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Scientology-Film kann neue Debatte über Verbot anstoßen
von redaktion am 31.03.2010 10:27
Sekten-Expertin Ursula Caberta: Scientology-Film kann neue
Debatte über Verbot anstoßen

Ursula Caberta
Leipzig/Berlin (rdp/ots) - Die Hamburger Scientology-Expertin Ursula Caberta
hofft, dass mit dem heute Abend in der ARD gesendeten TV-Drama "Bis
nichts mehr bleibt" eine neue Verbotsdebatte der Organisation
beginnt. "Vielleicht hilft der Film ja, eine neue öffentliche
Diskussion über ein Verbot von Scientology anzustoßen. Bis dahin ist
es allerdings weiter ein mühsamer Weg", sagte Caberta der "Leipziger
Volkszeitung" (Mittwoch-Ausgabe). In der Innenministerkonferenz der
Bundesländer hatte sich, mit Ausnahme von Bayern und Hamburg, bislang
keine Mehrheit für ein Scientology-Verbot gefunden, obwohl die
Organisation seit 1997 vom Bundesverfassungsschutz beobachtet wird.
Caberta sagte, der Spielfilm leiste einen wichtigen Beitrag zur
Aufklärung über die Methoden von Scientology. Es werde zum ersten Mal
in Deutschland in einem Spielfilm dargestellt, wie Scientology
wirklich funktioniert. "Die Geschichte über verschiedene Aussteiger
basiert auf realen Vorfällen. Es wurden im Film Original-Materialien
von Scientology verwendet, deshalb gibt es ja auch keine Klage gegen
den Film. Die merken, sie haben gegen die Veröffentlichung keine
Chance." Aussteiger hätten nach wie vor große Probleme, die
Organisation zu verlassen. "Die geben nicht auf, Aussteiger
zurückzuholen. Betroffene berichten immer wieder, dass man zwar mit
den Füßen rauskommt, aber mit dem Kopf so schnell nicht. Durch die
intensive Gehirnwäsche ist die psychische Abhängigkeit so stark, dass
es lange dauert, bis man wieder im normalen Leben ankommt." Wer zudem
öffentlich gegen Scientology ankämpft, werde in deren System zum
Feind erklärt. "Er gilt als vogelfrei und soll vernichtet werden. Das
macht schon Angst."
Die Sektenexpertin beklagte, dass es in Deutschland leider eine
verbreitete Sorglosigkeit im Umgang mit Scientology gebe. Auch in
Deutschland habe es die Organisation geschafft, eine Lobby zu
bekommen. "Als Tom Cruise den Hitler-Attentäter Graf Stauffenberg
spielte, jubelte hierzulande das Feuilleton und Scientology bekam
plötzlich in Deutschland ein nettes Gesicht", so Caberta.
Andererseits habe genau das auch eine Trotzreaktion ausgelöst, die
schließlich zur SWR-Produktion des Scientology-Aussteiger-Films
geführt hat.
Es hat geknallt
von redaktion am 31.03.2010 09:25
Presseschau vom 31.03.2010

Hier machen Protonen Speed-Dating – und eifern so dem Urknall nach.
Foto: taz.de/dpa
Es hat geknallt
Ein großer Schritt für die Menschheit, ein winziger fürs Universum. Im Genfer Teilchenbeschleuniger CERN stießen Protonen mit bislang höchster gemessener Geschwindigkeit, unter kontrollierten Bedingungen, aufeinander. Dem Urknall nahe.

fr-online.de
CERN: Atomkerne prallen mit Rekordenergie zusammen
… In der Maschine am europäischen Teilchenforschungszentrum CERN bei Genf prallten fast lichtschnelle Atomkernteilchen mit der bislang unerreichten Energie von sieben Tera-Elektronenvolt aufeinander. Zum Vergleich: Jedes der schnellen Partikel hat in etwa die Energie eines springenden Flohs. Allerdings besteht ein Floh aus rund 100 Milliarden mal Milliarden (100 000 000 000 000 000 000) solcher Teilchen. …

faz.net
Dem Urknall ganz nah
… Bei den Kollisionen waren auf kleinsten Raum für einen kurzen Augenblick Bedingungen entstanden, wie sie Billonstel Sekunden nach dem Urknall vor 13,7 Milliarden Jahren geherrscht haben. „Das ist ein großer Moment für die Teilchenphysik“, sagte sichtlich erleichtert der Generaldirektor des Cern, Rolf-Dieter Heuer, der von Japan aus die Ereignisse verfolgte. Mit dem heutigen Tag können nach zwanzig Jahren von der Entwicklung bis zur Fertigstellung der drei Milliarden Euro teuren Maschine nun offiziell die umfangreichen Experimente beginnen. …

spiegel.de
Physiker feiern das Urknall-Experiment
"Spektakulär, "großartiger Tag", "Schritt ins Unbekannte": Wissenschaftler sind begeistert darüber, dass der Teilchenbeschleuniger LHC in Genf nun endlich richtig läuft. Doch die Forscher dämpfen die Hoffnungen auf schnelle, bahnbrechende Ergebnisse der Experimente. …

taz.de
Treffen sich zwei Teilchen
… Wie man im Atom seinen Kern und das Elektron entdeckte, im Kern später Proton und Neutron und in denen wiederum die Quarks, so erwartet man bald Aufschluss über die Naturgesetze jenseits der drei Familien und ihrer Physik. Denn ausgerechnet der ästhetisch schwächste Teil der Theorie hat mit den Gewichten der Teilchen zu tun, für welche ein unschönes Teilchen mit dem Namen Higgs zuständig ist. Es bremst die Elektronen und macht sie träge, also schwer. Niemand hat das Higgs bislang gesehen. Ziemlich sicher sind in dieser Hilfskonstruktion neue Landschaften des Wissens verborgen, Karten der Welt, Kapitel der Schöpfung. ...
"Gekauft wie besichtigt" - BayernLB kaufte Hypo Alpe Adria wie einen Gebrauchtwagen
von redaktion am 30.03.2010 18:47
BayernLB kaufte Hypo Alpe Adria wie einen Gebrauchtwagen -
"Gekauft wie besichtigt"

Hamburg/Berlin (rdp/ots) - Die Bayerische Landesbank war beim verlustreichen
Kauf der österreichischen Hypo Alpe Adria noch viel leichtfertiger
als bisher bekannt. Das belegen interne Mails, über die das Hamburger
Magazin stern in seiner neuen, am Mittwoch erscheinenden Ausgabe
berichtet. Danach gab es im Management frühzeitig Zweifel an der
Werthaltigkeit der Kärntner Bank, mit der die BayernLB bis zum
Notverkauf an den österreichischen Staat knapp vier Milliarden Euro
Verlust gemacht hat.
Noch vor Zahlung des Kaufpreises schrieb das damalige
Vorstandsmitglied Michael Kemmer im September 2007 eine Alarm-Mail.
Ihm war aufgefallen, dass die Hypo Alpe Adria einen Großteil ihres
Kreditrisikos bei einer Tochtergesellschaft versteckt hatte. "Wir
sollten möglichst zeitnah Klarheit über das Ausfallrisiko erhalten",
schrieb Kemmer laut stern und fragte, "ob wir im Kaufvertrag eine
Bilanz/Eigenkapitalgarantie vereinbart haben." Der Manager wollte
also wissen, ob die Verkäufer dafür gerade stehen müssen, wenn die
Bank weniger wert ist als bisher angenommen. Die Mail-Antwort von
Kemmers Mitarbeitern war ernüchternd: "Alle Forderungen nach
Garantien bzw. Wertanpassungsklauseln wurden von der Verkäuferseite
strikt abgelehnt." Demgemäß sei gekauft worden "wie besichtigt".
Solche Bedingungen gelten üblicherweise beim Gebrauchtwagenkauf.
Weitere Dokumente, über die der stern berichtet, belegen zudem,
dass es frühzeitig intensive Kontakte zwischen dem Bank-Investor Tilo
Berlin und dem damaligen Chef der BayernLB Werner Schmidt gab. Eine
Investorengruppe um Berlin hatte sich im Dezember 2006 an der Hypo
Alpe Adria beteiligt und die Anteile im Mai 2007 mit hohem Gewinn
weiterverkauft. Zur Zeit prüfen Staatsanwälte in Klagenfurt und
München, ob die Berlin-Gruppe schon frühzeitig vom Interesse der
BayernLB an der Hypo Alpe Adria wusste und dieses Insiderwissen für
ihre Investition nutzte. In Berlins Terminkalender ist nach
stern-Informationen bereits im September 2005 ein Treffen mit Werner
Schmidt und einem weiteren Vorstandsmitglied der BayernLB vermerkt.

Dr. Tilo Berlin
Ein zweites Treffen fand im August 2006 statt. Und schließlich ging
im Büro von Bankchef Schmidt am 20. Dezember 2006 ein Brief von Tilo
Berlin ein. Inhalt: "wie mit Herrn Dr. Berlin besprochen, Unterlagen
bezüglich dem Projekt 'Hypo Alpe Adria'". Offizielle Gespräche
zwischen BayernLB und Hypo Alpe Adria begannen erst im Januar 2007.
Wowereit: Merkel nimmt Integration nicht ernst genug
von redaktion am 30.03.2010 18:18
Wowereit: Merkel nimmt Integration nicht ernst genug

Klaus Wowereit
Berlin (rdp). Zur Türkeireise von Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt der stellvertretende SPD-Vorsitzende, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit:
Statt über wichtige bildungspolitische Fragen zu sprechen, mit Hilfe derer man den Aufstiegswillen befördern kann, verzettelt sie sich in einen unnötigen Streit um türkische Gymnasien. Aus strategischen Gründen im Vorfeld auf diese vermeintlich „große Diskussion“ einzusteigen, um dann in der Türkei mit einem kleinsten gemeinsamen Nenner und dem Präsent einer „Friedenstaube“ alles wieder ins Lot bringen zu wollen, ist nicht sonderlich weitsichtig und hilft der Sache nicht – vielmehr: Es
zeigt, dass sie Integration nicht wirklich ernst nimmt.
Von einer Kanzlerin muss man mehr erwarten dürfen. Sie muss voranschreiten und nicht nur versuchen den Schaden zu begrenzen, der vor der Reise unnötig entstanden ist und von ihr bewusst in Kauf genommen wurde. Merkel investiert nicht in die deutsch-türkischen Beziehungen und das ist schade. So hat sie hat viele enttäuscht.
Das alles zeigt: Den Unionsparteien fehlt es leider immer noch an einer glaubwürdigen Haltung für mehr Integration - einer der zentralen Zukunftsfragen unseres Landes. Bei ihnen dominieren letztlich immer noch typisch konservative Reflexe, in denen das Integrationsthema vorrangig als Problem und nicht als Chance gesehen wird. Sie haben auch nicht verstanden, dass Integration eine Frage der Teilhabe und nicht der Herkunft und daher eine zutiefst soziale Frage ist. Sie erschöpfen sich bestenfalls in
symbolischen Gesten.
Ich betone: Es geht um einen grundsätzlichen Mentalitätswechsel. Integration heißt für uns, dass Menschen in unserem Land unabhängig von ihrer Herkunft am Haben und Sagen teilhaben können.
Kopfpauschale, Sonnenkönig Westerwelle, Sponsoring von Ministerpräsidenten
von redaktion am 30.03.2010 17:47
Kopfpauschale, Sonnenkönig Westerwelle, Sponsoring von Ministerpräsidenten
Oder: Wie Politik durch Kommunikation die Zielgruppen "vergrätzt"!
Hamburg/Berlin (rdp/ots)
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Klaus Flettner,
Präsident des Kommunikationsverbandes, zum Thema aktuelle politische Kommunikation:
Wäre es nicht so traurig, wäre man nicht Bürger in diesem Land, würde man nicht mit beiden Beinen im Leben stehen... Ja dann. Dann müsste man sich abwenden, auswandern, den Kopf gänzlich in den Sand stecken oder zur Revolution aufrufen. Man stelle sich vor, ein verantwortlicher Kommunikationsmanager in einem deutschen Unternehmen würde nur annähernd so unverständlich und irreführend kommunizieren, wie die aktuelle politische Kaste. Er würde fristlos vom Hof gejagt. Wo sind der Respekt, die Wertschätzung, die Analyse, die Verantwortung gegenüber den Kunden, der Zielgruppe, denn nichts anderes sind Wähler, geblieben? Wie können die führenden Politiker, ganz gleich ob regierende oder oppositionelle, sich ehrlichen Gewissens denn noch als Vertreter des Volkes betrachten? Ganz zu schweigen von der Frage, ob sie sich noch trauen, in einen Spiegel zu schauen.
Die Menschen in Deutschland wissen, dass die Kassen leer sind. Sie
wissen, dass vieles geändert werden muss und dass sich vieles
verändern wird. Die Bürger in diesem Land suchen Klarheit,
Orientierung, Nachhaltigkeit, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit.
Und sie wollen Verständnis:
- Verstehen, das inhaltliche Begreifen eines Sachverhalts.
- Empathie, die Fähigkeit, sich in andere Menschen
hineinzuversetzen und mitzufühlen.
- Meinung, im Sinne einer Auffassung oder eines Standpunktes.
(Quelle: http://de.wikipedia.org)
Doch Verständnis aufzubringen, davon sind unsere Politiker Meilen weit entfernt:
Sie sprechen schon lange nicht mehr eine verständliche Sprache: - Kopfpauschale? Kopfgeld? Wilder Westen? - Herdprämie? Herdverschrottung? Frauen an den Herd? - Friedenseinsatz? Freundlicher Ausflug nach Afghanistan?
Selbst der Bundespräsident zeigt, dass er schon lange nichts mehr mit dem "Volk" zu tun hat und fordert noch deutlich höhere Benzinpreise. Logisch, er hat ja wohl dafür noch nie selbst gezahlt. Ob er weiß, was ein Pendler ist, ein normaler Arbeiter?
Ich empfehle Herrn Köhler, Frau Merkel, Herrn Westerwelle und den Angehörigen ihrer Kasten, ein effizientes und nachhaltiges Trainingsprogramm, dass ihnen sofort viel Sympathie und Glaubwürdigkeit und vor allem Verständnis bringen würde. Sie alle sollten vierzehn Tage ins echte Leben eintauchen: Herr Köhler in eine Pendlerfamilie auf dem Land, wo er jeden Morgen und jeden Abend für ein bis zwei Stunden im Auto sitzen und endlich mal erleben darf, wie man auf einer Tankstelle ein Auto betankt.
Frau Merkel mal ins Kinderheim oder in eine kinderreiche Familie und Herrn Westerwelle mal zu den Kumpels unter Tage und Seehofer vielleicht mal zum melken auf den Bauernhof? Es würde helfen! Es ist überfällig! Und wenn sie sich schon nicht selbst trauen, dann wäre es das Mindeste, dass unsere sogenannten Volksvertreter von Zeit zu Zeit direkt mit den Menschen kommunizieren, für die sie verantwortlich sind: Direkte, ehrliche Kommunikation mit uns, der Zielgruppe! Und das nicht nur zum Zwecke der persönlichen Wiederwahl, sondern zum nachhaltigen Wohl unserer Gesellschaft!
Offen, interessiert und unverblümt und nicht nur winkend und opportunistisch, wenn mal - wie fast immer - Wahlkampf ist. Der Kommunikationsverband empfiehlt auf jeden Fall die Professionalisierung der politischen Kommunikation, denn mehr und mehr wenden sich die Menschen von der Politik und damit von der Marke Deutschland ab, die Mitgliederzahlen der Parteien, wie auch die Wahlbeteiligungen, nehmen kontinuierlich ab. Jedes professionelle Unternehmen - und glücklicherweise haben wir davon viele in Deutschland - würde schon längst massiv und nachhaltig gegensteuern, auch wenn dies mit erheblichen Veränderungen einhergeht.
Derjenige Politiker oder diejenige Partei, die dies erkennt und umsetzt, wird von den Wählern mit Verständnis und Stimme belohnt werden. Eine riesige Chance. Ich hoffe, sie wird nicht vergeben!
Lieber Putzfrau als Versicherungsvertreter
von redaktion am 30.03.2010 17:12
Lieber Putzfrau als Versicherungsvertreter
Eine Umfrage zu Deutschlands unbeliebtesten Jobs

Hamburg7Berlin (rdp/ots) - Das Verkaufen von Versicherungen steht bei den Deutschen ganz oben auf der Liste der unbeliebtesten Jobs. Fast jeder zweite Bundesbürger (45 Prozent) kann sich unter keinen Umständen vorstellen, als Versicherungsvertreter zu arbeiten. Grund für das schlechte Abschneiden ist das geringe Ansehen der Policen-Vermittler: Nur drei Prozent der Bürger bringen diesem Beruf viel Achtung entgegen. Deutlich besser sieht es im übrigen Finanzgewerbe aus. Trotz Finanzkrise ist die Arbeit als Bankkaufmann nur für 15 Prozent der Deutschen ein gänzlich unattraktives Berufsfeld. Für weitere 30 Prozent der Bürger wäre eine politische Laufbahn völlig ausgeschlossen, 21 Prozent würden niemals als Reinigungskraft arbeiten. Das ergibt eine repräsentative Umfrage der Kommunikationsagentur Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Bundesbürgern.
Die unvorteilhafte Wahrnehmung der Versicherungsvertreter färbt auch auf die eher wohlwollenden Befragten ab. So wird der Beruf selbst von jenen, die ihnen ergreifen würden, häufig mit Worten wie "Aufquatschen" (48 Prozent) oder "Klinkenputzen" (43 Prozent) in Verbindung gebracht. Zudem stört 42 Prozent der existenzielle Erfolgsdruck, der dem Beruf anhaftet. Besonders schlimm: Rund drei Viertel der Befragten, die den Beruf des Versicherungsvertreters ablehnen, verwenden den Begriff "Übers Ohr hauen" in ihrer Beschreibung. Selbst unter den Wohlwollenden tut dies jeder Dritte. Entsprechend ablehnend würden die Bundesbürger reagieren, wenn ihr Kind eine Ausbildung bei einem Versicherungskonzern beginnen möchte: 29 Prozent wären strikt dagegen, nur jeder Zehnte würde seinem Kind ausdrücklich dazu raten.
Übersicht: Berufe, die die Deutschen auf keinen Fall ausüben wollen
1. Versicherungsvertreter (45 Prozent) 2. Politiker (30 Prozent) 3. Fernfahrer (29 Prozent) 4. Straßenkehrer (23 Prozent) 5. Landwirt (22 Prozent) 6. Grundschullehrer (22 Prozent) 7. Reinigungskraft (21 Prozent) 8. Bankkaufmann (15 Prozent) 9. Arzt (13 Prozent) 10. Journalist (12 Prozent)
Unterschrift: Der Versicherungsvertreter führt die Hit-Liste der unbeliebtesten Berufe klar an.
Medwedew und Putin sprechen von Krieg gegen Terroristen
von redaktion am 30.03.2010 16:55
Westdeutsche Zeitung: Medwedew und Putin sprechen von Krieg gegen
Terroristen
Von Wolfgang Radau
Düsseldorf/Berlin (rdp/ots) - Perfider geht's kaum: An zwei Umsteigestationen
der Moskauer Metro, die frühmorgens Millionen Menschen zur Arbeit
bringt, zündeten Terroristen gestern zwei verheerende Sprengsätze.
Beide am Körper von scheinbar harmlosen Frauen verborgen. Beide zur
Explosion gebracht mit einem Allerwelts-Handy. Die Ermittler glauben,
die Handschrift zu kennen: tschetschenische Terroristen.
Dass im Nordkaukasus ein blutiger Unabhängigkeitskrieg geführt wird,
obwohl offiziell russische Truppen vor einem Jahr Tschetschenien
verlassen haben, gehört zu den Nachrichten, die in der Regel nicht
bis zu den gewöhnlichen Russen durchdringen. Auch nicht, dass
weiterhin russische "Sicherheitskräfte" vor Ort agieren und jüngst
Dutzende von islamistischen Extremisten getötet haben. Und schon gar
nicht, dass daraufhin die Separatisten vom Kaukasus geschworen haben,
ihren Krieg ins Herz Russlands zu tragen. Vermutlich nicht von
ungefähr wählten die Drahtzieher der Anschläge vom Montag die
Metro-Station Lubjanka als ein Ziel ihres Attentats. Im
Lubjanka-Gebäude, der früheren Zentrale des sowjetischen
Unterdrückungsapparates KGB, hat heute der Geheimdienst FSB seinen
Sitz, der den russischen Kampf im Kaukasus steuert.
Die Menschen in der Zehn-Millionen-Metropole waren gestern zunächst
verunsichert. Der Schock vom folgenschweren Anschlag auf den
Newski-Express Moskau-St.Petersburg im vergangenen November sitzt
noch tief. Am Mittag sprach dann Russlands Führung starke Worte.
Präsident Medwedew kündigte an, die Streitkräfte würden "ohne Zögern
und bis zum Ende den Krieg gegen den Terror führen". Premier Putin
versprach, die Terroristen würden "ausgelöscht".
Kein falsches Mitleid mit menschenverachtenden Terroristen - aber was
da aus dem Kreml verlautet, lässt nichts Gutes ahnen. Mit einem
erneuten Einmarsch russischer Truppen lässt sich nicht heilen, was
den Menschen in den Kaukasusrepubliken jahrzehntelang an
Menschenrechtsverletzungen zugefügt worden ist. Krieg als Mittel der
Politik ist in unserer Zeit untauglich. Das sollte man inzwischen
auch in Russland so sehen. Immerhin hat der letzte
Tschetschenien-Krieg, der erst 2009 zu Ende gegangen ist, rund 13 000
junge russische Soldaten das Leben gekostet.
Schwarz-Gelb plant erneute Ausweitung der Stasi-Überprüfungen
von redaktion am 30.03.2010 16:45
Schwarz-Gelb plant erneute Ausweitung der Stasi-Überprüfungen
Berlin (rdp) - Die Bundestagsfraktionen von Union und FDP haben sich über eine Ausweitung der Stasi-Überprüfungen ab 2011 im öffentlichen Dienst verständigt. Das Stasiunterlagengesetz solle entsprechend novelliert werden, sagte der kulturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Reiner Deutschmann, dem "Tagesspiegel". Bis 2006 gab es die so genannten Regelüberprüfungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Bund, Ländern und Gemeinden. Seit 2007 werden aber nur noch hochrangige Funktionsträger auf frühere Stasi-Mitarbeit geprüft. Wenn diese bis 2011 befristete Regelung im Stasiunterlagengesetz ausläuft, sollen wieder Stasi-Checks bis zur mittleren Leitungsebene möglich sein. Die Enthüllungen der jüngsten Zeit hätten die Notwendigkeit deutlich gemacht, so Deutschmann.
dts Nachrichtenagentur
Italien: Berlusconis Mitte-Rechts-Bündnis siegt bei Regionalwahlen
von redaktion am 30.03.2010 16:17
Italien: Berlusconis Mitte-Rechts-Bündnis siegt bei Regionalwahlen
Berlusconi
Rom/Berlin (rdp). Bei den italienischen Regionalwahlen hat das Mitte-Rechts-Bündnis von Ministerpräsident Silvio Berlusconi besser abgeschnitten, als von vielen Beobachtern erwartet worden war. Trotz der vielen Affären und Skandale, die Berlusconis Regierungsarbeit immer wieder begleiten, konnte seine Koalition sogar vier Regionen von der linken Opposition übernehmen. Laut letzten Hochrechnungen italienischer Fernsehsender konnte das Bündnis des 73-jährigen Regierungschefs in den Regionen Kampanien und Kalabrien im Süden Italiens sowie im Latium und im Piemont die Führung übernehmen. Zudem behauptete Berlusconis "Volk der Freiheit" (PDL) zusammen mit Parteien wie der "Lega Nord" in den Regionen Venetien und Lombardei die Mehrheit. "Ich habe in das Spiel eingegriffen, und das ist mein Sieg", sagte Berlusconi nach dem Wahlerfolg. Rund 41 Millionen Italiener konnten am Sonntag und Montag über die Zusammensetzung der regionalen Parlamente in 13 von 20 Regionen abstim
men. Die
Wahlbeteiligung sank dabei mit 64 Prozent auf ein Rekordtief.
dts Nachrichtenagentur
Immer mehr Politiker fordern Werbeverbot für ARD und ZDF
von redaktion am 30.03.2010 12:45
Immer mehr Politiker fordern Werbeverbot für ARD und ZDF

Berlin/Mainz/München (rdp) - Immer mehr Politiker sprechen sich parteiübergreifend dafür aus, dass ARD und ZDF in ihren Programmen künftig komplett auf Werbung verzichten sollen. Der CDU-Medienexperte Wolfgang Börnsen sagte der "Bild-Zeitung" (Dienstagausgabe): "Bei der Diskussion um den Rundfunkstaatsvertrag muss ein Reklameverzicht vorbereitet werden." Der SPD-Medienexperte Marc-Jan Eumann sagte der Zeitung weiter: "Es kann nicht sein, dass die Öffentlich-Rechtlichen weiter zusätzlich das Geld kassieren, das die privaten Anbieter dringend brauchen." Die stellvertretende Vorsitzende des EU-Parlaments, Silvana Koch-Mehrin, machte ebenfalls einen entsprechenden Vorstoß und verwies auf Spanien, das bereits ein Werbeverbot durchgesetzt hat. Koch-Mehrin sagte der "Bild-Zeitung": "Wer Gebühren zahlt, kann auch werbefreies Fernsehen erwarten. Was in Spanien funktioniert, wird ja auch in Deutschland nicht zum Untergang von ARD und ZDF führen." In der vergangenen Woche
hatten Vertreter des Öffentlich Rechtlichen vor einem Werbeverbot gewarnt.
dts Nachrichtenagentur


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