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"Faire Beratung im Bankgewerbe? Faire Arbeitsbedingungen? Jetzt!"

von redaktion am 16.04.2010 10:56




UNI Global Union: Bankangestellte fordern ihre Rechte auf einer Kundgebung in Frankfurt ein
"Faire Beratung im Bankgewerbe? Faire Arbeitsbedingungen? Jetzt!"




Nyon/Berlin (rdp/ots) - Europäische Bankangestellte werden sich heute Morgen vor dem Hauptsitz der Europäischen Zentralbank in Frankfurt versammeln, um eine radikale Veränderung der Verkaufspraktiken der Finanzdienstleister zu verlangen.

UNI Finanz Global Union, die deutsche Gewerkschaft ver.di sowie Bankangestellte und Vertreter von Finanzsektorgewerkschaften in Europa nehmen in Frankfurt an der globalen Aktionswoche teil, die Bankangestellten Gelegenheit gibt, über ihre Erfahrungen mit dem von Banken auf sie ausgeübten skrupellosen Verkaufsdruck zu berichten.

Unter dem Motto: "Faire Bankenberatung? Faire Arbeitsbedingungen? JETZT!" beteiligen sich Finanzsektor-Angestellte in der ganzen Welt an diesem Aufruf zur Durchsetzung von Veränderungen der Geschäftspolitik der Banken, die heute ein globales Problem für Bankangestellte darstellt.

In vielen Ländern, so auch in Frankreich, Island und Australien, sind Aktionen geplant.

Oliver Roethig, Leiter von UNI Finanz, zitiert in diesem Zusammenhang ein anschauliches Beispiel und erklärte: "Eine HSBC- Angestellte aus Lateinamerika teilte uns mit, dass sie von ihrem Krankenbett aus arbeiten musste, um innerhalb einer Woche eine halbe Million USD einzubringen und damit die Verkaufsziele zu erfüllen und ihre Chancen für eine Beförderung zu retten. Die Banken dürfen ihrer Gewinnerzielung nicht länger derart fragwürdige, verwerfliche Methoden zugrunde legen!"

Bankangestellte in Europa und in allen Teilen der Welt machen auf den enormen Druck aufmerksam, dem sie ausgesetzt sind, um Verkaufszielvorgaben zu erfüllen und den Kunden bestimmte Gruppen von Finanzprodukten aufzudrängen, die diese eigentlich gar nicht brauchen.

In Frankfurt werden die Beschäftigten ihre Forderungen auf einem riesigen Schriftband präsentieren, das von den Teilnehmer/innen an der Kundgebung unterzeichnet und dann an Regulierungsbehörden und Banken weitergeleitet wird.

ver.di wird ihren Aufruf an die Banken zur Vornahme von Änderungen zum Schutz der Angestellten vor fragwürdigen Verkaufspraktiken auf der bevorstehenden Tarifrunde vorbringen, die am 19. April beginnen soll.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.04.2010 10:56.

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Sterben für … - polis-Presseschau

von redaktion am 16.04.2010 08:59




Presseschau vom 16.04.2010



Bundeswehrsoldaten in Afghanistan: Mit den jüngsten Opfern vom Donnerstag hat es
inzwischen 43 tote deutsche Soldaten in Afghanistan gegeben. Foto: spiegel.de/ddp


Sterben für …

Vier weitere getötete Bundeswehrsoldaten in Afghanistan. Sie gerieten mit ihrer Patroullie in einen Hinterhalt der Taliban. Angela Merkel ist bestürzt, sieht aber keine Alternative zur „Mission“.





fr-online

Bestürzung über tote deutsche Soldaten

… Nicht einmal zwei Wochen nach einem tödlichen Angriff auf die Bundeswehr in Afghanistan muss Deutschland erneut um gefallene Soldaten trauern. Bei einem Angriff der radikal- islamischen Taliban fielen am Donnerstag vier deutsche Soldaten, fünf wurden verwundet. Damit kamen seit Beginn der Isaf-Mission am Hindukusch 43 Bundeswehrangehörige ums Leben. Kanzlerin Angela Merkel sprach den Angehörigen ihr Beileid aus und sagte: "Die Soldaten sind in einem schwierigen Einsatz gefallen." …




faz.net

Ein tragischer Zufallstreffer?

… Die Deutschen begleiteten – zusammen mit schwedischen und kroatischen Kräften – in einer größeren Operation zwei afghanische Kandaks. So heißen die Bataillone der afghanischen Nationalarmee (ANA), die jeweils rund 500 Mann stark sind. Etwa 200 deutsche Soldaten waren an der Operation beteiligt, die auch nach dem Vorfall fortgesetzt wurde. Dabei ging es darum, eine teilweise zerstörte Brücke zu sichern, die wieder instandgesetzt werden soll. Im Zuge derselben Operation sollte ein Stützpunkt für die ANA errichtet werden, von dem aus die Regierungssoldaten die von Taliban kontrollierten Dörfer in der Gegend wieder unter Kontrolle bringen wollen.




spiegel.de

Ausbilder auf tödlicher Mission

Einheimische zum Kämpfen ausbilden - das ist die neue Strategie der internationalen Truppen in Afghanistan. Der Tod vier deutscher Soldaten ausgerechnet bei einem solchen Trainingseinsatz zeigt: Die Missionen sind für die Bundeswehr in Wahrheit brandgefährlich. …




taz.de

Der Tod wartet nicht nur in Kundus

… Guttenberg äußerte sich dort "tief traurig" zu den Nachrichten. Er kehrte mit Generalinspekteur Volker Wieker nach Afghanistan in das deutsche Hauptquartier in Mazar-i-Scharif zurück, "um bei unseren Soldaten zu sein."
Der Minister hatte zuvor angekündigt, dass weitere schwere Waffen nach Nord-Afghanistan verlegt würden. Dazu gehörten weitere Marder-Schützenpanzer, Panzerabwehrraketen sowie erstmals zwei Panzerhaubitzen, die bis zu 40 Kilometer weit schießen können. Erst am Karfreitag, dem 2. April, waren drei Bundeswehrsoldaten getötet worden. Dies hatte eine Diskussion über die notwendige Ausstattung der Bundeswehr ausgelöst. ...

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.04.2010 08:59.

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Gemeinsame Erklärung des Bundesministeriums der Justiz und der Deutschen Bischofskonferenz anlässlich des Gesprächs am 15. April 2010

von redaktion am 15.04.2010 16:09



Berlin, 15.04.2020 (rdp)

Gemeinsame Erklärung des Bundesministeriums der Justiz und der Deutschen Bischofskonferenz anlässlich des Gesprächs am 15. April 2010

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, haben sich heute zu dem vereinbarten Gespräch im Bundesjustizministerium getroffen. Erzbischof Zollitsch wurde vom Beauftragten der Deutschen Bischofskonferenz für Missbrauchsfragen, Bischof Dr. Stephan Ackermann, sowie von dem Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, P. Dr. Hans Langendörfer SJ, und dem Leiter des Katholischen Büros in Berlin, Prälat Dr. Karl Jüsten, begleitet. Auf Seiten des Bundesjustizministeriums nahmen zudem die Staatssekretärin Dr. Birgit Grundmann und der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Max Stadler teil. Die Beteiligten nutzten das Gespräch zu einem intensiven und konstruktiven Gedankenaustausch über den Umgang mit Fällen des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen.

Beide Seiten waren sich darin einig, dass es das vorrangige Ziel der katholischen Kirche und der staatlichen Stellen ist, in enger Kooperation miteinander und mit den Betroffenen alles zu tun, um eine umfassende Aufklärung der vergangenen Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch in den kirchlichen Einrichtungen entschlossen voranzutreiben. Im Mittelpunkt dieser Aufarbeitung müssen dabei immer die Opfer stehen, denen großes Leid zugefügt worden ist und die zum Teil als Erwachsene bis heute darunter leiden. Sie haben ein Recht auf eine ehrliche Aufklärung.

Erzbischof Zollitsch erläuterte die von der katholischen Kirche ergriffenen Maßnahmen. Die Bistümer haben bereits seit längerem jeweils eigene Ansprechpartner benannt, an die sich Betroffene mit ihren Anliegen wenden können. Seit dem 30. März 2010 steht den Opfern sexuellen Missbrauchs eine bundesweite kostenfreie Telefon-Hotline zur Verfügung. Diese Hotline ist in den letzten Tagen bereits von vielen Betroffenen in Anspruch genommen worden. Zudem werden schon unabhängige Berater eingesetzt. Erzbischof Zollitsch berichtete von den kürzlich veröffentlichten Klarstellungen des Vatikans zum Umgang mit Missbrauchsfällen in der Kirche. Dort wird insbesondere auf der strikten Einhaltung des staatlichen Rechts bei der Aufarbeitung der Fälle bestanden. Die zuständigen Gremien arbeiten zudem bereits an einer Änderung der innerkirchlichen Leitlinien von 2002 zum Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs, um deutlich zum Ausdruck zu bringen, dass Staatsanwaltschaften bei Verdachtsfällen frühzeitig eingebunden werden.

Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger begrüßte die von der katholischen Kirche bereits ergriffenen Maßnahmen. Sie machte deutlich, dass die in Arbeit befindliche Änderung der Leitlinien zum Ausdruck bringen müsse, dass innerkirchliche Maßnahmen die Aufnahme und Durchführung staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen weder verzögern noch behindern dürften. Staatliche Behörden seien bei Missbrauchsverdacht einzuschalten. Sie begrüßte die Erklärung der Freisinger Bischofskonferenz zur Zusammenarbeit mit den staatlichen Stellen. Erzbischof Zollitsch bekräftigte, dass dem Opferschutz eine besondere Bedeutung beigemessen werde.

Der vom Bundeskabinett am 24. März 2010 eingesetzte Runde Tisch und die Berufung von Bundesfamilienministerin a.D. Dr. Christine Bergmann als unabhängige Beauftragte werden nach Auffassung beider Seiten einen wertvollen Beitrag dazu leisten, dass unter Beteiligung aller betroffenen Akteure eine nachhaltige Aufarbeitung der vergangenen Missbrauchsfälle gelingt und gleichzeitig Möglichkeiten der wirksamen Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch für die Zukunft entwickelt werden. Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger betonte, dass der Einsatz unabhängiger Berater zur Überwindung der Hemmschwellen der Opfer, erlittenen Missbrauch mitzuteilen, hilfreich sei.

Anlässlich des Gesprächs wurde vereinbart, dass sich die Deutsche Bischofskonferenz auch an der Unterarbeitsgruppe aktiv beteiligen wird, die sich unter dem Vorsitz des Bundesministeriums der Justiz mit der rechtlichen Aufarbeitung befasst. Neben der Durchsetzung des staatlichen Strafanspruchs wird eine der zentralen Fragen dieser Unterarbeitsgruppe sein, wie das Leid der Opfer in den Fällen, die bereits verjährt sind, angemessen anerkannt werden kann.

Quelle:Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des
Bundesministeriums der Justiz

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.04.2010 16:10.

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Vier Bundeswehrsoldaten in Afghanistan getötet

von redaktion am 15.04.2010 15:18




Vier Bundeswehrsoldaten in Afghanistan getötet

Kundus/Berlin (rdp/ddp). Knapp zwei Wochen nach dem schweren Gefecht nahe Kundus sind in Nordafghanistan wieder deutsche Soldaten gefallen. Bei dem neuerlichen Anschlag starben am Donnerstag vier Bundeswehrsoldaten, wie die Nachrichtenagentur ddp erfuhr. Das Verteidigungsministerium in Berlin wollte auf Anfrage den Vorfall zunächst nicht offiziell bestätigen und verwies darauf, dass zunächst die Angehörigen informiert werden sollten.

Die Patrouille war den ddp-Informationen zufolge auf dem Weg nach Baghlan, als sie gegen 14.30 Uhr beschossen wurde. Dabei wurde sechs Kilometer nördlich von Baghlan ein gepanzertes Fahrzeug vom Typ «Eagle IV» vermutlich durch eine Rakete getroffen. Vier bis sechs Soldaten wurden verwundet.

Erst zu Monatsbeginn war es nahe Kundus zu einem Angriff auf die Bundeswehr gekommen. Bei den bis dahin schwersten Kämpfen seit Beginn des ISAF-Einsatzes waren drei Soldaten getötet und acht weitere zum Teil schwer verletzt worden.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.04.2010 15:20.

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Im Januar und Februar bereits mehr als 1600 Straftaten von Rechten

von redaktion am 15.04.2010 15:02




Der Tagesspiegel: Im Januar und Februar bereits mehr als 1600 Straftaten von Rechten

Berlin (rdp/ots) - Die Polizei hat in den ersten beiden Monaten dieses Jahres bereits 1601 rechte Straftaten, darunter 96 Gewaltdelikte, registriert. Dies geht aus den Antworten des Innenministeriums auf Kleine Anfragen von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) und der Linksfraktion hervor. Die Zahlen stiegen im Februar deutlich an: Für diesen Monat meldete die Polizei 892 rechte Delikte mit 63 Gewalttaten, im Januar waren es 709 Straftaten mit 33 Gewaltdelikten. Ein Grund ist vermutlich das Geschehen am 13. Februar in Dresden, dem 65. Jahrestag des schweren alliierten Luftangriffs auf die Stadt. Mehr als 6000 Rechtsextremisten versammelten sich in Dresden, konnten aber wegen der Blockaden vieler Nazigegner nicht durch die Stadt marschieren. Auf der Heimreise randalierten Rechtsextremisten unter anderem in der sächsischen Stadt Pirna. Sachsen meldete für den Februar 100 rechte Straftaten, 15 waren Gewaltdelikte. Alle Zahlen sind allerdings nur vorläufig, da die Polizei erfahrungsgemäß viele Delikte nachmeldet. Doch schon aufgrund der bisherigen Bilanz ergibt sich, das bei rechten Angriffen in Januar und Februar mindestens 109 Menschen verletzt wurden. Die Polizei ermittelte 978 Tatverdächtige. Festgenommen wurden 50 Rechtsextreme, gegen vier erging ein Haftbefehl.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.04.2010 15:03.

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Katholische Kirche und Justizministerin müssen Klarheit schaffen

von redaktion am 15.04.2010 14:53




Katholische Kirche und Justizministerin müssen Klarheit schaffen


Roth

Berlin (rdp). Zum Treffen von Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger mit
Erzbischof Zollitsch erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN:

„Das Treffen von Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger mit
Erzbischof Zollitsch muss Klarheit darüber bringen, wie eine unabhängige
und externe Aufklärung der Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche
aussehen soll. Wir brauchen eine Aufklärung nach rechtsstaatlichen
Regeln, die im Verdachtsfall unmittelbar wirksam wird, und nicht erst
dann, wenn ein päpstliches Geheimverfahren das für richtig hält.

Die seinerzeit von Joseph Ratzinger als Chef der Glaubenskongregation
ausgearbeiteten Leitlinien der Katholischen Kirche, in der
Missbrauchsfälle gemeinsam etwa mit der ökumenischen Feier der
Eucharistie abgehandelt werden, sind ungenügend. Sie führen mit ihrem
Prinzip der abgeschotteten innerkirchlichen Ermittlungen eher zur
Verschleierung als zur Aufklärung. Sie sind auch vollkommen ungenügend
mit Blick auf den Opferschutz.

Ministerin Leutheusser-Schnarrenberger muss unmissverständlich klar
machen, dass die Kirche kein Staat im Staat ist. Die Aufklärung von
Straftaten ist Sache der rechtsstaatlichen Institutionen, die dafür
legitimiert sind. Die Ermittlungen beim Verdacht auf Missbrauch obliegen
unmittelbar der Polizei und Staatsanwaltschaft.

Angesichts der Reichweite der Angelegenheit brauchen wir auch eine
unabhängige Untersuchungskommission, die die Missbrauchsfälle in
Deutschland umfassend untersucht. Das kann nicht Sache von Runden
Tischen sein, bei denen für Opfer und Täter das Prinzip der gleichen
Augenhöhe gilt. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger darf sich nicht
hinter dem Runden Tisch der Ministerinnen Schröder und Schavan
verstecken, sondern muss als Justizministerin eine unabhängige
Aufklärung vorantreiben.

Erzbischof Zollitsch ist in der Pflicht darzulegen, wie die Katholische
Kirche mit dem Fall Mixa umzugehen gedenkt. Der Umstand, dass ein
Bischof, der zudem Militärbischof ist, in zahlreichen eidesstattlichen
Erklärungen der Körperverletzung beschuldigt wird, kann nicht mit
Schweigen übergangen werden. Schließlich wächst das Sündenregister des
selbsterklärten Christen mit dem reinen Herzen stetig an. Bischof Mixa
muss seine Ämter bis zur vollständigen Aufklärung der Vorwürfe ruhen
lassen.“

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.04.2010 14:54.

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Anhaltende wirtschaftliche Erholung in Asien

von redaktion am 15.04.2010 14:39




Anhaltende wirtschaftliche Erholung in Asien



Asien erholt sich schnell von der Wirtschafts- und Finanzkrise. Das
Wirtschaftswachstum wird in diesem Jahr voraussichtlich 7,5% betragen,
2009 waren es 5,2%. Dies ist die Kernaussage des diesjährigen Berichts
der Asiatischen Entwicklungsbank zur wirtschaftlichen Lage in Asien
(Asian Development Outlook 2010), der heute im
Bundesentwicklungsministerium in Berlin vorgestellt wird.

Die Parlamentarische Staatsekretärin im Bundesentwicklungsministerium
Gudrun Kopp betont bei der Veranstaltung: "Ein prosperierendes Asien ist
eine gute Nachricht für Deutschland. Der Handel zwischen Europa und
Asien wird zunehmen. Asiens schnelle Erholung ist aber vor allem auch
eine gute Nachricht für all die Menschen vor Ort, die unter den
Auswirkungen der Krise leiden. Wichtig ist, gerade jetzt dafür zu
sorgen, dass der Aufschwung bei allen Menschen ankommt."

Im Bericht der Asiatischen Entwicklungsbank, der von Ihrem
stellvertretenden Chefvolkswirt Joseph Zveglich vorgestellt wird, wird
die schnelle wirtschaftliche Erholung Asiens vor allem auf das
entschiedene wirtschaftspolitische Handeln der Regierungen zur
Bekämpfung der Krise zurückgeführt. Nun gelte es, durch geeignete
makroökonomische Politiken den Aufschwung zu festigen und der Gefahr
künftiger Krisen entgegenzuwirken. Hierzu gehören unter anderem eine
Rückkehr zur Haushaltsdisziplin, eine Verbesserung der
Finanzmarktaufsicht, eine Stärkung der Binnennachfrage und ein Ausbau
sozialer Sicherung.

Die Asiatische Entwicklungsbank mit Sitz in Manila wurde 1966 gegründet
und hat 67 Mitgliedsländer. Sie verfolgt das Ziel der Armutsbekämpfung
durch breitenwirksames und ökologisch nachhaltiges Wachstum sowie eine
Stärkung der regionalen Integration. Deutschland ist Gründungsmitglied
und größter europäisches Anteilseigner.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.04.2010 14:39.

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500 000 Jobs durch Ausbau erneuerbarer Energien

von redaktion am 15.04.2010 13:47




Lausitzer Rundschau: Ungebremste Optimisten Studie: 500 000 Jobs
durch Ausbau erneuerbarer Energien




Cottbus/Berlin (rdp/ots) - Bis 2020 will die Branche der erneuerbaren
Energien 235 Milliarden Euro in Anlagen zur Erzeugung von Strom,
Wärme und Kraftstoffen aus Wind, Sonne und Biomasse investieren und
mindestens 500 000 Arbeitsplätze schaffen. Das hat eine Studie der
Prognos AG im Auftrag des Branchenverbandes, der Agentur für
Erneuerbare Energien und der Deutschen Messe AG Hannover ergeben. Zum
Vergleich: Die Chemieindustrie beschäftigt rund 550 000 Menschen, die
Metall- und Elektroindustrie 3,8 Millionen. Beide Branchen sind
wichtige Partner für die Erneuerbaren und müssen ihrerseits mitziehen
- eine Kohle drauflegen, wie es (noch) im Volksmund heißt. Die
Branche wird den für ihre Ansprüche nicht ganz sauberen Vergleich
verschmerzen - und trotz stolz geschwellter Brust die Realitäten im
Blick behalten müssen. Natürlich schafft der Ausbau der Erneuerbaren
willkommene Wertschöpfungsketten. Vor allem in den neuen Ländern, die
von Deindustrialisierung geprägt sind und nachhaltige
Ersatzarbeitsplätze dringend benötigen. Die Betonung liegt auf
nachhaltig. Die heftige Diskussion über desaströse Folgen einer
weiteren Absenkung der Einspeisevergütung für Solarstrom macht
deutlich, wie anfällig das System noch ist, um nicht zu sagen
subventionsverwöhnt. Sie zeigt aber auch, wie richtig es ist, über
die weitere Förderung genau nachzudenken und an Stellschrauben zu
drehen, die überhitzte Entwicklungen drosseln. Unfreiwillig hat die
Studie das dick unterstrichen. Am Ende sind es die Verbraucher, die
die angekündigten Investitionen über die EEG-Umlage bezahlen.
Zusätzlich belastet werden sie durch die Kosten für die Anpassung der
Infrastruktur an das Ausbautempo der Erneuerbaren. Auch die geht in
die Milliarden.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.04.2010 13:47.

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SPD will Liechtenstein auf Liste unkooperativer Steueroasen setzen

von redaktion am 15.04.2010 11:59




SPD will Liechtenstein auf Liste unkooperativer Steueroasen setzen

Passau/Berlin (rdp/ddp). Die SPD legt der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nahe, Liechtenstein wieder auf die graue Liste unkooperativer Steueroasen zu setzen. «Die OECD muss den Fall Liechtenstein erneut kritisch prüfen. Man darf dem Fürstentum sein Verhalten nicht durchgehen lassen», sagte SPD-Fraktionsvize Joachim Poß der «Passsauer Neuen Presse» (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht. Zuvor hatten Zeitungen berichtet, Liechtenstein wolle Deutschland und anderen Ländern auch künftig keine Rechtshilfe gewähren, wenn sich diese bei ihren Ermittlungen gegen Steuersünder auf gestohlene Bankdaten stützen. Die Regierung in Vaduz wolle ein bereits mit Deutschland ausgehandeltes Rechtshilfeabkommen im Nachhinein stark einschränken.

Poß sagte der Verweis Liechtensteins auf gestohlene Bankdaten sei nur ein Vorwand, um die Auskunftspflichten nicht zu erfüllen. Der finanzpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Leo Dautzenberg (CDU), sagte, das Vorhaben Liechtensteins sei mit dem geschlossenen Abkommen nicht vereinbar.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.04.2010 12:00.

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Wirtschaftsforscher heben Wachstumsprognose an

von redaktion am 15.04.2010 11:46




Wirtschaftsforscher heben Wachstumsprognose an



Berlin (rdp/ddp). Führende Wirtschaftsforscher sind inzwischen zuversichtlicher für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland als noch im Herbst und erwarten eine moderate Belebung. In ihrem gemeinsamen Frühjahrsgutachten erwarten sie für dieses Jahr eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,5 Prozent, wie aus der am Donnerstag in Berlin vorgestellten Expertise hervorgeht. Im Herbst waren die Ökonomen noch von einem Plus von 1,2 Prozent ausgegangen.

Für nächstes Jahr erwarten sie einen Anstieg von 1,4 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte die Wirtschaft mit einem BIP-Minus von fünf Prozent die stärkste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg erfahren.

Getrieben werde die Erholung weiter von den Exporten, die in der Rezession unerwartet stark eingebrochen waren. Sie profitierten von der lebhaften Expansion insbesondere in den Schwellenländern. Die Risiken blieben allerdings groß. Beispielsweise sei die Lage im Bankensektor weiter schwierig und an den Finanzmärkten könnten immer wieder Probleme auftreten.

Zudem erwarten die Forscher einen Rückgang der Arbeitslosigkeit von durchschnittlich 3,423 Millionen im vergangenen Jahr auf 3,382 Millionen in diesem und 3,313 Millionen im kommenden Jahr. Die Arbeitslosenquote liege damit in diesem Jahr wie 2009 bei 7,8 Prozent. 2011 soll sie bei 7,6 Prozent liegen.

Die Lage der öffentlichen Haushalte dürfte sich hingegen weiter verschlechtern. Die Defizitquote sehen die Experten in diesem Jahr bei 4,9 Prozent nach 3,3 Prozent im vergangenen Jahr. Für 2011 sei mit einem Rückgang auf 4,2 Prozent zu rechnen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.04.2010 11:46.
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