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Wir kämpfen "mit allen Mitteln" für das Gymnasium

von redaktion am 25.08.2010 15:49




Vorabmeldung Kölner Stadt-Anzeiger CDU-Fraktionsvorsitzender Laumann: Wir kämpfen "mit allen Mitteln" für das Gymnasium


Laumann

Köln/Berlin (rdp/ots) - "Wenn es unter Rot-Grün eine Einheitsschule gibt, die das Gymnasium zerstört, dann werden wir uns mit allen Mitteln der Opposition bis hin zum Volksbegehren gegen wehren. Und das würden wir auch gewinnen." Das sagte Karl-Josef-Laumann, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag, im Redaktionsgespräch mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (www.ksta.de). "Ich habe eine Ablehnung gegen die zwei Jahre gemeinsamen Lernens nach der Grundschule, an die sich Rot-Grün so klammern; damit haben Sie nicht mehr das klassische Gymnasium oder die Realschule, und die Eltern verlieren ihre Wahlfreiheit." Laumann vertritt gleichzeitig die Auffassung, dass man auch in NRW "längst den Schulfrieden" haben könnte, wenn man sich nicht immer wieder über die Schulformen stritte, sondern über die Lern-Inhalte.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.08.2010 15:51.

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Schonprogramm für die Banken

von redaktion am 25.08.2010 15:40




Schonprogramm für die Banken


Wagenknecht

„Die Bundesregierung will die Finanzbranche gegen ihre eigenen Spekulationen zwangsversichern. Eine solche Versicherung liefert den Banken keinen Anreiz, ihre unverantwortlichen Geschäftspraktiken einzustellen“, kommentiert Sahra Wagenknecht den heute vom Kabinett beschlossenen Gesetzesentwurf zur Einführung eines besonderen Insolvenzrechtes für Finanzinstitute und die darin enthaltene Zwangsabgabe in einen Restrukturierungsfonds. Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

Das Volumen von etwa 1,2 Milliarden jährlich ist viel zu gering um auf absehbare Zeit einen wirksamen Schutz aus eigenen Beiträgen der Banken gewährleisten zu können. Deshalb werden auch zukünftig die Steuerzahler und die Betroffenen der Sparpakete die Folgen der Krisen bezahlen. Das Verhalten der Bundesregierung ist in Anbetracht der Erfahrungen aus der aktuellen Krise skandalös. Allein 2008 und 2009 stiegen die Staatsschulden durch die Rettung des Finanzsystems in Deutschland um 98 Milliarden Euro
Der Gesetzesentwurf ist nichts weiter als die Absicherung der bisherigen Praxis, dass im Notfall staatlich abgesicherte Gelder in die Banken gepumpt werden. Das Restrukturierungsgesetz für die Abwicklung insolventer Banken ändert daran nichts.

DIE LINKE fordert unter anderem eine Finanzkrisen-Verantwortungsgebühr in Höhe von 0,15 Prozent der Verbindlichkeiten, damit endlich die Profiteure und Verursacher zur Kasse gebeten werden. Dies würde jedes Jahr 9 Milliarden zusätzliche Steuereinnahmen bringen. Darüber hinaus ist eine strenge staatliche Regulierung bis hin zur Verstaatlichung des Bankensektors notwendig, um künftige Finanzkrisen wirksam zu vermeiden.“

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.08.2010 15:40.

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Keine Einführung in dieser Form

von redaktion am 25.08.2010 15:30




Keine Einführung in dieser Form


Spitz

Zur Diskussion um Sicherheitsbedenken beim neuen Personalausweis erklärt
Malte Spitz, Mitglied des Bundesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

Die Motive ,Geiz ist geil‘ und ,Sicherheit an zweiter Stelle‘ haben
offenbar bei der Bestellung und Klassifizierung der Lesegeräte für den
neuen Personalausweis gesiegt. Alle Sicherheitsbedenken, die jetzt
geäußert werden, waren von Anfang an bekannt. Sie wurden bewusst in Kauf
genommen, um die Bürgerinnen und Bürger nicht mit zu hohen Kosten bei
der Einführung des neuen Personalausweises abzuschrecken.

Mehr als 60 Millionen Menschen werden nun ab dem 1. November nach und
nach dazu verpflichtet, ein Dokument wachsender Verunsicherung permanent
bei sich zu führen. Gegen eine Mehrheit in der Bevölkerung werden bei
diesem Feldversuch den Bürgerinnen und Bürgern elektronische
Identifikations- und Signaturkarten aufgezwungen. Die Verknüpfung aller
neuen Funktionen in einer Karte wurde nicht hinreichend erklärt, und
Sicherheitsbedenken konnten nicht annähernd ausgeräumt werden. Niemand
kann bislang erklären, wie die Sicherheit der Technik und
Verschlüsselung bei einer Gültigkeitsdauer des Ausweises von zehn Jahren
gewährleistet sein soll. Das gibt es bislang in keinem anderen
sicherheitsrelevanten Bereich. Nicht ohne Grund erneuern Banken ihre EC-
und Kreditkarten alle drei bis fünf Jahre. Beim neuen Personalausweis
wird dieses Risiko von der Bundesregierung wissentlich in Kauf genommen,
und Bürgerinnen und Bürger werden zu Versuchskaninchen für neue
Geschäftsmodelle gemacht.

Die Bundesregierung muss von der Einführung des Personalausweises in
seiner derzeit geplanten Form abrücken. Ein Personalausweis ohne
Funkchip und Extrafunktionen sollte das Maß der Dinge bleiben.
Zusätzlich kann eine eigenständige und freiwillige Identifikations- und
Signaturkarte erworben werden, dessen Preis dann auch weitgehende
Sicherheit gewährleistet.“

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.08.2010 15:30.

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"Es geht um Leib und Leben"

von redaktion am 25.08.2010 10:31




"Es geht um Leib und Leben" - Einer der Väter von Stuttgart 21 warnt vor dem Bahnhofs-Projekt



Hamburg/Berlin (rdp/ots) - Der Stararchitekt Frei Otto, einer der Väter von Stuttgart 21, fordert einen Stopp des umstrittenen Bahn-Projektes. In der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern warnt Otto eindringlich davor, mit dem Bau des neuen Hauptbahnhofes zu beginnen. Man müsse jetzt "die Notbremse ziehen", es gehe "um Leib und Leben".

Stuttgart 21 ist eines der teuersten Bahnprojekte aller Zeiten in Deutschland - und das umstrittenste. Der alte, denkmalsgeschützte Bahnhof soll teilweise abgerissen, unter die Erde gelegt, aus dem Kopf- soll eine Durchgangsbahnhof werden, dafür wird ein 33 Kilometer langes mehrgleisiges Tunnelsystem gebohrt.

Otto, der vor einem Jahr aus der S-21-Projektgruppe wegen wachsender Sicherheitsbedenken ausschied, sagte dem stern, dass er "laut" werden müsse: "Aus moralischer Verantwortung heraus, kann ich nicht anders handeln." Mehrere Gefahren sieht der Architekt, der 1997 gemeinsam mit Christoph Ingenhoven den Wettbewerb für den Tiefbahnhof gewonnen und den neuen Tiefbahnhof mit entworfen hat: dass der Bahnhof eventuell überschwemmt werden, oder aber auch, dass er "wie ein U-Boot aus dem Meer" aufsteigen könne".

Stuttgarts Erde ist tückisch. Voller Wasser und Quellen, Gipsschichten mit hohem Anhydridanteil, also Mineralien, die aufquellen, Hohlräume, unkontrollierbar Krater bilden können. Im badischen Staufen, wo die Erde zwecks Erdwärmegewinnung angepiekst wurde, hoben sich Häuser und bekamen Risse, in der Nähe von Stuttgart selbst muss derzeit ein Autobahntunnel aufwendig repariert werden, weil der Druck aus der Tiefe die Straße verformt. Otto: "Es ist wie bei einer roten Ampel, wenn da einer durchbraust, muss man ihn aufhalten."

Ein geologisches Gutachten von 2003, das bisher nur ein kleiner Personenkreis kannte, nicht aber Abgeordnete oder gar Stuttgarts Öffentlichkeit, bestätigt Frei Ottos Bedenken. Diese Studie des Ingenieursbüros Smoltczyk & Partner, die dem stern vorliegt, belegt, wie gefährlich Stuttgarts Untergrund ist: löchrig wie ein Käse, voller Dolinen und Hohlräume, sie zeigt, dass Baurbeiten in diesem Grund enorm schwierig werden. Es lässt sich kaum abschätzen, wie lange sie dauern. Unkalkulierbar scheint zudem, wie viel die Arbeiten in diesem Untergrund kosten werden. "Mit dem Wissen von heute", so Otto zum stern, "kann ich dieses Projekt nicht mehr verantworten. Ich würde auch nicht mehr in die Tiefe gehen, das wollte ich sowieso nie, das wollte der Auftraggeber."

Der Tübinger Dr. Geologe Jakob Sierich, ein Spezialist für Anhydrid- und gipsführende Erdschichten, hat für das Magazin das Gutachten analysiert. Sein Befund: "Bei Stuttgart 21 geht es nicht um mögliche Risse in Häusern, es geht um mögliche Krater, in denen Häuser verschwinden können. Es geht um Menschenleben."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.08.2010 10:31.

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Der Hetzer reitet wieder - polis-Presseschau

von redaktion am 25.08.2010 08:30




Presseschau vom 25.08.2010



Thilo Sarrazin – "Durchschnittlich dümmer"


Der Hetzer reitet wieder

Thilo Sarrazin veröffentlicht ein Buch. Bislang bekannte Auszüge lassen erschrecken. Der Mann verbirgt seinen Rassismus nicht, er verbreitet ihn offen. Die Sarrazynisten im Lande sind begeistert. Die SPD hat ein Problem.





fr-online.de

Sarrazin attackiert Migranten

… Der frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) wird wegen neuerlicher kritischer Anmerkungen über Migranten heftig attackiert. Die Ausländerbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), warf dem Bundesbanker am Dienstag „pauschale Polemik gegen muslimische Migranten“ vor, die „diffamierend und verletzend“ sei. Sarrazin wirft Migranten vor, sich nicht in die deutsche Gesellschaft integrieren zu wollen und mehr Kosten zu verursachen, als Nutzen zu bringen. …




spiegel.de

Gabriel legt Sarrazin SPD-Austritt nahe

Sigmar Gabriel hat ein Problem - es heißt Thilo Sarrazin. Der SPD-Chef hält die jüngsten Migrationsthesen seines Genossen für "sprachlich gewalttätig" und fordert ihn indirekt zum Parteiaustritt auf. Das neue Buch des Bundesbank-Vorstands soll einer Rassismusprüfung unterzogen werden. …




taz.de

Die Rückkehr des Rechenritters Sarrazin

Deutschlands beliebtester Quartalsirrer Thilo Sarrazin ist zurück. Und diesmal begnügt er sich nicht damit, seine kruden Verschwörungstheorien mit Hilfe eines monologischen Interviews ins Volk zu nuscheln. Diesmal hat er ein Buch geschrieben, das er von Spiegel und Bild auszugsweise vorabdrucken lässt, vermutlich weil ihm die Auflage der Jungen Freiheit zu gering ist. …




sueddeutsche.de

"Sarrazins Polemik ist diffamierend und verletzend"

… Schuld an dem Schlamassel tragen nach Sarrazins Überzeugung viele. Vor allem natürlich die Migranten selbst. Er erklärt: "Die mangelnde Integration liegt an den Attitüden der muslimischen Einwanderer". Schuld sind aber auch Politiker, Medien und überhaupt alle, die etwas zu dem Thema sagen: "In Deutschland arbeitet ein Heer von Integrationsbeauftragten, Islamforschern, Soziologen, Politologen, Verbandsvertretern und eine Schar von naiven Politikern Hand in Hand und intensiv an Verharmlosung, Selbsttäuschung und Problemleugnung." ...

Foto: Sueddeutsche.de

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Iran: Bloggerin droht Todesstrafe

von redaktion am 24.08.2010 15:16




Iran: Bloggerin droht Todesstrafe
ROG startet Online-Kampagne



Shiva Nazar Ahari

Berlin (rdp/ots) - Reporter ohne Grenzen (ROG) ruft dazu auf, eine am 24. August gestartete Online-Petition zur Rettung von Shiva Nazar Ahari zu unterzeichnen. In der Petition an die iranischen Behörden fordert ROG die umgehende und bedingungslose Freilassung der Bloggerin und Menschenrechtsaktivistin, die seit dem 20. Dezember 2009 in Teheran inhaftiert ist. Der 26-jährigen Dissidentin droht eine mehrjährige Haftstrafe oder das Todesurteil.

"Helfen Sie mit und unterschreiben Sie die Petition für die Freilassung von Shiva Nazar Ahari auf unserer Website. Die Zeit drängt", appelliert ROG-Geschäftsführer Christian Rickerts. "Die nächste Verhandlung in ihrem Prozess ist für den 4. September angesetzt". Die Petition an den Justizchef des Iran, Ayatollah Sadegh Ardeshir Larijani, und dessen Bruder, den Vorsitzenden des Menschenrechtsstabes der iranischen Justiz, Mohammad Javad Larijani, kann unter http://bit.ly/free_shiva_petition unterzeichnet werden.

"Das iranische Regime lässt kein Mittel aus, um gegen diese tapfere Frau vorzugehen. Shiva Nazar Ahari hat ihren Kampf für die Menschenrechte in den vergangenen Jahren dennoch unerschrocken fortgeführt - aller Einschüchterungsversuche durch die Justiz und mehrerer Festnahmen zum Trotz", sagt Rickerts.

Shiva Nazar Ahari ist unter anderem Gründungsmitglied der Menschrechtsorganisation "Committee of Human Rights Reporters" (CHRR). Das Komitee ist eine internet-basierte Plattform, die über Menschenrechtsverletzungen im Iran berichtet und sich insbesondere für die Rechte von Gefangenen, Flüchtlingen, Frauen und Kindern einsetzt. Seit der Präsidentschaftswahl im Juni 2009 übt die Regierung steigenden Druck auf das CHRR aus. Jegliche Zusammenarbeit mit dem Komitee wird als Straftat verfolgt.

Gegen Shiva Nazar Ahari wurde wegen ihrer Aktivitäten als Online-Dissidentin und Menschenrechtsaktivistin in drei Punkten Anklage erhoben: Verabredung zur Durchführung eines Verbrechens, Hetze gegen den Staat sowie der schwerwiegendste Vorwurf: "Moharebeh", Feindschaft gegen Gott. "Moharebeh" stellt in der Islamischen Republik ein Kapitalverbrechen dar, auf das die Todesstrafe steht. Die Vorwürfe sind aus Sicht von ROG unbegründet, da Shiva Nazar Ahari lediglich Gebrauch von ihrem Recht auf Rede- und Versammlungsfreiheit gemacht hat. "Dies ist in keiner Weise illegal oder gegen den Koran", heißt es in der ROG-Petition an die beiden Justizoberen.

Nazar Ahari wurde seit 2002 bereits viermal verhaftet. Seit ihrer letzten Festnahme im Dezember 2009 wird sie im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten. ROG fordert die Behörden in dem Appell auf, der politischen Gefangenen während ihrer Inhaftierung den Kontakt zu ihrer Familie, zu ihrem Anwalt sowie den Zugang zu adäquater medizinischer Versorgung zu garantieren.

In einer gemeinsamen Presseerklärung mit Amnesty International machte ROG im Juli auf die unmenschlichen Haftbedingungen politischer Gefangener in der Islamischen Republik aufmerksam. Viele Häftlinge sind schwer krank, eine medizinische Behandlung bleibt ihnen verwehrt. Sie sind in ständiger Gefahr, gefoltert oder in anderer Weise misshandelt zu werden.

Seit der Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr sind im Iran rund 180 Medienschaffende festgenommen worden. 36 Journalistinnen und Journalisten sowie Bloggerinnen und Blogger sind noch immer hinter Gittern. Schätzungen zufolge sind zudem mehr als 200 Medienschaffende aus dem Iran geflohen, um so der Verfolgung durch den Staat zu entgehen.

Unterschreiben Sie hier die ROG-Petition zur Freilassung der iranischen Bloggerin Shiva Nazar Ahari: http://bit.ly/free_shiva_petition

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Lebenshilfe ist kein Laienspiel

von redaktion am 24.08.2010 14:06




Lebenshilfe ist kein Laienspiel


Kipping

Berlin (rdp). Zur Diskussion um die Aussetzung der Wehrpflicht und eine dann notwendige Neuordnung der Freiwilligendienste erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende der LINKEN, Katja Kipping:

Ich selbst habe ein Jahr sozialen Freiwilligendienst geleistet und finde, dies ist eine hervorragende Möglichkeit, eigene Fähigkeiten zu erkennen, sich im Leben zu orientieren und dabei Menschen zu helfen. Eines darf aber meines Erachtens nicht passieren: Arbeit, die eine bestimmte Qualifikation und auch berufliche Erfahrung erfordert, nun einfach jungen Menschen „überzuhelfen“, um entsprechendes Fachpersonal zu sparen.

Wenn Kanzlerin Merkel einerseits davon spricht, die Dienste attraktiver zu machen, Bundesfamilienministerin Schröder andererseits verkündet, die negativen Effekte des Auslaufens des bisherigen Zivildienstes minimieren zu wollen, leuchten bei mir alle Warnlampen auf. Menschen, die Hilfe brauchen – egal wodurch bedingt – benötigen zu allererst eines: qualifizierte Fachkräfte. Dabei kann der Freiwilligendienst unterstützend wirken, aber er darf nicht dazu führen, dass sozialer und medizinischer Beistand zum Laiensektor wird und Fachkräfte ihren Job verlieren."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.08.2010 14:07.

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Staatsdefizit im ersten Halbjahr 2010 bei 42,8 Milliarden Euro

von redaktion am 24.08.2010 10:26




Staatsdefizit im ersten Halbjahr 2010 bei 42,8 Milliarden Euro

Wiesbaden/Berlin (rdp/ots) - Das Finanzierungsdefizit des Staates betrug im ersten Halbjahr 2010 nach vorläufigen Ergebnissen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 42,8 Milliarden Euro. Damit war das Defizit im ersten Halbjahr 2010 mehr als doppelt so hoch wie im ersten Halbjahr 2009 (18,7 Milliarden Euro). Mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung schlagen sich nun die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise und der in diesem Zusammenhang aufgelegten staatlichen Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur und der Finanzmärkte deutlich in den Haushalten von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung nieder. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (1 211,7 Milliarden Euro) errechnet sich für das erste Halbjahr 2010 aus dem Finanzierungssaldo eine Defizitquote von - 3,5%.

Bei den Einnahmen (526,1 Milliarden Euro) und Ausgaben (568,9 Milliarden Euro) des Staates setzte sich dabei die im Vorjahr begonnene Entwicklung fort. Der Rückgang bei den Einnahmen belief sich auf - 1,5% und fiel damit in etwa so hoch aus wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum (- 1,4%). Die Ausgaben des Staates stiegen mit + 3,0% (1. Halbjahr 2009: + 3,6%) weiter stark an, wobei der Zuwachs durch einen Sondereffekt spürbar gebremst wurde. In den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen werden die Einnahmen aus der im ersten Halbjahr 2010 erfolgten Versteigerung von Frequenzbereichen für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten als "negative" Ausgaben gebucht. Ohne diesen Einmaleffekt haben die Ausgaben des Staates um 3,8% zugenommen.

Die Steuereinnahmen, die Haupteinnahmequelle des Staates beliefen sich im ersten Halbjahr 2010 auf 278,0 Milliarden Euro und war damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,8% niedriger. Die an den Staat geleisteten Produktions- und Importabgaben (148,0 Milliarden Euro) sind dabei um 2,7% und die Einkommen- und Vermögensteuern (130,0 Milliarden Euro) um 2,9% geringer ausgefallen. Bei den Produktions- und Importabgaben wurde die Entwicklung durch die Gewerbesteuer bestimmt, deren Aufkommen mit 14,4 Milliarden Euro um rund ein Fünftel (- 18,9%) hinter dem entsprechenden Vorjahreswert zurückblieb. Der Anstieg der Umsatzsteuer (+ 0,2%) und der Importabgaben (+ 10,7%) konnte dies nicht ausgleichen. Innerhalb der Einkommen- und Vermögensteuern sind insbesondere die Einnahmen aus der Lohnsteuer (85,9 Milliarden Euro) mit - 3,6% rückläufig gewesen, ebenso wie das Aufkommen aus der veranlagten Einkommensteuer (- 2,8%) und der nicht veranlagten Steuer vom Ertrag (- 9,5%). Erheblich besser entwickelten sich dagegen die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer, die um 14,4% höher ausgefallen sind. Deutlich weniger Einnahmen hat der Staat bei den Vermögenseinkommen realisiert, die vor allem wegen eines erheblich niedrigeren Bundesbankgewinns auf 9,3 Milliarden Euro (- 29,0%) zurückgegangen sind. Die Verkäufe des Staates (23,3 Milliarden Euro) und die an den Staat geleisteten Sozialbeiträge (204,4 Milliarden Euro) sind dagegen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 um 2,0% beziehungsweise 1,9% gestiegen.

Auf der Ausgabenseite wurden für monetäre Sozialleistungen 227,6 Milliarden Euro (+ 3,1%) und soziale Sachleistungen 101,3 Milliarden Euro (+ 4,9%) aufgewendet. Hohe Steigerungsraten waren auch bei den Vorleistungskäufen (+ 3,8%) und den gezahlten Arbeitnehmerentgelten (+ 3,5%) zu verzeichnen. Der Anstieg der Subventionen (+ 5,1%) wird nach wie vor durch die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen an Unternehmen durch die Bundesagentur für Arbeit für Beschäftigte in Kurzarbeit geprägt. Die Zinsausgaben des Staates sind um 3,3% und die Bruttoinvestitionen um 3,0% gestiegen. Geringere Ausgaben waren im ersten Halbjahr 2010 hingegen bei den Vermögenstransfers (- 10,9%) zu verzeichnen.

Am 19. Juli 2010 hat das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) eine Entscheidung zur sektoralen Zuordnung der "Ersten Abwicklungsanstalt" in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen getroffen. Aufgabe der "Ersten Abwicklungsanstalt" ist es, von der WestLB Risikopositionen und nichtstrategienotwendige Geschäftsbereiche zu übernehmen und diese abzuwickeln. Nach der Eurostat-Entscheidung ist die "Erste Abwicklungsanstalt" dem Sektor Staat zuzuordnen. Die damit verbundenen Auswirkungen sind bereits in die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2010 eingeflossen. Der Finanzierungssaldo des Staates hat sich dadurch um rund 900 Millionen Euro verschlechtert. Für das Berichtsjahr 2009 ergeben sich keine Änderungen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.08.2010 10:26.

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FDP fordert zusätzlichen hohen Beitrag der Atomwirtschaft

von redaktion am 24.08.2010 10:14




FDP fordert zusätzlichen hohen Beitrag der Atomwirtschaft

Düsseldorf/Berlin (rdp/ots) - Die FDP fordert neben den bereits geplanten 2,3 Milliarden Euro für den Bundeshaushalt einen weiteren hohen Beitrag der Atomwirtschaft für den Ausbau der erneuerbaren Energien. "Die 2,3 Milliarden Euro für den Bundesetat sind zwar gesetzt. Darüber hinaus erwarten wir aber, dass es auch einen nennenswerten Beitrag für die erneuerbaren Energien gibt", sagte der umweltpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Kauch, der "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe). Im Gespräch ist in der Koalition ein zusätzlicher Beitrag der vier Energiekonzerne RWE, Eon, EnBW und Vattenfall zwischen einer und zwei Milliarden Euro jährlich. Der Beitrag könne in Form von Investitionszusagen der Konzerne in den Ausbau der Erneuerbaren Energien vertraglich festgelegt werden, hieß es in Koalitionskreisen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.08.2010 10:14.

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Im Schrumpfen liegt die Kraft - polis-Presseschau

von redaktion am 24.08.2010 08:48




Presseschau vom 24.08.2010



Stehen hier bald nur noch solche, die das Schiessen zum Beruf machen wollen?


Im Schrumpfen liegt die Kraft

Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg kanns. Künftig soll seine Bundeswehr um eine Drittel schrumpfen, dadurch billiger werden und gleichzeitig in puncto Effektivität wachsen. Die Wehrpflicht wird ausgesetzt, Zivildienst soll freiwillig werden.





fr-online.de

Kleiner und stärker

… Danach soll die Wehrpflicht vom kommenden Jahr an ausgesetzt und die Bundeswehr um ein Drittel verkleinert werden. Die Truppe würde in den nächsten Jahren von gegenwärtig 252.000 auf 163.500 Soldaten schrumpfen. Die Wehrpflicht soll vor allem auf Wunsch der Union im Grundgesetz verankert bleiben, aber niemand mehr gegen seinen Willen eingezogen werden. Freiwillige sollen dann zwischen 12 und 23 Monaten dienen können. Vorgesehen sind 156.000 Berufs- und Zeitsoldaten sowie 7500 Freiwilligen. …




faz.net

Guttenbergs Offensive

… Die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Merkel versprach Guttenberg eine „konstruktive Begleitung“ bei der Verwirklichung von dessen Modell. In einem von der Madsack-Mediengruppe verbreiteten Interview sagte sie: „Ich möchte, anders als das zum Beispiel die SPD bei der Agenda 2010 gemacht hat, unsere Mitglieder mitnehmen auf einen Weg. Und diesen Weg gemeinsam mit dem Verteidigungsminister zu gehen, bin ich willens.“ Das sei die Aufgabe der nächsten Wochen. …




spiegel.de

Guttenbergs riskantes Modell 4

… Pikant: Nach SPIEGEL-Informationen wird der Umbau der Bundeswehr zur Freiwilligenarmee den Haushalt längst nicht soweit entlasten, wie auf Schloss Meseberg angedacht. Entgegen den Erwartungen von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird das Vorhaben bis zum Jahr 2014 nur 1,5 Milliarden Euro im Verteidigungsetat einsparen. Schäuble hatte aber einen Sparbeitrag des Verteidigungsministeriums von 8,3 Milliarden Euro verlangt. …




taz.de

Guttenberg stellt Schrumpfpläne vor

… Die Wehrpflicht soll zwar im Grundgesetz verankert bleiben, es sollen aber keine jungen Leute mehr gegen ihren Willen eingezogen werden. Der Verteidigungsminister will aber einen freiwilligen "Schnupper-Wehrdienst" mit einer Länge von 12 bis 23 Monaten anbieten, der vor allem dazu dienen soll, Nachwuchs für die Berufsarmee zu rekrutieren. Auch Frauen sollen sich dafür freiwillig melden können. ...

GFoto: taz.de/dpa

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