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Bundeswehr aus Afghanistan abziehen!
von redaktion am 23.06.2011 11:55
Schon wieder kommt die Bundesregierung zu spät. Bundeswehr aus Afghanistan abziehen!

Zur Ankündigung des Präsidenten des US-Präsidenten Obama, der schnell mit dem Abzug der US-Truppen aus Afghanistan beginnen will, erklärt das Mitglied des Parteivorstands der LINKEN, Wolfgang Gehrcke:
Die Ankündigung des US-Präsidenten Obama, mit dem Abzug der US-Truppen aus Afghanistan zu beginnen, hat wenig Sensationelles. Obama holt die Truppen zurück, die vorher zusätzlich entsandt worden sind. Trotzdem: im politischen Raum bleibt das Signal stehen, der Truppenabzug beginnt und mit den Taliban wird verhandelt. Obamas Entscheidung setzt die Bundesregierung unter Druck. Deutschland muss als Mitglied des Weltsicherheitsrates mehr leisten, als es bisher der Fall war.
DIE LINKE. hat den Afghanistankrieg immer für politisch falsch, moralisch schändlich und völkerrechtlich nicht legitimiert eingestuft. Die Bundesregierung muss jetzt sofort einen Abzugsplan aus Afghanistan vorlegen. Der 10. Jahrestag der deutschen Beteiligung am Afghanistankrieg wäre ein geeigneter Punkt, die Bundeswehr komplett abzuziehen. Der Weltsicherheitsrat sollte eine Initiative für einen afghanischen „Marshall-Plan“ ergreifen, der sicherstellt, dass die Gelder nicht mehr über die Karsai-Regierung, sondern über verlässliche zivilgesellschaftliche Initiativen und ausschließlich für zivile Projekte eingesetzt werden. Die zivil-militärische Zusammenarbeit ist sofort zu beenden. Im NATO-Rat muss die Bundesregierung die Aufhebung des Bündnisfalles nach Artikel 5 der NATO-Charta und damit ein Ende des Krieges gegen den Terror beantragen. DIE LINKE hat recht gehabt mit ihrer Analyse, dass ein Kampf gegen den Terror gewonnen werden kann, der Krieg gegen den Terror niemals.
Aus den „geheimen“ Gesprächen der USA mit den Taliban sollten afghanische Waffenstillstandsverhandlungen werden. Ein Waffenstillstand könnte den Weg zum Frieden öffnen, das geht nicht über die Köpfe der Afghaninnen und Afghanen hinweg, Selbstbestimmung muss auch endlich für Afghanistan gelten.
Die LINKE wird sich an den Aktionen der Friedensbewegung im Herbst dieses Jahres beteiligen. der 10. Jahrestag des Afghanistankrieges ist für DIE LINKE ein wichtiger Punkt, grundsätzlich durchzusetzen, dass Deutschland sich nicht weiter an Kriegen beteiligt.
Niederlande fordern substanziellen Banken-Beitrag für Griechenland
von redaktion am 23.06.2011 10:27
Niederlande fordern substanziellen Banken-Beitrag für Griechenland
Düsseldorf / Berlin (rdp/ots) - Vor Beginn des EU-Gipfels hat der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager einen substanziellen Beitrag der privaten Gläubiger zur Griechenland-Rettung gefordert. "Sollte sich herausstellen, dass der private Sektor nicht substanziell beteiligt wird, können die Niederlande keine neuen Kredite für Griechenland mehr gewähren", sagte de Jager der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). Die Niederlande stünden in dieser Frage eng an der Seite Deutschlands und seines Finanzministers Wolfgang Schäuble (CDU). "Wir beide wollen eine substanzielle Beteiligung privater Gläubiger an jedem weiteren Hilfspaket für Griechenland", sagte der 42-Jährige. "Ich bin überzeugt, dass Deutschland und die Niederlande weiter so eng kooperieren werden wie letztes Wochenende, da wir mit denselben Bedenken in unseren Parlamenten und Bevölkerungen umgehen müssen", sagte der Minister. Das griechische Parlament müsse zudem kommende Woche das mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) verabredete Sparprogramm verabschieden. "Für die Niederlande ist die Verabschiedung des Spar- und Reformprogramms sowie des Privatisierungsplans im Umfang von 50 Milliarden Euro absolute Voraussetzung dafür, dass wir weitere Hilfen mittragen", betonte de Jager.
No Money - No War - polis-Presseschau
von redaktion am 23.06.2011 08:31
Presseschau vom 23.06.2011

Zigarettenpause: US-Soldaten in der Provinz Helmand.
No Money - No War
In einer Rede an die Nation hat US-Präsident Barack Obama einen Zeitplan für den Abzug von US-Truppen aus Afghanistan festgelegt. In diesem Jahr werden 10.000 Soldaten heimkehren. Weitere 20.000 "wahrscheinlich" bis Ende 2012. Obama reagiert damit auf die Kriegsmüdigkeit der Bevölkerung und die extremen, von der Mehrheit der Amerikaner nicht mehr akzeptierten, Kriegskosten.

fr-online.de
Obama holt zunächst nur 5000 Soldaten heim
... Einem hochrangigen US-Vertreter zufolge läuft aber alles auf einen Abzug von 5000 Soldaten ab Juli und von weiteren 5000 Soldaten nach Ende der Kampfsaison zum Winterbeginn 2011 hinaus. Über das kommenden Jahr verteilt sollen dann 20.000 Soldaten heimkehren. Dieser Abzug von 30.000 der knapp 100.000 am Hindukusch stationierten US-Soldaten würde der Truppenaufstockung entsprechen, mit der Obama Ende 2009 auf das Wiedererstarken der Taliban-Rebellen reagiert hatte. ...

faz.net
Truppenabzug aus Afghanistan
... Zurzeit sind etwa 100.000 amerikanische Soldaten am Hindukusch im Einsatz. Ende 2009 hatte Obama das Kontingent noch um gut 30.000 Mann aufgestockt, um mehr militärische und strategische Erfolge im Kampf gegen die Aufständischen in Afghanistan zu erzielen. Bis 2014 wollen Amerika und Nato die Verantwortung für die Sicherheitslage an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben. ...

spiegel.de
Obama gibt den Abzugsbefehl
... "Heute Abend", sagte Obama, "finden wir Trost in der Gewissheit, dass die Flut des Krieges verebbt." Er stand in der gleichen Kulisse, in der er Anfang Mai auch den Tod Osama Bin Ladens bekanntgegeben hatte - ein Ereignis, das für viele Amerikaner die jetzige Entscheidung vorwegnahm. "Amerika, es ist an der Zeit, sich der Staatenbildung hier zu Hause zu widmen." ...

sueddeutesche.de
Obama will 33.000 Soldaten aus Afghanistan abziehen
... Der amerikanische Präsident erspäht das "Licht eines sicheren Friedens" in Afghanistan. Deshalb will Barack Obama bis September 2012 ein Drittel der US-Soldaten aus dem Land abziehen. Seine Begründung: Die Truppen hätten al-Qaida entscheidend geschwächt - unter anderem durch den Tod Osama bin Ladens. Vor allem aber steht Obama im eigenen Land wegen des Militäreinsatzes unter Druck. ...
Foto: Fr-online.de/afp
Der ESM-Vertrag ist eine Kriegserklärung an alle Europäer
von redaktion am 22.06.2011 14:08
Der ESM-Vertrag ist eine Kriegserklärung an alle Europäer

Lötzsch
Zum von der Bundesregierung vorgelegten Vertrag zur Einrichtung des
europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) erklärt die Vorsitzende der
Partei DIE LINKE, Gesine Lötzsch:
und ganz Europa. Es sind im Vertrag keine Kontrollen durch den
Bundestag, das Europäische Parlament oder durch Rechnungshöfe
vorgesehen. Der Vertrag ist eine Einladung zu Korruption und
Verschwendung von Steuergeldern. Die Finanzierung der Anteile des ESM
soll aus Steuergeldern erfolgen und nicht aus einer
Finanztransaktionssteuer. Die Verursacher der Finanzkrise werden nicht
zur Beseitigung der Folgen der Krise herangezogen. Sie erhalten mit dem
ESM-Vertrag einen Rettungsschirm für ihre Spekulationen.
Die Beteiligung privater Gläubiger wird "angestrebt". "Wichtige private
Anleger (sollen) dazu 'ermutigt' werden, ihr Engagement beizubehalten."
Das ist der Kniefall vor der Bankenlobby. Ihr Geld soll gerettet werden
und zwar zu 100%. Die Ausfälle sollen die Steuerzahler bezahlen. "Die
Gewährung aller erforderlichen Finanzhilfen im Rahmen des Mechanismus
wird strengen Auflagen unterliegen." heißt es im Vertrag. Im Vertrag
ist nicht die Rede von intelligenten Auflagen, sondern nur strengen. Was
strenge und dumme Auflagen bewirken, haben wir in Griechenland gesehen.
Sie haben dazu geführt, dass Griechenland seine Schulden nicht
zurückzahlen kann.
DIE LINKE lehnt den vorgelegten ESM-Vertrag ab und fordert einen
Rettungsschirm, der aus einer europäischen Finanztransaktionssteuer
finanziert wird. Es kann nicht sein, dass sich die Regierungen immer nur
beim Sozialabbau einigen, aber nicht bei der Einführung einer
Finanztransaktionssteuer. Regierungen die so schamlos die Interessen der
Banken vertreten, müssen abgewählt werden."
Europa braucht einen Kurswechsel
von redaktion am 22.06.2011 12:20
Europa braucht einen Kurswechsel
"Der Kurs der EU-Kommission und der europäischen Regierungen gefährdet die Zukunft Europas", sagte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, am Montag in Berlin zu dem bevorstehenden Aktionstag des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) in Luxemburg:
Angriffe auf die Tarifautonomie, massive Einschnitte in die Sozialsysteme, eine rigorose Sparpolitik zulasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – die aktuellen Pläne für eine Europäische Wirtschaftsregierung und die Empfehlungen des Euro-Plus-Paktes sind eine Kampfansage an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Europa. Wir können gerade in Griechenland beobachten, wie man durch einen brutalen Sparkurs jegliches Wachstum im Keim erstickt und ein krisengeschütteltes Land endgültig in den Ruin treibt.
Europa braucht dringend eine andere Krisenbewältigung, nachhaltiges Wachstum, Eurobonds und eine wirksame Regulierung der Finanzmärkte sowie eine Europäische Finanztransaktionssteuer. Eine Wirtschaftsregierung muss sich für ein soziales, solidarisches Europa stark machen“.
EU muss Flüchtlingen beistehen
von redaktion am 22.06.2011 12:12
DRK: EU muss Flüchtlingen beistehen
Berlin (rdp). Seit Beginn der Unruhen in Nordafrika und im Mittleren Osten sind 2011 circa 40.000 Menschen über das Mittelmeer in Richtung Europa geflohen. Dabei sind nach Schätzungen des UNHCR bis zu 1.200 Menschen ertrunken. Das Rote Kreuz ruft die Staaten insgesamt auf, die Rechte von Flüchtlingen einzuhalten, die durch internationale Abkommen geschützt werden. Wenn es darum geht, das eigene Leben zu retten, muss es rechtlich möglich sein, sichere Gebiete zu erreichen. Die Staaten sollten sicherstellen, dass deren grundlegende Bedürfnisse abgedeckt werden, sie mit Würde behandelt werden und Zugang zu Angeboten der täglichen Daseinsfürsorge wie Nahrung, Erziehung und Gesundheit erhalten.
Besonders besorgniserregend ist die Situation von rund 8.000 Flüchtlingen, die sich seit Ausbruch der Unruhen in Libyen an der tunesischen und ägyptischen Grenze aufhalten und weder dort bleiben noch in ihre Heimatländer zurückkehren können. Ihnen bleibt oft nur der gefährliche Weg über das Mittelmeer. Für diese Menschen fordert das Deutsche Rote Kreuz Schutz in Europa und den Zugang zu einem Asylverfahren.
„Diese Menschen fliehen, weil ihre Existenz bedroht ist. Ihnen muss Europa ein Leben in Würde mit Zugang zu Nahrung, Erziehung und Gesundheit ermöglichen. Und zwar solange, bis sich die Verhältnisse in ihren Heimatländern stabilisiert haben“, sagt Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes.
Viele Menschen auf der Flucht – egal ob aus Nordafrika, Afghanistan oder anderen Krisenherden der Welt - verlieren im Chaos den Kontakt zu ihren Familien. Durch das weltweite Netzwerk von 186 Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften hilft der Suchdienst des Roten Kreuzes Menschen auf der Flucht, ihre Angehörigen zu finden. Jedes Jahr gehen dazu zwischen 1.200 und 1.300 Anfragen beim DRK-Suchdienst ein. Oft kann der Kontakt wieder hergestellt werden, manchmal aber muss die traurige Nachricht übermittelt werden, dass der Angehörige nicht mehr am Leben ist.
„Es geht um Gewissheit“, sagt Dr. Seiters. „Die Familienangehörigen die zurückgeblieben sind, wollen wissen, wie es den Menschen auf der Flucht geht. Ob sie es geschafft haben.“
Mehr als 43 Millionen Menschen befinden sich weltweit auf der Flucht. In Deutschland leben offiziell über 400.000 Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten. Dazu kommen 200.000 bis 460.000 Menschen in der sogenannten „aufenthaltsrechtlichen Illegalität“, Menschen, die kein Aufenthaltsrecht haben, die aber trotzdem nicht zurückkehren wollen oder können.
Umwelt/Abfall Experten warnen vor giftigem Müll auf Deponien in Sachsen-Anhalt
von redaktion am 22.06.2011 11:29
Umwelt/Abfall Experten warnen vor giftigem Müll auf Deponien in Sachsen-Anhalt
Halle / Berlin (rdp/ots) - Die Lagerung von umgewandelten Filterstäuben auf Deponien in Sachsen-Anhalt wird von Wissenschaftlern heftig kritisiert. "Langfristig ist zu erwarten, dass durch die Abfälle Schwermetalle wie Blei freigesetzt werden", sagte der Mineraloge Gert Klöß von der Universität Leipzig der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Mittwochausgabe). Er hat eine Studie zu dem Thema erarbeitet. Abfallexperte Gerd Grüßing vom TÜV Nord sagt, in anderen Bundesländern wie Niedersachsen dürfen solche Abfälle gar nicht auf Deponien gelagert werden. Durch herausgelöste Schwermetalle könnte das Grundwasser deutlich belastet werden.
Die Deutsche Umwelthilfe hatte bereits am Wochenende beklagt, dass auf den landeseigenen Deponien bei Bitterfeld-Wolfen und Wittenberg der Entsorgersgesellschaft MDSE jahrelang gefährliche Abfälle gelagert wurden. Deponiebetreiber und das Magdeburger Umweltministerium weisen den Vorwurf der illegalen Abfallbeseitigung zurück. Sie führen eigene Gutachten an.
Gegen den Lieferanten der Abfälle, das sächsische Unternehmen S.D.R. Biotec aus Pohritzsch, ermittelt seit März 2011 die Staatsanwaltschaft Leipzig. Das Unternehmen war darauf spezialisiert, giftige Filterstäube aus Müllverbrennungsanlagen so zu behandeln, dass Schwermetalle wie Blei, Chrom und Cadmium in unschädliche Stoffe umgewandelt werden. Es gibt Zweifel, dass dies funktioniert hat.
Wirtschaftsweiser verlangt raschen Schuldenerlass für Griechenland
von redaktion am 22.06.2011 11:11
Wirtschaftsweiser verlangt raschen Schuldenerlass für Griechenland
Düsseldorf / Berlin (rdp/ots) - Der Wirtschaftsweise Lars Feld hat die EU-Staaten aufgefordert, sehr rasch einen echten Schuldenschnitt für Griechenland vorzubereiten. "Man sollte eine echte Umschuldung Griechenlands möglichst bald durchführen", sagte Feld der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). Um das europäische Finanzsystem im Falle der Pleite Griechenlands zu stabilisieren, empfahl Feld ein zweistufiges Verfahren. "Im ersten Schritt muss die EU zunächst das europäische Bankensystem stabilisieren, um es auf den Ernstfall der Pleite Griechenlands vorzubereiten", sagte Feld. "Wenn die Banken hinreichend gut refinanziert sind, ist es im zweiten Schritt möglich, Griechenland etwa die Hälfte seiner Schulden zu erlassen. Das muss schnell passieren, also spätestens im ersten Halbjahr 2012", forderte das Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR). Der SVR berät die Bundesregierung in wirtschaftspolitischen Fragen. Der neue permanente Euro-Rettungsschirm ESM enthält laut Feld einen elementaren Konstruktionsfehler. "Im ESM fehlt ein wesentliches Element: Es gibt keinen Automatismus, der die Beteiligung privater Gläubiger im staatlichen Insolvenzfall sicherstellt", sagte der Freiburger Ökonom. "Der ESM-Vertrag stellt die Erklärung eines Staatsbankrotts voll und ganz ins Benehmen der Regierungen." Erst wenn sie die Pleite einvernehmlich festgestellt hätten, könnten künftig private Gläubiger beteiligt werden. "Ich fürchte, diese Situation wird niemals eintreten, weil die Regierungen der betroffenen Staaten sie zu verhindern wissen", sagte Feld.
Niebel: Gespräche mit gemäßigten Taliban notwendig für Lösung des Konflikts
von redaktion am 22.06.2011 10:54
Niebel: Gespräche mit gemäßigten Taliban notwendig für Lösung des Konflikts
Düsseldorf / Berlin (rdp/ots) - Bundesentwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) sieht Gespräche zwischen dem Westen und den radikal-islamischen Taliban als Voraussetzung für Frieden in Afghanistan. "Diese Gespräche sind notwendig, um eine friedliche Lösung des Konfliktes zu erreichen", sagte Niebel der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). Mit fanatischen Gotteskriegern könnte der Westen zwar nicht verhandeln, sagte Niebel. "Aber es gibt auch Gemäßigte, die in Afghanistan in die falschen Kreise gekommen sind und trotzdem viel Einfluss haben. Ich denke, hier gibt es Ansprechpartner, die ein vernünftiges und friedliches Zusammenleben schaffen können." Niebel betonte, dass die letzten Deutsche noch lange über das Jahr 2014 hinaus in Afghanistan engagiert sein werden. "Selbst wenn die letzten Kampftruppen aus Afghanistan abgezogen sind, wird es weiter die Notwendigkeit zur Ausbildung der Sicherheitskräfte geben. Und wir werden sicherlich noch sehr weit über 2014 hinaus mit Entwicklungsexperten in Afghanistan tätig sein", sagte der FDP-Minister.
NRW-Klimaschutzgesetz deutlich entschärft
von redaktion am 22.06.2011 10:47
NRW-Klimaschutzgesetz deutlich entschärft
Düsseldorf / Berlin (rdp/ots) - Die rot-grüne Landesregierung in NRW macht bei ihren Plänen für das erste deutsche Klimaschutzgesetz nun doch deutlich mehr Zugeständnisse an die Industrie als ursprünglich vorgesehen. Das geht aus dem gestern vom NRW-Kabinett verabschiedeten Gesetzesentwurf hervor, der der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe) vorliegt. Demnach sind die "Vorgaben des Klimaschutzplans wettbewerbsneutral zu gestalten". Außerdem soll das Gesetzes nicht mehr nur die Einhaltung der Klimaschutzziele steuern, sondern ausdrücklich auch die Arbeitsplatzeffekte der erzwungenen Maßnahmen berücksichtigen. Entfallen ist auch der bisher vorgesehene Vorrang des Klimaschutzes zum Beispiel gegenüber der Versorgungssicherheit. Wie die Rheinische Post unter Berufung auf Kreise der NRW-Regierung weiter berichtet, sind die Zugeständnisse an die NRW-Industrie im Wesentlichen auf Drängen der SPD-Politiker innerhalb der rot-grünen Koalition erfolgt.


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