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US-General McChrystal weist Bundeswehr auf größere Risiken hin
von redaktion am 14.04.2010 09:44
US-General McChrystal weist Bundeswehr auf größere Risiken hin

Chrystal
Berlin (rdp/dts) - Der Chef der Nato-Truppen in Afghanistan, US-General Stanley McChrystal, will bei seinem in der kommenden Woche erwarteten Deutschland-Besuch für eine gezieltere Kampfausbildung unter kriegerischen Bedingungen der im Norden des Landes eingesetzten Bundeswehr werben. Laut einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" erwartet McChrystal "einen wichtigen Beitrag" der Bundeswehr-Truppen bei der für den Sommer anstehenden Großoffensive US-amerikanischer Einheiten zusammen mit Nato-Truppen und der afghanischen Armee gegen die Taliban. Zudem müssten angesichts der kriegerischen Zustände auch im Norden die Bundeswehr-Soldaten "besser" auf die US-Strategie der Aufstandsbekämpfung (Counterinsurgency/COIN) eingestellt werden.
Aus Drei mach Fünf
von redaktion am 14.04.2010 08:38
polis-Presseschau vom 14.04.2010

Aus Drei mach Fünf
Die FDP hat nochmal nachgerechnet. Aus dem Drei-Stufen-Steuerreformkonzept soll dann doch ein Fünfstufiges werden. Der Staat würde mit 3 Milliarden weniger belastet. Dem Koalitionspartner reicht das nicht.

fr-online.de
FDP korrigiert ihr eigenes Steuerkonzept
Die FDP will mit ihrem neuen Steuerkonzept Einkommen bis 53.000 Euro im Jahr entlasten. Wenige Wochen vor der Steuerschätzung Anfang Mai legte die Parteispitze ein überarbeitetes Konzept vor, das die Einnahmeausfälle gegenüber dem bisherigen Modell um drei Milliarden Euro auf 16 Milliarden reduziert. …

spiegel.de
Kommunen weisen FDP-Steuerpläne zurück
Das Steuerkonzept der FDP stößt auf scharfe Kritik in den Kommunen: Weitere Steuerentlastungen seien nicht zu verkraften, warnte der Städte- und Gemeindebund. Auch in der Union gibt es trotz der abgespeckten Pläne der Liberalen weiter Vorbehalte. …

sueddeutsche.de
Pubertäre FDP
… Wenn jemand klüger wird, sollte man ihn dafür nicht tadeln. Das gilt auch für Guido Westerwelle, dem dieser Tage vorgeworfen wird, er sei klammheimlich von seiner Forderung nach einer großen Steuerreform abgerückt und damit "umgefallen". Zwar stimmt es, dass die Liberalen die Bürger neuerdings nicht mehr um 19,5 Milliarden, sondern nur noch um gut 16 Milliarden Euro entlasten wollen. Das aber ist angesichts der katastrophalen Haushaltslage bei Bund, Ländern und Gemeinden kein Rück-, sondern ein Fortschritt. …

welt.de
Wie die FDP ihr Steuermodell abschwächt
… Die FDP will die Steuerzahler spätestens ab 2012 um 16 Milliarden Euro entlasten. Ein entsprechendes Reformkonzept soll beim Bundesparteitag der Liberalen Ende April verabschiedet werden. Vor allem die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen, die heute besonders stark mit Steuern und Abgaben belastet seien, würden von der Entlastung profitieren, sagte FDP-Vizechef Andreas Pinkwart. Die Reichensteuer und den Spitzensteuersatz wollen die Liberalen nicht antasten . ...
Özdemir: FDP verabschiedet sich von ihren Wahlversprechen
von redaktion am 13.04.2010 21:32
Essen/Berlin (rdp/ots) - Zum neuen Steuerkonzept der FDP sagt der Grünen-Chef Cem Özdemir der WAZ-Mediengruppe (Mittwochausgaben):
"Die FDP verabschiedet sich in Trippelschritten von ihren vollmundigen Wahlversprechen. Sie hat aber immer noch nicht verstanden, in welcher dramatischen Situation wir uns nach der Finanzkrise befinden. Unverdrossen baut die FDP neue Luftschlösser und will den Wählerinnen und Wählern in NRW wieder das Blaue vom Himmel versprechen. Dabei steht eine solide Gegenfinanzierung auch diesmal in den Sternen. Weitere Steuersenkungen, die erneut vor allem Besserverdienenden nutzen würden, würden den Kommunen den Garaus machen. Die letzten Steuergeschenke für Hoteliers und reiche Erben haben die Kommunen schon in die Bredouille gebracht: Schwimmbäder, Turnhallen und Bibliotheken müssen dicht gemacht werden, an den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen ist in vielen Kommunen nicht mehr zu denken. Insgesamt werden die FDP-Pläne die Bürgerinnen und Bürger deshalb teuer zu stehen kommen. Da kommen dann auch noch die Kosten für die Kopfpauschale oben drauf."
SPD fordert Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung
von redaktion am 13.04.2010 21:13
SPD fordert Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung
Berlin (rdp/dts) - Die SPD hat einen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung für Kinder von Alleinerziehenden gefordert. Das Recht soll für Kinder vom ersten Geburtstag bis zum Ende der Schulpflicht gelten. Dies geht aus einem Acht-Punkte-Papier hervor, das der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe) vorliegt. Das Papier, in dem eine Offensive für Alleinerziehende gefordert wird, soll am 19. April vom Parteivorstand beschlossen werden. "Wir müssen dringend die Hürden aus dem Weg räumen, die Alleinerziehende daran hindern, berufstätig zu sein", sagte SPD-Vize-Chefin Manuela Schwesig der "Rheinischen Post". Zur Finanzierung fordert die SPD, auf das von der Regierungskoalition geplante Betreuungsgeld zu verzichten. Die dafür vorgesehenen rund zwei Milliarden Euro ab 2013 sollten besser in den Ausbau der Betreuung fließen.
Lafontaine: Kehrtwende der SPD beim Afghanistan-Einsatz
von redaktion am 13.04.2010 15:04
Der Tagesspiegel: Lafontaine: Kehrtwende der SPD beim
Afghanistan-Einsatz

Lafontaine
Berlin (ots) - Der Linken-Vorsitzende Oskar Lafontaine hat den
Vorschlag von SPD-Chef Sigmar Gabriel unterstützt, das
Bundestagsmandat für den Afghanistan-Einsatz zu überdenken. "Gabriels
Kehrtwende ist zu begrüßen. Krieg muss man Krieg nennen", sagte
Lafontaine dem Tagesspiegel (Mittwochausgabe). Der SPD-Vorsitzende
verschließe sich nicht mehr der Erkenntnis, dass seine Partei die
Bundeswehr in einen Krieg geschickt habe. "Die SPD muss jetzt den
nächsten Schritt machen und sich unserer Forderung anschließen, die
Beteiligung der Bundeswehr an diesem völkerrechtswidrigen Krieg zu
beenden", forderte Lafontaine.
Nukleargipfel: Sarkozy wehrt sich gegen Forderung nach Abrüstung
von redaktion am 13.04.2010 14:54
Nukleargipfel: Sarkozy wehrt sich gegen Forderung nach Abrüstung

Sarkozy
Washington/Berlin (rdp/dts) - Die Abrüstungsgespräche auf dem Nukleargipfel in Washington haben gestern einen fast durchweg positiven Anfang genommen. Getrübt wurden die Verhandlungen allerdings durch Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der eine weitere Abrüstung der Atomwaffen seines Landes vehement ablehnte. "In einer so gefährlichen Welt wie heute werde ich die Atomwaffe nicht einseitig aufgeben", erklärte Sarkozy. Die Atomwaffen seien nach Ansicht des Staatschefs als nukleare Abschreckung schließlich "Garant für die Sicherheit" Frankreichs. In der Vergangenheit hatte Paris das Nukleararsenal des Landes bereits um ein Drittel auf 300 Atomsprengköpfe reduziert. "Wenn ich weiter gehen würde, könnte das die Sicherheit meines Landes in Frage stellen", verteidigte Sarkozy seine Haltung. Mit dem jetzigen Arsenal halte die Republik "das strikte Minimum". Gleichzeitig versicherte Sarkozy aber alle Anstrengungen zur weltweiten Reduzierung der Atomwaffen zu unterstü
tzen.
Ferner teile der französische Staatspräsident die Befürchtungen von US-Präsident Barack Obama darüber, dass Nuklearwaffen in die Hände von Terroristen fallen und somit zu einer ernsten internationalen Bedrohung werden könnten. Die Niederlande haben indes die Einberufung eines Nukleartribunals als entsprechenden Sondergerichtshof in Den Haag angeregt. Obama habe den Vorschlag positiv aufgenommen, sagte der niederländische Ministerpräsident Jan Peter Balkenende. An dem Nukleargipfel in Washington nehmen 47 internationale Staatschefs teil, Thema sind neben der Abrüstung mögliche Sanktionen gegen den Iran.
Ramsauer: Alte Verkehrsschilder bleiben gültig
von redaktion am 13.04.2010 14:34
Ramsauer: Alte Verkehrsschilder bleiben gültig

Ramsauer
Berlin (rdp). Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat heute in Berlin angekündigt,
dass alte Verkehrsschilder, deren Erscheinungsbild sich 1992 geändert
hat, weiterhin gültig bleiben. Mit diesem Schritt werden Fehler der
alten Bundesregierung bei der Novelle der Straßenverkehrsordnung
korrigiert.
Ramsauer:
marginal von den heute gängigen Schildern. Ein Austausch ist
deshalb unverhältnismäßig. Auch aus Gründen der
Verkehrssicherheit sind Austauschmaßnahmen nicht notwendig.
Die Minister Tiefensee und Gabriel sind außerdem von der
irrigen Vorstellung ausgegangen, die Schilder würden maximal
15 Jahre halten. Die Praxis beweist, dass Verkehrszeichen
augenscheinlich länger leben und die alten Schilder noch in
gutem Zustand an unseren Straßen stehen. Den Kommunen sage
ich: Setzen Sie das ersparte Geld dafür ein, die Winterschäden
auf Ihren Straßen zu beseitigen."
Hintergrund: Im vergangenen Jahr haben die Minister Tiefensee und
Gabriel mit Zustimmung des Bundesrates die sogenannte
"Schilderwaldnovelle" auf den Weg gebracht. Sie ist am 1.9.2009 in
Kraft getreten. Damit wurde auch eine im Jahr 1992 in die StVO
eingestellte Übergangsregelung (§ 53 Absatz 9) ersatzlos gestrichen.
Mit dieser Regelung behielten die bis zum 1. Juli 1992 aufgestellten
Verkehrszeichen unbefristet ihre Gültigkeit. Die Streichung der
Übergangsregelung führte von einem Tag auf den anderen zur sofortigen
Unwirksamkeit der Schilder alter Gestalt.
Aufgrund der daraus entstandenen Rechtsunsicherheiten für die
Verkehrsteilnehmer sowie des hohen Aufwandes für die Kommunen beim
Austausch der alten Schilder hat Minister Ramsauer eine rechtliche
Überprüfung der "Schilderwaldnovelle" veranlasst.
Ramsauer:
eines Verstoßes gegen das verfassungsrechtlich verankerte
Zitiergebot nichtig. Das bedeutet: Es gilt weiterhin die StVO
in der Fassung vor dem 1. September 2009. Die alten Schilder
müssen nicht ausgetauscht werden."
Das Bundesverkehrsministerium arbeitet nun mit Nachdruck daran, die
Fehler der Novelle zu korrigieren. Es soll schnellstmöglich ein neuer
Änderungsentwurf vorgelegt werden, dem der Bundesrat dann noch
zustimmen muss. Auf der Verkehrsministerkonferenz am 14./15.April 2010
in Bremen sollen die Länder zu einer schnellen Mitwirkung bewegt
werden.
Ramsauer:
Verordnung erklärtes Ziel, der Überbeschilderung auf deutschen
Straßen entgegen zu wirken."
Wowereit: Endlich Schluss machen mit Symbolpolitik bei der Integration
von redaktion am 13.04.2010 14:16
Wowereit: Bundesregierung muss endlich Schluss machen mit Symbolpolitik bei der Integration

Wowereit
Berlin (rdp). Zu den Ergebnissen der Befragung des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) erklärt der stellvertretende Parteivorsitzende, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit:
Es ist alarmierend, dass Zuwanderer in Deutschland ihre Rechte zu wenig kennen. Ebenso problematisch ist es, dass nur ein geringer Teil der Zuwanderer jemals etwas von den Initiativen der Bundesregierung im Bereich der Integrations-, Islam- und Antidiskriminierungspolitik gehört oder gesehen hat. Dabei liegen die notwendigen Maßnahmen auf der Hand, die Bundesregierung muss sie endlich umsetzen:
Statt weiterer Steuergeschenke in Höhe von 16 Milliarden, die wieder nur die kommunalen Haushalte belasten, brauchen wir eine Bildungspolitik, die Chancengerechtigkeit und Teilhabe sicherstellt: Kostenfreie Bildung von Anfang an, frühkindliche Bildung, gebührenfreie Kitaplätze, Ganztagsbetreuung und ein klares Nein zur „Herdprämie“ helfen mit, das Bildungsniveau zu heben, Aufstiegswillen zu wecken und Perspektiven zu ermöglichen.
Wir müssen wirkliche politische Partizipation und Teilhabe sicherstellen. Dazu gehört, dass Einwanderer, die länger als sechs Jahre hier leben, zumindest ein kommunales Wahlrecht erhalten müssen, um mitentscheiden zu können.
Die Ergebnisse der Studie des SVR zeigen: Wir brauchen schnell eine offensive Informations- und Aufklärungskampagne: Rechte haben – Rechte kennen – Rechte nutzen! Weg von der Symbolpolitik, hin zu handfesten Maßnahmen – so muss die Devise lauten!
Strategiepapier der Jungen Union ist skandalös
von redaktion am 13.04.2010 14:03
Strategiepapier der Jungen Union ist skandalös

Ansgar Dittmar
Berlin (rdp). Die Junge Union im baden-württembergischen Kreis Göppingen hat sich in einem Strategiepapier, das nach eigenen Aussagen mehrheitsfähig innerhalb der JU ist, für eine Rückkehr zur konservativen, rechten Politik der CDU ausgesprochen. In dem Papier spricht sich die JU gegen die Anerkennung der Lebenspartnerschaft aus und fällt damit der eigenen Parteiorganisation, der Lesben und Schwulen in der Union (LSU, in den Rücken. Hierzu erklärt der Bundesvorsitzende der Lesben und Schwulen in der SPD Ansgar Dittmar:
Die Schwusos haben auf ihrem Bundeskoordinierungstreffen vergangenes Wochenende beschlossen, für die Öffnung der Ehe zu kämpfen. Da erscheint es wie eine Rückkehr in die Steinzeit, wenn nun die JU fordert, die Lebenspartnerschaften wieder abzuschaffen. Das kann und darf nicht sein! Die CDU und daher auch die JU nimmt für sich in Anspruch, eine Volkspartei zu sein. Zu unserem Volk gehören aber auch Lesben und Schwule. Das schien ansatzweise von den Konservativen verstanden worden zu sein. Daher ist es
umso unverständlicher, dass es nun zu einer solchen Positionierung kommt.
Wir verlangen von der JU auf Landes- und Bundesebene, aber auch von der Mutterpartei eine klare Stellungnahme. Mutterpartei und Jugendorganisation müssen sich deutlich von den Positionen des JU-Kreisverbandes distanzieren. Alles andere wäre skandalös und nicht tragbar!
Menschenrechtsinstitut: Begriff "Rasse" im Grundgesetz durch "rassistisch" ersetzen
von redaktion am 13.04.2010 11:10
Menschenrechtsinstitut: Begriff "Rasse" im Grundgesetz durch
"rassistisch" ersetzen
Berlin (rdp/ots) - Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat dem
Gesetzgeber empfohlen, den Begriff "Rasse" aus dem
Diskriminierungsverbot in Artikel 3 des Grundgesetzes zu streichen
und durch das Verbot "rassistischer" Benachteiligung oder Bevorzugung
zu ersetzen. "Eine Änderung des Grundgesetzes wäre ein wichtiges
Signal, um die scheinbare Akzeptanz von Rassekonzeptionen zu
beenden", erklärte Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts
für Menschenrechte, anlässlich der Veröffentlichung des
Positionspapiers "Ein Grundgesetz ohne Rasse" am 13. April. Jede
Theorie, die auf die Existenz unterschiedlicher Rassen abstelle, sei
in sich rassistisch. Das Europäische Parlament habe sich bereits
gegen den Begriff "Rasse" in Gesetzestexten der Europäischen Union
ausgesprochen und einige europäische Länder hätten ebenfalls schon in
ihrem nationalen Recht von dem Begriff "Rasse" Abstand genommen. "Ein
solcher Schritt ist in Deutschland längst überfällig", so Rudolf.
Hendrik Cremer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen
Institut für Menschenrechte und Autor des Positionspapiers, wies
darauf hin, dass bis heute in rechtlichen Bestimmungen, die
eigentlich der Bekämpfung rassistischer Diskriminierung dienen
sollten, der Ausdruck "Rasse" verwendet werde. "Rassismus lässt sich
nicht glaubwürdig bekämpfen, solange der Begriff "Rasse" beibehalten
wird", erklärte Cremer. Dies gelte umso mehr, als seine Verwendung
dazu beitragen könne, rassistisches Denken zu fördern. Mit der neuen
Formulierung würde auch der Schutzzweck des Artikel 3, Absatz 3
Grundgesetz, der Schutz vor rassistischen Diskriminierungen und die
Bekämpfung von Rassismus, endlich deutlich, so Cremer.


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