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Ermittlungsverfahren wegen Kundus-Luftangriff eingestellt

von redaktion am 19.04.2010 17:53




Ermittlungsverfahren wegen Kundus-Luftangriff eingestellt



Berlin (rdp/dts) - Das Ermittlungsverfahren zum Luftangriff nahe Kundus, bei dem zahlreiche Zivilisten ums Leben gekommen sind, ist eingestellt worden. Wie die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe heute mitteilte, habe es sich bei der Militäraktion, mit welcher der Bundeswehr-Oberst Georg Klein in Verbindung gebracht wird, nicht um eine verbotene Methode der Kriegsführung gehandelt. Damit seien weder die Vorschriften des Völkerstrafgesetzbuches (VStGB) noch die Bestimmungen des Strafgesetzbuches (StGB) erfüllt. Bei dem Luftangriff auf Tanklaster in Afghanistan waren im September 2009 etwa 140 Menschen getötet oder verletzt worden.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.04.2010 17:53.

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Berlin als Modellmetropole: 500.000 neue Jobs

von redaktion am 19.04.2010 16:23




Wirtschaftsstandort Berlin: Wachstum mit Tourismus, Elektroautos, schnellem Internet und Gesundheit
McKinsey-Studie: 500.000 neue Jobs ambitioniertes Ziel, aber möglich - Berlin als Modellmetropole




Berlin/Düsseldorf (rdp/ots) - Berlin kann in den nächsten zehn Jahren durch die gezielte Stärkung von Wachstumsfeldern bis zu 500.000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Jobs schaffen. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company mit dem Titel "Berlin 2020. Wirtschaftliche Perspektiven durch neue Wachstumskerne". Neue Arbeitsplätze können vor allem im Tourismus, im Bereich Elektromobilität, in der Informations- und Kommunikationsbranche (IKT) und in der Gesundheitswirtschaft entstehen. "Dieses Wachstumsziel ist ambitioniert, aber nicht unrealistisch", sagt Katrin Suder, Leiterin des Berliner McKinsey-Büros, zur Vorstellung der Studie. "Wir möchten mit der Studie zeigen, wie die Stadt neue wirtschaftliche Dynamik entfalten kann."

Engagement für Berlin

"Berlin 2020" ist ein Pro-bono-Engagement auf eigene Initiative von McKinsey. In den vergangenen Monaten wurden dafür über 150 Gespräche mit Experten geführt. Das Ergebnis sind eine detaillierte Bestandsaufnahme der wirtschaftlichen Situation Berlins und eine genaue Analyse ausgewählter Wachstumspotenziale. Die größten Chancen für Berlin sieht die Studie in den Branchen Tourismus, Elektromobilität, IKT und Gesundheit.

Allein in diesen vier Wirtschaftsbereichen können in den kommenden zehn Jahren bis zu 160.000 neue Arbeitsplätze entstehen, also bereits rund ein Drittel der langfristig auch für einen ausgeglichenen Haushalt benötigten 500.000 Jobs. "Durch jeden neu geschaffenen Arbeitsplatz wird unserer Erfahrung nach die Basis für zwei bis drei weitere Arbeitsplätze geschaffen", erläutert Boris Maurer, Leiter der Initiative "Berlin 2020", Erfahrungswerte zum so genannten Multiplikatoreffekt bei neu geschaffenen Beschäftigungsverhältnissen.

Neue Arbeitsplätze in dieser Größenordnung sind allerdings nur realistisch, so McKinsey, wenn neben dem Tourismus in den drei Branchen Wachstumskerne geschaffen werden, die neue exportfähige Produkte und Dienstleistungen entstehen lassen. Nur so könnten die Hauptprobleme der Stadt bewältigt werden - Berlin hat mit 13 Prozent eine geringe Exportorientierung und im Vergleich zu wirtschaftlich erfolgreicheren Metropolen prozentual nur halb so viele Beschäftigte außerhalb reiner Versorgungsbereiche.

Jobmotor Tourismus

Berlins größter Jobmotor ist der Tourismus. Schon heute beschäftigt die Branche mit 160.000 Menschen rund 10 Prozent aller Erwerbstätigen in der Stadt. Wenn sich das Wachstum wie bisher fortsetze, könnten hier laut Studie bis 2020 mindestens weitere 115.000 neue Jobs entstehen. "Um das Potenzial voll auszuschöpfen, müssen neue Besuchergruppen wie beispielsweise junge Familien oder Senioren gewonnen werden", sagt Jasper zu Putlitz, Tourismusexperte bei McKinsey. Gelingen könne dies etwa durch Angebote, die Kunst/Kultur- und Erholungsreisen kombinieren. Auch die Weiterentwicklung der "Berlin Welcome Card" zu einem "Loyalty Card"-Programm würde helfen. Darüber hinaus sollte Berlin mit Messe- und Kongresskapazitäten den Erfolg als Veranstaltungsort ausbauen.

Derzeit besuchen vor allem Menschen aus Westeuropa und Amerika Berlin. "Es gibt noch ein enormes Potenzial, Besucher aus Osteuropa und Fernost für die Stadt zu begeistern", sagt zu Putlitz. Voraussetzung dafür seien entsprechende Angebote von Low-Cost-Carriers oder etablierten Fluggesellschaften, aber auch passgenaue Angebote in Berlin selbst beispielsweise für die chinesische Ein-Kind-Familie.

100.000 Elektroautos in der Hauptstadt

Der Trend zur Elektromobilität gewinnt weltweit rasant an Fahrt. Nach Einschätzung von McKinsey ist für den Durchbruch der Elektroautos in Deutschland eine Modellanwendung mit rund 100.000 Fahrzeugen erforderlich. "Wir sind überzeugt davon, dass Berlin ein sehr guter Standort für ein solches Projekt wäre", sagt Automobilexperte Christian Malorny. Die Stadt biete dank ihrer Größe, der Lage, den Pendlerströmen und dem Zusammenspiel mit öffentlichen Verkehrsmitteln ideale Voraussetzungen.

Berlin könne sich auch als Standort für die Produktion und Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien etablieren, wie sie für Elektroautos benötigt werden. Voraussetzung dafür seien ein wissenschaftliches Forschungs- und Entwicklungscluster sowie ein Businessplan für die Ansiedlung der Batterienzellenproduktion. Eine weitere Empfehlung aus der Studie: Berlin könnte auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof die weltweit erste "Formel E"-Rennstrecke aufbauen, privat finanziert durch Sponsoring sowie durch die Automobilindustrie und die Stromversorger - ähnlich der Formel 1.

"Smart City" an der Spree

Die Hauptstadt hat auch Chancen, in Europa ein führender Standort für IKT-Innovationen zu werden. Positive Standortfaktoren sind laut Studie die Universitäts- und Forschungslandschaft sowie die große Präsenz innovativer Unternehmen aus den Bereichen Software/IKT, Werbung und Design. "Technisch ist mit Glasfasern eine Infrastruktur möglich, die langfristig mit 20 GBit/s etwa 500- bis 1.000-mal so hohe Übertragungsraten erreicht wie die heute etablierten Netze", erläutert Katrin Suder. Während der Glasfaserausbau deutschlandweit Investitionen von 1.000 bis 1.500 EUR pro Haushalt erfordern würde, seien es in Berlin dank hoher Bevölkerungsdichte und vorteilhaften Kostenstrukturen durch¬schnittlich nur 500 EUR. Diese Infrastruktur lasse sich darüber hinaus auch für die aktive Gestaltung von Pilotmärkten für Anwendungen aus dem Netz nutzen, vor allem in der öffentlichen Verwaltung mit E-Government oder im Management von Patientendaten in der Gesundheitsversorgung. Als "Smart City" würde Berlin attraktiver für Technologieführer und Netzbetreiber und böte ideale Voraussetzungen für die Entwicklung und Pilotierung neuer IKT-Dienste, so Studienleiter Boris Maurer.

Gesundheitsstadt Berlin

Der Berliner Gesundheitsbranche attestiert die Studie gleich mehrere Standortvorteile: Politiknähe, eine starke Grundlagen- und klinische Forschung, eine große medizinische Versorgungsdichte und eine gute IT-Infrastruktur. "Berlin bietet damit gute Voraussetzungen, sich zur Hauptstadt für klinische Studien in Europa zu entwickeln", stellt McKinsey-Gesundheitsexperte Matthias Wernicke fest. Außerdem könnte Berlin vorhandene Strukturen wie Gebäude und Lehrkräfte nutzen, um mit niedrigen Fixkosten eine international ausgerichtete Ausbildung in der Medizin sowie im Medizin- und Versorgungsmanagement und in Pflegefächern aufzubauen. Wernicke: "Berlin ist auch ein idealer Standort für ein Pilotprojekt zum integrierten Präventions- und Versorgungsmanagement." Gerade bei diesem Thema komme es auf die Nähe zu Entscheidern und die große Konzentration von Gesundheitsinstitutionen an, wie sie in Berlin gegeben seien.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.04.2010 16:24.

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Einnahmen der Deutschen Bahn AG in Italien beschlagnahmt

von redaktion am 19.04.2010 15:05




Einnahmen der Deutschen Bahn AG in Italien beschlagnahmt

"Report Mainz", heute, 19. April 2010, 21.45 Uhr im Ersten

Mainz/Berlin (rdp/ots) - Die Deutsche Bahn AG muss seit März 2009 auf alle Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf für Zugstrecken von Italien nach Deutschland verzichten. Das geht aus Recherchen des ARD-Politikmagazins "Report Mainz" hervor. Hintergrund ist ein Rechtsstreit um die Entschädigung von Überlebenden und Angehörigen eines SS-Massakers während des Zweiten Weltkrieges im griechischen Distomo. Die Erlöse der Deutschen Bahn wurden auf Anweisung eines römischen Gerichts beschlagnahmt, weil die Bundesrepublik nicht bereit war, Schadensersatz in Höhe von rund 51 Millionen Euro zu zahlen. Italienische Gerichte hatten Ende 2008 entschieden, dass die Opfer aus dem griechischen Dorf Distomo ihren rechtskräftig festgestellten Schadensersatzanspruch auf italienischem Hoheitsgebiet vollstrecken dürfen. Daraufhin war die Pfändung der Bahn-Einnahmen im Wege der sogenannten Drittschuldnerhaftung angeordnet worden. Nach Informationen des ARD-Magazins drohen der Bundesrepublik aber noch weitaus höhere Schadensersatzforderungen. Wie "Report Mainz" inzwischen bestätigt wurde, hat Italien am 23.12.2009 beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag Klage gegen die Bundesrepublik eingereicht. Das Ziel: Die Bundesrepublik soll für alle Schäden finanziell aufkommen, die von deutschen Truppen während des Zweiten Weltkrieges in Italien angerichtet wurden. Das Auswärtige Amt in Berlin wollte bislang zur Klage Italiens keine Stellungnahme abgeben, da es sich um ein "laufendes Verfahren" handelt. Italien reagierte damit auf eine Klage der Bundesregierung vor dem IGH in Den Haag, die Ende 2008 eingereicht worden war. Ursprünglich wollte die Regierung in Berlin damit sicherstellen, dass sie nicht von italienischen Gerichten zu Schadensersatzleistungen wegen Kriegsverbrechen während des Zweiten Weltkrieges verurteilt werden kann. Die Regelung von Reparationszahlungen war auch in einem Vertrag zwischen der Kohl-Regierung und den westlichen Siegermächten kurz vor der Wiedervereinigung 1990 vereinbart worden. Sie wurde aber nach Report-Mainz-Recherchen bis heute nicht umgesetzt. Ausführliche Informationen zu diesem Thema heute Abend in "Report Mainz".

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.04.2010 15:06.

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Westerwelle-Initiative: Viel heiße Luft

von redaktion am 19.04.2010 10:58




Lausitzer Rundschau: Viel heiße Luft Allen jungen Arbeitslosen soll Beschäftigung geboten werden

Cottbus/Berlin (rdp/ots) - Was FDP-Chef Guido Westerwelle noch vor ein paar Wochen in provokanter Form gefordert hat, wird nun zum Allgemeingut von Schwarz-Gelb: Alle jungen Hartz-IV-Empfänger sollen binnen sechs Wochen ein Job- oder Ausbildungsangebot erhalten. So will es das Bundeskabinett in dieser Woche beschließen. Die Frage ist nur, ob sich das Schicksal junger Arbeitsloser einfach per Federstrich zum Besseren wenden lässt. Nach Lage der Dinge ist das stark zu bezweifeln. Bereits jetzt müssen Erwerbslose im Alter bis zu 25 Jahren praktisch jeden Job annehmen, egal ob der in München ist und sie in Kiel wohnen oder umgekehrt. Bei Verstößen kann die Arbeitsagentur das Arbeitslosengeld II komplett streichen. Sage also niemand, es gäbe keine wirkungsvollen Sanktionsinstrumente, um einen Müßiggang auf Staatskosten zu verhindern. Was bleibt, ist ein klares Defizit an angebotenen Tätigkeiten. Auch hier darf man aber nicht vergessen, dass Hunderttausende Arbeitslose schon heute einer gemeinnützigen Beschäftigung nachgehen. Dieses Volumen lässt sich nicht beliebig ausweiten. Denn solche Tätigkeiten dürfen keine regulären Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt verdrängen. Man darf gespannt sein, wie die Regierung diese Probleme lösen will. Einstweilen ist ihr schöner Plan nur heiße Luft.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.04.2010 10:59.

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FDP verprellt Stammwähler

von redaktion am 19.04.2010 09:32




FDP verprellt Stammwähler

Düsseldorf/Berlin (rdp/ddp). Die Enttäuschung der FDP bei deutschen Führungskräften beschleunigt sich einer Umfrage zufolge. 37 Prozent der Manager haben nach eigenen Angaben bei der vergangenen Bundestagswahl mit Zweitstimme FDP gewählt, heute sagen nur noch sechs Prozent, ihnen gefalle die FDP am besten. Das zeigt eine Umfrage des Psephos-Instituts unter knapp 520 Führungskräften im Auftrag des «Handelsblattes» (Montagausgabe) und der Unternehmensberatung Droege & Comp.

85 Prozent der Führungskräfte in Deutschland sind «Ã¼berwiegend» oder sogar «völlig» unzufrieden mit der FDP. Das freundlichste Urteil der Spitzenmanager über die Leistung der Liberalen seit dem Start der schwarz-gelben Bundesregierung in Berlin lautet «Ã¼berwiegend zufrieden», und das stellen der FDP lediglich 15 Prozent aus.

Vor allem die Parteispitze der FDP sieht in den Augen der Manager blass aus. Sowohl für die Außenpolitik von Parteichef Guido Westerwelle als auch für die Wirtschaftspolitik von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hagelt es Kritik. Nach Meinung der Manager sind sie «eher unauffällig». Mit jeweils mehr als 20 Prozent ist der Anteil der Befragten, die die Arbeit der beiden FDP-Spitzenpolitiker als «enttäuschend schlecht» bezeichnen, allerdings größer als der Anteil derer, die sie «zufriedenstellend» nennen.

Das Prädikat «lobenswert» vergibt mit jeweils einem Prozent dagegen nur ein verschwindend geringer Anteil. Der einzige Liberale, der bei der Wirtschaftselite derzeit punktet, ist Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler: Er verrichtet seine Arbeit in den Augen von mehr als 60 Prozent der befragten Führungskräfte «zufriedenstellend» oder sogar «lobenswert».

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.04.2010 09:32.

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Keine Gnade für Goldman Sachs

von redaktion am 19.04.2010 09:25




WAZ: Keine Gnade für Goldman Sachs
Kommentar von Gerd Heidecke

Essen/Berlin (rdp/ots) - Den Börsen steht eine schwere Woche bevor. Grund dafür, neben der dunklen Aschenwolke über der Luftfahrtindustrie: die herausgekommenen miesen Machenschaften von Goldman Sachs.

Was ist da eigentlich passiert? Die Gold-Manager haben 2007 geldgierigen Banken wie der IKB ein hoch kompliziertes Finanzprodukt angedreht. Und zwar, weil ein Kunde von Goldman, der Hedgefondsmanager Paulson, genau dieses Finanzprodukt zu seinem eigenen Nutzen in die Wertlosigkeit treiben wollte. Den Banken hat Goldman Sachs nichts davon gesagt. Im Gegenteil: Man erweckte den Eindruck, der besagte Hedgefondsmanager würde auf das Finanzprodukt wetten, und nicht dagegen. So einfach sieht die US-amerikanische Börsenaufsicht das komplizierte Geschäft um "synthetische CDOs".

Es geht also schlicht um Betrug und Lüge als Geschäftsidee. 15 Millionen Dollar Provision gingen bei dem schmutzigen Deal an Goldman. Eine Milliarde Dollar verdiente Paulson auf Kosten von IKB & Co.

Sollte man sie juristisch zu fassen bekommen: keine Gnade für die Goldmänner.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.04.2010 09:26.

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Pofalla: Merkel gibt Regierungserklärung zu Afghanistan ab

von redaktion am 19.04.2010 09:15




Pofalla: Merkel gibt Regierungserklärung zu Afghanistan ab

Berlin (rdp/ddp). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am Donnerstag eine Regierungserklärung zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr abgeben. Sie werde klarmachen, dass sie das Afghanistan-Konzept der Bundesregierung für richtig und den Einsatz der Soldaten für «außerordentlich wichtig» halte, sagte Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) am Montag im ZDF-«Morgenmagazin». Entscheidend sei, dass sich die Kanzlerin selbst äußern werde. In den vergangenen Wochen sei nochmal deutlich geworden, dass der Einsatz gefährlich sei. Daher müssten die Soldaten unterstützt werden. Die Politik müsse deutlich machen, dass sie hinter den Soldaten stehe.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.04.2010 10:23.

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Eyjafjallajökull gibt alles - polis-Presseschau

von redaktion am 19.04.2010 08:55




Presseschau vom 19.04.2010



Weiterhin sitzen Fluggäste in der Fremde fest - wie hier auf dem Flughafen Madrid.
Foto: sz.de/AP


Eyjafjallajökull gibt alles

Aufgrund des unvermindert starken Ascheaustosses des isländischen Vulkans und der stabilen Wetterlage bleiben deutsche Flughäfen weiterhin geschlossen. Die Airlines fühlen sich ob ihrer Milliardenverluste verascht.





fr-online

Flugverbot verlängert bis Montagabend

Die riesige Wolke aus Vulkanstaub bremst den Luftverkehr in Deutschland und großen Teilen Europas weiter aus. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) verlängerte das weitreichende Flugverbot nach einer kurzen Lockerung am Sonntag: Die deutschen Flughäfen bleiben bis mindestens Montagabend 20 Uhr geschlossen, wie eine Sprecherin am Montagmorgen mitteilte. Ursprünglich sollte das Flugverbot bis Montag um 14 Uhr gelten. …




faz.net

Luftraum bleibt bis 20 Uhr gesperrt

… An der angespannten Lage in der europäischen Luftfahrt wird sich nach Einschätzung der Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol in Brüssel wohl kurzfristig nichts ändern. Denn die Tätigkeit des isländischen Vulkans hält an, und die Gefahren für den Flugbetrieb sind weiterhin hoch. Durch die in der Luft befindliche Vulkanasche könnten Triebwerke verstopft und Cockpit-Fenster zerstört werden, warnen Fachleute. …




spiegel.de

Flughafensperrung bis 20 Uhr verlängert - Lufthansa-Chef attackiert Verkehrsminister

Der Streit zwischen den Fluggesellschaften und der Bundesregierung spitzt sich zu: Lufthansa-Chef Mayrhuber wütet gegen Äußerungen von Verkehrsminister Ramsauer und drängt auf eine Öffnung der Lufträume. Doch genau das Gegenteil passiert: Die Flugsicherung verlängerte jetzt die Schließung der Airports bis 20 Uhr. …




sueddeutsche.de

Warten, Frust und eine vage Hoffnung

… Die Fluggesellschaften dringen immer heftiger auf eine Öffnung des Luftraums. Der Stillstand verursacht ihnen Schäden in dreistelliger Millionenhöhe. Testflüge seien problemlos verlaufen, betonen Manager und Piloten. Die DFS sieht sich aber an internationale Vorschriften zu Vulkanausbrüchen gebunden. Auch Politiker und Meteorologen wollen auf Nummer sicher gehen. Und der Vulkan spuckt weiter Asche.
"Sicherheit muss höher gewichtet werden als Geschäftsinteressen", sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) am Sonntagabend in München. "Solange noch Zweifel an der Sicherheit des Luftverkehrs bestehen, werde ich keine Flugfreigabe erteilen." ...

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.04.2010 08:56.

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»Nichts ist gut in Afghanistan.«

von redaktion am 18.04.2010 18:31




»Nichts ist gut in Afghanistan.«

Neues Deutschland: Nachrichtenwert in den Medien

Berlin (rdp/ots) - Das Diktum, nur schlechte Nachrichten seien gute Nachrichten, gehört zum Kalauer-Kanon jedes Journalisten. Da der »Verkaufswert« von Meldungen mit dem Grad ihrer Ungewöhnlichkeit steigt, könnte man indes zu dem Umkehrschluss kommen, das Gute sei das Gewöhnliche. Doch für den Bundeswehreinsatz am Hindukusch gilt leider weiter das Wort der ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann: »Nichts ist gut in Afghanistan.« Und, dies sei ergänzt mit Blick auf die von dort eintreffenden Nachrichten: Nichts ist gut aus Afghanistan. Drei deutsche Soldaten getötet, vier deutsche Soldaten getötet... Wenn sich die Abstände zwischen den schlechten Nachrichten verkürzen, sinkt zwangsläufig ihr Nachrichtenwert. Bei der jüngsten Hiobsbotschaft in der vorigen Woche war die vorangegangene keine zwei Wochen alt. Zudem hatte ein isländischer Vulkan eine Aschewolke über Europa gelegt, die das Leben vieler Menschen weit mehr beeinträchtigte als fernab der Tod von vier Bundeswehrangehörigen, der seine Exklusivität als unumstrittenes Spitzenthema damit verlor. Auf das dialektische Gesetz des Umschlags von Quantität in Qualität ist auch hier Verlass. Leider. Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Ministerpräsident Erwin Sellering sagte am Wochenende, er wolle nicht, »dass wir Deutsche uns daran gewöhnen müssen, Nachrichten von im Kriege gefallenen Soldaten zu hören«. Ein weises Wort. Allerdings ist diese Entwicklung längst im Gange.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.04.2010 18:31.

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Bislang unbekannter Brief Rosa Luxemburgs gefunden

von redaktion am 18.04.2010 15:34




ND veröffentlicht bislang unbekannten Luxemburg-Brief



Berlin (rdp/ots). Die Tageszeitung Neues Deutschland veröffentlicht in ihrer Montagsausgabe (19. April) einen bislang unbekannten Brief von Rosa Luxemburg. Er ist an die sozialdemokratische Presskommission in Leipzig adressiert und datiert vom 27. Februar 1902. In dem 15-seitigen handschriftlichen Schreiben in A 5-Format beschwert sich die deutsch-polnische Publizistin und Theoretikerin über Franz Mehring, Chefredakteur der »Leipziger Volkszeitung« (LVZ) zu jener Zeit. Er habe einen Artikel von ihr »in einer Weise... zusammengestrichen u. verstümmelt, dass ich niemals meine Zustimmung zu der Veröffentlichung gegeben habe würde«. Dabei handelt es sich um einen am 25. September 1902 in der LVZ erschienenen, namentlich nicht gekennzeichneten Beitrag unter der Überschrift »Zur Schlichtung der polnischen Zwistigkeiten«, der das Verhältnis von polnischer und deutscher Sozialdemokratie thematisierte.

Luxemburg-Forschern ist bis dato lediglich bekannt gewesen, dass es 1902 zu einem Zerwürfnis zwischen Rosa Luxemburg und Franz Mehring gekommen ist, die Gründe hierfür blieben jedoch weitgehend im Dunkeln. Das Rätsel löst der neu aufgefundene Brief. Er befand sich in Familienbesitz und konnte von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen käuflich erworben werden. Die international renommierte Luxemburg-Biografin und Herausgeberin der Luxemburg-Briefedition Annelies Laschitza bestätigte die Echtheit des Schreibens und nannte den Fund »Gold wert«. Er schließe »eine Lücke in der Forschung hinsichtlich der nicht konfliktfreien Mitarbeit Rosa Luxemburgs in der LVZ«, bestätigt Klaus Kinner, Geschäftsführer der Stiftung, dem ND. Der Leipziger Geschichtsprofessor urteilt in seinem den Brief kommentierenden Beitrag in der Montagsausgabe des ND, dass dieser zugleich »einen Einblick in charakterliche Eigenheiten und Befindlichkeiten« Rosa Luxemburgs gebe.

Ihren Protest gegen die redaktionellen Eingriffe Mehrings in ihren Artikel begründete Rosa Luxemburg u.a. mit den Worten: »Es handelt sich hier nicht etwa um journalistische Eitelkeit oder gekränkte Eigenliebe, sondern um die elementarsten Gebote der schriftstellerischen Selbstachtung.«

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.04.2010 15:35.
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