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Deutsche Soldaten beschießen afghanischen Zivilisten

von redaktion am 15.01.2010 13:09




Deutsche Soldaten beschießen afghanischen Zivilisten

Kundus - Deutsche Soldaten haben am Freitag in der nordafghanischen Provinz Kundus einen afghanischen Zivilisten beschossen und verletzt. Der Mann sei mit seinem Wagen auf die Soldaten zugefahren und habe trotz aller Warnsignale nicht gebremst, sagte Bundeswehrsprecher Jürgen Mertins der Deutschen Presse-Agentur dpa in Kundus. Der Zivilist sei im Wiederaufbauteam in Kundus operiert worden. Zu dem Vorfall sei es in der Unruheprovinz Char Darah zehn Kilometer westlich des Bundeswehrlagers gekommen.

Für das Bundeswehrcamp in Kundus wurde am Nachmitag Raketenwarnung ausgerufen. Zunächst kam es am Freitag aber nicht zu einem Angriff. Der letzte Raketenangriff auf das Feldlager liegt nach Angaben der Bundeswehr mehr als ein Vierteljahr zurück. Im Großraum Kundus wurden am Freitag mehrere Feuergefechte zwischen afghanischen Sicherheitskräften und Aufständischen gemeldet. Deutsche Soldaten waren nach Angaben der Bundeswehr nicht in Kämpfe verwickelt. Angaben über eventuelle Opfer lagen zunächst nicht vor.

Der Gouverneur von Kundus hat den bisherigen Einsatz der Bundeswehr als «wirkungslos» kritisiert. Angesichts der schlechten Sicherheitslage in der Region forderte Gouverneur Mohammad Omar in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Kundus mehr amerikanisches Engagement. «Wir haben einen Feind und wissen, dass er uns töten will», sagte er mit Blick auf die Taliban. «Unsere (deutschen) Freunde beobachten das und retten uns nicht. Nun müssen wir unsere anderen (amerikanischen) Freunde bitten, uns zu retten.»

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.01.2010 13:10.

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Geld zurück

von redaktion am 15.01.2010 09:38


polis-ffd.de


Presseschau vom 15.01.2010



Die Deutsche Bank erwartet, von der Obama-Steuer betroffen zu sein. Sie erzielt etwa ein Viertel ihrer Erträge in den USA. Foto: sz.de/AP


Geld zurück

Mit einer Sondersteuer will der amerikanische Präsident, Barack Obama, die Verantwortlichen der Finanzkrise zur Kasse bitten. 50 Großbanken und Finanzinstitute sind betroffen.





fr-online.de

Obama schickt Wall Street die Rechnung

"Wir wollen unser Geld zurück – und wir werden es kriegen." Mit starken Worten hat Barack Obama am Donnerstagabend deutscher Zeit eine Sondersteuer für Großbanken angekündigt. Damit will der US-Präsident die Kosten für die Rettung der Finanzindustrie eintreiben. ...




Faz.net

Obama will jeden Cent zurückholen

… Der Präsident will Banken und andere Finanzunternehmen mit Vermögenswerten von mehr als 50 Milliarden Dollar in die Pflicht nehmen, die von bestimmten Staatshilfen in der Finanz- und Wirtschaftskrise profitiert haben. Nicht betroffen sind die Autounternehmen General Motors und Chrysler, auf die ein Großteil möglicher Verluste aus den Rettungspaketen entfallen dürfte. …




spiegel.de

"Wir wollen unser Geld zurück"

So scharf hat sich Barack Obama die Finanzindustrie noch nie vergeknöpft: Der US-Präsident will die Großbanken mit einer Sonderabgabe mindestens zehn Jahre lang an den Kosten der Wirtschaftskrise beteiligen. Hohe Boni nennt er obszön - der Staat werde sich sein Geld "bis auf den letzten Groschen" zurückholen. …




sueddeutsche.de

''Massive Profite und obszöne Bonuszahlungen''

… Die US-Regierung will auch ausländische Großbanken mit einer Sonderabgabe belasten. Präsident Barack Obama stellte am Donnerstag seine Pläne vor, mit der er die Kosten für die Rettung des Finanzsystems wieder einspielen will.
Er nutzte dies für eine scharfe Abrechnung mit der Wall Street: "Meine Entschlossenheit steigt, wenn ich Berichte über massive Profite und obszöne Bonuszahlungen bei ausgerechnet jeden Firmen sehe, die ihr Überleben den amerikanischen Bürgern verdanken."...

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.01.2010 09:47.

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Biochemiker konnten erstmals im Reagenzglas das Kohlendioxid bindende Protein Rubisco nachbauen

von redaktion am 14.01.2010 15:46




Biochemiker konnten erstmals im Reagenzglas das Kohlendioxid bindende Protein Rubisco nachbauen



Rubisco

Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried und des Genzentrums der Ludwig-Maximilians-Universität München ist es gelungen, ein Schlüsselprotein der Photosynthese (Rubisco) im Reagenzglas nachzubauen. Es bindet Kohlendioxid. „Aber dies leider nicht so effektiv“, sagt Manajit Hayer-Hartl, Gruppenleiterin am MPI für Biochemie.

Die Forscherin will das künstlich hergestellte Protein nun so verändern, dass es effektiver Kohlendioxid umsetzt als das Original aus der Natur (siehe auch Nature vom 14. Januar 2010).

Die Photosynthese ist einer der wichtigsten biologischen Prozesse. Pflanzen wandeln Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasser in Sauerstoff und Zucker um. Ohne diesen Prozess wäre das heutige Leben undenkbar. Somit ist das Schlüsselprotein der Photosynthese, das Forscher kurz Rubisco nennen, eines der wichtigsten Proteine überhaupt. Es bindet CO2 und leitet die Umwandlung in Zucker und Sauerstoff ein. „Doch das Protein reagiert nicht nur mit CO2, sondern auch häufig mit Sauerstoff“, erklärt Manajit Hayer-Hartl. Als es vor rund drei Milliarden Jahren entstand, war dies noch kein Problem. Es gab noch keinen Sauerstoff in der Atmosphäre. Als sich dieser jedoch mehr und mehr anreicherte, konnte sich Rubisco dieser Veränderung nicht anpassen.

Rubisco besteht aus insgesamt 16 Untereinheiten. Aufgrund seiner komplexen Struktur gelang es Forschern bislang nicht, es künstlich im Reagenzglas herzustellen. Um diese Hürde zu überwinden, nutzten die Max-Planck-Wissenschaftler der Forschungsabteilung Zelluläre Biochemie, die von F.-Ulrich Hartl geleitet wird, die Hilfe von Chaperonen. Der Begriff Chaperon kommt aus dem Französischen und bedeutet Anstandsdame. Sie begleitet eine jüngere Dame zu einem Rendezvous und passt auf, dass der Verehrer ihrem Schützling nicht zu nahe kommt.

Ähnlich arbeiten auch die molekularen Chaperone in der Zelle: Sie machen es möglich, dass nur die richtigen Teile eines frisch produzierten Proteins zueinander finden und damit die korrekte dreidimensionale Struktur erhalten. „Bei den 16 Untereinheiten von Rubisco ist die Gefahr groß, dass sich falsche Teile des Proteins zusammenlagern und verklumpen“, erklärt die Biochemikerin. Nur mit der richtigen Struktur kann Rubisco seine Aufgabe in der Pflanze erfüllen.

Die MPI-Forscher konnten jetzt zeigen, dass zwei verschiedene Chaperone, die in der Fachsprache GroEL und GroES genannt werden, und ein weiteres Helferprotein (RbcX) nötig sind, um einen funktionierenden Rubisco-Komplex nachzubauen. Nun wollen die Forscher das Rubisco-Protein gentechnisch so verändern, dass es häufiger CO2 fixiert und seltener Sauerstoff umsetzt. „Da das veränderte Rubisco das Treibhausgas CO2 besser aus der Atmosphäre binden wird“, so Manajit Hayer-Hartl, „könnte dies auch von Interesse für den Klimaschutz sein.“

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Merkel bekräftigt längere Atommeiler-Laufzeiten

von redaktion am 14.01.2010 11:53




Merkel bekräftigt längere Atommeiler-Laufzeiten

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke bekräftigt. «Wir werden die Verlängerung der Laufzeiten umsetzen», sicherte sie den großen Energiekonzernen im «Handelsblatt» (Donnerstag) zu. Deren Vertreter werden am 21. Januar zu einer ersten Gesprächsrunde im Kanzleramt zusammenkommen. Die Ausdehnung der Betriebsdauer über die bisherigen zeitlichen Festlegungen hinaus sei aber «Teil des geplanten energiepolitischen Gesamtkonzepts, das ja von der deutschen Industrie auch immer wieder angemahnt worden ist».

Die Kanzlerin stellte damit klar, dass dieses Konzept Zeit bis Oktober verlangt. «Ich verstehe, dass Kraftwerksbetreiber, die vor einer Abschaltung stehen, ein hohes Interesse daran haben, schon jetzt möglichst viel Klarheit zu erhalten. Aber meine Aufgabe ist es, zugleich an die energiepolitische Gesamtstrategie zu denken.» Die Frage, ob damit der nach dem geltenden Atomgesetz noch im Frühjahr abzuschaltende nächste Reaktor tatsächlich vom Netz gehen werde, ließ sie offen. Merkel wiederholte nur allgemein, die Betreiber könnten sich darauf verlassen, «dass wir zu unserer Grundzusage der Laufzeitverlängerung stehen». Der Entscheidungszeitpunkt über das gesamte Konzept im Herbst habe mit einer angeblichen Verschiebung über die Landtagswahl von Nordrhein-Westfalen am 9. Mai hinaus «nichts zu tun».

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Wehrbeauftragter kritisiert Soldaten-Verhöhnung

von redaktion am 14.01.2010 11:14




Wehrbeauftragter kritisiert Soldaten-Verhöhnung



Berlin - Als zynisch und geschmacklos hat der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe, eine Kampagne der Deutschen Friedensgesellschaft gegen Soldaten bezeichnet. Die Aktion des Landesverbandes Berlin-Brandenburg ruft im Internet und per Flugblatt zum «Schampussaufen» auf, wenn ein Bundeswehr-Angehöriger fällt - unter dem Motto «Feiern, wie sie fallen». Diese «perfide und nicht zu überbietende Geschmacklosigkeit trifft jeden Soldaten und jeden vernünftig denkenden Menschen ins Herz», sagte Robbe der «Bild»-Zeitung (Donnerstag). Der Flyer zeigt außerdem eine Fotomontage mit einem Mann im Tarnanzug, der einen blutigen Schweinekopf trägt.


Zum "Offenen Brief" der DFG-VK Berlin-Brandenburg

Antworten Zuletzt bearbeitet am 14.01.2010 11:25.

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Nach Drohung von Google: China bleibt hart

von redaktion am 14.01.2010 11:00




Nach Drohung von Google: China bleibt hart

Peking - Im Streit zwischen dem Internetkonzern Google und China um die anhaltende Zensur bleibt die Regierung in Peking hart. Ausländische Internetfirmen müssten sich bei ihrer Tätigkeit in China an chinesische Gesetze halten, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Jiang Yu, am Donnerstag vor der Presse in Peking.

Zu den Vorwürfen über Hacker-Angriffe auf Google aus China wiederholte Jiang Yu nur die übliche Formulierung: «Die chinesische Regierung lehnt Cyber-Attacken ab.» Auch auf die Forderung von US-Außenministerin Hillary Clinton nach Aufklärung der Vorwürfe sagte die Sprecherin nur, die chinesische Regierung habe ihre Position der US-Seite erklärt.

«China verwaltet das Internet nach dem Gesetz und unsere Maßnahmen entsprechen internationaler Praxis», sagte Jiang Yu. «Wir heißen ausländische Internetfirmen willkommen, in China gemäß den Gesetzen tätig zu sein.» Ungeachtet der massiven Zensur in China beschrieb die Sprecherin das Internet in China als «offen».

Antworten Zuletzt bearbeitet am 14.01.2010 11:01.

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«El País»: Italien legitimiert Ausländerhass

von redaktion am 14.01.2010 10:57




«El País»: Italien legitimiert Ausländerhass

Madrid - Zu den schweren Auseinandersetzungen in Süditalien zwischen afrikanischen Tagelöhnern und Einheimischen schreibt die linksliberale spanische Tageszeitung «El País» (Madrid) am Donnerstag:

«Der schlimmste Aspekt bei den Unruhen in der Stadt Rosarno in Kalabrien ist das Schweigen der italienischen Regierung. Diese Haltung ist gleichbedeutend mit einer Legitimierung von Ausländerhass. Das von Silvio Berlusconi geführte Kabinett vermied es, mit aller Härte auf den Ausbruch von Rassismus zu reagieren. Aber was soll man auch von einer Regierung erwarten, die die Ausländerpolitik in die Hände der Lega Nord gelegt hat?

Die Führer dieser Partei verdanken ihren Erfolg der Intoleranz und der Angst vor denen, die anders sind. Die Opposition der Demokratischen Partei ließ Berlusconi und die Lega Nord gewähren, weil die linke Mitte den in Italien weit verbreiteten Populismus fürchtet. Ein großer Teil der Bevölkerung gibt den Zuwanderern die Schuld an der schweren Wirtschaftslage.»

Antworten Zuletzt bearbeitet am 14.01.2010 10:57.

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Nullrunde ist Rentenkürzung

von redaktion am 14.01.2010 10:27




Nullrunde ist Rentenkürzung 


Klaus Ernst

 Der stellvertretende Vorsitzende der Linken, Klaus Ernst, sieht nach Berichten über eine für 2010 anstehende Nullrunde für Rentner eine "rentenpolitische Gerechtigkeitslücke". Es sei nicht vermittelbar, dass Banken schon wieder Milliardengewinne machten und die Rentner kurz gehalten würden. Ernst fordert eine sofortige Rentenerhöhung um vier Prozent als Ausgleich für vergangene Kürzungen.
Ernst will nicht, dass Rentner für die Krise zahlen, die sie nun wirklich nicht verursacht haben. Nullrunden seien Rentenkürzungen, weil ja trotzdem alles immer teurer wird. Es ist einfach nicht vermittelbar, dass die Rentner, die ein Leben lang gearbeitet und eingezahlt haben, jetzt kurz gehalten werden, während Banken wieder Milliardengewinne machen und unfähige Manager Millionenabfindungen nach Hause tragen. Diese Regierung behandelt Rentner schlechter als Banker. Rentner bekommen keine Staatshilfen und Nullzinskredite, wenn ihr Konto leer ist.
 
Wir bräuchten eine sofortige Rentenerhöhung um vier Prozent als Ausgleich für die realen Kürzungen der letzten zehn Jahre. Das wäre gerecht und außerdem eine Antikrisenmaßnahme, weil die Massennachfrage angekurbelt würde. Die Erhöhung könnte durch eine Sonderabgabe auf die Spekulationsgewinne der Finanzbranche finanziert werden. Diese sind ja wesentlich durch staatliche Hilfen und billiges Notenbankgeld entstanden. Außerdem, so Ernst, brauchen wir nach der Krise einen rentenpolitischen Neubeginn. Eine neue Rentenformel muss die Murkserei der Vergangenheit ablösen und dafür sorgen, dass die Rentner auch von den Produktivitätsgewinnen der Wirtschaft profitieren.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 14.01.2010 10:29.

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Das Grauen von Haiti

von redaktion am 14.01.2010 09:42


polis-ffd.de


Presseschau vom 14.01.2010



Verletzte Person im Hotel Villa Creole, Port-au-Prince. Foto: taz.de/ap


Das Grauen von Haiti

Das Beben kam am Dienstag kurz vor 17 Uhr, Ortszeit. Es dauerte keine Minute. Die haitianische Hauptstadt Port-au-Prince liegt in Trümmern. Befürchtet werden 100.000 Todesopfer.





fr-online.de

Weltweite Erdbeben-Hilfe läuft an

Die Hilfewelle rollt: Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti nehmen am Donnerstag die ersten internationalen Hilfsteams ihre Arbeit im Katastrophengebiet auf. Das ganze Ausmaß der Schäden ist moch immer nicht absehbar. Haitianische Regierungsmitglieder befürchten bis zu 100.000 Todesopfer. …




faz.net

„Eine Katastrophe von unvorstellbarem Ausmaß“

In der größtenteils verwüsteten Hauptstadt Port-au-Prince sei die Lage „dramatisch“, sagte der Regionalkoordinator der Welthungerhilfe in Haiti, Michael Kühn, der Nachrichtenagentur epd. Leichen würden auf den Straßen gestapelt, es gebe kaum ärztliche Hilfe für die vielen Verletzten und auch kaum Nahrungsmittel und Trinkwasser. „Die Leute sind sich selbst überlassen“, sagte Kühn. …




spiegel.de

Erste Hilfsteams erreichen verwüstetes Haiti

… US-Außenminister Hillary Clinton nannte das Erdbeben eine Katastrophe von "unvorstellbarem" Ausmaß und verglich es mit dem verheerenden Tsunami, der Weihnachten 2004 Asien heimgesucht hatte. Sie brach eine Auslandsreise ab, um die US-Hilfen von Washington aus zu koordinieren. Präsident Barack Obama hatte Haiti zuvor bereits jede nötige Hilfe zugesagt. …




taz.de

Ein Haufen Schutt

… So wird das volle Ausmaß der Katastrophe erst in den nächsten Tagen deutlich werden. Eine Mitarbeiterin des Hilfswerks Oxfam berichtete: "Über dem Tal südlich der Stadt steht eine dichte Rauchwolke. An jeder Ecke hören wir, wie Leute um Hilfe schreien." Haitis Botschafter in den USA, Raymond Joseph, sagte: "Was wir jetzt am dringendsten brauchen, ist ein Krankenhausschiff vor der Küste." ...

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Rüttgers für Börsenumsatzsteuer in Deutschland

von redaktion am 13.01.2010 11:45




Rüttgers für Börsenumsatzsteuer in Deutschland

Hamburg - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) plädiert für die Einführung einer Börsenumsatzsteuer in Deutschland. «Ich halte das für eine richtige Idee. Wenn es selbst in Großbritannien geht, kann mir keiner erzählen, warum der Finanzplatz Deutschland dadurch gefährdet sein sollte», sagte er dem Magazin «Stern». Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich für eine international abgestimmte Steuer auf Finanzmarkt-Transaktionen ausgesprochen. Die FDP lehnt eine solche Steuer ab.

Rüttgers will zudem Banker für die von ihnen verursachten Schäden zur Kasse bitten. «Wer andere schädigt, muss für den Schaden zahlen. Das gilt auch für die Banker», sagte er. Für Banken, die Staatshilfen erhalten haben, müsse ein Boni-Verbot gelten. Zudem sollte eine Sondersteuer auf Boni eingeführt werden. Dazu müssten aber «zunächst internationale Lösungen» gesucht werden. Von der Bundesregierung forderte Rüttgers mehr Tempo bei der Reform der Bankenaufsicht. «Das dauert alles viel zu lange», bemängelte er.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.01.2010 11:45.
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