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redaktion
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Bundesfinanzministerium bereitet Kostenrechnung eines Schuldenschnitts für Griechenland vor

von redaktion am 13.10.2011 10:21

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Bundesfinanzministerium bereitet Kostenrechnung eines Schuldenschnitts für Griechenland vor


Leipzig / Berlin (rdp) - Im Bundesfinanzministerium wird, nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstag-Ausgabe) mit Hochdruck an den Folgen und Kosten eines Schuldenschnitts für Griechenland im Umfang von maximal 50 Prozent gerechnet. Die Arbeiten, in Abstimmung mit Frankreich, haben sich umfangreicher als erwartet dargestellt, wurde der Zeitung aus Regierungskreisen bestätigt. Deshalb wurde der eigentlich für den 17. und 18. Oktober in Brüssel terminierte EU-Gipfel um eine Woche verschoben. Verbunden mit dieser großen Lösung wäre ein weiterer Wertverlust auch für die deutschen Privatbanken, die bisher nur zu einem Forderungsverzicht von 21 Prozent bereit sind. Teil der Regierungsrechnungen sind deshalb auch erweiterte Maßnahmen zur Bankenrettung. "Dieser neue Termin wird es uns erlauben, die globale Strategie mit Blick auf die Schuldenkrise in der Eurozone abschließend auszuarbeiten", hatte EU-Präsident Herman Van Rompuy zuvor erklärt.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.10.2011 10:21.

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Millionen für CDU und FDP

von redaktion am 13.10.2011 10:11

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Millionen für CDU und FDP

Finanz- und Versicherungswirtschaft leisteten insbesondere für CDU und FDP seit Lehman-Pleite insgesamt 3,5 Millionen Euro

Leipzig / Berlin (rdp) - Die deutsche Finanz- und Versicherungswirtschaft hat sich nach der spektakulären Lehman-Pleite vom Herbst 2008 als besonders spendenfreudig gegenüber maßgeblichen Bundestagsparteien gezeigt. Nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstag-Ausgabe) gab es seit der Lehman-Pleite bis jetzt für die CDU von Deutscher Bank, Allianz und Co. 1,596 Millionen Euro Sonderspenden. Die FDP stand mit zusätzlichen 1,1 Millionen Parteispenden aus der Krisenbranche nicht wirklich sehr viel schlechter da. Mit 270 003 Euro beziehungsweise jeweils 170 003 Euro wurden SPD sowie CSU und Grüne gefördert. Deutsche Bank (CDU, CSU, FDP, SPD), Allianz (CDU, CSU, FDP, SPD, Grüne), Allfinanz (CDU, FDP), Deutsche Vermögensberatung (CDU, FDP), Berenberg Bank (CDU) und die Investmentfirma Jamestown (nur FDP) leisteten die Großspenden.

Leer ging die Linkspartei aus. Deren Vorsitzender Klaus Ernst verlangte deshalb gegenüber der Zeitung "einen neuen Aufstand der Anständigen". Die Banken ließen sich "von Politikern retten, die sie vorher selbst geschmiert haben." So wie Wirtschaftsspenden müssten auch Spenden aus dem Finanzsektor für die Politik "gänzlich verboten werden", verlangte Ernst. Seiner Ansicht nach seien die laufenden Anti-Banken-Proteste auch "Proteste gegen die Finanzmarktparteien, die sich erst von Banken mit Spenden füttern lassen und dann milliardenweise Steuergelder ohne Gegenleistung in den Finanzsektor pumpen". Die Bürger hätten keine Wahl mehr, als selbst vor die Bankzentralen zu ziehen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.10.2011 10:11.

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"Verfassungsfeindliche Sabotage" - polis-Presseschau

von redaktion am 13.10.2011 09:34





Presseschau vom 13.10.2011


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Zugausfälle und Verspätungen sind die Folge der Berliner Brandanschläge.


"Verfassungsfeindliche Sabotage"

Die Verunsicherung in Berlin ist groß. Die Serie von versuchten Brandanschlägen auf Bahngleise hält seit Anfang der Woche an. Erstmals ist gestern einer der Brandsätze in Berlin explodiert. Politiker sprechen von einer neuen Dimension "linksextremistischer Gewalt". Wobei das Bundesinnenministerium keine verstärkten Anzeichen für Linksextremismus sieht. Nun hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen an sich gezogen. Grund: Verdacht auf "verfassungsfeindliche Sabotage".





fr-online.de

Brandstifter verunsichern Berlin

... Bereits den dritten Tag in Folge wurden am Mittwoch Brandsätze an Bahngleisen entdeckt. Eisenbahner fanden im Ortsteil Staaken im Westen Berlins an der ICE-Trasse Richtung Hannover einen bereits explodierten Brandsatz. Zwei weitere Brandbomben wurde in der Nähe des S-Bahnhofs Südkreuz rechtzeitig unschädlich gemacht. Seit Montag wurden mehr als 20 Brandsätze entdeckt, zwei davon zündeten. ...




faz.net

Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Brandstifter

... Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zu den Brandanschlägen auf Bahnanlagen in Berlin und Brandenburg übernommen. Das Bundeskriminalamt sei mit den weiteren Ermittlungen beauftragt, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Mittwoch. ...




spiegel.de

Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Brandstifter

... Die Serie von Brandsatzfunden an Bahnstrecken in Berlin und Brandenburg reißt nicht ab. Jetzt hat sich das Bundeskriminalamt eingeschaltet, es hat die Ermittlungen übernommen. In der Hauptstadt war zuvor erstmals ein Brandsatz an einer ICE-Trasse explodiert. ...




taz.de

Alle Signale auf Rot

... Nach dem Fund von mindestens 16 Brandsätzen an Bahngleisen in Berlin und Brandenburg hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. "Wir ermitteln gegen unbekannte Täter wegen des Verdachts der verfassungsfeindlichen Sabotage gemäß Paragraf 88 Strafgesetzbuch und anderer Straftaten", sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft. Das Bundeskriminalamt ist mit den Ermittlungen beauftragt. Als Täter werden Linksextremisten vermutet. ...

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.10.2011 09:42.

phantadu

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Re: 74 Prozent der Deutschen wünschen eine stärkere Regulierung der Banken

von phantadu am 12.10.2011 22:56

Ui, da gehör ich ja mal zur Mehrheit! Ich fass es nicht...

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74 Prozent der Deutschen wünschen eine stärkere Regulierung der Banken

von redaktion am 12.10.2011 10:42

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stern-Umfrage:
74 Prozent der Deutschen wünschen eine stärkere Regulierung der Banken

Hamburg / Berlin (rdp) - Die ständig wachsenden Milliardensummen, die der Staat zur Rettung der Banken aufwenden muss, erregen den Unmut der Steuerzahler. Die Wut der Deutschen auf die Geldhäuser ist groß.

Wie eine Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag des Hamburger Magazins stern zeigt, sind 78 Prozent der Bundesbürger dagegen, dass der Staat Banken, die sich verspekuliert haben, mit Steuergeldern stützt. Lediglich 16 Prozent sprechen sich dafür aus.

74 Prozent der Befragten wollen, dass der Gesetzgeber die Banken stärker reguliert. Und 73 Prozent glauben, dass die Banker einen größeren Einfluss in Deutschland haben als die Politiker. Ledigleich 21 Prozent sehen die Politiker als einflussreicher. Geteilt ist die Meinung bei der Frage, ob große Geldinstitute, deren Pleite die deutsche Wirtschaft gefährden könnte, zerschlagen werden sollten: 42 Prozent der Deutschen sind dafür, 39 Prozent dagegen.

Datenbasis: 1002 Befragte am 6. Oktober 2011. Institut: Forsa, Berlin; Auftraggeber: stern

Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.10.2011 10:44.

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"Occupy Together" - polis-Presseschau

von redaktion am 12.10.2011 09:03




Presseschau vom 12.10.2011



Proteste in Chicago: Beim demokratischen Bürgermeister Rahm Emanuel finden sie kaum Gehör.


"Occupy Together"

Die ­Occupy Wall ­Street-Bewegung, ausgehend von New York, weitet sich immer weiter aus. Am Montag begann eine Serie von Demonstrationen in Chicago, dem Sitz der weltweit größten Optionsbörsen. Insgesamt sollen in ca. 900 amerikanischen Städten Aktionen stattfinden. Eine gemeinsame Plattform für all diese Aktionen bildet die Internetseite "­Occupy Together". Auch die sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter werden sehr stark zum Info- und Meinungsaustausch genutzt.





fr-online.de

US-Protestbewegung erreicht Chicago

... Die "Occupy Wall Street"-Bewegung ist in Chicago angekommen. Sie sehen sich in der Tradition des arabischen Frühlings. Gemeinsam ist ihnen die Vernetzung über das Internet und die sozialen Netzwerke. ...




manager-magazin.de

Wall-Street-Meckerer buhlen um Unterstützer

... Die Kritiker der Finanzszene forcieren das Tempo: Nach der Unterstützung durch große US-Gewerkschaften versuchen die Demonstranten, neue Mitstreiter unter den Einwanderern in Amerika zu mobilisieren. Schon zeigt der aufsehenerregende Protest nahezu weltweit Wirkung. ...




taz.de

"Die Revolution ist unterwegs"

... "Anti-Amerikanisch", sagt Präsidentschaftskandidat Herman Cain über die "Occupy"-Bewegung. Und begründet: "Sie sind antikapitalistisch". Der Chef der republikanischen Fraktion im Repräsentantenhaus, Eric Cantor, ist beunruhigt über den "wachsenden Mob". Und der republikanische Kongressabgeordnete Peter King warnt die Medien dringend davor, der Protest-Bewegung "Legitimität" zu geben ...




tagesspiegel.de

Aufbruch aus der Depression

... Am wichtigsten aber ist wohl der Umstand, dass der kollektive Zorn seit gut zwei Jahren schwelt und von der Obama-Regierung ignoriert wurde. Inzwischen haben die Anti-Wall-Street-Aktivisten in 45 Staaten der USA Nachahmer gefunden. Zwei Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften, Paul Krugman und Joseph Stiglitz, haben Hilfe angeboten, 33 Prozent der Amerikaner bekunden in Umfragen ihre Sympathie. ...


Foto: taz.de/reuters

Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.10.2011 09:10.

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Liberaler Casus Belli

von redaktion am 11.10.2011 19:05




Liberaler Casus Belli
von polis-Gastautor Phlipp Freiherr von Brandenstein

von Brandenstein

Ein spannendes Aufeinandertreffen gab es heute bei den Liberalen. Die FDP hatte den "Chaos Computer Club" zu Gast im Dehler-Haus. Das nahe liegende Thema lautete "Staatstrojaner". Teilnehmer waren neben profilierten Innen- und Justizexperten der Fraktion auch Generalsekretär Christian Lindner und die Bundesjustizministerin.

Ein Bundestagsabgeordneter fasste das Ergebnis der Unterrichtung durch den CC wie folgt zusammen: "Unsere schlimmsten Befürchtungen in Bezug auf den Staatstrojaner scheinen sich zu bestätigen!" Das offensichtlich in Bayern eingesetzte Tool weise verfassungswidrige Features auf. Auch die anderen Varianten die dem CCC vorliegen, hätten diese Eigenschaften. Insbesondere bedenklich sei die Möglichkeit, weiteren Code nachzuladen sprich zu manipulieren. Dies könne über einen nahezu ungeschützen Zugang erfolgen.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hatte bereits vor dem Treffen erklärt, sollten sich die Vorwürfe des Chaos Computer Clubs bestätigen, sei der Gesetzgeber in der Pflicht, die Unsicherheit durch „totale Transparenz" und einen engen Gesetzesrahmen auszuräumen. Dem ist vollumfänglich zuzustimmen.

In diesem Sinne wird aber auch die FDP Bayern nicht umhin kommen, den Wert ihrer Regierungsbeteiligung im Freistaat relativiert zu sehen und umgehend einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu beantragen. Bereits jetzt kristallisiert sich heraus: Der Bundestrojaner ist Bayer und die Angelegenheit hat ein ähnliches Potential wie die "Spiegel-Affäre".

Der Bayerntrojaner wurde hastig ausgesetzt. "Vorerst" wie der bayerische Innenminister betonte. Doch dieser Schritt ist wohlfeil. Herrmann kommt damit nur den Justizbehörden zuvor. Es fällt schwer, in einem (vorübergehenden) Verzicht auf eine verfassungswidrige Maßnahme ein Entgegenkommen zu erkennen. Die Verantwortlichen stehen mit dem Rücken zu Wand.

Sollten sich die Vorwürfe des CCC - wie angedeutet - auch nur im Ansatz bestätigen, müssen die verantwortlichen Minister zurücktreten. Mit dem besagten Trojaner wurde (vielleicht nolens volens) nicht weniger als ein polizeistaatliches Willkürinstrument geschaffen. Ein rechtlich nutzloses Instrument obendrein, denn Zusatzfunktionen, die Datenmanipulationen ermöglichen (und damit die Kreation falscher Beweise), entwerten jede mit dem Einsatz des Trojaners verbundene Ermittlung.

Das aber kann die Bürgerrechtspartei FDP keinem Koalitionspartner durchgehen lassen. Tut sie es doch werden die Liberalen - trotz dem sehr löblichen Dialog mit neuen Akteuren wie dem CCC - letztlich als Komplizen des faktisch konstatierten Verfassungsbruchs betrachtet werden. Es ist an der Zeit, über Grundsätzliches zu reden.

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Der Autor diente ab Anfang 2007 als Chief-of-Staff von Karl-Theodor zu Guttenberg in Berlin. Diesem folgte Brandenstein Ende 2008 als Leiter Strategie und Kommunikation in die Landesleitung der CSU. In dieser Funktion - verantwortlich für die Kampagnenführung der CSU - erstellte Brandenstein ein vertrauliches Strategiepapier, in welchem er gegen eine "Anti-Türkei-Kampagne" der CSU bei den Europawahlen 2009 Stellung nahm. Inzwischen ist Philipp von Brandenstein aus der CSU ausgetreten.

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Christian Ströbele: Zur Diskussion über Trojaner

von redaktion am 11.10.2011 16:08




Christian Ströbele: Zur Diskussion über Trojaner

Ströbele

"Jetzt muss die Bundesregierung rückhaltlos mitteilen, welche Bundesbehörden (z.B. BND, Zoll) solche verfassungswidrig gestalteten Trojaner besitzen, besaßen und einsetzten sowie Länderbehörden damit ausstatteten oder derlei für diese auf verdächtigen Rechnern installierten.
Ich habe eine entsprechende Anfrage an die Bundesregierung für die nächste Fragestunde des Bundestages eingereicht und das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des parlamentarischen Geheimdienst-Kontrollgremiums setzen lassen."

Außerdem muss die Bundesregierung diejenigen Personen zur Verantwortung ziehen, die an Beschaffung und Einsatz solcher rechtwidrig gestalteten Software beteiligt waren.

Schließlich erwarte ich umgehende Regelungsvorschläge der Bundesregierung, wie sie künftig den behördlichen Umgang mit solcher rechtswidrigen Software sicher unterbinden will."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.10.2011 16:09.

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Preisschwankungen für Nahrungsmittel verschärfen den Hunger in der Welt

von redaktion am 11.10.2011 14:17

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Preisschwankungen für Nahrungsmittel verschärfen den Hunger in der Welt

In 26 Ländern bleibt Hungersituation kritisch

Die Welthungerhilfe bot heute auf einem Marktstand in Berlin Lebensmittel zu besonderen Preisen an. Das Brot kostete 29,95 Euro und der Beutel Kartoffel 49,45 Euro. Diese Summen müssten die Verbraucher in Deutschland bezahlen, um die Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln in gleichem Maße zu spüren wie die Menschen in Entwicklungsländern. Dort geben die Familien bis zu 70 Prozent ihres monatlichen Einkommens für Nahrungsmittel aus. In Deutschland sind es nur etwa 12 Prozent. Die Folgen der hohen Preisentwicklung zeigt der Welthunger-Index, der heute von der Welthungerhilfe veröffentlicht wurde. Foto: obs/Deutsche Welthungerhilfe e.V.

Berlin (rdp) - Die starken Schwankungen sowie die derzeitigen Rekordhöhen bei den Nahrungsmittelpreisen verschärfen den Hunger und die Armut weltweit. Die Menschen in den Entwicklungsländern, die rund 70 Prozent ihres Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben, müssen mit gefährlichen Anpassungsstrategien diese Preissteigerungen ausgleichen. Darauf hat Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, bei der Vorstellung des Welthunger-Index 2011 hingewiesen. "Nicht nur die Familien in den Städten sondern auch die Menschen, die auf dem Land leben und Nahrungsmittel produzieren, leiden stark unter den hohen Preisen. Die Familien schicken die Kinder nicht mehr in die Schule, sparen an den Gesundheitskosten und reduzieren ihre Mahlzeiten so weit, dass die Mangelernährung bei Kindern wieder steigt", beklagt Dieckmann. Zum Vergleich: In Deutschland geben die Haushalte nur etwa zwölf Prozent des Einkommens für Nahrungsmittel aus. Um die Preissteigerungen in gleichem Maße wie die Menschen in den Entwicklungsländern zu spüren, müsste ein Brot somit fast 30 Euro und der Beutel Kartoffeln 50 Euro kosten.

Der Welthunger-Index untersucht in diesem Jahr die Ursachen und Folgen der hohen Preisentwicklung der letzten Jahre. Wichtigste Aussage: Die steigende Verwendung von Agrarprodukten zur Herstellung von Treibstoff, die Auswirkungen des Klimawandels in Form von extremen Wetterverhältnissen sowie ein Anstieg der Preisspekulation an den Agrarmärkten sind die wichtigsten Gründe dafür, dass die Preise in den letzten Jahren immer wieder neue Rekordhöhen erreichen und starken Schwankungen ausgesetzt sind.

Dieckmann fordert zu einem Umdenken bei Agrartreibstoffen und Börsenspekulationen auf. "Wir müssen die Subventionen und Beimischungsquoten überdenken, um nicht zwischen Teller oder Tank entscheiden zu müssen. Gleichzeitig müssen die Aktivitäten auf den Nahrungsmittelmärkten transparenter werden und neue Grenzen für exzessive Spekulationen gezogen werden", betont Dieckmann.

Der Welthunger-Index wird zum sechsten Mal zusammen mit dem International Food Policy Research Institute (IFPRI) in Washington zeitgleich in Washington, London, Nairobi und Dushanbe veröffentlicht. Die wichtigsten Ergebnisse zur Hungersituation:

In 26 Ländern ist die Hungersituation sehr ernst oder sogar gravierend. Der WHI-Wert ist zwar weltweit seit 1990 gesunken, aber insgesamt bleibt das Niveau ernst. Die größten Fortschritte gab es in Südostasien sowie Lateinamerika. Die Länder mit den schlechtesten Werten liegen überwiegend in Afrika: Burundi, Kongo, Eritrea und der Tschad. Insgesamt leiden immer noch 925 Millionen Menschen weltweit unter Hunger.

Der Bericht fordert den Aufbau einer Nahrungsmittelreserve sowie von aktuellen Datenbanken zu den weltweiten Nahrungsmittelmärkten. "Die Preistrends der letzten Jahre wurden auch durch einen Mangel an verlässlichen und aktuellen Informationen über Angebot und Nachfrage hervorgerufen", erklärt Klaus von Grebmer, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit von IFPRI, die wichtigsten Ergebnisse.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.10.2011 14:19.

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Zeigt her eure Socken

von redaktion am 11.10.2011 10:51




Zeigt her eure Socken

Schweizer und Franzosen tragen Socken am längsten, Deutsche besitzen am meisten

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Zürich (ots) - Das tägliche Wechseln der Socken hängt stark von der Nationalität ab. Dies zeigt eine internationale Repräsentativumfrage des Socken-Abo-Erfinders BLACKSOCKS in sechs europäischen Ländern, durchgeführt von GfK Switzerland. Dabei fallen die Schweizer und die Franzosen in punkto Sockensauberkeit negativ auf. Nur 7 von 10 Männern wechseln dort ihre Socken täglich. Die Italiener zwar auch, dort aber wechselt zusätzlich noch jeder zehnte seine Socken mehrmals täglich. Und dies, obwohl die Italiener zusammen mit den Franzosen am wenigsten Socken besitzen. Die Deutschen und die Österreicher besitzen die meisten Socken.

Auch wenn Frankreich und die Schweiz berühmte Käseländer sind, kann man nur hoffen, dass der Geruch nicht allzu streng ist, der aus den Schuhen von französischen und Schweizer Männern strömt. Diese tragen ihre Socken nämlich am längsten. Eine repräsentative Umfrage bei insgesamt über 3000 Personen in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und Grossbritannien bringt nicht nur stinkende Tatsachen, sondern auch andere Fakten rund um die Socken ans Licht.

Befragt wurden in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und Grossbritannien jeweils rund 500 Männer und Frauen, welche einem repräsentativen Abbild der Landesbevölkerung entsprechen. Die Umfrage durchgeführt hat das Marktforschungsinstitut GfK Switzerland im Auftrag von BLACKSOCKS. Die Online-Befragung fand in den ersten zwei Septemberwochen 2011 statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden unter anderem danach gefragt, wie viele Socken sie besitzen und wie häufig sie ihre Socken wechseln.

Drei Viertel wechseln Socken täglich

77 Prozent aller Befragten (Männer und Frauen) haben angegeben, ihre Socken täglich zu wechseln. Mehr als drei Viertel klingt nicht schlecht, aber was ist mit dem restlichen Viertel? Zum Glück haben immerhin 5 Prozent aller Befragten angegeben, dass sie ihre Socken mehrmals täglich wechseln. Der Rest wechselt weniger häufig: 11 Prozent wechseln alle 2 Tage, 4 Prozent gerade mal noch alle 3 Tage. Glück gehabt: Nur 1 Prozent wechselt die Socken ein Mal pro Woche oder noch weniger häufig. Samy Liechti, Geschäftsführer von BLACKSOCKS traut den Angaben der Befragten bei dieser Frage nicht so ganz: «Gut möglich, dass bei dieser Frage einige geschummelt haben und eine kürzere Tragedauer angegeben haben. Man will ja schliesslich nicht als Grüsel da stehen. Dies bedeutet wohl, dass in den Schuhen unter Umständen ein strengerer Geruch herrscht als man offiziell zugeben will.»

Deutsche und Engländer sind Socken-Saubermänner

Betrachtet man nur die Männer, ist die Zahl der Wechselmuffel deutlich höher: Nur 73 Prozent der Männer wechseln ihre Socken jeden Tag, bei den Frauen sind es deutlich mehr, nämlich 80 Prozent.

Schweizer Männer wechseln nur zu 70 Prozent ihre Socken täglich, bei den Franzosen sind es sogar nur deren 66 Prozent! Auch bei den Italienern wechseln nur 70 Prozent ihre Socken täglich. Die Zahl ist aber nicht so tief, weil die Italiener sockenwechselfaul sind - im Gegenteil: Italiener sind wechselfreudiger: 10 Prozent der italienischen Männer wechseln mehrmals täglich ihre Socken. Rekord! Deutsche und Briten zeigen Disziplin und wechseln mit je 78 Prozent am häufigsten ihre Socken jeden Tag.

Schweiz auf Platz 1 beim «Grüselindex»

BLACKSOCKS hat anhand der durchschnittlichen Sockentragedauer einen «Grüselindex» erstellt: Erster Platz und damit höchste Wahrscheinlichkeit für stinkende Socken: Schweiz, zweiter Platz Frankreich, Bronze geht an Grossbritannien. Danach folgen Deutschland, Italien und Österreich. «Offenbar reicht die sprichwörtliche Schweizer Sauberkeit nicht bis zu den Männersocken», meint Liechti lakonisch. Übrigens: Frauen ziehen generell häufiger frische Socken an als Männer.

Italiener besitzen am wenigsten Socken

Ein Grund für das weniger häufige Wechseln könnte ja sein, dass nicht genügend Socken vorhanden sind. Bei den französischen Männern stimmt diese Vermutung. Sie besitzen nämlich im Ländervergleich am zweit wenigsten Socken: Im Durchschnitt nennen die Franzosen 17 Paar ihr Eigen. Aber der Zusammenhang mit der Menge an Socken und dem Wechseln stimmt schon bei den Italienern nicht mehr: Sie besitzen nämlich mit nicht einmal ganzen 17 Paar noch weniger Socken als die Franzosen, trotzdem wechseln sie am häufigsten mehrmals täglich ihre Socken. 8 von 10 Italiener wechseln ihre Socken mindestens ein Mal täglich, bei den Franzosen und den Schweizern sind es nur jeweils 7 von 10.

Eher knapp an Socken sind die Briten: Sie besitzen im Durchschnitt 19 Paar. Bei den Deutschen dagegen stimmt der Zusammenhang von häufigem Wechsel und vielen Socken: Die deutschen Männer besitzen mit durchschnittlich 24 Paar am meisten Socken, gefolgt von den Österreichern mit 23 Paar. Zum Vergleich: Schweizer Männer besitzen 22 Paar Socken, aber die gut gefüllte Sockenschublade motiviert offensichtlich nicht gerade zum häufigeren Wechsel.

Dabei ist der Nachschub an sauberen Socken so einfach: Direkt übers Internet bei BLACKSOCKS.com bestellen und man ist die Socken-Sorgen los. Es gibt genügend Socken, um sie täglich zu wechseln und Nachschub kommt, wenn sie ihre Lebensdauer erreicht haben.

Schweizer Besonderheiten

Betrachtet man nur die Ergebnisse für die Schweiz, lassen sich ein paar interessante Details beobachten. Ein Röstigraben oder eher ein Käsegraben existiert nicht: In der Deutsch- und Westschweiz werden die Socken ungefähr gleich häufig gewechselt. Es sticht auch kein Landesteil bei der Anzahl Socken, die man sein Eigen nennt, besonders hervor. Interessant: Mit höherer Schulbildung steigt aber die Anzahl Socken, die man in der Schweiz besitzt. «Dies deckt sich mit Analysen aus den BLACKSOCKS-Kundendaten», weiss Samy Liechti: «Unsere Kunden sind in der Regel gut gebildete, gut verdienende Männer.» Die Bildung hat jedoch keinen nennenswerten Einfluss auf die Sockentragedauer bei den Schweizerinnen und Schweizern. «Ob Büezer oder Akademiker, sie alle tragen die Socken eher zu lang», konstatiert Liechti. Nach Einkommen betrachtet zeigt sich, dass Personen aus der tiefsten Einkommensklasse ihre Socken am längsten tragen.

Hingegen spielt das Alter bei der Wechselhäufigkeit beziehungsweise bei der Tragedauer eine Rolle: Jüngere Befragte wechseln ihre Socken häufiger als ältere Befragte. Die jüngste Altersgruppe (15-29 Jahre) wechselt übrigens in allen Ländern am häufigsten mehrmals täglich die Socken. «Nehmen wir uns also für einmal ein Vorbild an den Jungen. In punkto Sauberkeit gibt es nichts bei ihnen nichts zu bemängeln», so Liechti.

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