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Salzstock Gorleben soll wieder erkundet werden - Röttgen will Atommüllfrage klären

von redaktion am 15.03.2010 16:22




Salzstock Gorleben soll wieder erkundet werden - Röttgen will Atommüllfrage klären - Opposition kritisiert einseitige Vorfestlegung

Berlin (fhp/ddp). Die Erkundung des Salzstocks bei Gorleben soll zügig wieder aufgenommen werden. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) kündigte am Montag in Berlin an, dass noch in diesem Monat erste Schritte dafür eingeleitet werden sollten. Damit endet ein zehnjähriges Moratorium, das die rot-grüne Bundesregierung im Jahr 2000 ausgesprochen hatte. Röttgen bezeichnete den Erkundungsstopp als «verantwortungslos und auch feige». Opposition und Umweltschützer kritisierten eine einseitige Vorfestlegung auf Gorleben.

Nach den Plänen des Umweltministers soll in einer ersten Phase die Frage geklärt werden, ob ein atomrechtliches Verfahren überhaupt eingeleitet werden kann. Röttgen betonte, «das Ergebnis des gesamten Verfahrens ist offen». Parallel zur Erkundung sollten daher alternative Lagermöglichkeiten geprüft werden. Diese erste Phase werde voraussichtlich am Ende der nächsten Legislaturperiode 2017 abgeschlossen sein, insgesamt werde der gesamte Prozess sicherlich 20 Jahre in Anspruch nehmen.

Der SPD-Chef und frühere Umweltminister Sigmar Gabriel warf Röttgen Verantwortungslosigkeit vor. «Wer zu feige ist, alternative Standorte für ein Endlager für hoch radioaktiven Atommüll auch nur zu prüfen, handelt schlicht verantwortungslos». Er kritisierte, die Bundesregierung betätige sich als Handlanger der Atomkonzerne.

Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir forderte eine «ergebnisoffene Untersuchung», die sich nicht nur auf Niedersachsen konzentrieren dürfe. Er sei gespannt, ob auch die atomfreundlichen Bundesländer sich für eine Standortsuche in ihrer Region offen zeigen würden, sagte Özdemir. Mit Blick auf die Vorwürfe, die schwarz-gelbe Regierung unter Helmut Kohl (CDU) habe in den 80er Jahren Gutachten zur Tauglichkeit des Salzstocks als Endlager manipuliert, warf der Grünen-Vorsitzende Röttgen vor, sich auf «frisierte» Untersuchungen zu beziehen.

Ein Untersuchungsausschuss soll die Vorgänge in den 80ern klären. Voraussichtlich in der kommenden Woche wird der Ausschuss offiziell eingesetzt. «Alles spricht dafür, vor einer Entscheidung über die Erkundung den Abschlussbericht des Gorleben-Untersuchungsausschusses im Bundestag abzuwarten», sagte SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber. Ende 2011 werde das Gremium das Ergebnis seiner Arbeit präsentieren.

Die FDP-Politikerin Angelika Brunkhorst bezeichnete diese Forderung als «entlarvend». «Es geht der SPD offenbar nicht um Aufklärung, sondern darum, die Entscheidung weiter zu verzögern», betonte Brunkhorst und verwies darauf, dass der Untersuchungsausschuss keine Aussage über Eignung oder Nichteignung des Salzstocks Gorleben treffen könne.

Am Endlagerbergwerk in Gorleben protestierten am Montag rund 50 Atomkraftgegner gegen Röttgens Ankündigung und kündigten weiteren Widerstand an. «Wer alle wesentlichen Entscheidungen in Sachen Gorleben längst alleine getroffen hat und die Öffentlichkeit vor vollendete Tatsachen stellt, der kann nicht erwarten, dass hinterher irgendwer bereit ist, dieses Verhalten abzunicken», sagte der Sprecher der Anti-Atom-Organisation «Ausgestrahlt», Jochen Stay.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bezeichnete die neuerliche Erkundung als «reine Zeit- und Geldverschwendung». Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger kritisierte zudem, das von der Bundesregierung geplante Vorgehen gewährleiste nicht die Beteiligungsrechte von Bürgerinitiativen und Umweltverbänden.

Röttgen sicherte zu, die Öffentlichkeit in jeder Phase umfassend zu informieren. Zwar greife das Atomrecht, das im Gegensatz zum Bergrecht eine weitgehendere Bürgerbeteiligung vorsieht, erst nach Abschluss der ersten Phase, er sei jedoch an einer «permanenten Begleitung» interessiert. Falls Gorleben Endlager werden sollte, werde es zuvor eine Umweltverträglichkeitsprüfung, eine umfassende Bürgerbeteiligung sowie eine gerichtliche Überprüfung gegeben haben.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.03.2010 16:25.

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Gabriel attackiert Westerwelle als «rechthaberischen Schreihals»

von redaktion am 15.03.2010 16:08




Gabriel attackiert Westerwelle als «rechthaberischen Schreihals»


Gabriel

Berlin (fhp/ddp). Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat Äußerungen von Außenminister Guido Westerwelle, die Kritik an seiner Auslandsbegleitung schade der Demokratie, in scharfer Form zurückgewiesen. Nicht die Kritiker seien undemokratisch, sondern das «merkwürdige Amtsverständnis» Westerwelles, sagte Gabriel am Montag in Berlin. Dem Außenminister fehle die «politische Qualifikation» für sein Amt.

Westerwelle verhalte sich wie ein «rechthaberischer Schreihals» und könne seine Tätigkeiten als Minister, Parteispendensammler und FDP-Vorsitzender offenbar nicht voneinander unterscheiden, sagte der SPD-Chef. Es sei daher keine «Majestätsbeleidigung», wenn die Begleitung des Außenministers durch befreundete Geschäftsleute, die zur «Lumpenelite» gehörten, öffentlich debattiert werde.

Auf die Äußerung Westerwelles: «Ihr kauft mir den Schneid nicht ab», entgegnete Gabriel, der FDP-Vorsitzende denke offenbar fortwährend ans Geschäft. «Wir wollen Herrn Westerwelle gar nichts abkaufen», sagte der SPD-Chef.

FDP-Generalsekretär Christian Lindner warf Gabriel umgehend «Schmähkritik» vor. «Durch diesen respektlosen Umgang der Parteien miteinander wird die politische Kultur insgesamt beschädigt. Gabriel provoziert eine Eskalationsspirale von Vorwurf und Gegenvorwurf, die am Ende keine Gewinner, sondern nur Verlierer kennt», sagte Lindner.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.03.2010 16:09.

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Missbrauch: Kritik an Papst reißt nicht ab

von redaktion am 15.03.2010 15:38




Kritik an Papst wegen Umgang mit Missbrauchsfällen reißt nicht ab - Glück verteidigt Kirchenoberhaupt - Vatikan kündigt Brief an

München/Berlin (fhp/ddp). Die Kritik am Verhalten von Papst Benedikt XVI. im Umgang mit den Missbrauchsfällen in deutschen Einrichtungen der katholischen Kirche reißt nicht ab. Die Kirchen-Reformbewegung «Wir sind Kirche» zeigte sich am Montag enttäuscht, dass eine Erklärung zu den Übergriffen in Deutschland ausgeblieben sei.

Viele Katholiken bedauerten, dass Benedikt XVI. bisher nicht einmal «ein kleines Wort des Mitgefühls geäußert hat». Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) sowie Radio Vatikan verteidigten hingegen die Haltung des Papstes. Unterdessen kündigte der Vatikan an, der Papst werde sich «bald» in einem Brief an die irischen Bischöfe zum Thema Missbrauch äußern. Ob er dabei auch explizit auf die Fälle in Deutschland eingehen wird, wurde nicht bekannt.

«Wir sind Kirche»-Vorstandsmitglied Christian Weisner kritisierte, Benedikt XVI. habe «das wahre Ausmaß der Verunsicherung nicht wahrgenommen». Die Äußerungen von Papst-Sprecher Federico Lombardi vom Wochenende, worin dieser Kritik an der Kirche als persönliche Attacken gegen den Papst bewertete, bezeichnete Weisner als «denkbar schlechteste Kommunikationsstrategie». Im Missbrauchsfall im Erzbistum München, der in die Amtszeit des heutigen Papstes als Erzbischof von München und Freising fiel, habe die Verantwortung bei Joseph Ratzinger gelegen. Eine Entschuldigung Benedikts XVI. sei überfällig.

ZdK-Präsident Alois Glück nahm den Papst in Schutz. Die Zuständigkeit für die Aufklärung liege bei den Bischöfen. Dass sich Benedikt XVI. bislang noch nicht öffentlich geäußert habe, sei sein «eigenes Ermessen, seine eigene Entscheidung». Glück betonte: «Ich meine, er müsste reden, wenn die Bischöfe in Deutschland nicht so handeln würden, wie der Papst es für notwendig hält und wie er es als Maßstab in der Weltkirche durchgesetzt hat.»

Auch der Leiter der deutschsprachigen Abteilung von Radio Vatikan, Pater Bernd Hagenkord, verteidigte das Schweigen des Papstes zu den Missbrauchsfällen im Erzbistum München. Benedikt XVI. sage dazu nichts, weil es «eine klare Stellungnahme» seines Sprechers zu diesem Fall gegeben habe, sagte Hagenkord. Zudem sei es «eine Sache der Erzdiözese München und Freising, genau zu gucken, was ist damals schief gegangen». Der Heilige Vater könne «nicht wirklich in eine Münchner lokale Sache von oben herein regieren, deswegen schweigt er».

Am Freitag war bekannt geworden, dass in der Amtszeit Joseph Ratzingers als Erzbischof von München und Freising ein wegen Kindesmissbrauchs vorbelasteter Priester in der Gemeindearbeit der Diözese eingesetzt worden war. Dabei verging er sich erneut an Jugendlichen. Der Vatikan bestritt am Wochenende jede Mitverantwortung des heutigen Papstes. Papst-Sprecher Lombardi erklärte in Rom, der damalige Münchner Erzbischof Ratzinger habe «nichts zu tun» mit Entscheidungen, nach denen es zu Missbräuchen gekommen war.

Der Chef der päpstlichen Akademie für das Leben, Rino Fisichella, kündigte in der italienischen Zeitung «Corrire della Sera» einen Brief des Papstes an die irischen Bischöfe zum Thema Missbrauch an. «Ich glaube, es wird ein weiteres Beispiel seiner klaren und bestimmten Stimme sein», betonte Fisichella. Der Papst sei eine Person, die sich schon immer klar und bestimmt geäußert habe.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.03.2010 15:38.

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Rösler will Gesundheitsprämie von 29 Euro pro Monat

von redaktion am 15.03.2010 10:24




Rösler will Gesundheitsprämie von 29 Euro pro Monat

Potsdam/Berlin (fhp/ddp). Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) will nach Presseinformationen für die gesetzliche Krankenversicherung 2011 eine Gesundheitsprämie in Höhe von voraussichtlich 29 Euro im Monat einführen. Diese Kopfpauschale müsste von jedem Versicherten neben den Beiträgen gezahlt werden, wie die in Potsdam erscheinende Zeitung «Märkische Allgemeine» (Montagausgabe) berichtet. Um die Bürger auch zu entlasten, will Rösler den 2005 eingeführten Zusatzbeitrag der Arbeitnehmer in Höhe von 0,9 Prozent streichen. Die Beiträge für die Krankenkassen würden dann wieder paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert.

Am Mittwoch kommt die von der Bundesregierung eingesetzte Regierungskommission für die Gesundheitsreform zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Als Gast wird der Präsident des Bundesversicherungsamtes, Maximilian Gaßner, erwartet, der die Kommissionsmitglieder über die schwierige Finanzlage der Kassen informieren wird. Nach Berechnungen des Gesundheitsministeriums droht im nächsten Jahr ein Defizit von rund elf Milliarden Euro. Wollte man dieses Minus allein mit den bestehenden Instrumenten ausgleichen, müssten sowohl die individuellen Zusatzbeiträge der einzelnen Kassen als auch der reguläre Beitragsatz von jetzt 14,9 Prozent deutlich angehoben werden.

Für eine Einstiegsprämie in Höhe von 29 Euro ist nach Röslers Berechnungen ein Sozialausgleich von deutlich weniger als fünf Milliarden Euro erforderlich. Woher das Geld kommen soll, ist noch offen. Da von der Umstellung vor allem Gutverdienende profitieren würden, ist neben einer Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze auch eine Anhebung des Steuersätze auf hohe Einkommen denkbar.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.03.2010 11:15.

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Verfassungsschutzexperte: Neonazis ändern ihre Strategie

von redaktion am 15.03.2010 10:04




Verfassungsschutzexperte: Neonazis ändern ihre Strategie

Bielefeld/Berlin (fhp/ddp). Die Rechtsextremisten in Deutschland ändern nach Einschätzung des stellvertretenden Leiters des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, Burkhard Freier, ihre Strategie. Sie suchten nicht mehr in erster Linie die offene Konfrontation, sondern strebten an, sich gleichsam durch die Hintertür in der Mitte der Gesellschaft einzunisten, sagte Freier der in Bielefeld erscheinenden Zeitung «Neue Westfälische» (Montagausgabe). Agitation, Werbung und Auftreten der Rechtsextremisten «werden deutlich subtiler» und seien deshalb schwerer auszumachen.

Nach den Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden sei klar erkennbar, dass viele Rechtsextremisten in Deutschland «immer mehr Kreide fressen», sagte Freier. Dadurch stünden vor allem Schulen und Eltern vor einer großen Herausforderung. Denn sie würden oft auf Anhieb oft gar nicht merken, mit wem sie es eigentlich zu tun haben. Sowohl die rechten Parteien als auch die autonomen Gruppierungen würden sich bei ihrer Werbung neuerdings vor allem auf die Jugendlichen konzentrieren. «Dabei werden die menschenverachtenden Botschaften erst einmal versteckt», sagt Freier. Am Anfang rede man über «Hartz IV» oder die Globalisierung - am Ende stünden aber immer eine rassistische Ideologie mit Ausländern, insbesondere Muslime und Juden als Schuldige, sagte Freier.

Auch ihre Internet-Auftritte trügen mittlerweile moderne Züge. Ihr eindeutiges Bestreben sei es, «nicht sofort erkennbar» zu sein. Dazu diene es auch, ganz normale Kleidung zu tragen und sogar Anglizismen zu benutzen. Nur bei Demonstrationen, die die Neonazis nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes verstärkt organisieren, um Präsenz zu zeigen und öffentlich wahrgenommen zu werden, treten die autonomen Nationalisten einheitlich gekleidet mit Pullis und Kapuzen, auf, wie sie auch linke Szene trägt.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.03.2010 10:05.

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Bomben Geschäft

von redaktion am 15.03.2010 09:14




Presseschau vom 15.03.2010



Deutsche Waffen als Exportschlager. (Bild: fr-online/dpa)


Bomben Geschäft

Die Geschäfte laufen gut. Deutschland ist drittgrößter Waffenexporteur der Welt. Eine Steigerung von 6 auf 11% lässt die Kassen klingeln. Linke und Grüne sind entsetzt. Die SPD hat Verständnis.





fr-online

Waffenmeister Deutschland

Deutschland ist im Rüstungsgeschäft endgültig in die Reihe der Großhändler aufgestiegen: Seit Beginn des Jahrzehnts haben sich die deutschen Waffenexporte fast verdoppelt, der Anteil am globalen Handel mit Kriegsmaterial stieg von sechs auf elf Prozent. Dies geht aus den neuesten Zahlen über den globalen Handel mit konventionellen Waffen hervor, die das Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag in Stockholm veröffentlicht. …




spiegel.de

Deutschland verdoppelt Rüstungsausfuhren

… Die Opposition forderte angesichts der gestiegenen deutschen Rüstungsexporte ein Widerspruchsrecht des Bundestages bei solchen Geschäften. Die neuen Zahlen zeigten, "dass wir in Deutschland eine viel stärkere Rüstungskontrolle und schärfere Kriterien für den Waffenexport brauchen", sagte Grünen-Chefin Claudia Roth dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Das Parlament müsse endlich das Recht bekommen, die Bundesregierung in Sachen Rüstungsexporte zu kontrollieren. Das sei in anderen Ländern Standard, erklärte Roth. …




sueddeutsche.de

Deutschland verdoppelt Rüstungsexporte

… Noch mehr exportierten nur die USA und Russland. Die Amerikaner haben einen Weltmarktanteil von 30 Prozent, die Russen von 23 Prozent. Der deutsche Weltmarktanteil hatte von 2000 bis 2004 noch bei sechs Prozent gelegen. Wichtigste Kunden der deutschen Rüstungsindustrie sind die Türkei, Griechenland und Südafrika. …




welt.de

Deutschland verdoppelt seine Rüstungsexporte

… Der Vize-Fraktionschef der Linken, Jan van Aken, nannte den Anstieg deutscher Rüstungsexporte „grauenvoll“ und forderte einen Exportstopp. Hierzulande „darf es keine Arbeitsplätze geben, die darauf beruhen, dass woanders Menschen sterben“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“.
Gelassen zeigte sich der sicherheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold. „Der zweite Blick lohnt sich“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“. Er könne „nichts Verwerfliches“ daran finden, wenn deutsche Firmen zu einem immer größeren Teil Waffen an Nato-Partner lieferten. Bei Lieferungen in andere Länder müsse man „sehr kritisch“ sein. ...

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.03.2010 09:27.

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Telekom will mit neuen Angeboten Milliardenumsatz machen

von redaktion am 13.03.2010 11:20




Telekom will mit neuen Angeboten Milliardenumsatz machen


René Obermann

Hamburg/Berlin (fhp/ddp). Telekom-Chef René Obermann will den Konzern einem Magazinbericht zufolge in den kommenden Monaten konsequent zu einem Anbieter von neuen Dienstleistungen rund um die Bereiche Internet, Telefonie und Unterhaltung ausbauen. Das sei zentraler Bestandteil der neuen Telekom-«Strategie 2.0», die der Manager am Mittwoch in Bonn vorstellen werde, berichtete der «Spiegel» am Samstag vorab.

Konkret wolle Obermann über die bisherigen Geschäftsbereiche hinaus eine breite Palette neuer Angebote schaffen. Geplant sei beispielsweise die Einführung von Speicherdiensten für private und geschäftliche Daten im Internet oder das Angebot unkomplizierter Internetbezahldienste wie Click & Buy, mit dem die Deutsche Telekom gerade in Übernahmeverhandlungen steht.

Aber auch bei der Verkehrsplanung oder bei intelligenten Stromnetzen und den dazugehörenden Anwendungen im Haushalt wolle der Bonner Konzern künftig eine gewichtige Rolle spielen. Dem Bericht zufolge sollen die Umsätze der neuen Bereiche laut interner Planung in kurzer Zeit in den Milliardenbereich klettern. So sollen Teile der wegbrechenden Einnahmen im Telefongeschäft kompensiert werden. Ambitioniert seien die Pläne des Konzernchefs auch beim Internetfernsehen: Konkurrenten wie den Münchner Bezahlsender Sky wolle er überholen und die Telekom als Marktführer etablieren.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.03.2010 11:21.

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USA wollen Atomwaffen in Deutschland modernisieren

von redaktion am 13.03.2010 11:08




USA wollen Atomwaffen in Deutschland modernisieren

Hamburg/Berlin (fhp/ddp). In der US-Administration gibt es laut einem «Spiegel»-Bericht Pläne für eine Modernisierung der in Deutschland stationierten Atomwaffen. Die zuständige Behörde für nationale nukleare Sicherheit wolle in einer Machbarkeitsstudie die «Lebensdauerverlängerung» der «nuklearen und nichtnuklearen» Komponenten für die Atombomben des Typs B-61 untersuchen, berichtete das Nachrichtenmagazin am Samstag vorab. Zudem sollten die Waffen an die nächste Generation nuklearfähiger Jagdbomber angepasst werden.

Wichtigster Befürworter dieses Programms sei US-Verteidigungsminister Robert Gates, der schon unter Präsident George W. Bush die Modernisierung vorangetrieben hatte.

Deutschland und vier weitere NATO-Staaten wollen dem Bericht zufolge beim Außenministertreffen in Tallinn Ende April über den Abzug der verbliebenen rund 200 Atomwaffen aus Europa diskutieren. Die in Deutschland lagernden Atombomben der USA befinden sich auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.03.2010 11:08.

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Auffälliges Schweigen Westerwelles zu Menschenrechtsfragen in Südamerika

von redaktion am 13.03.2010 10:40




Auffälliges Schweigen Westerwelles zu Menschenrechtsfragen in Südamerika

Berlin (fhp). Der stellvertretende Vorsitzende der Linken, Klaus Ernst, wirft Guido Westerwelle eine "einseitige Ausrichtung der Außenpolitik auf Wirtschaftsinteressen" vor. Es sei bezeichnend, dass Westerwelle während seiner Südamerika-Reise nicht zu Demokratie- und Menschenrechtsfragen Stellung bezogen habe. Es gebe auffällige Parallelen zwischen dem "beredten Schweigen Westerwelles zum Putsch in Honduras" und dem Engagement der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung für die politischen Kräfte, die den Umsturz in Honduras unterstützt hätten. Ernst erklärt:

Das Programm von Westerwelles Südamerikareise liest sich, als wäre es im Haus der Deutschen Wirtschaft geschrieben worden. Demokratie und Menschenrechte haben keine prominente Rolle gespielt. Das ist eine verpasste Chance, weil Westerwelle ausschließlich Länder besucht hat, in denen früher blutige Militärdiktaturen regiert haben. Ein deutscher Außenminister hätte auch den Opfern dieser Diktaturen öffentlich Respekt zollen müssen, anstatt sich nur mit der einheimischen Wirtschaft zu treffen. Westerwelle richtet die Außenpolitik einseitig auf Wirtschaftsinteressen aus. Damit verspielt er das Erbe Genschers. Es ist besonders auffällig, dass Westerwelle nicht die Chance genutzt hat, den Staatsstreich in Honduras zu verurteilen und die Einhaltung der Menschenrechte anzumahnen. Während Westerwelles Reise wurde
in Honduras der Journalist David Meza ermordet, ohne dass er dazu ein Wort gefunden hätte. Es gibt unübersehbare Parallelen zwischen dem beredten Schweigen Westerwelles und dem Engagement der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung in Südamerika. In Honduras hat die Stiftung nicht nur den Putsch öffentlich verteidigt sondern auch jahrelang die späteren Putschisten innerhalb der Liberalen Partei unterstützt. Offenbar kann Westerwelle noch nicht einmal auf Auslandsreisen zwischen seinen Aufgaben als Außenminister und seiner Rolle als FDP-Chef ordentlich trennen."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.03.2010 10:40.

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Amen?

von redaktion am 13.03.2010 09:53




Presseschau vom 13.03.2010



Römische Gespräche: Robert Zollitsch (li.) beim Papst. (Bild: fr-online/afp)



Amen?

Der Papst bestärkt die deutschen Bischöfe in ihrem Aufklärungsbestreben von Mißbrauchsfällen innerhalb der katholischen Kirche. Bundestagsvizepräsident Thierse verlangt eine Entschuldigung des Papstes.





fr-online

Rückendeckung aus Rom

45 Minuten saßen sie zusammen und sprachen unter vier Augen. Mit angeblich "wachem Interesse, großer Betroffenheit und tiefer Erschütterung" hörte Papst Benedikt dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch zu, wie dieser berichtete, wie Amtsträger der katholischen Kirche in Deutschland Kinder missbraucht haben. …




faz.net

Benedikt XVI.: „Die volle Wahrheit unbeirrt aufdecken“

… Der Papst habe die Bischöfe aufgefordert, „unbeirrt und mutig“ die „volle Wahrheit“ aufzudecken und weitere Fälle an den Tag zu bringen, selbst wenn sie längst verjährt seien. Die 2002 beschlossenen Leitlinien der Bischöfe zur Aufarbeitung habe der Papst als gute Maßgabe gewürdigt, sagte Zollitsch weiter. Die deutschen Bischöfe hatten den Bischof von Trier, Stefan Ackermann als Beauftragten für Missbrauchsfälle bestimmt. …




sueddeutsche.de

Unzufrieden mit den deutschen Brüdern

… An vielen Stellen nehmen aktuell die Debatten innerhalb der Kirche zu. So erschien in der Vatikanzeitung auch ein Beitrag der Historikerin Lucetta Scaraffia. Wären Frauen befugt, Leitungsämter in der Kirche auszuüben, wären viele der nun ans Licht kommenden Fälle von sexuellem Missbrauch durch katholische Priester verhindert worden, schreibt die Autorin. "Frauen neigen von Natur aus stärker dazu, Kinder vor Missbrauch zu schützen." Schwerer Schaden wäre so von der Kirche abgewendet worden. Dass der Artikel gerade jetzt in der amtlichen Zeitung des Vatikans erscheint, ist bemerkenswert. …




welt.de

Papst Benedikt erteilt Zollitsch die Absolution

Papst Benedikt XVI. würdigt in einer Audienz mit Erzbischof Zollitsch den Umgang der Deutschen Bischofskonferenz mit Fällen von sexuellen Missbrauch. Die katholische Kirche in Deutschland muss nun jedoch Ernst machen mit der Umsetzung von Richtlinien. Nur so kann die Debatte wieder sachlich werden. ...

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.03.2010 09:55.
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