Neueste Beiträge
Erste Seite | « | 1 ... 396 | 397 | 398 | 399 | 400 ... 476 | » | Letzte
Die Suche lieferte 4760 Ergebnisse:
Kartellamt überprüft Ölkonzerne auf Preisabsprachen hin
von redaktion am 01.04.2010 09:47
Kartellamt überprüft Ölkonzerne auf Preisabsprachen hin
Bonn/Berlin (rdp). Angesichts der steigenden Benzinpreise vor Ostern macht das Bundeskartellamt seine bisher aufwendigste Untersuchung, um herauszufinden, ob es verbotene Preisabsprachen zwischen den Ölkonzernen gibt. "In Hamburg, Köln, München und Leipzig nehmen wir dafür jeweils 100 Tankstellen unter die Lupe, halten über drei Jahre hinweg alle Preisveränderungen tagesgenau fest und suchen nach Auffälligkeiten", so Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt gegenüber der "Bild"-Zeitung. Mit Ergebnissen rechnen die Wettbewerbshüter im Herbst. Mundt sagte weiter, Beweise für verbotene Preisabsprachen habe das Kartellamt bisher nicht gefunden. Scharfe Kritik an den Ölkonzernen übte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Es gebe natürlich auf den internationalen Ölmärkten Preisschwankungen, aber die seien keineswegs abhängig von den deutschen Ferienzeiten, sagte Hermann und fügte hinzu: "Dass die Preiserhöhungen der deutschen Ölkonzerne trotzdem immer wieder zu den deutschen Urlaubszeiten stattfinden, ist ganz offensichtlich Missbrauch."
Sarrazin legt nach: "Sozialer Friede ist Opium fürs Volk
von redaktion am 01.04.2010 09:36
Sarrazin legt nach: "Sozialer Friede ist Opium fürs Volk"

Sarrazin
Frankfurt/Main/Berlin(rdp). Der umstrittene Bundesbank-Vorstand und frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) hat sich wieder mit provokanten Äußerungen zu Wort gemeldet. Der Politik warf er vor, dringend notwendigen Debatten über Zuwanderung und Sozialsysteme auszuweichen. "Die deutsche Harmoniesucht hat doch dazu geführt, dass viele Dinge gar nicht klar genug benannt und dann aufgeschoben werden", sagte er der "Saarbrücker Zeitung" (Donnerstagsausgabe). Es müsse in einer Gesellschaft auch "eine gewisse Menge Streit, Krach und Kontroverse geben, denn es gibt ja auch unterschiedliche Interesse", sagte Sarrazin. Der soziale Friede sei ein hoher Wert. "Wenn man ihn aber in jeder Debatte als Monstranz vor sich her trägt, dann ist dies Religionsersatz, und Religion ist nach Karl Marx Opium für das Volk. " Sarrazin amüsiert sich nach eigenen Worten über den Programmentwurf der Linkspartei. "Das erfüllt mich mit allergrößter Heiterkeit", sagte er. Er wisse n icht, wer den Entwurf geschrieben habe. "Lothar Bisky ist eigentlich viel zu klug für so einen Quatsch", meine Sarrazin. Das Dokument sei "eine Ansammlung von verstaubten Asservaten aus dem ideologischen Museum. Das kommunistische Manifest hatte wenigstens mehr sprachlichen Glanz. " Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine werde sich vermutlich bald komplett aus der Politik zurückziehen, auch aus der saarländischen Landespolitik. "Er wird im Landtag noch einige Male auftauchen, aber ich nehme an, das wird ihm dann zu langweilig, dann zieht er sich auf seine Burg zurück und macht von dort aus ein paar Ausfälle."
dts Nachrichtenagentur
Wieder aufbauen
von redaktion am 01.04.2010 09:14
Presseschau vom 01.04.2010

Hillary Clinton, Ban Ki-moon und Haitis Präsident René Preval auf der Geberkonferenz in New York
Foto: faz.de/reuters
Wieder aufbauen
Drei Monate nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti ermöglicht nun eine Geberkonferenz in New York den umfassenden Wiederaufbau des geschundenen Landes. Fast zehn Milliarden Dollar werden fließen.

Faz.de
Über 9,8 Milliarden Dollar für Haiti
Haiti kann mit mehr als sieben Milliarden Euro Aufbauhilfe rechnen - wenn denn alle Staaten ihre bei der Geberkonferenz in New York gemachten Versprechen halten. Dem von einem verheerenden Erdbeben zerstörten Land haben am Mittwoch 59 Staaten und Institutionen mehr als 9,8 Milliarden Dollar zugesagt. Damit wurde mehr als doppelt so viel Geld akquiriert wie von Vereinten Nationen und Vereinigten Staaten geplant. …

spiegel.de
EU und USA sagen Milliarden-Hilfen für Haiti zu
… "Sie brauchen Hilfe und wir brauchen Haiti", sagte Clinton. "Menschenschmuggel, ausufernder Drogenhandel, Tuberkulose, Aids - das betrifft zuerst die Menschen in Haiti, aber schnell uns alle." Laut Clinton wollen die USA die politischen Institutionen in Haiti stärken, die Sicherheitslage verbessern und die Entwicklung von Sektoren wie Landwirtschaft, Energie und Gesundheit vorantreiben. Clintons Ehemann, Ex-Präsident Bill Clinton, nahm eine Einladung von Haitis Präsident René Préval an, den Co-Vorsitz einer Kommission zur Überwachung der Spendengelder zu übernehmen. ..

sueddeutsche.de
Fast zehn Milliarden Dollar für die Hoffnung
...Über einen längeren Zeitraum soll Haiti den Angaben zufolge 9,9 Milliarden Dollar finanzielle Unterstützung erhalten. "Die Freunde Haitis haben unsere Erwartungen übertroffen", sagte Ban, der im Vorfeld der Konferenz 3,8 Milliarden Dollar für die kommenden 18 Monate als Hilfsziel ausgegeben hatte. Die internationale Gemeinschaft habe sich "spektakulär" an die Seite der Menschen in Haiti gestellt. "Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass das Geld in der gewünschten Zeit in Haiti ankommt und besonnen und koordiniert ausgegeben wird", sagte der UN-Generalsekretär. …

welt.de
Fast zehn Milliarden Dollar für Wiederaufbau Haitis
...Haitis Regierung stellte in New York einen „Aktionsplan für nationalen Wiederaufbau und Entwicklung“ vor, wobei der Wiederaufbau staatlicher Institutionen und Strukturen im Mittelpunkt stehen soll. Der haitianische Präsident René Préval sprach sich auch für die Gründung einer humanitären Eingreiftruppe der UNO aus, die den Namen „Rothelme“ tragen und nach verheerenende Naturkatastrophen zum Einsatz kommen könnte. ...
Ostermärsche 2010: Ein starkes Zeichen für eine atomwaffenfreie Welt setzen!
von redaktion am 31.03.2010 15:26
Ostermärsche 2010: Ein starkes Zeichen für eine atomwaffenfreie Welt setzen!

Claudia Roth
Zu den diesjährigen Osteraktivitäten und -märschen der Friedensbewegung
erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
viel Rückenwind. Mit der wegweisenden Abrüstungsrede von Barack Obama in
Prag zu Beginn seiner Amtszeit vor einem Jahr und dem nun zwischen den
USA und Russland ausgehandelten Abkommen, die strategischen
Nuklearwaffen zu verringern, scheinen die Zeichen 50 Jahre nach den
ersten Märschen in die richtige Richtung zu weisen. Dass auch dieses
Jahr wieder Tausende Menschen an den Ostertagen für Abrüstung und
Frieden demonstrieren wollen und so den Forderungen Nachdruck verleihen,
ist eine gute und wichtige Tradition.
Mit dem neuen Start-Vertrag zur Begrenzung der Trägersysteme und der
Sprengköpfe wird die seit Jahren dahinsiechende Abrüstungspolitik und
das gefährlich löchrig gewordene Abkommen über die Nichtverbreitung von
Atomwaffen nun substanziell gestärkt. In einem nächsten Schritt müssen
die Atommächte in die Abrüstungsbemühungen einbezogen werden. Ziel muss
die weltweite Ächtung von Atomwaffen sein. Für dieses Ziel muss die im
Mai stattfindende Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag
entscheidende Schritte einleiten. Eine Grundvoraussetzung ist, dass die
zivile Nutzung der Atomenergie weltweit zurückgedrängt wird, um die
Weiterverbreitung von Atomwaffen zu verhindern.
Wenn Außenminister Westerwelle bedenkenlos Hermes-Bürgschaften für den
Bau von Atomkraftwerken wieder zusagt und damit sogar Staaten wie
Brasilien bedient, die das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag
nicht unterzeichnet haben, dann setzt er die globalen
Sicherheitsinteressen aufs Spiel. Die Bundesregierung flieht aus der
friedenspolitischen Verantwortung, wenn sie Exporten von
Rüstungstechnologie in Konfliktregionen zustimmt und dazu beiträgt, dass
Länder durch irrsinnige Aufrüstung mit in den finanziellen Ruin
getrieben werden. Nach dem mit großer Mehrheit getroffenen Beschluss des
deutschen Bundestages für einen Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland
ist die Bundesregierung nun in der Pflicht. Sie muss jetzt ohne Wenn und
Aber auf Atomwaffen in Deutschland und auf die Fähigkeit, diese mit
deutschen Flugzeugen im Rahmen der NATO einzusetzen, verzichten. Sie
muss zu einseitigen Abrüstungsschritten bereit sein. Das Ende der
nuklearen Teilhabe ist überfällig, denn sie untergräbt die
Glaubwürdigkeit der deutschen Nichtverbreitungspolitik. Wir wollen ein
atomwaffenfreies Europa und eine Absage der NATO an den Ersteinsatz von
Atomwaffen. Der Atomkonflikt mit dem Iran muss unbedingt friedlich
gelöst werden.
Wirksame Friedens- und Abrüstungspolitik braucht eine Friedensbewegung,
die etwas zu sagen hat und sich Gehör verschafft. Wir wünschen den
Ostermärschen deshalb auch in diesem Jahr viel Zuspruch und eine gute
Mobilisierung.“
Eckpunkte zur Bankenrestrukturierung
von redaktion am 31.03.2010 15:12
Eckpunkte zur Bankenrestrukturierung
Berlin (rdp). Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erläuterten heute einen Beschluss des Bundeskabinetts über Eckpunkte für ein Gesetz zur Bankenrestrukturierung und Finanzmarktregulierung:
Die Finanzmarktkrise hat gezeigt, dass der Zusammenbruch von systemrelevanten Banken Risiken für das gesamte Finanzsystem verursachen kann. Als Lehre aus der Krise werden wir Verfahren entwickeln, die Banken entweder die Chance zur eigenverantwortlichen Restrukturierung oder aber ein geordnetes Verfahren zur Abwicklung bieten. Ziel muss es dabei sein, ungeordnete Insolvenzen wie im Falle von Lehman Brothers zu verhindern und sicherzustellen, dass der gute Teil einer in Schieflage geratenen Bank nachhaltig überlebensfähig ist und das Finanzsystem nicht gefährdet wird.
In der Marktwirtschaft sind vorrangig die Unternehmensbeteiligten für die Sanierung ihrer Unternehmen verantwortlich. Das neue Reorganisationsverfahren bietet einen Rahmen für kollektive Verhandlungslösungen und schiebt Blockademöglichkeiten einzelner Anteilsinhaber einen Riegel vor.
Die Rettung systemrelevanter Banken darf nicht allein auf Kosten der Steuerzahler gehen. Die Kreditwirtschaft muss durch die Bankenabgabe ihren Beitrag zur Bekämpfung künftiger Krisen und zur Restrukturierung von systemrelevanten Banken leisten. Durch die Bankenabgabe wird zum einen die künftige Haftung des deutschen Steuerzahlers begrenzt. Zum anderen liefert sie einen wichtigen Beitrag zur Krisenprävention, indem die Beitragsbemessung am jeweiligen systemischen Risiko eines Kreditinstituts ausgerichtet ist.
Schließlich sollen die Verjährungsfristen für die Haftung von Vorständen und Aufsichtsräten von Aktiengesellschaften von fünf auf zehn Jahre verlängert werden. Die Verlängerung der Verjährungsfrist sorgt dafür, dass für die Durchsetzung von Ersatzansprüchen bei Managementfehlern genügend Zeit bleibt, auch wenn Ansprüche erst spät bekannt werden oder sich erst personell neu aufgestellte Gesellschaftsorgane zur Durchsetzung entscheiden. Die Finanzmarktkrise kann so sorgfältig und in Ruhe aufgearbeitet werden.
Scientology-Film kann neue Debatte über Verbot anstoßen
von redaktion am 31.03.2010 10:27
Sekten-Expertin Ursula Caberta: Scientology-Film kann neue
Debatte über Verbot anstoßen

Ursula Caberta
Leipzig/Berlin (rdp/ots) - Die Hamburger Scientology-Expertin Ursula Caberta
hofft, dass mit dem heute Abend in der ARD gesendeten TV-Drama "Bis
nichts mehr bleibt" eine neue Verbotsdebatte der Organisation
beginnt. "Vielleicht hilft der Film ja, eine neue öffentliche
Diskussion über ein Verbot von Scientology anzustoßen. Bis dahin ist
es allerdings weiter ein mühsamer Weg", sagte Caberta der "Leipziger
Volkszeitung" (Mittwoch-Ausgabe). In der Innenministerkonferenz der
Bundesländer hatte sich, mit Ausnahme von Bayern und Hamburg, bislang
keine Mehrheit für ein Scientology-Verbot gefunden, obwohl die
Organisation seit 1997 vom Bundesverfassungsschutz beobachtet wird.
Caberta sagte, der Spielfilm leiste einen wichtigen Beitrag zur
Aufklärung über die Methoden von Scientology. Es werde zum ersten Mal
in Deutschland in einem Spielfilm dargestellt, wie Scientology
wirklich funktioniert. "Die Geschichte über verschiedene Aussteiger
basiert auf realen Vorfällen. Es wurden im Film Original-Materialien
von Scientology verwendet, deshalb gibt es ja auch keine Klage gegen
den Film. Die merken, sie haben gegen die Veröffentlichung keine
Chance." Aussteiger hätten nach wie vor große Probleme, die
Organisation zu verlassen. "Die geben nicht auf, Aussteiger
zurückzuholen. Betroffene berichten immer wieder, dass man zwar mit
den Füßen rauskommt, aber mit dem Kopf so schnell nicht. Durch die
intensive Gehirnwäsche ist die psychische Abhängigkeit so stark, dass
es lange dauert, bis man wieder im normalen Leben ankommt." Wer zudem
öffentlich gegen Scientology ankämpft, werde in deren System zum
Feind erklärt. "Er gilt als vogelfrei und soll vernichtet werden. Das
macht schon Angst."
Die Sektenexpertin beklagte, dass es in Deutschland leider eine
verbreitete Sorglosigkeit im Umgang mit Scientology gebe. Auch in
Deutschland habe es die Organisation geschafft, eine Lobby zu
bekommen. "Als Tom Cruise den Hitler-Attentäter Graf Stauffenberg
spielte, jubelte hierzulande das Feuilleton und Scientology bekam
plötzlich in Deutschland ein nettes Gesicht", so Caberta.
Andererseits habe genau das auch eine Trotzreaktion ausgelöst, die
schließlich zur SWR-Produktion des Scientology-Aussteiger-Films
geführt hat.
Es hat geknallt
von redaktion am 31.03.2010 09:25
Presseschau vom 31.03.2010

Hier machen Protonen Speed-Dating – und eifern so dem Urknall nach.
Foto: taz.de/dpa
Es hat geknallt
Ein großer Schritt für die Menschheit, ein winziger fürs Universum. Im Genfer Teilchenbeschleuniger CERN stießen Protonen mit bislang höchster gemessener Geschwindigkeit, unter kontrollierten Bedingungen, aufeinander. Dem Urknall nahe.

fr-online.de
CERN: Atomkerne prallen mit Rekordenergie zusammen
… In der Maschine am europäischen Teilchenforschungszentrum CERN bei Genf prallten fast lichtschnelle Atomkernteilchen mit der bislang unerreichten Energie von sieben Tera-Elektronenvolt aufeinander. Zum Vergleich: Jedes der schnellen Partikel hat in etwa die Energie eines springenden Flohs. Allerdings besteht ein Floh aus rund 100 Milliarden mal Milliarden (100 000 000 000 000 000 000) solcher Teilchen. …

faz.net
Dem Urknall ganz nah
… Bei den Kollisionen waren auf kleinsten Raum für einen kurzen Augenblick Bedingungen entstanden, wie sie Billonstel Sekunden nach dem Urknall vor 13,7 Milliarden Jahren geherrscht haben. „Das ist ein großer Moment für die Teilchenphysik“, sagte sichtlich erleichtert der Generaldirektor des Cern, Rolf-Dieter Heuer, der von Japan aus die Ereignisse verfolgte. Mit dem heutigen Tag können nach zwanzig Jahren von der Entwicklung bis zur Fertigstellung der drei Milliarden Euro teuren Maschine nun offiziell die umfangreichen Experimente beginnen. …

spiegel.de
Physiker feiern das Urknall-Experiment
"Spektakulär, "großartiger Tag", "Schritt ins Unbekannte": Wissenschaftler sind begeistert darüber, dass der Teilchenbeschleuniger LHC in Genf nun endlich richtig läuft. Doch die Forscher dämpfen die Hoffnungen auf schnelle, bahnbrechende Ergebnisse der Experimente. …

taz.de
Treffen sich zwei Teilchen
… Wie man im Atom seinen Kern und das Elektron entdeckte, im Kern später Proton und Neutron und in denen wiederum die Quarks, so erwartet man bald Aufschluss über die Naturgesetze jenseits der drei Familien und ihrer Physik. Denn ausgerechnet der ästhetisch schwächste Teil der Theorie hat mit den Gewichten der Teilchen zu tun, für welche ein unschönes Teilchen mit dem Namen Higgs zuständig ist. Es bremst die Elektronen und macht sie träge, also schwer. Niemand hat das Higgs bislang gesehen. Ziemlich sicher sind in dieser Hilfskonstruktion neue Landschaften des Wissens verborgen, Karten der Welt, Kapitel der Schöpfung. ...
"Gekauft wie besichtigt" - BayernLB kaufte Hypo Alpe Adria wie einen Gebrauchtwagen
von redaktion am 30.03.2010 18:47
BayernLB kaufte Hypo Alpe Adria wie einen Gebrauchtwagen -
"Gekauft wie besichtigt"

Hamburg/Berlin (rdp/ots) - Die Bayerische Landesbank war beim verlustreichen
Kauf der österreichischen Hypo Alpe Adria noch viel leichtfertiger
als bisher bekannt. Das belegen interne Mails, über die das Hamburger
Magazin stern in seiner neuen, am Mittwoch erscheinenden Ausgabe
berichtet. Danach gab es im Management frühzeitig Zweifel an der
Werthaltigkeit der Kärntner Bank, mit der die BayernLB bis zum
Notverkauf an den österreichischen Staat knapp vier Milliarden Euro
Verlust gemacht hat.
Noch vor Zahlung des Kaufpreises schrieb das damalige
Vorstandsmitglied Michael Kemmer im September 2007 eine Alarm-Mail.
Ihm war aufgefallen, dass die Hypo Alpe Adria einen Großteil ihres
Kreditrisikos bei einer Tochtergesellschaft versteckt hatte. "Wir
sollten möglichst zeitnah Klarheit über das Ausfallrisiko erhalten",
schrieb Kemmer laut stern und fragte, "ob wir im Kaufvertrag eine
Bilanz/Eigenkapitalgarantie vereinbart haben." Der Manager wollte
also wissen, ob die Verkäufer dafür gerade stehen müssen, wenn die
Bank weniger wert ist als bisher angenommen. Die Mail-Antwort von
Kemmers Mitarbeitern war ernüchternd: "Alle Forderungen nach
Garantien bzw. Wertanpassungsklauseln wurden von der Verkäuferseite
strikt abgelehnt." Demgemäß sei gekauft worden "wie besichtigt".
Solche Bedingungen gelten üblicherweise beim Gebrauchtwagenkauf.
Weitere Dokumente, über die der stern berichtet, belegen zudem,
dass es frühzeitig intensive Kontakte zwischen dem Bank-Investor Tilo
Berlin und dem damaligen Chef der BayernLB Werner Schmidt gab. Eine
Investorengruppe um Berlin hatte sich im Dezember 2006 an der Hypo
Alpe Adria beteiligt und die Anteile im Mai 2007 mit hohem Gewinn
weiterverkauft. Zur Zeit prüfen Staatsanwälte in Klagenfurt und
München, ob die Berlin-Gruppe schon frühzeitig vom Interesse der
BayernLB an der Hypo Alpe Adria wusste und dieses Insiderwissen für
ihre Investition nutzte. In Berlins Terminkalender ist nach
stern-Informationen bereits im September 2005 ein Treffen mit Werner
Schmidt und einem weiteren Vorstandsmitglied der BayernLB vermerkt.

Dr. Tilo Berlin
Ein zweites Treffen fand im August 2006 statt. Und schließlich ging
im Büro von Bankchef Schmidt am 20. Dezember 2006 ein Brief von Tilo
Berlin ein. Inhalt: "wie mit Herrn Dr. Berlin besprochen, Unterlagen
bezüglich dem Projekt 'Hypo Alpe Adria'". Offizielle Gespräche
zwischen BayernLB und Hypo Alpe Adria begannen erst im Januar 2007.
Wowereit: Merkel nimmt Integration nicht ernst genug
von redaktion am 30.03.2010 18:18
Wowereit: Merkel nimmt Integration nicht ernst genug

Klaus Wowereit
Berlin (rdp). Zur Türkeireise von Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt der stellvertretende SPD-Vorsitzende, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit:
Statt über wichtige bildungspolitische Fragen zu sprechen, mit Hilfe derer man den Aufstiegswillen befördern kann, verzettelt sie sich in einen unnötigen Streit um türkische Gymnasien. Aus strategischen Gründen im Vorfeld auf diese vermeintlich „große Diskussion“ einzusteigen, um dann in der Türkei mit einem kleinsten gemeinsamen Nenner und dem Präsent einer „Friedenstaube“ alles wieder ins Lot bringen zu wollen, ist nicht sonderlich weitsichtig und hilft der Sache nicht – vielmehr: Es
zeigt, dass sie Integration nicht wirklich ernst nimmt.
Von einer Kanzlerin muss man mehr erwarten dürfen. Sie muss voranschreiten und nicht nur versuchen den Schaden zu begrenzen, der vor der Reise unnötig entstanden ist und von ihr bewusst in Kauf genommen wurde. Merkel investiert nicht in die deutsch-türkischen Beziehungen und das ist schade. So hat sie hat viele enttäuscht.
Das alles zeigt: Den Unionsparteien fehlt es leider immer noch an einer glaubwürdigen Haltung für mehr Integration - einer der zentralen Zukunftsfragen unseres Landes. Bei ihnen dominieren letztlich immer noch typisch konservative Reflexe, in denen das Integrationsthema vorrangig als Problem und nicht als Chance gesehen wird. Sie haben auch nicht verstanden, dass Integration eine Frage der Teilhabe und nicht der Herkunft und daher eine zutiefst soziale Frage ist. Sie erschöpfen sich bestenfalls in
symbolischen Gesten.
Ich betone: Es geht um einen grundsätzlichen Mentalitätswechsel. Integration heißt für uns, dass Menschen in unserem Land unabhängig von ihrer Herkunft am Haben und Sagen teilhaben können.
Kopfpauschale, Sonnenkönig Westerwelle, Sponsoring von Ministerpräsidenten
von redaktion am 30.03.2010 17:47
Kopfpauschale, Sonnenkönig Westerwelle, Sponsoring von Ministerpräsidenten
Oder: Wie Politik durch Kommunikation die Zielgruppen "vergrätzt"!
Hamburg/Berlin (rdp/ots)
![]()
Klaus Flettner,
Präsident des Kommunikationsverbandes, zum Thema aktuelle politische Kommunikation:
Wäre es nicht so traurig, wäre man nicht Bürger in diesem Land, würde man nicht mit beiden Beinen im Leben stehen... Ja dann. Dann müsste man sich abwenden, auswandern, den Kopf gänzlich in den Sand stecken oder zur Revolution aufrufen. Man stelle sich vor, ein verantwortlicher Kommunikationsmanager in einem deutschen Unternehmen würde nur annähernd so unverständlich und irreführend kommunizieren, wie die aktuelle politische Kaste. Er würde fristlos vom Hof gejagt. Wo sind der Respekt, die Wertschätzung, die Analyse, die Verantwortung gegenüber den Kunden, der Zielgruppe, denn nichts anderes sind Wähler, geblieben? Wie können die führenden Politiker, ganz gleich ob regierende oder oppositionelle, sich ehrlichen Gewissens denn noch als Vertreter des Volkes betrachten? Ganz zu schweigen von der Frage, ob sie sich noch trauen, in einen Spiegel zu schauen.
Die Menschen in Deutschland wissen, dass die Kassen leer sind. Sie
wissen, dass vieles geändert werden muss und dass sich vieles
verändern wird. Die Bürger in diesem Land suchen Klarheit,
Orientierung, Nachhaltigkeit, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit.
Und sie wollen Verständnis:
- Verstehen, das inhaltliche Begreifen eines Sachverhalts.
- Empathie, die Fähigkeit, sich in andere Menschen
hineinzuversetzen und mitzufühlen.
- Meinung, im Sinne einer Auffassung oder eines Standpunktes.
(Quelle: http://de.wikipedia.org)
Doch Verständnis aufzubringen, davon sind unsere Politiker Meilen weit entfernt:
Sie sprechen schon lange nicht mehr eine verständliche Sprache: - Kopfpauschale? Kopfgeld? Wilder Westen? - Herdprämie? Herdverschrottung? Frauen an den Herd? - Friedenseinsatz? Freundlicher Ausflug nach Afghanistan?
Selbst der Bundespräsident zeigt, dass er schon lange nichts mehr mit dem "Volk" zu tun hat und fordert noch deutlich höhere Benzinpreise. Logisch, er hat ja wohl dafür noch nie selbst gezahlt. Ob er weiß, was ein Pendler ist, ein normaler Arbeiter?
Ich empfehle Herrn Köhler, Frau Merkel, Herrn Westerwelle und den Angehörigen ihrer Kasten, ein effizientes und nachhaltiges Trainingsprogramm, dass ihnen sofort viel Sympathie und Glaubwürdigkeit und vor allem Verständnis bringen würde. Sie alle sollten vierzehn Tage ins echte Leben eintauchen: Herr Köhler in eine Pendlerfamilie auf dem Land, wo er jeden Morgen und jeden Abend für ein bis zwei Stunden im Auto sitzen und endlich mal erleben darf, wie man auf einer Tankstelle ein Auto betankt.
Frau Merkel mal ins Kinderheim oder in eine kinderreiche Familie und Herrn Westerwelle mal zu den Kumpels unter Tage und Seehofer vielleicht mal zum melken auf den Bauernhof? Es würde helfen! Es ist überfällig! Und wenn sie sich schon nicht selbst trauen, dann wäre es das Mindeste, dass unsere sogenannten Volksvertreter von Zeit zu Zeit direkt mit den Menschen kommunizieren, für die sie verantwortlich sind: Direkte, ehrliche Kommunikation mit uns, der Zielgruppe! Und das nicht nur zum Zwecke der persönlichen Wiederwahl, sondern zum nachhaltigen Wohl unserer Gesellschaft!
Offen, interessiert und unverblümt und nicht nur winkend und opportunistisch, wenn mal - wie fast immer - Wahlkampf ist. Der Kommunikationsverband empfiehlt auf jeden Fall die Professionalisierung der politischen Kommunikation, denn mehr und mehr wenden sich die Menschen von der Politik und damit von der Marke Deutschland ab, die Mitgliederzahlen der Parteien, wie auch die Wahlbeteiligungen, nehmen kontinuierlich ab. Jedes professionelle Unternehmen - und glücklicherweise haben wir davon viele in Deutschland - würde schon längst massiv und nachhaltig gegensteuern, auch wenn dies mit erheblichen Veränderungen einhergeht.
Derjenige Politiker oder diejenige Partei, die dies erkennt und umsetzt, wird von den Wählern mit Verständnis und Stimme belohnt werden. Eine riesige Chance. Ich hoffe, sie wird nicht vergeben!


Antworten