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Rückkehr des kommerziellen Walfangs?
von redaktion am 21.06.2010 20:48
Rückkehr des kommerziellen Walfangs?

Walfang
Hamburg/Berlin (rdp) - Anlässlich der am Montag beginnenden Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Marokko fordert der WWF, am Verbot des kommerziellen Walfangs auf gefährdete Arten festzuhalten und die Jagd zu wissenschaftlichen Zwecken abzuschaffen. Auf der Konferenz wird über einen Kompromissvorschlag der IWC verhandelt, der auch legalisierte Jagd im Schutzgebiet des Südpolarmeers sowie die Einführung von Fangquoten für bedrohte Finn- und Seiwale vorsieht. Beide Arten stehen auf der Roten Liste der IUCN und haben sich noch immer nicht von der intensiven Bejagung vergangener Dekaden erholt.
„Für gefährdete Walarten wie Finn- und Seiwale muss eine klare Nullquote durchgesetzt werden“, fordert Volker Homes, Artenschutzexperte des WWF. „Weder wirtschaftliche noch wissenschaftliche Gründe rechtfertigen die Jagd auf diese bedrohten Meeressäuger.“ Außerdem lehnt der WWF die Legalisierung des Walfangs in antarktischen Gewässern ab. „Die Walfangkommission selbst hat das Südpolarmeer als Schutzgebiet für Wale ausgewiesen. Diesen Status jetzt aufzuheben, wäre ein Rückschritt für den Walschutz und die Glaubwürdigkeit der IWC “, so Homes weiter. Die Meeresregion rund um die Antarktis ist weltweit einzigartig und seit 1994 Walschutzgebiet.
Der umstrittene Vorschlag der Walfangkommission soll helfen, die lähmende Pattsituation zwischen Walfangnationen und Anhängern des Walschutzes aufzulösen und die IWC zu einem handlungsfähigen Gremium zum Schutz der Meeressäuger zu machen. Gemeinsam mit anderen Umweltverbänden hat der WWF Mindestforderungen erstellt, die ein Kompromiss enthalten müsste, um den Walschutz nicht zurückzuwerfen. Grundsätzlich sei es begrüßenswert, jeglichen Walfang der Kontrolle durch die IWC zu unterstellen. Walfang in Schutzgebieten und jede Jagd auf bedrohte Arten lehnt der WWF jedoch ab. Zudem müssten Fangquoten ausschließlich nach wissenschaftlichen Kriterien festgelegt werden. Auch der internationale Handel mit Walprodukten und der wissenschaftliche Walfang müssen nach Ansicht der Umweltorganisation untersagt werden.
Das Internationale Moratorium für den kommerziellen Walfang ist seit 1986 in Kraft, wird aber durch Sonderegelungen für Island und Norwegen, sowie den angeblichen, wissenschaftlich begründeten Walfang Japans bereits seit Jahren immer wieder umgangen. Jährlich werden weltweit bis zu 2000 Großwale erlegt. Seit Bestehen des Moratoriums wurden weltweit 33.562 Wale durch Jagd getötet. Die Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission findet vom 22. – 25. Juni in Agadir, Marokko statt.
AKW-Laufzeiten: NRW-Grüne drohen mit Verfassungsklage
von redaktion am 21.06.2010 16:24
Laufzeiten von Atomkraftwerken: NRW-Grüne drohen mit Verfassungsklage
Düsseldorf/Berlin (rdp/ots) - Eine rot-grüne Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen wird notfalls auch auf juristischem Weg gegen die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken kämpfen. Die Fraktionschefin der Grünen im NRW-Landtag, Sylvia Löhrmann, kündigte im WDR Fernsehen eine Verfassungsbeschwerde gegen die Bundesregierung an, sollte der Bundesrat nicht in die Entscheidung einbezogen werden.
"Die Verlängerung der Laufzeiten bedeutet, dass wir mehr Atomtransporte haben. Und die finden durch die Länder statt und deshalb haben nach unserer Rechtsauffassung die Länder ein Mitwirkungsrecht, weil ihre Belange unmittelbar berührt sind", sagte Löhrmann in der WDR-Sendung eins zu eins (Montag bis Mittwoch und Freitag, 9.20 - 9.45 Uhr).
Sie verwies darauf, dass sich durch mehr Atomtransporte für die Länder die Kosten für die Polizei und die Sicherung der Strecken erhöhten. Die schwarz-gelbe Bundesregierung prüft derzeit, ob sie den Bundesrat in die Entscheidung über die Verlängerung der Laufzeiten einbezieht.
Löhrmann blickt optimistisch auf die morgen in Düsseldorf beginnenden Koalitionsverhandlungen mit der SPD. Es werde ein partnerschaftliches Miteinander geben. Sicher werde man auch mal miteinander streiten, aber auf Augenhöhe. Das politische Ende des amtierenden Ministerpräsidenten Rüttgers hält die Grünen-Politikerin für besiegelt: "Herr Rüttgers hat nicht verkraftet, dass diese ganze Inszenierungspolitik nicht getragen hat und er seine Glaubwürdigkeit verloren hat. Wie er jetzt um sich schlägt, finde ich unanständig".
BeautifulPeople.com startet virtuelle Samenbank
von redaktion am 21.06.2010 12:57
BeautifulPeople.com startet virtuelle Samenbank

New York, June 21, 2010 (ots/PRNewswire) - www.BeautifulPeople.com, die Dating-Website, in der hässliche Menschen strikt verboten sind, hat eine virtuelle Samen- und Eizellenbank für Menschen eröffnet, die schöne Babys haben wollen.
Der Beautiful Baby-Service, den auch Nicht-Mitglieder nutzen können, wurde für Menschen eingerichtet, die ihre Chancen, gut aussehende Kinder zu bekommen, maximieren wollen.
Geschäftsführer Greg Hodge sagte: "BeautifulPeople.com hat einen Fertilitätseinleitungs-Service gestartet, um Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern gleichermassen dabei zu helfen, sich fortzupflanzen. Uns entsteht daraus kein finanzieller Nutzen - wir reagieren nur auf den Bedarf an attraktiven Spendern. Alle Eltern wollen, dass ihr Kind mit vielen schönen Eigenschaften gesegnet ist, wobei Attraktivität zu den Begehrtesten gehört. Sie können sich die Nachfrage auf einer Website vorstellen, deren Mitglieder Brad Pitt, George Clooney und Angelina Jolie gleichen."
Gründer Robert Hintze fügte hinzu: "Anfangs haben wir gezögert, das Angebot auf nicht-schöne Menschen auszuweiten. Aber jeder - auch hässliche Menschen - würde gern gut aussehenden Kinder in die Welt setzen, und wir dürfen uns angesichts unseres attraktiven Genpools nicht selbstsüchtig verhalten."
Seit seiner Gründung 2002 hat sich BeautifulPeople.com zur weltweit grössten Community für schöne Menschen mit über 600.000 Mitgliedern aus 190 Ländern entwickelt.
Jean Smith, Kulturanthropologe, sagte:
"BeautifulPeople.com macht das, was Menschen sowieso machen: Sie sichern sich das, von dem sie annehmen, es sei für sie das bestmögliche genetische Material, um so die besten Erfolgschancen für ihre Nachkommen zu gewährleisten.
"Dieser Service macht es für Menschen, die dasselbe Schönheitsideal wie "Beautiful People" haben, einfacher, einen Spender zu finden, dessen genetisches Material sie als angemessen erachten."
Bisher haben Paare, die sich über die Website kennengelernt haben, bereits 600 schöne Babys zur Welt gebracht, ein Umstand, der das Interesse von Menschen mit Kinderwunsch und auch von Fertilitätskliniken weckt.
Dr. Mohamed Menabawey, Medien-Direktor am The London Bridge Fertility, Gynecology and Genetics Center, steht dem Spender-Service von BeautifulPeople.com positiv gegenüber:
"Das Aufheben der Spender-Anonymität hat zu einem massiven Versorgungsmangel in Grossbritannien geführt. Die Kosten, Verwirrung und der Schaden durch die von vielen jetzt als verfehlt angesehene Gesetzgebung zur Anonymität sind offenkundig. Sie zeigt sich im Mangel an Spender-Keimzellen und an der Zunahme des Fertilitätstourismus."
BeautifulPeople.com-Mitglied James Frederiksen ist einer von vielen Singles, die das Fertilitätsforum genutzt und ihr Interesse an einer Samenspende bekundet haben.
"Ich komme aus Norwegen und da ist es für junge, gesunde Männer ganz üblich, Samen zu spenden. Es sieht so aus, als herrsche ein weltweiter Mangel und als Mitglied bei BeautifulPeople.com möchte ich alles tun, was ich kann, um anderen dabei zu helfen, schöne Babys auf die Welt zu bringen."
Wie die virtuelle Samenbank arbeitet
Die virtuelle Samenbank von BeautifulPeople.com ist ein Forum, für das sich Mitglieder eintragen und ihr Interesse bekunden, sich fortzupflanzen. Einige der bereits für das Forum eingetragenen Mitglieder sind verheiratet oder leben in einer Beziehung, in der aus vielen Gründen ein externer Spender benötigt wird. Ebenso konnten sich viele Männer registrieren, um unfruchtbaren Paaren oder alleinstehenden Frauen dabei zu helfen, gesunde, attraktive Nachkommen zu zeugen.
Die Gesellschaft kann auf verschiedenen Ebenen von dieser virtuellen Samenbank profitieren. Männer und Frauen in der BeautifulPeople.com-Community können ebenso wie Nicht-Mitglieder, die mehr als nur eine Liebesaffäre oder soziale Interaktion wollen, das Forum als weitere Einrichtung nutzen, um eine Beziehung einzugehen, wobei sie ihre Familienziele von Anfang an ganz offen darlegen.
Mitglieder, die spenden wollen, erhalten Zugang zu Informationen zu den Kliniken, die sie kontaktieren können. Auch haben sie die Möglichkeit, sich über das Spender-Protokoll zu informieren.
Weitere Informationen zu BeautifulPeople.com
BeautifulPeople.com ist das weltweit grösste Netzwerk attraktiver Menschen.
Mitgliedschaft bei BeautifulPeople.com ist nur nach Bestehen eines demokratischen Bewertungsprozesses möglich, in dem Mitglieder des anderen Geschlechts auf der Basis von Fotos und eines kurzen, von neuen Bewerbern eingereichten Profils "Ja, auf jeden Fall", "Hmm, ja, OK", "Hmm, nein, nicht wirklich" und "NEIN auf KEINEN Fall" angeben können.
Nach dem jüngsten Ausschluss von 5.000 Mitgliedern, die Pfunde zugelegt hatten, umfasst die Website immer noch mehr als 600.000 Mitglieder aus 190 Ländern und mit fast jedem denkbaren ethnischen und kulturellen Hintergrund.
Ein elitärer globaler Lifestyle
Mitglieder von BeautifulPeople.com geniessen:
- Glamouröse Partys und ein weltweites Jet-Set-Netzwerk
- Zugang zu den schönsten Menschen aus ihrer Region und weltweit
- Ansprache durch Film- und Fernsehunternehmen
- Potenzielle Verträge von Modelagenturen
- Erweiterte professionelle Netzwerke durch ausgewählte Partnerschaften
zwischen BeautifulPeople.com und führenden Unternehmen
BeautifulPeople.com ist unter http://www.BeautifulPeople.com zu finden.
Die Transparenz-Revolution
von redaktion am 21.06.2010 12:44
«GDI Impuls« 2.2010: Die Transparenz-Revolution

Rüschlikon/Berlin (rdp/ots) - Das soziale und technische Umfeld der «Generation App» - dies beschreibt das renommierte Wissensmagazin «GDI Impuls» in seiner eben erschienenen Ausgabe: Wie in der «Transparenz-Revolution» aus einer exponentiell wachsenden Quantität an Beziehungs-Daten eine neue Qualität eben dieser Beziehungen erwächst.
Die «Generation App» steht vor der Tür. Wer mit der Erfahrung aufwächst, dass es für jedes Bedürfnis ein massgeschneidertes Programm gibt, entwickelt ein neues Lebensgefühl. Am zentralsten ist dabei die immer grössere Unverbindlichkeit. Niemand ist mehr auf niemanden angewiesen - jeder sagt einfach, was er will, und verlässt sich darauf, dass es dazu eine App gibt. Man muss nicht einmal mehr wissen, was man überhaupt will, lässt sich vielmehr schlicht durchs Leben leiten. Das hat Konsequenzen für das Marketing: Die Generation App kann mit keiner Botschaft erreicht werden, weil sie nicht zuhört. Marken müssen die Botschaften der Menschen aufnehmen.
Die aktuelle Ausgabe von «GDI Impuls» beschäftigt sich mit dem sozialen und technischen Umfeld dieser Generation App: mit einer exponentiell wachsenden Quantität an Social Data, und der daraus erwachsenden neuen Qualität der Beziehungen. Daten erschliessen sich immer mehr Wahrnehmungskanäle, um in unser Bewusstsein vorzudringen: erst alle drei Dimensionen, dann alle fünf Sinne. Aus der neuen Beziehungsökonomie ergeben sich Perspektiven für das Verhältnis zwischen Unternehmen und Konsumenten.
Eine weitere Konsequenz aus den derzeitigen technischen Umwälzungen, die im neuen «GDI Impuls» beschrieben wird: Die Marke kann im Zeitalter ihrer unbegrenzten Deproduzierbarkeit zwar von jedem und ohne grossen Aufwand verfremdet werden. Darin steckt für die Marke aber weniger eine Gefahr, als eine Chance: Je stärker ihre Aura, desto eher kann sie davon profitieren.
Online goes print: Blogger erstellen WELT KOMPAKT-Ausgabe
von redaktion am 21.06.2010 12:30
Online goes print: Blogger erstellen WELT KOMPAKT-Ausgabe

Basic, Blogger?
Berlin (rdp/ots) - WELT KOMPAKT erscheint am 1. Juli 2010 mit einer vollständig von Bloggern erstellten Ausgabe. WELT KOMPAKT hat Social Media schon früh in ihre Berichterstattung integriert und ist seit Herbst 2009 die erste deutsche Tageszeitung mit zwei täglich erscheinenden Seiten zum Thema Internet.
Jan-Eric Peters, Chefredakteur WELT-Gruppe: "Während wir als professionelle Journalisten jeden Tag in Print und Online berichten, einordnen und bewerten, stehen Blogger für subjektive Meinungsäußerung im Netz. Unser Experiment soll zeigen, wie auf das Internet zugeschnittene Inhalte als Zeitung funktionieren. Ich freue mich auf eine überraschende und ungewöhnliche Ausgabe."
Die Blogger, unter ihnen Jeff Jarvis, Robert Basic und Sachar Kriwoj, sind bei der redaktionellen Erstellung der WELT KOMPAKT-Ausgabe nicht an inhaltliche Vorgaben gebunden und können sowohl die Auswahl der Themen als auch deren Aufbereitung selbst bestimmen.
Mixa und kein Ende - polis-Presseschau
von redaktion am 21.06.2010 09:13
Presseschau vom 21.06.2010

Walter Mixa: Gegen den ehemaligen Augsburger Bischof liegt dem Papst ein belastendes Dosier vor.
Mixa und kein Ende
Mit seiner „Rückkehr“ in Amt, Würden und Bischofssitz scheint der Augsburger Bischof Walter Mixa den Bogen bei seinen Mitbrüdern zu überspannen. Nun kommt eine geheime „Akte Mixa“ ins Spiel. Alkoholismus, sexuelle Übergriffe auf junge Priester - wie mixa ist die katholische Kirche?

fr-online.de
Alkohol und sexuelle Übergriffe?
Der frühere Augsburger Bischof Walter Mixa wird durch ein bislang geheim gehaltenes Dossier mit neuen Vorwürfen und Zeugenaussagen schwer belastet. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Montag). In der "Akte Mixa", die auch Papst Benedikt XVI. bei der Entscheidung über das Rücktrittsgesuch des Bischofs vorgelegen haben soll, sei unter anderem von Alkoholmissbrauch und sexuellen Übergriffen auf jüngere Priester die Rede. …

faz.net
Kirchenversagen
Wenn Bischof Mixas Lebenswandel, der dem Amt eines Bischofs nicht entsprach, bekannt war, warum haben ihn dann seine Mitbrüder im wahrsten Sinne des Wortes nicht rechtzeitig ins Gebet genommen? Ein Kommentar von Günther Nonnenmacher. …

Spiegel.de
Geheime Akte soll Bischof schwer belasten
… Das besagte Dokument sei laut "SZ" am 27. April dem Nuntius in Berlin, dem päpstlichen Botschafter, zugegangen. Es umfasse mehrere Dutzend Seiten und enthalte brisante Aussagen von engen Mitarbeitern Mixas und anderen Zeugen. So erinnere sich etwa ein Mitarbeiter des ehemaligen Augsburger Bischofs daran, dass Mixa über den Tag verteilt Wein und andere Alkoholika getrunken habe; der Zeuge mutmaße, Mixa sei ein "Spiegeltrinker", versuche also, einen mehr oder minder gleichbleibenden Alkoholpegel zu halten. …

sueddeutesche.de
Die sexuellen Avancen des Bischofs
… Mixa hatte in der vergangenen Woche erklärt, der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, der Münchner Erzbischof Reinhard Marx und der Augsburger Weihbischof Anton Losinger hätten diese Vorermittlungen genutzt, um ihn beim Papst in Misskredit zu bringen.
Am Rande einer Wallfahrt zum oberbayerischen Kloster Andechs sagte Zollitsch, er habe vor dem Rücktritt Mixas vier Mal mit ihm geredet, um ihn zu einer Auszeit zu bewegen. Trotz der Vorwürfe, die Mixa gegen ihn erhebe, sei er zur Versöhnung bereit. Die Gläubigen des Bistums rief er auf, Brücken über die aufgerissenen Gräben zu bauen....
Foto: sueddeutsche.de/dpa
Luc Jochimsen: Sturz Karsais wäre "Tyrannenmord"
von redaktion am 19.06.2010 18:49
Luc Jochimsen: Sturz Karsais wäre "Tyrannenmord"

Luc Jochimsen
Bremen/Berlin (rdp). Luc Jochimsen, die Bundespräsidenten-Kandidatin der Linken, will das Friedensthema ihrer Partei erweitern: "Es geht nicht nur um die Forderung ,Raus aus Afghanistan', sondern auch um Rüstungsexporte und eine friedlichere Gesellschaft im Inneren", sagt sie im Gespräch mit dem in Bremen erscheinenden "Kurier am Sonntag". Den sofortigen Truppenabzug aus Afghanistan hält sie gleichwohl für notwendig, ungeachtet der Folgen: "Die Bundeswehr ist ja nicht nach Afghanistan gegangen, um Mädchen in Schulen zu bringen." Die Regierung von Afghanistans Präsident Hamid Karsai sei korrupt und verdiene keine Unterstützung durch die Weltgemeinschaft: "Tyrannenmord kann niemand von außen steuern oder verhindern. Dies muss jede Gesellschaft für sich selbst lösen." Zur DDR stellt Jochimsen in dem Interview klar, sie sei eine "Diktatur" gewesen und ein Staat, "der seinen Bürgern unverzeihliches Unrecht angetan hat". Bei ihrem Mitbewerber Joachim Gauck aber "fehlen die versöhnlichen Worte 20 Jahre nach der Wende".
Klagen anstatt zahlen
von redaktion am 19.06.2010 15:06
Klagen anstatt zahlen
Berlin (rdp) - Die Atomindustrie will geplante Brennelementesteuer von Union und FDP notfalls mit einer Klage kippen.
Die Vorstandsvorsitzenden der vier großen Energiekonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW melden sowohl verfassungs- als auch europarechtliche Bedenken an, berichtete die Süddeutsche Zeitung.
Hätten die Konzerne vor Gericht Erfolg, geriete ein wichtiges Element der Haushaltssanierung in Gefahr. Die Steuer gilt als wichtiger Bestandteil des Sparpaketes der Bundesregierung. Sie soll dem Bundeshaushalt ab 2011 jährlich Einnahmen von 2,3 Milliarden Euro bringen. Die Steuer macht etwa ein Achtel des Sparpakets mit geplanten Einsparungen von 80 Milliarden Euro bis 2014 aus.
Die Steuer soll auch erhoben werden, wenn die Atomlaufzeiten nicht verlängert werden. Die von Schwarz-Gelb geplante Laufzeiten- Verlängerung könnte am Widerstand des Bundesrats scheitern, wo Union und FDP keine Mehrheit mehr haben. Es ist aber weiterhin unklar, ob die Länderkammer zustimmen muss. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) glaubt, dass die Laufzeiten-Verlängerung über das Jahr 2022 hinaus ohne den Bundesrat machbar ist. "Atomrecht ist grundsätzlich Bundessache", lässt er sich zitieren.
Die Brennelementesteuer soll auch eine Milliardenlücke bei der Sanierung des Atommüll-Lagers Asse II in Niedersachsen schließen. Hier sind Kosten von drei bis vier Milliarden Euro für den Bund noch nicht gedeckt. Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich am kommenden Mittwoch mit den Chefs der Energiekonzerne treffen. Dabei dürfte der Widerstand der Branche gegen die Atomsteuer im Mittelpunkt stehen. "Wir sehen Klärungsbedarf in einzelnen Aspekten und werden versuchen, das in Gesprächen mit der Politik zu klären", sagte ein Sprecher von EnBW in Karlsruhe.
Das Bundesumweltministerium wollte sich zu der möglichen Klage nicht äußern, das Haus von Minister Norbert Röttgen (CDU) verwies darauf, dass der Vorschlag für die Brennelementesteuer vom Finanzministerium gekommen sei. Dessen Sprecherin sagte der dpa mit Blick auf eine mögliche juristische Auseinandersetzung: "Das beobachten wir erstmal sehr entspannt." Die Neuregelung sei natürlich im Vorfeld auf die Vereinbarkeit mit nationalem und europäischem Recht abgeklopft worden. Die Atomindustrie würde durch die Abgabe nicht über Gebühr benachteiligt.
Die Konzerne argumentieren unter anderem, dass die Atomsteuer gegen eine EU-Richtlinie verstoße, wonach Kernkraft als Energiequelle nicht einseitig belastet werden dürfe. Die Europäische Kommission wollte die Vorwürfe am Samstag nicht kommentieren. "Uns liegt dazu nichts vor", sagte eine Sprecherin in Brüssel. Die Behörde ist die oberste Wettbewerbsaufsicht in Europa. Allerdings haben in Fragen des Energiemixes und bei den Steuern die Mitgliedstaaten das Sagen.
Rüttgers kneifft
von redaktion am 19.06.2010 14:53
Rüttgers kneifft

Rüttgers
Berlin (rdp). Jürgen Rüttgers tritt bei der Wahl des Ministerpräsidenten in Nordrhein-Westfalen nicht gegen SPD-Chefin Hannelore Kraft an. Das gab der CDU-Politiker nach Parteiangaben nach einer Landesvorstandssitzung in Düsseldorf bekannt. Zudem stehe er künftig auch nicht für den CDU-Fraktionssitz im Landtag zur Verfügung. SPD-Spitzenkandidatin Kraft will sich voraussichtlich Mitte Juli zur Ministerpräsidentin einer rot-grünen Minderheitsregierung wählen lassen.
berlinfan
Gelöschter Benutzer
Re: Links um! - polis-Presseschau
von berlinfan am 19.06.2010 11:44Wissen die Sozialdemokraten eigentlich noch was sie wollen ? So ein Durcheinander hat es noch nie nach einer Landtagswahl gegeben.
Warum arbeiten sie eigentlich nicht mit den Linken zusammen, die in anderen Bundesländern erfolgreich mitregieren.
Viele Linken wären längst Sozialdemokraten, wenn man den ehemaligen SED-Mitgliedern in der "Wende" den Zugang zur SPD ermöglicht hätte. E. Bahr sagte einmal, er möchte :".....das Blut, das 1946 von der SPD in die SED geflossen ist!" zurückhaben.
Dann wäre die SPD vor allem in Ostdeutschland anerkannter und erfolgreicher in ihrer Politik auf allen Ebenen der Länder
und Kommunen.
Frau Kraft will - "Veränderungen aus der Opposition heraus...!" Wird diese Haltung Akzeptanz finden ? Es galt doch, schnellstmöglich Verantwortung für NRW zu übernehemen.
Ich hoffe, dass NRW schnellstmöglich eine handlungsfähige Regierung bekommt, damit die Wähler /-innen nicht schon wieder enttäuscht werden und die Wahlbeteilung künftig nicht weiter heruntergeht.


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