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Eine ökonomische Frage - polis-Presseschau

von redaktion am 24.06.2011 09:03



Presseschau vom 24.06.2011



Erfolg für Philipp Rösler: Die Bundeskanzlerin hat sich auf eine „substantielle Steuerentlastung” eingelassen


Eine ökonomische Frage

Die schwarz-gelbe Regierung verspricht Steuersenkungen, rechtzeitig vor den Bundestagswahlen 2013. Insbesondere der FDP-Wirtschaftsminister Philipp Rösler legt sich ins Zeug. Auch Kanzlerin Merkel signalisiert Zustimmung. Dem Vorwurf, solche Steuerentlastungen dienen vor allem dem Aufpäppeln der siechenden FDP entgegnet Rösler: "Das ist keine parteipolitische Frage, sondern eine ökonomische Frage".





fr-online.de

Merkel senkt nun doch die Steuer

Die Einkommensteuerzahler sollen insgesamt um fünf bis zehn Milliarden Euro entlastet werden. Der Termin für die Steuerreform ist allerdings noch offen. Widerstand kommt aus Ländern und Kommunen: Sie bekommen 60 Prozent der Einnahmen. ...




faz.net

Wahlversprechen und Steuergeschenke

... In der CDU tat sich prompt ein Riss zwischen den Bundespolitikern und ihren Regierungschefs in den Ländern auf. Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, lehnte diesen Schritt kategorisch ab: „Für solche Steuergeschenke fehlt mir nicht nur das Verständnis, sondern es fehlt uns allen dazu der Spielraum.“ ...




spiegel.de

Steuersenker in der Union formieren sich

... Die Bundesregierung bittet bei den geplanten Steuersenkungen für untere und mittlere Einkommen um mehr Zeit. Eine schnelle Entlastung ist nicht geplant. Dagegen formiert sich in der Union Widerstand: Mehrere CSU-Politiker sowie der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sprachen sich am Donnerstag für rasche Entlastungen der Bürger aus. ...




sueddeutsche.de

Rösler verteidigt geplante Steuersenkung

... Die FDP sieht eine Reihe denkbarer Wege zur Entlastung der Steuerzahler. Die Koalition habe noch nicht über einzelne Instrumente, Termine und Volumina gesprochen, sagte Generalsekretär Christian Lindner der Saarbrücker Zeitung. Es gebe aber eine "Bandbreite" von Möglichkeiten. "Über den Tarifverlauf spricht man, über die Grundfreibeträge kann man sprechen. Der Solidaritätszuschlag wurde ebenfalls in diesem Zusammenhang genannt", sagte Lindner. Die Gesetzgebung benötige allerdings eine Vorlaufzeit, Steuersenkungen zum 1. Januar 2012 seien "eher nicht mehr" erreichbar. ...

Foto: faz.net/dpa

Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.06.2011 09:08.

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Bertrand-Henri Lévy, Jürgen Habermas, Ulrich Beck u. a.: Offener Brief für eine mutigere Europa-Politik

von redaktion am 23.06.2011 16:22




Bertrand-Henri Lévy, Jürgen Habermas, Ulrich Beck u. a.: Offener Brief für eine mutigere Europa-Politik

Hamburg / Berlin (rdp/ots) - In einem offenen Brief auf ZEIT ONLINE kritisieren namhafte europäische Wissenschaftler und Politiker das bisherige Krisenmanagement der Europäischen Union: "Wir sind um den aktuellen Zustand der EU besorgt", schreiben sie. Zu lange hätten die Entscheidungsträger nur reagiert, statt die Ursachen der Krise aktiv zu bekämpfen. "Diese Form der Ad-hoc-Politik hat die europäische Solidarität unterhöhlt." Die politische Führung müsse wiederhergestellt werden, um weiteren Schaden zu vermeiden.

Die Unterzeichner des Schreibens sprechen sich gegen "immer neue Runden von Sparmaßnahmen" aus, "die weder Vertrauen noch wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit erzeugen." Sie fordern mehr Integration und eine stärkere Koordinierung der Fiskalpolitik: "Die Währungspolitik funktioniert nicht ohne eine engere politische Union. Dies muss anerkannt und umgesetzt werden, anstatt den Zusammenbruch der Eurozone zu riskieren."

Den offenen Brief unterzeichnet haben unter anderem die Politiker Giuliano Amato (ehemaliger italienischer Premier), Poul Nyrup Rasmussen (ehemaliger dänischer Premier), Alfred Gusenbauer (ehemaliger Bundeskanzler Österreichs); die Soziologen Zygmunt Bauman (Leeds University) und Ulrich Beck (Ludwig-Maximilians-Universität München); die Philosophen Bertrand-Henri Lévy (Frankreich) und Jürgen Habermas (Deutschland) sowie die Wirtschaftswissenschaftler Peter Bofinger (Julius-Maximilians-Universität Würzburg) und Gustav Horn (Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung Düsseldorf).

Den Wortlaut des Briefes und die komplette Liste der Unterzeichner
finden Sie unter dem Link http://ots.de/LXQ0S .


Die englische Fassung des Briefes erschien zeitgleich im britischen "Guardian".

Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.06.2011 16:22.

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ÄRZTE OHNE GRENZEN verurteilt Initiative zur Abschiebung von Bootsflüchtlingen nach Libyen

von redaktion am 23.06.2011 16:11




ÄRZTE OHNE GRENZEN verurteilt Initiative zur Abschiebung von Bootsflüchtlingen nach Libyen



Brüssel/Berlin (rdp/ots) - Anlässlich des Treffens des Europäischen Rates am Freitag in Brüssel verurteilt ÄRZTE OHNE GRENZEN die Bestimmungen des bilateralen Abkommens zwischen Italien und dem Nationalen Übergangsrat in Libyen vom vergangenen Freitag. Das Abkommen regelt die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung illegaler Einwanderung, speziell durch die Rückführung illegaler Einwanderer nach Libyen.

ÄRZTE OHNE GRENZEN ist schockiert, dass ein Staat, der als Kriegspartei in den Konflikt in Libyen verwickelt ist, solche Maßnahmen trifft, während der Krieg andauert. Die Menschen, die auf Schiffen aus Libyen ankommen, fliehen vor Gewalt und müssen von der Staatengemeinschaft geschützt werden. Sie nach Libyen abzuschieben oder über das Meer zurückzuschicken, wäre eine Verletzung der internationalen Verpflichtung zur Nicht-Zurückweisung.

ÄRZTE OHNE GRENZEN betont die Widersprüchlichkeit dieses Abkommens und die unterschiedlichen Maßstäbe, die die europäischen Staaten anwenden, die in den Krieg verwickelt sind. Es ist inakzeptabel, dass ein Land, das zum Schutz der Zivilisten Bombardierungen einsetzt, gleichzeitig die Opfer dieses Krieges zurückschickt. "Dieses Abkommen ist ein Todesurteil für die Bevölkerung, die Gefahr läuft, ohne Ausweg in dem Konflikt in der Falle zu sitzen", erklärt Christopher Stokes, Geschäftsführer von ÄRZTE OHNE GRENZEN in Belgien.

Im Jahr 2009 hat ÄRZTE OHNE GRENZEN Bedenken bezüglich der Unterzeichnung des "Freundschaftsvertrages" zwischen Libyen und Italien ausgedrückt, weil er die erzwungene Rückführung der Migranten vorsieht. ÄRZTE OHNE GRENZEN kann nun die schrecklichen Folgen dieses Abkommens für die Menschen sehen, die schon vor Ausbruch des Konflikts erfolglos versucht haben, Italien zu erreichen.

ÄRZTE OHNE GRENZEN behandelt Menschen, die in Mineo auf Sizilien und im tunesischen Choucha Zuflucht in Lagern gesucht haben. Zeugenaussagen decken die Grausamkeiten, die menschenunwürdige, inhumane Behandlung und die daraus resultierenden Traumata auf, die Migranten bereits vor Beginn des Krieges erleben mussten, die in libysche Internierungslager zurückgeschickt wurden. "Die Italiener haben uns in der Nähe von Lampedusa erwischt, ein Seil um unser Boot gebunden und uns zurück nach Libyen geschleppt. Dort wurden wir wieder verhaftet, gequält und gezwungen, unsere Familien anzurufen und nach Lösegeld zu fragen", sagt ein Mann aus Somalia im Lager Choucha. "Ich konnte erst fliehen, als der Krieg in Libyen begann."

ÄRZTE OHNE GRENZEN fordert den Europäischen Rat auf, bei den Beratungen zur Migrationspolitik die Gefahren von Abkommen dieser Art zu berücksichtigen. ÄRZTE OHNE GRENZEN erinnert jeden Staat an seine Pflicht, die fundamentalen Rechte aller Menschen ohne Rücksicht auf ihre Nationalität zu wahren. Die Europäischen Staaten müssen jederzeit die Nicht-Zurückweisung von Migranten, Flüchtlingen und Asylsuchenden aus ihrem Hoheitsgebiet und ihren Hoheitsgewässern sicherstellen. Des Weiteren müssen sie den Ankömmlingen eine angemessene Behandlung und Zugang zu einem zügigen und gerechten Asylverfahren gewährleisten.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.06.2011 16:11.

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Bundeswehrverband befürchtet negative Folgen des US-Truppen-Abzugs am Hindukusch

von redaktion am 23.06.2011 16:04




Afghanistan Bundeswehrverband befürchtet negative Folgen des US-Truppen-Abzugs am Hindukusch


Kirsch

Halle / Berlin (rdp/ots) - Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, hat davor gewarnt, dass der US-Truppenabzug aus Afghanistan die Bundeswehr gefährden könnte. "Man kann nur hoffen - und da muss man höllisch aufpassen -, dass die Reduzierung der amerikanischen Kameraden nicht unmittelbare Auswirkungen hat auf die Unterstützung im Norden", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Freitag-Ausgabe) und fügte hinzu: "Ich gehe davon aus, dass mit der Rede Obamas ein Prozess eingeläutet wird. Natürlich steht die Bundesregierung jetzt unter Druck, sich politisch zu positionieren, was das weitere Engagement in Afghanistan betrifft." Kirsch forderte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) zudem zu mehr Engagement in dieser Frage auf: "Denn bei allem Verständnis dafür, dass der Außenminister gegenwärtig sehr viel im nordafrikanischen und arabischen Raum unterwegs ist: Der Fokus für Deutschland ist doch eher Afghanistan. Denn dort sind deutsche Soldaten im Einsatz. Da höre ich im Moment einfach zu wenig." Nach dem Ende des Krieges, so der Verbandschef, brauche man nun "einen Schlachtplan für den Frieden. Und dieser Schlachtplan heißt: Aussöhnung und ziviler Aufbau."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.06.2011 16:04.

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LINKE an der Seite von Leutheusser-Schnarrenberger

von redaktion am 23.06.2011 15:50




LINKE an der Seite von Leutheusser-Schnarrenberger


Korte

„Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger soll sich nicht irre machen lassen und standhaft bleiben. Weder die EU-Kommission noch die bundesdeutschen Befürworter sind bis heute in der Lage, die strikte Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit der Vorratsdatenspeicherung nachzuweisen. Aber während die Kommission dies in ihrem Evaluierungsbericht zumindest selber zugibt, ignorieren die innenpolitischen Hardliner von Union und SPD diesen Umstand hierzulande beharrlich. Damit sind sie ihrer Bringschuld nicht nachgekommen“, erklärt Jan Korte, Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE, zum Beschluss der Innenministerkonferenz für eine rasche Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung und die Verlängerung der Anti-Terror-Gesetze. Korte weiter:

Die Versuche der SPD, sich mit repressiven Forderungen in der Innenpolitik CDU und CSU anzubiedern, sind erbärmlich. Das Kalkül, so die zerstrittene Bundesregierung weiter zu spalten und sich einmal mehr als Law & Order-Partei zu profilieren, ist bezeichnend für die prinzipienlose Politik der SPD der letzten Jahre. Es wäre ein herber Schlag für die Bürgerrechte, wenn die neu ausgerufene Große Koalition der innenpolitischen Scharfmacher im Streit mit der Bundesjustizministerin triumphieren würde.

Es ist an der Zeit, eine grundlegende bürgerrechtliche Wende in der Innen- und Rechtspolitik einzuleiten. So wie es aussieht, wird dies wohl nur gegen und nicht mit der SPD gelingen.“

Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.06.2011 15:51.

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Bundeswehr aus Afghanistan abziehen!

von redaktion am 23.06.2011 11:55




Schon wieder kommt die Bundesregierung zu spät. Bundeswehr aus Afghanistan abziehen!



Zur Ankündigung des Präsidenten des US-Präsidenten Obama, der schnell mit dem Abzug der US-Truppen aus Afghanistan beginnen will, erklärt das Mitglied des Parteivorstands der LINKEN, Wolfgang Gehrcke:

Die Ankündigung des US-Präsidenten Obama, mit dem Abzug der US-Truppen aus Afghanistan zu beginnen, hat wenig Sensationelles. Obama holt die Truppen zurück, die vorher zusätzlich entsandt worden sind. Trotzdem: im politischen Raum bleibt das Signal stehen, der Truppenabzug beginnt und mit den Taliban wird verhandelt. Obamas Entscheidung setzt die Bundesregierung unter Druck. Deutschland muss als Mitglied des Weltsicherheitsrates mehr leisten, als es bisher der Fall war.

DIE LINKE. hat den Afghanistankrieg immer für politisch falsch, moralisch schändlich und völkerrechtlich nicht legitimiert eingestuft. Die Bundesregierung muss jetzt sofort einen Abzugsplan aus Afghanistan vorlegen. Der 10. Jahrestag der deutschen Beteiligung am Afghanistankrieg wäre ein geeigneter Punkt, die Bundeswehr komplett abzuziehen. Der Weltsicherheitsrat sollte eine Initiative für einen afghanischen „Marshall-Plan“ ergreifen, der sicherstellt, dass die Gelder nicht mehr über die Karsai-Regierung, sondern über verlässliche zivilgesellschaftliche Initiativen und ausschließlich für zivile Projekte eingesetzt werden. Die zivil-militärische Zusammenarbeit ist sofort zu beenden. Im NATO-Rat muss die Bundesregierung die Aufhebung des Bündnisfalles nach Artikel 5 der NATO-Charta und damit ein Ende des Krieges gegen den Terror beantragen. DIE LINKE hat recht gehabt mit ihrer Analyse, dass ein Kampf gegen den Terror gewonnen werden kann, der Krieg gegen den Terror niemals.

Aus den „geheimen“ Gesprächen der USA mit den Taliban sollten afghanische Waffenstillstandsverhandlungen werden. Ein Waffenstillstand könnte den Weg zum Frieden öffnen, das geht nicht über die Köpfe der Afghaninnen und Afghanen hinweg, Selbstbestimmung muss auch endlich für Afghanistan gelten.

Die LINKE wird sich an den Aktionen der Friedensbewegung im Herbst dieses Jahres beteiligen. der 10. Jahrestag des Afghanistankrieges ist für DIE LINKE ein wichtiger Punkt, grundsätzlich durchzusetzen, dass Deutschland sich nicht weiter an Kriegen beteiligt.

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Niederlande fordern substanziellen Banken-Beitrag für Griechenland

von redaktion am 23.06.2011 10:27




Niederlande fordern substanziellen Banken-Beitrag für Griechenland

Düsseldorf / Berlin (rdp/ots) - Vor Beginn des EU-Gipfels hat der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager einen substanziellen Beitrag der privaten Gläubiger zur Griechenland-Rettung gefordert. "Sollte sich herausstellen, dass der private Sektor nicht substanziell beteiligt wird, können die Niederlande keine neuen Kredite für Griechenland mehr gewähren", sagte de Jager der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). Die Niederlande stünden in dieser Frage eng an der Seite Deutschlands und seines Finanzministers Wolfgang Schäuble (CDU). "Wir beide wollen eine substanzielle Beteiligung privater Gläubiger an jedem weiteren Hilfspaket für Griechenland", sagte der 42-Jährige. "Ich bin überzeugt, dass Deutschland und die Niederlande weiter so eng kooperieren werden wie letztes Wochenende, da wir mit denselben Bedenken in unseren Parlamenten und Bevölkerungen umgehen müssen", sagte der Minister. Das griechische Parlament müsse zudem kommende Woche das mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) verabredete Sparprogramm verabschieden. "Für die Niederlande ist die Verabschiedung des Spar- und Reformprogramms sowie des Privatisierungsplans im Umfang von 50 Milliarden Euro absolute Voraussetzung dafür, dass wir weitere Hilfen mittragen", betonte de Jager.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.06.2011 10:27.

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No Money - No War - polis-Presseschau

von redaktion am 23.06.2011 08:31




Presseschau vom 23.06.2011



Zigarettenpause: US-Soldaten in der Provinz Helmand.


No Money - No War

In einer Rede an die Nation hat US-Präsident Barack Obama einen Zeitplan für den Abzug von US-Truppen aus Afghanistan festgelegt. In diesem Jahr werden 10.000 Soldaten heimkehren. Weitere 20.000 "wahrscheinlich" bis Ende 2012. Obama reagiert damit auf die Kriegsmüdigkeit der Bevölkerung und die extremen, von der Mehrheit der Amerikaner nicht mehr akzeptierten, Kriegskosten.





fr-online.de

Obama holt zunächst nur 5000 Soldaten heim

... Einem hochrangigen US-Vertreter zufolge läuft aber alles auf einen Abzug von 5000 Soldaten ab Juli und von weiteren 5000 Soldaten nach Ende der Kampfsaison zum Winterbeginn 2011 hinaus. Über das kommenden Jahr verteilt sollen dann 20.000 Soldaten heimkehren. Dieser Abzug von 30.000 der knapp 100.000 am Hindukusch stationierten US-Soldaten würde der Truppenaufstockung entsprechen, mit der Obama Ende 2009 auf das Wiedererstarken der Taliban-Rebellen reagiert hatte. ...




faz.net

Truppenabzug aus Afghanistan

... Zurzeit sind etwa 100.000 amerikanische Soldaten am Hindukusch im Einsatz. Ende 2009 hatte Obama das Kontingent noch um gut 30.000 Mann aufgestockt, um mehr militärische und strategische Erfolge im Kampf gegen die Aufständischen in Afghanistan zu erzielen. Bis 2014 wollen Amerika und Nato die Verantwortung für die Sicherheitslage an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben. ...




spiegel.de

Obama gibt den Abzugsbefehl

... "Heute Abend", sagte Obama, "finden wir Trost in der Gewissheit, dass die Flut des Krieges verebbt." Er stand in der gleichen Kulisse, in der er Anfang Mai auch den Tod Osama Bin Ladens bekanntgegeben hatte - ein Ereignis, das für viele Amerikaner die jetzige Entscheidung vorwegnahm. "Amerika, es ist an der Zeit, sich der Staatenbildung hier zu Hause zu widmen." ...




sueddeutesche.de

Obama will 33.000 Soldaten aus Afghanistan abziehen

... Der amerikanische Präsident erspäht das "Licht eines sicheren Friedens" in Afghanistan. Deshalb will Barack Obama bis September 2012 ein Drittel der US-Soldaten aus dem Land abziehen. Seine Begründung: Die Truppen hätten al-Qaida entscheidend geschwächt - unter anderem durch den Tod Osama bin Ladens. Vor allem aber steht Obama im eigenen Land wegen des Militäreinsatzes unter Druck. ...

Foto: Fr-online.de/afp

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Der ESM-Vertrag ist eine Kriegserklärung an alle Europäer

von redaktion am 22.06.2011 14:08




Der ESM-Vertrag ist eine Kriegserklärung an alle Europäer


Lötzsch

Zum von der Bundesregierung vorgelegten Vertrag zur Einrichtung des
europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) erklärt die Vorsitzende der
Partei DIE LINKE, Gesine Lötzsch:

Der ESM-Vertrag ist ein Frontalangriff auf die Demokratie in Deutschland
und ganz Europa. Es sind im Vertrag keine Kontrollen durch den
Bundestag, das Europäische Parlament oder durch Rechnungshöfe
vorgesehen. Der Vertrag ist eine Einladung zu Korruption und
Verschwendung von Steuergeldern. Die Finanzierung der Anteile des ESM
soll aus Steuergeldern erfolgen und nicht aus einer
Finanztransaktionssteuer. Die Verursacher der Finanzkrise werden nicht
zur Beseitigung der Folgen der Krise herangezogen. Sie erhalten mit dem
ESM-Vertrag einen Rettungsschirm für ihre Spekulationen.
Die Beteiligung privater Gläubiger wird "angestrebt". "Wichtige private
Anleger (sollen) dazu 'ermutigt' werden, ihr Engagement beizubehalten."
Das ist der Kniefall vor der Bankenlobby. Ihr Geld soll gerettet werden
und zwar zu 100%. Die Ausfälle sollen die Steuerzahler bezahlen. "Die
Gewährung aller erforderlichen Finanzhilfen im Rahmen des Mechanismus
wird strengen Auflagen unterliegen." heißt es im Vertrag. Im Vertrag
ist nicht die Rede von intelligenten Auflagen, sondern nur strengen. Was
strenge und dumme Auflagen bewirken, haben wir in Griechenland gesehen.
Sie haben dazu geführt, dass Griechenland seine Schulden nicht
zurückzahlen kann.
DIE LINKE lehnt den vorgelegten ESM-Vertrag ab und fordert einen
Rettungsschirm, der aus einer europäischen Finanztransaktionssteuer
finanziert wird. Es kann nicht sein, dass sich die Regierungen immer nur
beim Sozialabbau einigen, aber nicht bei der Einführung einer
Finanztransaktionssteuer. Regierungen die so schamlos die Interessen der
Banken vertreten, müssen abgewählt werden."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 22.06.2011 14:09.

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Europa braucht einen Kurswechsel

von redaktion am 22.06.2011 12:20




Europa braucht einen Kurswechsel

"Der Kurs der EU-Kommission und der europäischen Regierungen gefährdet die Zukunft Europas", sagte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, am Montag in Berlin zu dem bevorstehenden Aktionstag des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) in Luxemburg:

"Die Europäische Kommission und die EU-Mitgliedsstaaten lernen nicht dazu. Deregulierung und Liberalisierung, Sozialkürzungen und Privatisierung führen nicht aus der Krise, sondern verschärfen sie. Aber statt einen neuen Kurs einzuschlagen, wird die alte Politik einfach fortgesetzt. Das gefährdet nicht nur die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Europa, sondern auch die Akzeptanz des Europäischen Projektes.

Angriffe auf die Tarifautonomie, massive Einschnitte in die Sozialsysteme, eine rigorose Sparpolitik zulasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – die aktuellen Pläne für eine Europäische Wirtschaftsregierung und die Empfehlungen des Euro-Plus-Paktes sind eine Kampfansage an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Europa. Wir können gerade in Griechenland beobachten, wie man durch einen brutalen Sparkurs jegliches Wachstum im Keim erstickt und ein krisengeschütteltes Land endgültig in den Ruin treibt.

Europa braucht dringend eine andere Krisenbewältigung, nachhaltiges Wachstum, Eurobonds und eine wirksame Regulierung der Finanzmärkte sowie eine Europäische Finanztransaktionssteuer. Eine Wirtschaftsregierung muss sich für ein soziales, solidarisches Europa stark machen“.

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