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SPD fordert Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung

von redaktion am 13.04.2010 21:13




SPD fordert Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung

Berlin (rdp/dts) - Die SPD hat einen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung für Kinder von Alleinerziehenden gefordert. Das Recht soll für Kinder vom ersten Geburtstag bis zum Ende der Schulpflicht gelten. Dies geht aus einem Acht-Punkte-Papier hervor, das der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe) vorliegt. Das Papier, in dem eine Offensive für Alleinerziehende gefordert wird, soll am 19. April vom Parteivorstand beschlossen werden. "Wir müssen dringend die Hürden aus dem Weg räumen, die Alleinerziehende daran hindern, berufstätig zu sein", sagte SPD-Vize-Chefin Manuela Schwesig der "Rheinischen Post". Zur Finanzierung fordert die SPD, auf das von der Regierungskoalition geplante Betreuungsgeld zu verzichten. Die dafür vorgesehenen rund zwei Milliarden Euro ab 2013 sollten besser in den Ausbau der Betreuung fließen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.04.2010 21:13.

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Lafontaine: Kehrtwende der SPD beim Afghanistan-Einsatz

von redaktion am 13.04.2010 15:04




Der Tagesspiegel: Lafontaine: Kehrtwende der SPD beim
Afghanistan-Einsatz



Lafontaine

Berlin (ots) - Der Linken-Vorsitzende Oskar Lafontaine hat den
Vorschlag von SPD-Chef Sigmar Gabriel unterstützt, das
Bundestagsmandat für den Afghanistan-Einsatz zu überdenken. "Gabriels
Kehrtwende ist zu begrüßen. Krieg muss man Krieg nennen", sagte
Lafontaine dem Tagesspiegel (Mittwochausgabe). Der SPD-Vorsitzende
verschließe sich nicht mehr der Erkenntnis, dass seine Partei die
Bundeswehr in einen Krieg geschickt habe. "Die SPD muss jetzt den
nächsten Schritt machen und sich unserer Forderung anschließen, die
Beteiligung der Bundeswehr an diesem völkerrechtswidrigen Krieg zu
beenden", forderte Lafontaine.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.04.2010 16:26.

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Nukleargipfel: Sarkozy wehrt sich gegen Forderung nach Abrüstung

von redaktion am 13.04.2010 14:54




Nukleargipfel: Sarkozy wehrt sich gegen Forderung nach Abrüstung


Sarkozy

Washington/Berlin (rdp/dts) - Die Abrüstungsgespräche auf dem Nukleargipfel in Washington haben gestern einen fast durchweg positiven Anfang genommen. Getrübt wurden die Verhandlungen allerdings durch Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der eine weitere Abrüstung der Atomwaffen seines Landes vehement ablehnte. "In einer so gefährlichen Welt wie heute werde ich die Atomwaffe nicht einseitig aufgeben", erklärte Sarkozy. Die Atomwaffen seien nach Ansicht des Staatschefs als nukleare Abschreckung schließlich "Garant für die Sicherheit" Frankreichs. In der Vergangenheit hatte Paris das Nukleararsenal des Landes bereits um ein Drittel auf 300 Atomsprengköpfe reduziert. "Wenn ich weiter gehen würde, könnte das die Sicherheit meines Landes in Frage stellen", verteidigte Sarkozy seine Haltung. Mit dem jetzigen Arsenal halte die Republik "das strikte Minimum". Gleichzeitig versicherte Sarkozy aber alle Anstrengungen zur weltweiten Reduzierung der Atomwaffen zu unterstü
tzen.
Ferner teile der französische Staatspräsident die Befürchtungen von US-Präsident Barack Obama darüber, dass Nuklearwaffen in die Hände von Terroristen fallen und somit zu einer ernsten internationalen Bedrohung werden könnten. Die Niederlande haben indes die Einberufung eines Nukleartribunals als entsprechenden Sondergerichtshof in Den Haag angeregt. Obama habe den Vorschlag positiv aufgenommen, sagte der niederländische Ministerpräsident Jan Peter Balkenende. An dem Nukleargipfel in Washington nehmen 47 internationale Staatschefs teil, Thema sind neben der Abrüstung mögliche Sanktionen gegen den Iran.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.04.2010 16:24.

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Ramsauer: Alte Verkehrsschilder bleiben gültig

von redaktion am 13.04.2010 14:34




Ramsauer: Alte Verkehrsschilder bleiben gültig


Ramsauer

Berlin (rdp). Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat heute in Berlin angekündigt,
dass alte Verkehrsschilder, deren Erscheinungsbild sich 1992 geändert
hat, weiterhin gültig bleiben. Mit diesem Schritt werden Fehler der
alten Bundesregierung bei der Novelle der Straßenverkehrsordnung
korrigiert.

Ramsauer:

Die alten Verkehrszeichen unterscheiden sich nur
marginal von den heute gängigen Schildern. Ein Austausch ist
deshalb unverhältnismäßig. Auch aus Gründen der
Verkehrssicherheit sind Austauschmaßnahmen nicht notwendig.
Die Minister Tiefensee und Gabriel sind außerdem von der
irrigen Vorstellung ausgegangen, die Schilder würden maximal
15 Jahre halten. Die Praxis beweist, dass Verkehrszeichen
augenscheinlich länger leben und die alten Schilder noch in
gutem Zustand an unseren Straßen stehen. Den Kommunen sage
ich: Setzen Sie das ersparte Geld dafür ein, die Winterschäden
auf Ihren Straßen zu beseitigen."


Hintergrund: Im vergangenen Jahr haben die Minister Tiefensee und
Gabriel mit Zustimmung des Bundesrates die sogenannte
"Schilderwaldnovelle" auf den Weg gebracht. Sie ist am 1.9.2009 in
Kraft getreten. Damit wurde auch eine im Jahr 1992 in die StVO
eingestellte Übergangsregelung (§ 53 Absatz 9) ersatzlos gestrichen.
Mit dieser Regelung behielten die bis zum 1. Juli 1992 aufgestellten
Verkehrszeichen unbefristet ihre Gültigkeit. Die Streichung der
Übergangsregelung führte von einem Tag auf den anderen zur sofortigen
Unwirksamkeit der Schilder alter Gestalt.

Aufgrund der daraus entstandenen Rechtsunsicherheiten für die
Verkehrsteilnehmer sowie des hohen Aufwandes für die Kommunen beim
Austausch der alten Schilder hat Minister Ramsauer eine rechtliche
Überprüfung der "Schilderwaldnovelle" veranlasst.

Ramsauer:
Das Ergebnis ist ernüchternd: Die Novelle ist wegen
eines Verstoßes gegen das verfassungsrechtlich verankerte
Zitiergebot nichtig. Das bedeutet: Es gilt weiterhin die StVO
in der Fassung vor dem 1. September 2009. Die alten Schilder
müssen nicht ausgetauscht werden."


Das Bundesverkehrsministerium arbeitet nun mit Nachdruck daran, die
Fehler der Novelle zu korrigieren. Es soll schnellstmöglich ein neuer
Änderungsentwurf vorgelegt werden, dem der Bundesrat dann noch
zustimmen muss. Auf der Verkehrsministerkonferenz am 14./15.April 2010
in Bremen sollen die Länder zu einer schnellen Mitwirkung bewegt
werden.

Ramsauer:
Für mich bleibt es auch bei der Überarbeitung der
Verordnung erklärtes Ziel, der Überbeschilderung auf deutschen
Straßen entgegen zu wirken."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.04.2010 16:23.

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Wowereit: Endlich Schluss machen mit Symbolpolitik bei der Integration

von redaktion am 13.04.2010 14:16




Wowereit: Bundesregierung muss endlich Schluss machen mit Symbolpolitik bei der Integration


Wowereit

Berlin (rdp). Zu den Ergebnissen der Befragung des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) erklärt der stellvertretende Parteivorsitzende, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit:

Es verwundert kaum, dass Zuwanderer in Deutschland die Initiativen der Bundesregierung im Bereich der Integrationspolitik nicht oder kaum kennen – erschöpfen sie sich doch in der Regel in reiner Symbolpolitik mit keinerlei Auswirkungen auf den Alltag der in Deutschland lebenden Zuwanderer. Insbesondere Union und Kanzlerin kneifen, wenn es konkret wird.

Es ist alarmierend, dass Zuwanderer in Deutschland ihre Rechte zu wenig kennen. Ebenso problematisch ist es, dass nur ein geringer Teil der Zuwanderer jemals etwas von den Initiativen der Bundesregierung im Bereich der Integrations-, Islam- und Antidiskriminierungspolitik gehört oder gesehen hat. Dabei liegen die notwendigen Maßnahmen auf der Hand, die Bundesregierung muss sie endlich umsetzen:

Statt weiterer Steuergeschenke in Höhe von 16 Milliarden, die wieder nur die kommunalen Haushalte belasten, brauchen wir eine Bildungspolitik, die Chancengerechtigkeit und Teilhabe sicherstellt: Kostenfreie Bildung von Anfang an, frühkindliche Bildung, gebührenfreie Kitaplätze, Ganztagsbetreuung und ein klares Nein zur „Herdprämie“ helfen mit, das Bildungsniveau zu heben, Aufstiegswillen zu wecken und Perspektiven zu ermöglichen.

Wir müssen wirkliche politische Partizipation und Teilhabe sicherstellen. Dazu gehört, dass Einwanderer, die länger als sechs Jahre hier leben, zumindest ein kommunales Wahlrecht erhalten müssen, um mitentscheiden zu können.

Die Ergebnisse der Studie des SVR zeigen: Wir brauchen schnell eine offensive Informations- und Aufklärungskampagne: Rechte haben – Rechte kennen – Rechte nutzen! Weg von der Symbolpolitik, hin zu handfesten Maßnahmen – so muss die Devise lauten!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.04.2010 14:16.

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Strategiepapier der Jungen Union ist skandalös

von redaktion am 13.04.2010 14:03




Strategiepapier der Jungen Union ist skandalös


Ansgar Dittmar

Berlin (rdp). Die Junge Union im baden-württembergischen Kreis Göppingen hat sich in einem Strategiepapier, das nach eigenen Aussagen mehrheitsfähig innerhalb der JU ist, für eine Rückkehr zur konservativen, rechten Politik der CDU ausgesprochen. In dem Papier spricht sich die JU gegen die Anerkennung der Lebenspartnerschaft aus und fällt damit der eigenen Parteiorganisation, der Lesben und Schwulen in der Union (LSU, in den Rücken. Hierzu erklärt der Bundesvorsitzende der Lesben und Schwulen in der SPD Ansgar Dittmar:

Das Papier der JU ist ein Skandal. Die CDU blockiert schon seit langem weitere Verbesserungen in der Politik für Lesben und Schwule – Fortschritte konnten nur gegen den Widerstand der Union erreicht werden. Alle Fortschritte, die unser Land – nicht nur aus schwul-lesbischer Sicht - in den letzten Jahren erreicht hat, werden nun in Frage gestellt oder ganz und gar verurteilt. Dass dies von jungen Christdemokratinnen und Christdemokraten kommt, ist umso schockierender.

Die Schwusos haben auf ihrem Bundeskoordinierungstreffen vergangenes Wochenende beschlossen, für die Öffnung der Ehe zu kämpfen. Da erscheint es wie eine Rückkehr in die Steinzeit, wenn nun die JU fordert, die Lebenspartnerschaften wieder abzuschaffen. Das kann und darf nicht sein! Die CDU und daher auch die JU nimmt für sich in Anspruch, eine Volkspartei zu sein. Zu unserem Volk gehören aber auch Lesben und Schwule. Das schien ansatzweise von den Konservativen verstanden worden zu sein. Daher ist es
umso unverständlicher, dass es nun zu einer solchen Positionierung kommt.

Wir verlangen von der JU auf Landes- und Bundesebene, aber auch von der Mutterpartei eine klare Stellungnahme. Mutterpartei und Jugendorganisation müssen sich deutlich von den Positionen des JU-Kreisverbandes distanzieren. Alles andere wäre skandalös und nicht tragbar!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.04.2010 14:07.

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Menschenrechtsinstitut: Begriff "Rasse" im Grundgesetz durch "rassistisch" ersetzen

von redaktion am 13.04.2010 11:10




Menschenrechtsinstitut: Begriff "Rasse" im Grundgesetz durch
"rassistisch" ersetzen

Berlin (rdp/ots) - Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat dem
Gesetzgeber empfohlen, den Begriff "Rasse" aus dem
Diskriminierungsverbot in Artikel 3 des Grundgesetzes zu streichen
und durch das Verbot "rassistischer" Benachteiligung oder Bevorzugung
zu ersetzen. "Eine Änderung des Grundgesetzes wäre ein wichtiges
Signal, um die scheinbare Akzeptanz von Rassekonzeptionen zu
beenden", erklärte Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts
für Menschenrechte, anlässlich der Veröffentlichung des
Positionspapiers "Ein Grundgesetz ohne Rasse" am 13. April. Jede
Theorie, die auf die Existenz unterschiedlicher Rassen abstelle, sei
in sich rassistisch. Das Europäische Parlament habe sich bereits
gegen den Begriff "Rasse" in Gesetzestexten der Europäischen Union
ausgesprochen und einige europäische Länder hätten ebenfalls schon in
ihrem nationalen Recht von dem Begriff "Rasse" Abstand genommen. "Ein
solcher Schritt ist in Deutschland längst überfällig", so Rudolf.

Hendrik Cremer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen
Institut für Menschenrechte und Autor des Positionspapiers, wies
darauf hin, dass bis heute in rechtlichen Bestimmungen, die
eigentlich der Bekämpfung rassistischer Diskriminierung dienen
sollten, der Ausdruck "Rasse" verwendet werde. "Rassismus lässt sich
nicht glaubwürdig bekämpfen, solange der Begriff "Rasse" beibehalten
wird", erklärte Cremer. Dies gelte umso mehr, als seine Verwendung
dazu beitragen könne, rassistisches Denken zu fördern. Mit der neuen
Formulierung würde auch der Schutzzweck des Artikel 3, Absatz 3
Grundgesetz, der Schutz vor rassistischen Diskriminierungen und die
Bekämpfung von Rassismus, endlich deutlich, so Cremer.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.04.2010 11:47.

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Atomgipfel in Washington

von redaktion am 13.04.2010 08:48




Presseschau vom 13.04.2010



Kanzlerin Merkel in Washington mit US-Präsident Obama: Der Gipfel ist für sie
ein "bemerkenswertes Ereignis" Foto: welt.de/AFP


Atomgipfel in Washington

Barack Obama hat geladen und alle sind gekommen. 47 Nationen beraten seit gestern in Washington, wie wir die Atombombe vor uns selbst zu schützen haben. Angela Merkel hat auch Ideen.





fr-online

Verantwortung für drei

Er kontrolliert das fünftgrößte Atombombenarsenal der Welt. Doch beim Washingtoner Nukleargipfel spielt Chinas Präsident Hu Jintao nicht nur wegen seiner eigenen Waffen eine Rolle, sondern vor allem wegen seines Einflusses auf die Regime in Nordkorea und im Iran. Offiziell tritt die Volksrepublik zwar für die Nichtverbreitung von Atomwaffen ein. …




faz.net

China offen für Sanktionen gegen Iran?

… Die internationale Gemeinschaft solle „die geostrategische Umgebung des Irans analysieren“, in der es „viele Länder mit Atomwaffen“ gebe. Teheran sollten Garantien gegeben werden, dass der Iran nicht angegriffen werde. Hauptthema des Gipfeltreffens in Washington, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnimmt, ist aber der Kampf gegen Nuklearterrorismus. Obama dringt dabei auf spürbare Fortschritte. Der Gipfel müsse konkrete Ergebnisse bringen, jedes Land solle einen eigenen Beitrag leisten, „damit die Welt ein bisschen sicherer wird“, sagte der amerikanische Präsident.




spiegel.de

Merkel verlangt neue Regeln für Atomsicherheit

Vorstoß von Angela Merkel auf dem Atomgipfel in Washington: Die Kanzlerin fordert ein internationales Rechtssystem zur Bestrafung von Staaten, die nukleares Material an Terroristen weitergeben. Fast 50 Staatenlenker verhandeln an diesem Dienstag über die weltweite Atomsicherheit. …




welt.de

Merkel fordert neues Recht gegen Nuklearhandel

… Merkel betonte die Dringlichkeit, international verbindliche Richtlinien zur Sicherung von Atommaterials auszuarbeiten, damit diese „nicht in die falschen Hände geraten“.
Bis Dienstagabend beraten bei der bisher größten Konferenz dieser Art in Washington Vertreter von fast 50 Ländern darüber, wie sie ihr nukleares Material vor Terroristen schützen können. Merkel sprach von einem „bemerkenswerten Signal“, das vom Gipfel ausgehe. Der Gipfel sei ein „bemerkenswertes Ereignis“.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.04.2010 08:50.

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Hamburger Staatsanwaltschaft fordert Auslieferung somalischer Piraten an Deutschland

von redaktion am 12.04.2010 19:12




Hamburger Staatsanwaltschaft fordert Auslieferung somalischer
Piraten an Deutschland


Hamburg/Berlin (rdp/ots) - Die Bundesregierung hat erstmals die Auslieferung
somalischer Piraten nach Deutschland befürwortet. Das bestätigte am
Montag, 12. April, ein Sprecher des Bundesjustizministeriums
gegenüber ARD-Fernsehreportern des NDR in Hamburg. Das Hamburger
Amtsgericht hatte am Freitag, 9. April, Haftbefehl gegen zehn
Somalier wegen versuchten räuberischen Menschenraubes gestellt. An
diesem Montag wurde das Auslieferungsersuchen durch die Hamburger
Staatsanwaltschaft nachgereicht. Ulrich Staudigl, Sprecher des
Bundesjustizministeriums: "Wenn es erhebliche Bedenken geben würde
gegen die Auslieferung, könnte das Justizministerium verhindern, dass
es ein solches Auslieferungsersuchen gibt. In diesem Fall haben wir
aber volles Vertrauen in die Hamburger Justizbehörden. Wir haben
erstmals keine Bedenken gegen ein Auslieferungsersuchen." Bisher
hatte die Bundesregierung Verfahren in Deutschland immer abgelehnt -
und dafür plädiert, dass die Piraten in Kenia vor Gericht kommen.

Auch der Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft spricht von
einer neuen Dimension des Vorgehens der Justiz gegenüber Piraten.
Bernd Mauruschat: "Heute ist es erstmals der Fall, dass ein Verfahren
in Deutschland durchgeführt werden wird."

Nach der Befreiung des gekaperten Containerschiffs "Taipan" der
Hamburger Reederei Komorowski am Ostermontag durch niederländische
Soldaten sollen die Gefangenen möglicherweise noch in dieser Woche in
die Niederlande kommen. Wie lang die Auslieferung nach Deutschland
dann dauern wird, ist noch unklar. Der Prozess wird dann vor dem
Hamburger Landgericht stattfinden. Weitere Informationen im
"Mittagsmagazin" am Dienstag, 13. April, im Ersten.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.04.2010 19:21.

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Geheimspräche

von redaktion am 12.04.2010 18:00

Wer mit der Zeit geht, darf auch mal aus der Geschichte lernen !





Quelle: Titanic

Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.04.2010 18:02.
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