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17. Juni: NPD und proDeutschland wollen in Berlin marschieren

von redaktion am 16.06.2011 11:09




17. Juni: NPD und proDeutschland wollen in Berlin marschieren

Berlin (rdp). Am Jahrestag des Arbeiteraufstandes vom 17. Juni 1953 in der DDR will die rechtsextreme NPD am Freitag in Berlin-Mitte eine Kundgebung abhalten. Der genaue Kundgebungsort und die Versammlungszeit stehen laut Polizei noch nicht fest.

Nach Informationen des Berliner 'Tagesspiegels' wollen sich die NPD-Anhänger am Rosa-Luxemburg-Platz treffen. Dort hat die Linke ihren Sitz. Die Linkspartei warnte davor, der NPD zu erlauben, am Rosa-Luxemburg-Platz aufzutreten. 'Wir wollen, dass die NPD verboten wird und nirgendwo marschieren darf, auch nicht auf dem Rosa-Luxemburg-Platz', sagte Parteichef Klaus Ernst dem 'Tagesspiegel'. Er könne sich nicht vorstellen, dass die Demokraten Berlins 'diesen Platz den Faschisten überlassen'.

Laut 'taz' ist der Anmelder der rechtsextremen Kundgebung unter dem Motto 'Arbeiter wehrt euch, damals wie heute' der NPD-Landesvize Sebastian Schmidke. Bei einer von ihm angemeldeten Demonstration seien Mitte Mai in Kreuzberg Gegendemonstranten von Neonazis attackiert worden.

Ebenfalls am 17. Juni wollen sich dem Bericht zufolge die rechten Islamgegner von 'Pro Deutschland' in Friedrichshain am Frankfurter Tor versammeln. Antifaschistische Initiativen hätten bereits Gegenaktionen angekündigt.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.06.2011 12:31.

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Geheime Bundeswehr-Daten

von redaktion am 16.06.2011 10:02




Neues Deutschland: Geheime Bundeswehr-Daten

Berlin (rdp/ots) - Wer Antworten auf eine Parlamentsanfrage fälscht oder nachträglich zur Geheimsache erklärt - der wird seine Gründe haben. Doch ob das auch gute Gründe sind? Am 9. Juni schrieb das Verteidigungsministerium der Grünen-Abgeordneten Viola von Cramon, dass die ihr im April erteilten Antworten auf eine Kleine Anfrage »sensible« Daten beinhalten. Im Nachgang habe man diese zur Verschlusssache erklärt und die bereits veröffentlichte Bundestagsdrucksache zurückgezogen. Weg sind die Fakten. Für jetzt und alle Zeiten. Denn natürlich darf man mit Geheimem auch nicht einfach so auf der politischen Bühne hausieren gehen.

Es ist schon dreist, wie da ein Ministerium in die Rechte des Parlaments eingreift. Um welche sensiblen Daten ging es? Stand wenigstens die Sicherheit der Bundesrepublik auf dem Spiel?

Keineswegs. Es ging lediglich um die deutschen Zahlungen an Usbekistan für die Nutzung der des Flugplatzes in Termez. Das ist der entscheidende Umschlagplatz für den Bundeswehrnachschub Richtung Afghanistan. Daran ist nichts geheim. Doch Usbekistan, das von Islam Karimow mit harter Hand geführt wird, steht wegen allerlei Menschenrechtsverletzungen am Pranger. Und so wollte man schlicht nicht dokumentiert haben, dass das demokratische Deutschland so einem Unrechtsregime Jahr um Jahr rund16 Millionen Euro in den Rachen wirft, um in Afghanistan einen ungerechten und längst verlorenen Krieg fortzusetzen.

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Schwarz-Grüne Träume - polis-Presseschau

von redaktion am 16.06.2011 08:58




Presseschau vom 16.06.2011



Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht im Bundestag mit dem Fraktionsvorsitzenden
der Grünen, Jürgen Trittin. Ein Bild, das SPD und FDP gleichermaßen verärgern dürfte.


Schwarz-Grüne Träume

Die jeweilige Basis der Grünen, wie auch der Unionsparteien, reiben sich verwundert die Augen, glauben ihren Ohren nicht zu trauen. Dementis hin Dementis her, die Möglichkeit einer schwarz-grünen Koalition auf Bundesebene muss keine Fata Morgana bleiben. Der Grünen-Chef Özdemir hält eine solche Koalition für möglich. SPD und FDP reagieren hysterisch.





fr-online.de

Zu viel grünes Lob für Merkel

... So freundlich hat in der schwarz-gelben Koalition schon länger niemand mehr über Angela Merkel geredet. Die Kanzlerin verdiene „großen Respekt“ für den Atomausstieg, lobte am Wochenende ein Ministerpräsident: „Das ist eine schwierige Kehrtwende, mit der sie innerparteilich ein hohes Risiko eingeht.“ Als Physikerin entscheide Merkel rational. „Ich bin auch Naturwissenschaftler, das verbindet“, gestand er offen. Nun sei die wesentliche Hürde für Schwarz-Grün im Bund beiseite geräumt. Alles das erklärte im Tagesspiegel der baden-württembergische Regierungschef Winfried Kretschmann. ...




spiegel.de

Das schwarz-grüne Traumpaar

Nüchtern, pragmatisch, unideologisch: Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Kretschmann sind wie geschaffen für eine schwarz-grüne Polit-Ehe. Ein Hirngespinst? Keineswegs. In Zeiten schwarz-gelber Tristesse wirkt das Duo wie eine Option auf die Zukunft. ...




sueddeutsche.de

Warum ein Hirngespinst Wirklichkeit werden kann

Natürlich werden Union und Grüne nach der Bundestagswahl 2013 miteinander über eine mögliche Koalition reden. Ein schwarz-grünes Bündnis könnte für beide Seiten sogar viele Vorteile haben. Kein Wunder also, dass Sozialdemokraten und Liberale jetzt so hysterisch reagieren. ...




stern.de

Özdemir hält Schwarz-Grün weiterhin für möglich

... Die schwarz-grüne Koalition in Hamburg ist gescheitert. Sind damit auch weitere Bündnisse zwischen den Grünen und der Union ausgeschlossen? Nicht unbedingt, meint Grünen-Chef Chem Özdemir. In der Hansestadt habe die GAL lediglich auf die Regierungsunfähigkeit der CDU reagiert. ...

Foto: sz.de/dpa

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.06.2011 09:00.

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Deutsche Burschenschaft nimmt Stellung zu Vorwürfen

von polis am 15.06.2011 20:46




Deutsche Burschenschaft nimmt Stellung zu Vorwürfen


Burschenschafter: Sind chinesische Eltern ein Makel?

Eisenach/Berlin (rdp/ots) - Zu dem rufschädigenden Artikel auf "Spiegel Online" und in anderen Medien über die Deutsche Burschenschaft, nimmt die Vorsitzende Burschenschaft, die Münchener Burschenschaft Arminia-Rhenania, wie folgt Stellung. Der Sprecher der Deutschen Burschenschaft, Stefan Dobner, erklärt dazu:

Die heute auf "Spiegel Online" aufgetauchten Vorwürfe gegen die Deutsche Burschenschaft und das interne Rechtsgutachten bezüglich der Aufnahmebedingungen von Neumitgliedern sind ideologisch überzogen. Innerhalb des Verbands werden das Gutachten und darauf begründete Anträge zum Burschentag kritisch gesehen und bereits im Vorfeld des Burschentages kontrovers diskutiert. Jedoch ist der Vorwurf, es handele sich gleichsam um die Einführung eines "Arierparagraphen" überzogen, faktisch falsch und kommt Rufmord gleich. Das Gutachten orientiert sich an dem in der Bundesrepublik über Jahrzehnte geltenden Abstammungsprinzip - dem ius sanguinis. Dieses Prinzip gilt heute noch der Schweiz, in Israel sowie in den meisten EU-Staaten wie Österreich. Das Rechtsgutachten trägt somit auch den Mitgliedsvereinigungen in der Republik Österreich und der dortigen Rechtsauslegung Rechnung.

Die Deutsche Burschenschaft mit Rassismus in Verbindung zu bringen entbehrt jeder Grundlage. Die Prinzipien der Deutschen Burschenschaft verpflichten jeden Burschenschafter zur Achtung der Würde jedes Menschen als Grundlage unserer Verfassung. Die Deutsche Burschenschaft steht unverbrüchlich in der freiheitlich-demokratischen Tradition der Revolution von 1848 und wird sich weiterhin für Meinungsfreiheit, Demokratie und Selbstbestimmung einsetzen, wie es ihre Verfassung von jedem Mitglied fordert."


Hier gehts zum spiegel-onlie-Artikel auf den sich die Erklärung bezieht:
zum Artikel

Foto: spiegel-de/ap

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.06.2011 20:48.

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Entwicklungszusammenarbeit wird neoliberaler Marktlogik geopfert

von polis am 15.06.2011 16:18




Entwicklungszusammenarbeit wird neoliberaler Marktlogik geopfert


Movassat

Berlin (rdp). „Indem sie die Entwicklungszusammenarbeit einer Privatisierungs- und Marktlogik unterwirft und ihre Verantwortung gegenüber Afrika an die deutsche Privatwirtschaft überträgt, stiehlt sich die Bundesregierung aus der Verantwortung. Die Bedürfnisse der Menschen in Afrika spielen nur dann eine Rolle, wenn sie den Interessen der deutschen Privatwirtschaft dienlich sind“, so Niema Movassat, Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, anlässlich der Verabschiedung des Gesamtkonzepts für Afrika durch das Bundeskabinett. Movassat weiter:

Allein die Verschiebung der Schwerpunkte weg von der bis dato zentralen Armutsbekämpfung hin zu Sicherheit, Energie, Rohstoffen und Wirtschaft zeigt, dass nicht die Entwicklung des afrikanischen Kontinents im Sinne der Afrikanerinnen und Afrikaner im Vordergrund steht, sondern Afrika nach wie vor als Rohstofflager gesehen wird. Alles soll sich dem Ziel der Schaffung von möglichst optimalen Investitionsbedingungen für die deutsche Wirtschaft unterordnen. Zu Zwecken einer längst überholten neoliberalen Privatisierungs- und Marktlogik opfert die Bundesregierung die Ziele der Entwicklungszusammenarbeit bis hin zur Selbstabschaffung des Instruments.

Wenn die Bundesregierung ihre entwicklungspolitische Glaubwürdigkeit nicht endgültig verlieren möchte, muss sie sich wieder auf einzelne wichtige Beiträge - wie den Gesundheitsbereich - konzentrieren. Kohärenz deutscher Afrikapolitik darf nicht bedeuten, dass sich die Entwicklungspolitik der deutschen Außen-, Wirtschafts- und Sicherheitspolitik und den wirtschaftlichen Interessen deutscher Großkonzerne unterordnet. Armutsbekämpfung und Friedensförderung müssen vorrangige Aufgaben deutscher Entwicklungspolitik bleiben. Ergänzt werden sollten sie durch die Förderung eigenständiger Entwicklungswege. Auf diese Ziele müssen sich in einer kohärenten Strategie alle anderen Politikfelder verpflichten.

Skandalös ist auch die höchst umstrittene Verknüpfung von sicherheits-, wirtschafts- und entwicklungspolitischen Themen. Deutsche Wirtschaftsinteressen auch militärisch abzusichern ist heute klare Strategie der Bundesregierung. Dies hat erst letzte Woche die Vereinbarung zwischen der staatseigenen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ und der Bundeswehr über eine engere Koordination von Entwicklungshelfern und Militär in den gemeinsamen Einsatzgebieten gezeigt.“

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Nationaler Aktionsplan enttäuschend mutlos

von polis am 15.06.2011 16:03




Nationaler Aktionsplan enttäuschend mutlos



Berlin (ots) - Zur heutigen Beratung des Bundeskabinetts über den Nationalen Aktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:

Der Nationale Aktionsplan ist in seiner jetzigen Form enttäuschend mutlos, denn er ist nicht strategisch ausgerichtet und muss sich die Bezeichnung Plan erst noch verdienen. Es ist augenscheinlich, dass nur vereinzelte gesetzgeberische und damit tiefgreifende Maßnahmen vorgesehen sind. Reiner Aktionismus reicht aber nicht aus, um die in der Konvention festgeschriebenen Menschenrechte in Deutschland zu verwirklichen. Notwendig ist vielmehr ein starkes Signal des Aufbruchs. Dazu braucht es eine Gesamtstrategie, die verbindliche Ziele festlegt. Insbesondere in den Bereichen Bildung und Arbeit ist ein strukturelles Herangehen geboten. Der SoVD fordert die an den nun erforderlichen parlamentarischen Beratungen beteiligten Akteure dazu auf, den vorliegenden Entwurf zu überarbeiten und die Chance für eine Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention nicht zu vergeben."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.06.2011 16:03.

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Brüderle attackiert Ratingagenturen

von redaktion am 15.06.2011 10:27




FDP-Fraktionschef Brüderle attackiert Ratingagenturen


Brüderle

Düsseldorf/Berlin (rdp/ots) - FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat die Ratingagenturen scharf kritisiert. "Das selbstbewusste Heben oder Senken des Daumens ist schon bemerkenswert", sagte Brüderle der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). "Über die Rolle der Ratingagenturen bei der Finanzmarktkrise muss man diskutieren", forderte der frühere Bundeswirtschaftsminister. Der Bewertungsmarkt werde von nur drei US-Ratingagenturen beherrscht. Sie hätten maßgeblichen Einfluss auf die Zukunft der Euro-Zone. "Die Etablierung einer Europäischen Ratingagentur wäre Schweiß und Hirnschmalz wert, denn ein europäischer Wettbewerber würde dieses enge Oligopol aufbrechen", sagte Brüderle. Griechenland habe auf dem Weg zu mehr Solidität "erste Schritte" unternommen. "Das sollten auch die Ratingagenturen zur Kenntnis nehmen", mahnte Brüderle. Die Ratingagentur Standard & Poor´s hatte griechische Anleihen am Montag um drei Bonitätsstufen auf den Ramschstatus CCC herabgesenkt. Damit erhielt Griechenland die weltweit schlechteste Bewertung.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.06.2011 10:30.

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Griechische Wut - polis-Presseschau

von redaktion am 15.06.2011 08:32




Presseschau vom 15.06. 2011



Empörte Bürger in Athen: Generalstreik und Massendemos


Griechische Wut

Die europäischen Finanzminister konnten sich bislang auf keine neuen Vereinbarungen über weitere Hilfen für Griechenland einigen. Viele Optionen werden diskutiert - bis hin zur Pleite des Landes. Derweil ­steigt ­die Wut der Griechen auf die Sparpläne der Regierung und die restriktiven Vorschriften aus Brüssel. Für heute sind Massendemos und ein Generalstreik geplant. Griechenland soll den Ausnahmezustand erleben.





fr-online.de

Wehe, wenn sie losgelassen


... Wenn Unternehmen zahlungsunfähig werden, marschieren sie zum Amtsgericht. Und wenn Staaten ihre Forderungen nicht mehr bedienen können? Dann droht die ungeordnete Insolvenz, weil es kein Konkursrecht für Staaten gibt. Diese Unordnung vorausgeschickt, wagen wir einen Blick in den Juli dieses Jahres. Die EU ist zerstritten, weshalb sich der Internationale Währungsfonds weigert, die für Ende Juni zugesagte Tranche über 12 Milliarden Euro nach Athen zu überweisen. Was passiert dann? ...




faz.net

EZB lehnt Schaeubles Griechenland-Ideen ab

Die Bundesregierung fordert einen deutlichen Privatwirtschaft-Beitrag an der neuen Griechenland-Hilfe. Doch die EZB sperrt sich. Laut dem künftigen Präsidenten Draghi dürfen Privatgläubiger nicht gegen den Willen beteiligt werden. ...




spiegel.de

Demonstranten wollen Griechenland lahmlegen

... Erste Demonstranten sind schon am frühen Mittwochmorgen zum griechischen Parlamentsgebäude gekommen, in ein paar Stunden soll dort nichts mehr gehen: Gewerkschaften und Bürgervereinigungen planen einen Belagerung des Gebäudes, auch die Zufahrtsstraßen zur Volksvertretung sollen blockiert werden. ...




taz.de

Die Einheit bröckelt

... Es wäre alles wohl viel einfacher für Papandreou, wenn er Positives aus Brüssel melden könnte. Besonders kritisch wird in den griechischen Medien die Rolle Deutschlands bewertet: Einerseits fühlt man sich angewiesen auf die größte Wirtschaftsmacht Europas, andererseits ärgern sich viele Griechen über Anweisungen und Pleitedrohungen aus Berlin oder Frankfurt. ...

Foto: spiegel.de/reuters

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"Interessierst du dich für Politik?"

von polis am 14.06.2011 18:18

39 Prozent der Schüler interessieren sich für Politik
Für 61 Prozent der deutschen Kinder und Jugendlichen spielt sie aber keine große Rolle




München/berlin (rdp/ots) - Die Wahl der Klassensprecher ist eine ernste Sache und so etwas wie Politik im Kleinen. Aber wie wichtig nehmen Deutschlands Mädchen und Jungen die große Politik? Dies fragte die Zeitschrift ELTERN family für ihre aktuelle Ausgabe (Heft 7/2011 ab morgen im Handel) insgesamt 1.397 Schülerinnen und Schüler zwischen 9 und 19 Jahren.

"Interessierst du dich für Politik?" lautete die genaue Frage an die Kinder und Jugendlichen. Deren Antwort: 39 Prozent sagen ja, für knapp zwei Drittel (61 Prozent) spielt Politik jedoch keine große Rolle.

Als Gründe für ihr Desinteresse nennen die Befragten (Mehrfachnennungen waren möglich): Politik interessiert mich nicht, weil sie langweilig ist (26 Prozent); weil sie für mich unwichtig ist (14 Prozent); weil sie schwer zu verstehen ist bzw. weil ich keine Ahnung davon habe (je 8 Prozent). Je 5 Prozent sagen: Weil ich zu jung bin; weil Politiker zu viel reden; weil sie leere Versprechungen machen. Für 4 Prozent vertreten Politiker ihre eigenen Interessen; 3 Prozent meinen, dass man sowieso nichts ändern kann.

Diejenigen, die sich für Politik interessieren, geben diese Gründe an: Weil Politik alle betrifft (19 Prozent); weil es wichtig ist, informiert zu sein (16 Prozent); weil Politik für die Zukunft wichtig ist (13 Prozent). 7 Prozent sagen, dass sie mitgestalten möchten; 6 Prozent, dass Politik interessant, spannend, unterhaltsam ist. Für je 4 Prozent gehört politische Information zur Allgemeinbildung bzw. sie meinen, dass die Demokratie verteidigt werden muss.

Drei konkrete Stimmen aus der Umfrage: "Ich muss noch nicht wählen, und wenn es so weit ist, mach ich das aus dem Bauch heraus. Ich habe jetzt anderes zu tun", sagt ein 15-Jähriger Mittelschüler. Ein 13-Jähriger Hauptschüler: "Ich interessiere mich für Politik, weil ich was in Deutschland verändern will. Ich will mehr Arbeitsplätze sichern". Auch eine 14-Jährige Gymnasiastin ist auf der Pro-Seite: "Weil ich zur Bildungselite gehöre und es meine Pflicht ist, darauf zu achten, dass so etwas wie mit Hitler nicht mehr passieren kann".

Antworten Zuletzt bearbeitet am 14.06.2011 18:19.

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Finanzkonzerne und Rating-Agenturen entmachten

von polis am 14.06.2011 15:43




Finanzkonzerne und Rating-Agenturen entmachten


Wagenknecht

Berlin (rdp). "Dasselbe Rating-Kartell, welches durch falsche Urteile zur weltweiten Verbreitung giftiger Finanzpapiere beigetragen hat, spielt sich nun zum Richter und Henker über Staaten wie Griechenland auf. Nicht nur, dass sich die EU-Staaten die Kosten ihrer Staatsverschuldung von Standard & Poor‘s, Fitch und Moody‘s diktieren lassen. Auch auf die heikle Frage einer Umschuldung Griechenlands nehmen die Rating-Agenturen Einfluss – zugunsten der privaten Gläubiger natürlich. Diesem Treiben, das ganze Volkswirtschaften in den Ruin stürzen kann, muss endlich Einhalt geboten werden", kommentiert Sahra Wagenknecht die Herabstufung der griechischen Kreditwürdigkeit durch Standard & Poor‘s. Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

Noch immer sitzen Staaten und Finanzinstitute auf Bergen von Schrottpapieren, deren Abschreibung enorme Kosten verursacht. Da Rating-Agenturen für ihre Urteile von den Finanzkonzernen bezahlt werden, hatten sie die hochriskanten Papiere einst mit Bestnoten versehen und damit zur globalen Verbreitung dieses Finanzgiftmülls beigetragen. Nun spielen sie das umgekehrte Spiel: Mit jeder Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Staaten treiben sie die künftigen Zinsen auf Staatsanleihen nach oben. Dies bedeutet, dass die Steuerzahler für die Profite der Banken und Vermögensbesitzer noch stärker bluten müssen. Und da sich die Abwärtsspirale mit jeder Herabstufung noch schneller dreht, sind irgendwann die Grenzen der Belastbarkeit überschritten und an eine Finanzierung über die Kapitalmärkte ist nicht mehr zu denken. Und auch dann sollen - wie im Fall Griechenlands - wieder die Steuerzahler aushelfen.

DIE LINKE setzt sich dafür ein, dass die Haushalte der EU-Staaten vom Diktat der Finanzkonzerne und Rating-Agenturen befreit werden. Hierzu muss eine Bank für öffentliche Anleihen gegründet werden, bei der sich die EU-Staaten finanzieren können, ohne den Umweg über den Kapitalmarkt und die privaten Geschäftsbanken zu gehen. Eine derartige Abkopplung der Staatsfinanzen von den Finanzmärkten würde auch eine umfangreiche Entschuldung Griechenlands ermöglichen, ohne dass sich die Finanzierungsbedingungen für Staaten wie Portugal oder Irland verschlechtern. Darüber hinaus sollten sämtliche Gesetze geändert werden, die die Akteure auf den Finanzmärkten dazu zwingen, sich an den Urteilen der Rating-Agenturen zu orientieren. Zumindest aber sollte das Machtkartell der privaten Rating-Agenturen durch Einrichtung einer öffentlichen europäischen Rating-Agentur gebrochen werden."

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