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Ein paar sehr unbequeme Fragen – was tut die Armee eigentlich wirklich in Afghanistan?

von redaktion am 19.02.2011 14:35




Ein paar sehr unbequeme Fragen – was tut die Armee eigentlich wirklich in Afghanistan?
von polis-Gastautor Ulrich Kasparick



Der Generalsekretär der NATO Jaap der Hoop Scheffer selbst wusste nichts von der „größten Militäraktion seit dem Vietnamkrieg„.
Das lese ich in einem Text der „WELT“ am 19. Februar 2011. Die Rede ist von einer Kommandosache im Jahr 2009.

Pause. Ich halte inne.
Der NATO-Chef selbst wußte nichts……

Ich frage mich: was läuft hier eigentlich?
Wer veralbert hier eigentlich wen?
Wie tief stecken die deutschen Soldaten, die ja Teil des Bündnisses sind, eigentlich mit drin in diesem Sumpf aus Uninformiertheit und PR-Nebelkerzen a la Guttenberg nebst embedded Journalist?

Klar ist: das Militär sagt längst nicht alles, was tatsächlich passiert. Soldaten, die dennoch kritisch informieren, bekommen selbst große Probleme, wie dieser Text der Südwest-Presse zeigt.
Nehmen wir das Beispiel KSK. Über diese sehr besondere Truppe hatte ich kürzlich ein paar kritische Fragen gestellt.
Zu zweit hatten wir uns aufgrund dieser unbequemen Fragen an Abgeordnete des Deutschen Bundestages gewandt.
Ich wollte wissen: was wußten die Abgeordneten zur Zeit der Abstimmung über die Verlängerung des Afghanistan-Mandats über die KSK und die eventuelle Zusammenarbeit der KSK mit der mysteriösen Task Force 373?
Die beiden SPD-MdBs, die ich noch als „gut informierte Kollegen“ kannte – wußten nichts.
Die Nachfrage bei einem als sehr kritisch bekannten MdB der Grünen-Fraktion ergab: solche Informationen hätten „nur die Vertrauensleute“: In der Antwort heißt es:

„Über die Tätigkeit des KSK in Afghanistan werden nur die Obleute des
Verteigungsausschusses näher informiert.
Uns wurde lange Zeit gesagt, daß das KSK an Kampfeinsätzen nicht beteiligt
ist, sondern im Wesentlichen zur Beobachtung eingesetzt wird.
Über die Tätigkeit von US-Sondereinheiten erhalten wir fast gar keine
Informationen, auch wenn sie im deutschen Verantwortungsbereich
stattfindet.Angeblich ist die Bundeswehr über Einzelheiten auch nicht
unterrichtet.

Mit freundlichem Gruß….“

Eine solche Antwort ist ja wohl ein Witz.
Denn die Dinge standen ja schon in der Zeitung.
Der „Spiegel“ hatte eine ausführliche Reportage über die amerikanische Task Force 373 und auch über die deutsche KSK gebracht, wie ich in meinem blog schon geschrieben hatte (link weiter oben).

Ich halte fest:
offensichtlich wussten die Abgeordneten des Deutschen Bundestages zur Zeit der Abstimmung über die Verlängerung des Afghanistan-Mandats nichts.
Sie wußten nichts über die Einsätze der deutschen KSK; sie wußten nichts über die Einsätze der amerikanischen Task Force 373. Sie wußten nichts über eine Zusammenarbeit beider Kommandos im deutschen Zuständigkeitsbereich in Nordafghanistan.

Im Grunde wundert mich dieser harte Befund nicht.
Denn, wenn selbst der Generalsekretär der NATO nichts wußte von der „größten Militäraktion seit dem Vietnamkrieg“, dann braucht man sich im Grunde im Parlament nicht zu erkundigen.

Da wurde also vom deutschen Parlament die Verlängerung eines Mandates beschlossen, ohne daß die Abgeordneten wußten (und wissen), worum es eigentlich geht.


Das halten wir mal fest.
Ich schreibe diesen blogbeitrag am 19. Februar 2011. Heute kam die traurige Nachricht, daß drei deutsche Soldaten in ihrem eigenen Camp von einem afghanischen Soldaten getötet wurden. Da hat ein Soldat seine Ausbilder getötet. Was geht da eigentlich vor in der Region Kunduz und in den anderen Regionen des Landes?

Sie sagen uns nicht die Wahrheit. Soviel ist gewiß.
Denn sie informieren ja nicht mal die eigene politische Führung der NATO.…..
Und das Gerede davon, daß die Soldaten „die Sicherheit der Entwicklungshelfer“ gewährleisten, erweist sich als das, was es ist: eine Zwecklüge.
Denn – und das haben ausführliche Recherchen und Telefonate mit Entwicklungshelfern ergeben: „die Soldaten können unsere Sicherheit nicht schützen“.

Es zeigt sich immer deutlicher: dieses Mandat hat nichts mehr mit „Verteidigung“ zu tun. Dieses Mandat führt zu immer mehr Toten und Verletzten, insbesondere Zivilisten. Dieses Mandat führt zu immer größerem Widerstand im Land. Nun erschießt sogar ein afghanischer Soldat drei seiner Ausbilder….

Es ist höchste Zeit, daß die Armeen der Allianz Afghanistan verlassen.
Es ist höchste Zeit, daß die Nationen endlich mit einem wirklichen zivilen Aufbau des Landes beginnen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.02.2011 15:36.

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Regierung räumt intern große Kaufkraftverluste bei Hartz-IV-Empfängern ein

von redaktion am 19.02.2011 10:24




Regierung räumt intern große Kaufkraftverluste bei Hartz-IV-Empfängern ein
Linkspartei kündigt rechtliche Schritte gegen willkürliche Regelsatzpoliktik an

Leipzig/Berlin (rdp/ots) - Die Bundesregierung rechnet intern bei der Ermittlung des neuen Hartz-IV-Regelsatzes mit höheren Kaufkraftverlusten, als sie offiziell einräumt. Das berichtet die "Leipziger Volkszeitung" (Sonnabend-Ausgabe) unter Berufung auf interne Arbeitspapiere des Bundessozialministeriums. Unter Einbeziehung der verfügbaren aktuellen Veränderungsraten beim Lohn- und Preisindex stellt das Ministerium intern auf Seite 19 eines vorliegenden 43-seitigen Verhandlungspapiers für die CDU/CSU-Seite fest: In der Regelbedarfsstufe 1 müsste der Betrag von derzeit 359 Euro auf 370 Euro steigen. Würde nur der Preisanstieg aktuell eingerechnet, käme man in der Regelbedarfsstufe 1 mit 367 Euro hin.

Der Vorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst, erklärte daraufhin gegenüber der Zeitung, dass "die Öffentlichkeit gezielt in die Irre geführt" werde. "Real wird bei Hartz IV seit Jahren gekürzt. Die Hartz-IV-Haushalte haben Monat für Monat weniger in der Tasche. Alles wird teurer, aber ihre Bezüge wurden seit 20 Monaten nicht mehr angepasst." Statt aktiv und schnell zu handeln, begreife die Bundesregierung offenkundig den Reform-Auftrag durch das Verfassungsgericht als "Aufforderung zur Regelsatzkürzung". Der Linkspartei-Chef kündigte rechtliche Schritte gegen die Hartz-IV-Politik der Regierung an. "Wir werden gegen diese Verabredung zum Verfassungsbruch rechtliche Schritte einleiten. Hartz IV wird schnell wieder vor dem Verfassungsgericht landen", hob Ernst hervor.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.02.2011 10:25.

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Obamas Trauerspiel

von redaktion am 19.02.2011 10:19




Neues Deutschland: Obamas Trauerspiel

Berlin (rdp/ots) - Es ist noch keine vier Wochen her, da waren die USA angeblich noch »absolut entschlossen, Guantanamo zu schließen«, wie Außenministerin Hillary Clinton erklärte. Zweifel waren schon damals angebracht, entpuppte sich das von Präsident Barack Obama angekündigte Aus für das berüchtigte Gefangenenlager doch als zähes Trauerspiel. Zumal die Regierung ihr Placet für weitere Verfahren vor den wenig rechtsstaatlichen Militärtribunalen geben will, ebenfalls ein Erbe der Bush-Ära. Doch nun wird Guantanamo wohl erst am Sankt-Nimmerleins-Tag geschlossen. Pentagonchef Robert Gates jedenfalls sieht nur noch »sehr, sehr geringe« Aussichten, dass das weltweit kritisierte Lager im juristischen Niemandsland aufgelöst wird. Dabei war genau das eines der wichtigsten Wahlversprechen Obamas und die Anordnung zur Schließung binnen eines Jahres eine seiner ersten Amtshandlungen im Weißen Haus. Geblieben ist eine medienwirksame Geste, die der Präsident wohl am liebsten vergessen würde, nachdem vor allem der Widerstand im Kongress für ständig neue Hürden sorgt und wahltaktische Überlegungen von Mal zu Mal wichtiger werden. Gerade in den vergangenen Tagen hat Obama mit Blick auf die Ereignisse in der arabischen Welt immer wieder die Achtung der Menschenrechte dort beschworenen. Guantanamo wurde zum Symbol einer Form von Terrorbekämpfung, die Menschenrechte systematisch missachtet. Es ist nun auch mit seinem Namen verbunden.

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Drei Bundeswehrsoldaten getötet - polis-Presseschau

von redaktion am 19.02.2011 10:00




Presseschau vom 19.02.2011



Der Rückhalt in der Bevölkerung für die Bundeswehr schwindet


Drei Bundeswehrsoldaten getötet

Ein Mann in afghanischer Armee-Uniform erschoss gestern Morgen drei deutsche Soldaten und verletzte acht weitere teilweise schwer. Der Vorfall geschah im Bundeswehr-Außenstützpunkt „OP North“, den Verteidigungsminister zu ­Guttenberg erst einen Tag zuvor besuchte.





fr-online.de

Afghanistan: Drei Bundeswehrsoldaten getötet

… Bei einer Schießerei in einem Außenposten der Bundeswehr in Afghanistan sind drei deutsche Soldaten getötet worden. Ein Mann in afghanischer Armeeuniform habe am Freitag im Außenposten OP North in der Provinz Baghlan das Feuer eröffnet, teilte die Nato-Truppe Isaf in Kabul mit. Aus Bundestagskreisen aus Berlin verlautete, dass drei deutsche Soldaten getötet worden seien. Acht weitere Bundeswehr-Soldaten wurden den Angaben zufolge verletzt, vier von ihnen schwer. Der Angreifer sei getötet worden. …




faz.net

Drei Tote im deutschen Feldlager

… Nur einen Tag nach dem Besuch von Verteidigungsminister zu Guttenberg (CSU) auf einem Außenposten der Bundeswehr in Afghanistan sind dort bei einer Schießerei drei deutsche Soldaten gefallen, sechs Soldaten wurden verwundet. Die Soldaten befanden sich innerhalb des befestigten Lagers „OP North“ in der Provinz Baghlan, als ein Mann in der Uniform der afghanischen Armee mit seinem Gewehr das Feuer auf sie eröffnete. …




spiegel.de

Der Kamerad, der zum Feind wird

… Die tödliche Attacke eines afghanischen Rekruten auf deutsche Soldaten offenbart die Probleme der Hindukusch-Mission: Die Bundeswehr soll einheimische Kräfte ausbilden, doch ist sie dabei ausreichend geschützt? Zudem gibt es Berichte über Streitereien, Beleidigungen und Drogenkonsum. …




taz.de

Drei deutsche Soldaten getötet

… Die ISAF kündigte eine Untersuchung des Angriffs an. Der ISAF-Sprecher, der deutsche General Josef Blotz, bestätigte im Gespräch mit Spiegel Online, dass der Angreifer eine Uniform der afghanischen Armee getragen habe. Offenbar habe er zu einer Gruppe afghanischer Soldaten gehört, die der Bundeswehr beim Ausbau des Außenpostens helfen. Bisher sei aber noch unklar, ob der Schütze tatsächlich ein Soldat war oder ob er die Uniform als Tarnung trug. ...

Foto: taz.de/ap

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.02.2011 10:01.

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Verdi-Chef Bsirske verschärft Ton gegen Diakonie: Stinknormaler Arbeitgeber

von redaktion am 18.02.2011 10:19




Verdi-Chef Bsirske verschärft Ton gegen Diakonie: Stinknormaler Arbeitgeber


Bsirske

Bielefeld (ots) - Im Streit über ein Streikrecht für die Beschäftigten in kirchlichen und diakonischen Diensten schägt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi schärfere Töne an. "Der Arbeitgeber Diakonie verhält sich wie ein stinknormaler Arbeitgeber", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske in einem Interview mit der in Bielefeld erscheinenden Tageszeitung NEUE WESTFÄLISCHE (Freitagsausgabe). Dort werde outgesourct und dort würden eigene Leiharbeitsfirmen gegründet. Die auf die ausgegründete Gesellschaft übertragenen Beschäftigten würden anschließend als Leiharbeiter zurück geliehen. Auf ihren alten Arbeitsplätzen würden sie dann für ein deutlich geringeres Salär weiter beschäftigt. "Dass wir so etwas nicht hinnehmen können, versteht sich doch wohl von selbst", sagte Bsirske dem Blatt. Da es keine Tarifverträge mit den kirchlichen Einrichtungen gebe, bestehe auch keine Friedenspflicht. Da das nordrhein-westfälische Landesarbeitsgericht den Beschäftigten ein Streikrecht zugesprochen habe, "werden wir den Streik als letztes Mittel auch einsetzen", wenn auf anderem wege die Interessen der Beschäftigten nicht gewahrt werden könnten, sagte der verdi-Chef in dem Interview weiter.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.02.2011 10:19.

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Roth fordert neuen Anlauf für NPD-Verbot

von redaktion am 18.02.2011 10:08




Roth fordert neuen Anlauf für NPD-Verbot
Vertreibungs-Gedenktag wäre "Wasser auf die Mühlen der Nazis"



Roth

Leipzig/Berlin (rdp/ots) - Grünen-Chefin Claudia Roth hat den Bundesinnenminister und dessen Länder-Ressortkollegen aufgefordert, einen neuen Anlauf für ein Parteienverbot am rechten Rand zu unternehmen. In einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag-Ausgabe) sagte Frau Roth angesichts des jüngst bekannt gewordenen internen Mail-Verkehrs aus der Neonazi-Szene: "Ich fordere den Bundesinnenminister und die Landesinnenminister auf, zu prüfen, ob die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Verbotsverfahren gegeben sind. Diese ,NaziLeak'-Geschichte deckt den perfiden Rechtsextremismus der NPD auf, Rassismus, Antisemitismus und die Verfassungsfeindlichkeit der Nazi-Enkel sowie ihre dubiosen Geldtransfers", sagte Frau Roth. "In noch größerer Klarheit liegt jetzt auf dem Tisch, dass die NPD eine verfassungsfeindliche Organisation sein muss", ergänzte die Parteivorsitzende.

Mit Blick auf den für Sonnabend in Dresden geplanten großen Aufmarsch der Neonazi-Szene rechtfertigte Roth Blockaden und andere ausgeprägte Formen des bürgerschaftlichen Widerstandes. "Jedes gewaltfreie Mittel des Protestes ist zulässig. Die Demonstrationen, die Menschenkette, aber ausdrücklich auch die Blockade. 2010 waren die Blockaden ein großer Erfolg." Den Rechtsradikalen und dem Versuch des Missbrauchs der Geschichte Dresdens dürfe auch dieses Jahr kein Millimeter Platz gelassen werden. "Friedliche Blockaden sind eine Form des legitimen demokratischen Protests", sagte Frau Roth.

Im Übrigen mache sie sich "große Sorgen" wegen der von der Bundesregierung gesetzten politischen Begleitumstände im Kampf gegen Rechtsradikalismus. "Das Agieren von Familienministerin Kristina Schröder mit ihrer Extremismusklausel demotiviert und blockiert viele zivilgesellschaftliche Initiativen gegen die Neonazis, gegen Rassismus und Rechtsextremismus", beklagte Frau Roth. Hinzu komme "der Versuch, aus dem 5. August den Tag der Unterzeichnung der Charta der Vertriebenen, einen Gedenktag zum Andenken an Vertreibung zu machen". Dieser Plan, so Roth, "ist in höchstem Maße geschichtsrevisionistisch".

Für die Grünen-Politikerin sei diese Gedenktag-Überlegung "Wasser auf die Mühlen der Nazis, denn an dieser Charta der Vertriebenen haben auch ehemalige hohe SS-Leute mitgewirkt". Das beunruhige auch das Ausland, "zum Beispiel aus gutem Grund die Polen".

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.02.2011 10:14.

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Bahrain, Libyen, Jemen … - polis-Presseschau

von redaktion am 18.02.2011 09:24




Presseschau vom 18.02.2011



Der Zorn der Menschen in Libyen richtet sich gegen Machthaber Muammar al-Gaddafi


Bahrain, Libyen, Jemen …

Dutzende Tote und ungezählte Verletzte sind das Ergebnis von Protesten und Aufständen im Jemen, in Libyen und Bahrain. Mit brutaler Gewalt ­gehen die Regime gegen friedliche Demonstranten vor und versuchen Widerstände im Keim zu erdrücken. Nach den heutigen Freitagsgebeten werden weitere Kundgebungen erwartet.





fr-online.de

Ägypten und die Folgen: Arabien-Ticker: Angeblich Dutzende Tote in Libyen

Bahrain setzt Soldaten ein +++ Tunesiens Ex-Präsident Ben Ali im Koma +++ Ägyptens Opposition ruft zu Großkundgebung auf +++ Verletzte bei Massendemonstration im Jemen …




faz.net

Tote und Verletzte bei Protesten

Als Vorbild dienen Tunesien und Ägypten. Die Menschen in Bahrein, Libyen und Jemen protestieren gegen ihre Regierungen. Die Sicherheitskräften gehen mit Panzern und Tränengas gegen die Demonstranten vor. Es gibt Dutzende Tote und Verletzte. …




spiegel.de

Amerika bangt um Bahrain

Die Lage in Bahrain bleibt angespannt: Das Militär geht gegen das revoltierende Volk vor, es gibt Tote und Verletzte. Vor allem die USA beobachten die Eskalation der Gewalt mit Besorgnis, sie fürchten um einen wichtigen Verbündeten. Auch in anderen Staaten im Nahen Osten halten die Proteste an. …




taz.de

Gadaffi schlägt "Tag des Zorns" nieder

… Facebook-Gruppen von Libyern hatten zum "Tag des Zorns" aufgerufen, aber zornig war am Donnerstag vor allem das Regime von Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi. Mindestens 16 Menschen sollen nach ersten Bilanzen bei der Niederschlagung von Protesten in mehreren libyschen Städten ums Leben gekommen sein. Libysche Exilkreise in der Schweiz berichteten von 13 Toten in der Stadt Baida in der Nacht zum Donnerstag, dazu zwei in Zentana und einer in Rijban. …




sueddeutsche.de

Protest blutig unterdrückt

… Bei dem Versuch, die Proteste aufzulösen, sei scharf geschossen worden. Oppositionelle hatten Donnerstag zum "Tag des Zorns'' ausgerufen; das Regime reagierte mit Verhaftungen. Auch am Freitag wollen sie wieder demonstrieren: Aktivisten verbreiteten im Internet einen Aufruf zu Protesten gegen Staatschef Gaddafi, die nach den Freitagsgebeten beginnen sollten. ...

Foto: taz.de/dpa

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.02.2011 09:27.

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Der Plagiator - polis-Presseschau

von redaktion am 17.02.2011 09:47




Presseschau vom 17.02.2011



Karl-Theodor zu Guttenberg: "Die Anfertigung dieser Arbeit war meine
eigene Leistung."


Der Plagiator

Der Verteidigungsminister befindet sich zurzeit in Afghanistan. Zu Hause, in Deutschland, öffnet sich derweil eine breite Front gegen Karl-Theodor zu ­Guttenberg. Teile seiner Doktorarbeit (summa cum laude) soll er abgeschrieben und ohne entsprechende Fußnoten versehen haben. Die Opposition sieht die Glaubwürdigkeit des Darlings der Nation gefährdet. Die Union erkennt eine Schmutzkampagne.





fr-online.de

Plagiatsvorwurf: Verhängnisvolle Eitelkeit

… Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg sieht in der „Übernahme kompletter Passagen aus dem Werk eines anderen Autors in einer Dissertation“ dann „eine Täuschung über die Eigenständigkeit der erbrachten wissenschaftlichen Leistung“, wenn die fraglichen Zitate nicht gekennzeichneten worden sind und der Autor planmäßig und nicht nur vereinzelt so vorgegangen ist. In diesen Fällen, so die Mannheimer Richter, sei die Hochschule berechtigt, einen Doktorgrad zu entziehen. …




faz.net

SPD: „Glaubwürdigkeit gefährdet“ - Union: „Schmutzkampagne“

… Die Passauer Professorin Barbara Zehnpfennig, bei der Guttenberg offensichtlich Teile der Einleitung seiner Doktorarbeit abgeschrieben hat, fordert, ihm den Doktortitel abzuerkennen. Guttenberg hatte den Plagiatsvorwurf über einen Sprecher des Ministeriums am Mittwoch zunächst als „abstrus“ bezeichnet. …




spiegel.de

Guttenberg kupferte freizügiger ab als gedacht

… Auszüge von der Internetseite der US-Botschaft, Texte von Parteifreunden, Sätze aus Zeitungen: Liest man Karl-Theodor zu Guttenbergs Doktorarbeit genauer, finden sich weitere Passagen, die abgeschrieben sind - ohne Quellenangabe. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger fordert nun Aufklärung. …




taz.de

Guttenberg Roadkill

… Den Vorwurf, dass zu Guttenberg unsauber gearbeitet hat, brachte der linke Rechtsprofessor Andreas Fischer-Lescano aus Bremen auf. In einer der taz vorliegenden Rezension für die Fachzeitschrift "Kritische Justiz" weist Fischer-Lescano in einer Synopse acht Stellen nach, an denen zu Guttenberg wörtlich von anderen Autoren abgekupfert hat. Teilweise wurden sogar Kommafehler übernommen. Die Originalautoren werden entweder gar nicht genannt oder nur am Rande – ohne offen zu legen, dass von ihnen teilweise mehrere Absätze am Stück und fast unverändert übernommen wurden. ...

Foto: taz.de/reuters

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.02.2011 09:48.

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"nicht so wahrgenommen, wie wir es verdient hätten"

von redaktion am 16.02.2011 11:52




Linken-Chef Ernst sieht seine Partei in den Medien "nicht so wahrgenommen, wie wir es verdient hätten"


Ernst

Leipzig/Berlin (rdp/ots) - Der Vorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst, sieht seine Partei in den Medien "nicht in dem Maß wahrgenommen, wie wir es mit unseren Vorstellungen verdient hätten". Gegenüber der "Leipziger Volkszeitung" (Mittwoch-Ausgabe) sagte Ernst: "Unsere eigenen Vorstellungen kommen zu kurz, dafür wird viel darüber geschrieben, ob ein gebrauchter Porsche mit einem linken Lebensstil vereinbar sei." Auch deshalb, so Ernst, hätte seine Partei am letzten Wochenende rund 1000 aktive Wahlkämpfer von außerhalb nach Hamburg transportiert, um persönlich an Haustüren "für unsere eigenen Antworten zu Hartz IV, zum Aufschwung für alle, zur Erhöhung des Spitzensteuersatzes oder zum Bundeswehrabzug aus Afghanistan zu werben".

Mittlerweile sei aber auch in seiner eigenen Partei allen wichtigen Leuten klar geworden, "dass uns nichts so sehr schadet, wie die Beschäftigung mit uns selbst". Für seine Partei gehe es darum, "mit einem Wahlerfolg in Hamburg, also fünf Prozent plus X, ein bundespolitisches Signal für die nächsten Wahlen zu setzen". Bei der letzten Bürgerschaftswahl kam die Linke auf 6,4 Prozent.

Innerhalb der Linkspartei gibt es von Seiten einiger ostdeutscher Landesverbände, nach Informationen der Zeitung aus Vorstandskreisen, den festen Plan, im Herbst die amtierende umstrittene Parteiführung mit Gesine Lötzsch und Klaus Ernst abzulösen, sollte es für die Linkspartei am Sonntag in Hamburg nicht zum Einzug ins Parlament reichen. In den ebenfalls wahlkämpfenden Linksparteikreisen Baden-Württembergs hieß es dazu ergänzend gegenüber der Zeitung: "Wenn wir in Hamburg scheitern, können wir den weiteren Wahlkampf bei uns gleich einstellen."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.02.2011 11:52.

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Mehr Wertschätzung, bitte!- Ein respektvoller Umgang miteinander hilft, Erkrankungen zu vermeiden

von redaktion am 16.02.2011 10:16




FT: Kommentar von ANETTE ASMUSSEN:
Mehr Wertschätzung, bitte!- Ein respektvoller Umgang miteinander hilft, Erkrankungen zu vermeiden
von Anette Asmussen

Flensburg/Berlin (rdp/ots) - Die Experten schütteln ratlos mit dem Kopf: Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland sind psychisch krank. Und junge Leute trifft es besonders.Jeder Zehnte zwischen 15 und 29 Jahren hat ohne organische Ursachen Schmerzen oder andere körperliche Probleme, oft auch Depressionen.

Das ist nicht verwunderlich. Längst hat sich in Deutschland eine Kultur breit gemacht, in der der Einzelne nur dann auffällt, wenn er die Leistung nicht mehr bringt, die von ihm erwartet wird.Wert hat, wer schnell, effizient, flexibel - gern auch kostengünstig - arbeitet. Also bitte ihr Deutschen, macht Abitur nach zwölf Schuljahren, studiert im Bachelor-Master-System, möglichst verschult, möglichst schnell,möglichst ohne Zeit für die Entwicklung einer eigenen Persönlichkeit.Das macht es im späteren Berufsleben allen einfacher: Den Arbeitgebern,die auf ein gut ausgebildetes und gut lenkbares Personal zurückgreifen können und den Arbeitnehmern,die neben der Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit nicht viel im Leben kennen gelernt haben, also auch nichts vermissen können.Oder?

Der Lohn für ihren Einsatz ist zumeist karg: Befristete Arbeitsverhältnisse, häufige Ortswechsel und schlechte Bezahlung lassen Berufseinsteiger nur langsam im Leben ankommen. Um sesshaft zu werden, vielleicht sogar eine eigene Familie zu gründen, fehlt ihnen die Sicherheit und zumeist auch die Zeit.Wer in dieser Situation niemanden hat, der ihn unterstützt, muss krank werden.

Das Gegenmittel für diese dramatische Entwicklung ist leicht zu finden. Es heißt Wertschätzung.Wertschätzung im Beruf durch fairen Lohn, faire Arbeitsbedingungen und die Anerkennung guter Leistungen. Wertschätzung durch einen respektvollen Umgang miteinander im Privaten. Wenn wir uns diese selbstverständliche menschliche Begegnung wieder leisten,werden die Krankenstände sinken.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.02.2011 10:17.
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