, in Thüringen 37 und in Sachsen-Anhalt 14.
Schlusslicht ist mit zwölf Selbstanzeigen Mecklenburg-Vorpommern.
Bezieht man die Zahl der Selbstanzeigen auf die Zahl der Einwohner
der jeweiligen Bundesländer, ergibt sich eine etwas andere Rangfolge:
Zwar liegt auch dann Baden-Württemberg (4352 Selbstanzeigen auf 10,7
Millionen Einwohner) mit 407 Sündern pro eine Million Einwohner
vorn. Es folgen dann jedoch Hessen mit 376 Anzeigen und
Rheinland-Pfalz mit 300 Anzeigen auf eine Million Einwohner. Mit 229
Anzeigen belegt Hamburg in dieser Rangliste Platz vier.
Die Anzeigenwelle dürfte dem Fiskus laut stern rund eine Milliarde
Euro in die Kassen spülen. Pro Anzeige wären dies im Schnitt etwa
60.000 Euro. Allein Baden-Württemberg kann mit Mehreinnahmen von
mindestens 245 Millionen Euro rechnen, Hessen mit weit mehr als 100
Millionen Euro, Hamburg mit 63 Millionen Euro. Die Gelder werden auf
Bund, Länder und Gemeinden verteilt.


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