Gabriel attackiert Westerwelle als «rechthaberischen Schreihals»
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Gabriel attackiert Westerwelle als «rechthaberischen Schreihals»
von redaktion am 15.03.2010 16:08
Gabriel attackiert Westerwelle als «rechthaberischen Schreihals»
Gabriel
Berlin (fhp/ddp). Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat Äußerungen von Außenminister Guido Westerwelle, die Kritik an seiner Auslandsbegleitung schade der Demokratie, in scharfer Form zurückgewiesen. Nicht die Kritiker seien undemokratisch, sondern das «merkwürdige Amtsverständnis» Westerwelles, sagte Gabriel am Montag in Berlin. Dem Außenminister fehle die «politische Qualifikation» für sein Amt.
Westerwelle verhalte sich wie ein «rechthaberischer Schreihals» und könne seine Tätigkeiten als Minister, Parteispendensammler und FDP-Vorsitzender offenbar nicht voneinander unterscheiden, sagte der SPD-Chef. Es sei daher keine «Majestätsbeleidigung», wenn die Begleitung des Außenministers durch befreundete Geschäftsleute, die zur «Lumpenelite» gehörten, öffentlich debattiert werde.
Auf die Äußerung Westerwelles: «Ihr kauft mir den Schneid nicht ab», entgegnete Gabriel, der FDP-Vorsitzende denke offenbar fortwährend ans Geschäft. «Wir wollen Herrn Westerwelle gar nichts abkaufen», sagte der SPD-Chef.
FDP-Generalsekretär Christian Lindner warf Gabriel umgehend «Schmähkritik» vor. «Durch diesen respektlosen Umgang der Parteien miteinander wird die politische Kultur insgesamt beschädigt. Gabriel provoziert eine Eskalationsspirale von Vorwurf und Gegenvorwurf, die am Ende keine Gewinner, sondern nur Verlierer kennt», sagte Lindner.


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