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Verdi-Chef Bsirske verschärft Ton gegen Diakonie: Stinknormaler Arbeitgeber

von redaktion am 18.02.2011 10:19




Verdi-Chef Bsirske verschärft Ton gegen Diakonie: Stinknormaler Arbeitgeber


Bsirske

Bielefeld (ots) - Im Streit über ein Streikrecht für die Beschäftigten in kirchlichen und diakonischen Diensten schägt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi schärfere Töne an. "Der Arbeitgeber Diakonie verhält sich wie ein stinknormaler Arbeitgeber", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske in einem Interview mit der in Bielefeld erscheinenden Tageszeitung NEUE WESTFÄLISCHE (Freitagsausgabe). Dort werde outgesourct und dort würden eigene Leiharbeitsfirmen gegründet. Die auf die ausgegründete Gesellschaft übertragenen Beschäftigten würden anschließend als Leiharbeiter zurück geliehen. Auf ihren alten Arbeitsplätzen würden sie dann für ein deutlich geringeres Salär weiter beschäftigt. "Dass wir so etwas nicht hinnehmen können, versteht sich doch wohl von selbst", sagte Bsirske dem Blatt. Da es keine Tarifverträge mit den kirchlichen Einrichtungen gebe, bestehe auch keine Friedenspflicht. Da das nordrhein-westfälische Landesarbeitsgericht den Beschäftigten ein Streikrecht zugesprochen habe, "werden wir den Streik als letztes Mittel auch einsetzen", wenn auf anderem wege die Interessen der Beschäftigten nicht gewahrt werden könnten, sagte der verdi-Chef in dem Interview weiter.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.02.2011 10:19.

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Roth fordert neuen Anlauf für NPD-Verbot

von redaktion am 18.02.2011 10:08




Roth fordert neuen Anlauf für NPD-Verbot
Vertreibungs-Gedenktag wäre "Wasser auf die Mühlen der Nazis"



Roth

Leipzig/Berlin (rdp/ots) - Grünen-Chefin Claudia Roth hat den Bundesinnenminister und dessen Länder-Ressortkollegen aufgefordert, einen neuen Anlauf für ein Parteienverbot am rechten Rand zu unternehmen. In einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag-Ausgabe) sagte Frau Roth angesichts des jüngst bekannt gewordenen internen Mail-Verkehrs aus der Neonazi-Szene: "Ich fordere den Bundesinnenminister und die Landesinnenminister auf, zu prüfen, ob die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Verbotsverfahren gegeben sind. Diese ,NaziLeak'-Geschichte deckt den perfiden Rechtsextremismus der NPD auf, Rassismus, Antisemitismus und die Verfassungsfeindlichkeit der Nazi-Enkel sowie ihre dubiosen Geldtransfers", sagte Frau Roth. "In noch größerer Klarheit liegt jetzt auf dem Tisch, dass die NPD eine verfassungsfeindliche Organisation sein muss", ergänzte die Parteivorsitzende.

Mit Blick auf den für Sonnabend in Dresden geplanten großen Aufmarsch der Neonazi-Szene rechtfertigte Roth Blockaden und andere ausgeprägte Formen des bürgerschaftlichen Widerstandes. "Jedes gewaltfreie Mittel des Protestes ist zulässig. Die Demonstrationen, die Menschenkette, aber ausdrücklich auch die Blockade. 2010 waren die Blockaden ein großer Erfolg." Den Rechtsradikalen und dem Versuch des Missbrauchs der Geschichte Dresdens dürfe auch dieses Jahr kein Millimeter Platz gelassen werden. "Friedliche Blockaden sind eine Form des legitimen demokratischen Protests", sagte Frau Roth.

Im Übrigen mache sie sich "große Sorgen" wegen der von der Bundesregierung gesetzten politischen Begleitumstände im Kampf gegen Rechtsradikalismus. "Das Agieren von Familienministerin Kristina Schröder mit ihrer Extremismusklausel demotiviert und blockiert viele zivilgesellschaftliche Initiativen gegen die Neonazis, gegen Rassismus und Rechtsextremismus", beklagte Frau Roth. Hinzu komme "der Versuch, aus dem 5. August den Tag der Unterzeichnung der Charta der Vertriebenen, einen Gedenktag zum Andenken an Vertreibung zu machen". Dieser Plan, so Roth, "ist in höchstem Maße geschichtsrevisionistisch".

Für die Grünen-Politikerin sei diese Gedenktag-Überlegung "Wasser auf die Mühlen der Nazis, denn an dieser Charta der Vertriebenen haben auch ehemalige hohe SS-Leute mitgewirkt". Das beunruhige auch das Ausland, "zum Beispiel aus gutem Grund die Polen".

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.02.2011 10:14.

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Bahrain, Libyen, Jemen … - polis-Presseschau

von redaktion am 18.02.2011 09:24




Presseschau vom 18.02.2011



Der Zorn der Menschen in Libyen richtet sich gegen Machthaber Muammar al-Gaddafi


Bahrain, Libyen, Jemen …

Dutzende Tote und ungezählte Verletzte sind das Ergebnis von Protesten und Aufständen im Jemen, in Libyen und Bahrain. Mit brutaler Gewalt ­gehen die Regime gegen friedliche Demonstranten vor und versuchen Widerstände im Keim zu erdrücken. Nach den heutigen Freitagsgebeten werden weitere Kundgebungen erwartet.





fr-online.de

Ägypten und die Folgen: Arabien-Ticker: Angeblich Dutzende Tote in Libyen

Bahrain setzt Soldaten ein +++ Tunesiens Ex-Präsident Ben Ali im Koma +++ Ägyptens Opposition ruft zu Großkundgebung auf +++ Verletzte bei Massendemonstration im Jemen …




faz.net

Tote und Verletzte bei Protesten

Als Vorbild dienen Tunesien und Ägypten. Die Menschen in Bahrein, Libyen und Jemen protestieren gegen ihre Regierungen. Die Sicherheitskräften gehen mit Panzern und Tränengas gegen die Demonstranten vor. Es gibt Dutzende Tote und Verletzte. …




spiegel.de

Amerika bangt um Bahrain

Die Lage in Bahrain bleibt angespannt: Das Militär geht gegen das revoltierende Volk vor, es gibt Tote und Verletzte. Vor allem die USA beobachten die Eskalation der Gewalt mit Besorgnis, sie fürchten um einen wichtigen Verbündeten. Auch in anderen Staaten im Nahen Osten halten die Proteste an. …




taz.de

Gadaffi schlägt "Tag des Zorns" nieder

… Facebook-Gruppen von Libyern hatten zum "Tag des Zorns" aufgerufen, aber zornig war am Donnerstag vor allem das Regime von Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi. Mindestens 16 Menschen sollen nach ersten Bilanzen bei der Niederschlagung von Protesten in mehreren libyschen Städten ums Leben gekommen sein. Libysche Exilkreise in der Schweiz berichteten von 13 Toten in der Stadt Baida in der Nacht zum Donnerstag, dazu zwei in Zentana und einer in Rijban. …




sueddeutsche.de

Protest blutig unterdrückt

… Bei dem Versuch, die Proteste aufzulösen, sei scharf geschossen worden. Oppositionelle hatten Donnerstag zum "Tag des Zorns'' ausgerufen; das Regime reagierte mit Verhaftungen. Auch am Freitag wollen sie wieder demonstrieren: Aktivisten verbreiteten im Internet einen Aufruf zu Protesten gegen Staatschef Gaddafi, die nach den Freitagsgebeten beginnen sollten. ...

Foto: taz.de/dpa

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.02.2011 09:27.

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Frontal 21 - Keine politische Einmischung!

von polis am 17.02.2011 20:17




Frontal 21 - Keine politische Einmischung!

Berlin (rdp). Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Einmischungsversuche von Unionspolitikern in die Programminhalte der ZDF-Sendung Frontal 21 kritisiert. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken forderte die CDU/CSU-Mitglieder in ZDF-Gremien dazu auf, sich nicht in die journalistische Arbeit einzelner ZDF-Sendungen und deren Redaktionen einzumischen. Zuvor war bekannt geworden, dass der ZDF-Programmausschuss Chefredaktion mit der Unionsmehrheit in dem Gremium das Magazin Frontal 21 ermahnt hatte. Angeblich sei die Berichterstattung nicht ausgewogen. Die ZDF-Chefredaktion hatte diesen Vorwurf zurückgewiesen.

„Das Vorgehen einiger Unionspolitiker gegen Frontal 21 steht leider in der unseligen Tradition, Einfluss auf das ZDF nehmen zu wollen“, sagte Konken. „Nach der Causa Brender sieht die Einmischung in Frontal 21-Beiträge so aus, als wolle die Union ihre Muskeln spielen lassen.“ Hofberichterstattung im Sinne der Bundesregierung vertrage sich nicht mit kritischem Fernsehjournalismus, wie ihn Frontal 21 pflege. „Der aktuelle Fall unterstreicht die Notwendigkeit, den Einfluss der Politik auf das Zweite Deutsche Fernsehen zurückzudrängen. Das geht nur, wenn es künftig weniger Sitze für Politiker in ZDF-Gremien gibt.“

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Erzengel

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Re: Guttenberg wird mit Dreck beworfen

von Erzengel am 17.02.2011 17:24

Wahrscheinlich suchen Sie danach.Terra Benedikta darf ja nicht untergehen.Vorallem seit Sie auch ein Stückchen Pabst sind.Oh je, sind die weit hinterm Watzmann zurück.

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Alter_Sack

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Re: Guttenberg wird mit Dreck beworfen

von Alter_Sack am 17.02.2011 17:00

Vielleicht braucht man bei der CSU nicht mehr, um als Lichtgestalt durchzugehen?!

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Erzengel

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Re: Guttenberg wird mit Dreck beworfen

von Erzengel am 17.02.2011 16:22

Herr Geis,den Baron als Lichtgestalt zu bezeichnen,ist wohl arg CSUübertrieben,wer abschreibt und erwischt wird ist im deutschen Schulsystem durchgefallen.Und so einer ist dann auch keine Lichtgestalt,eher eine finstere Gestalt .Aber seit lichtgestalt Beckenbauer sucht Ihr von der CSU ja immer nach Lichtgestalten.Steuber durchgefallen,Söder, Beckstein,Seehofer,alle als lLichtgestalten durchgefallen.Hört auf mit der suche nach Poltischen Lichtgestalten.Inder politik wird es sie nie geben.Träumerisches Iliison Verhalten.

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Wowereit: Doppelte Staatsbürgerschaft fördert Integration

von polis am 17.02.2011 15:26




Wowereit: Doppelte Staatsbürgerschaft fördert Integration


Wowereit

Berlin (rdp). Anlässlich der heutigen Konferenz der für Integration zuständigen Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren der Länder wird die SPD einen erneuten Vorstoß unternehmen, das Recht auf die doppelte Staatsbürgerschaft durchzusetzen. Dazu erklärt der stellvertretende Parteivorsitzende, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit:

Die Bundes-SPD unterstützt den Vorstoß anlässlich der heutigen Integrationskonferenz, eine Reform des Staatsangehörigkeits¬rechts vorzunehmen und die Möglichkeit auf Doppelte Staatsbürgerschaft auszubauen.

Seit Jahren kämpfen wir darum, an dieser Stelle endlich zu einer vernünftigen Regelung zu kommen. Die Einbürgerungszahlen in Deutschland sind seit 2000 tendenziell rückläufig. Auch und vor allem im internationalen Vergleich rangiert Deutschland bei dieser Frage weit hinten. In einem Großteil der europäischen Länder ist die Zahl der Einbürgerungen seit 2000 gestiegen. Um Deutschland als Einwanderungsland attraktiver zu machen, bedarf es hier dringend gesetzlicher Änderungen. Nicht nur aus
menschlichen Gründen und Fragen der Anerkennung gilt es, die Motivation für einen deutschen Pass zu fördern: Es ist vor allem auch eine volkswirtschaftliche und demographische Notwendigkeit, hier mehr Anreize zu schaffen. Ein solcher Anreiz ist der Ausbau der Doppelten Staatsbürgerschaft.

Neben der Frage der Einbürgerung geht es aber auch um die Abschaffung des sogenannten Optionsmodells. Es ist nicht einzusehen, dass Kinder ausländischer Eltern, die hier in Deutschland geboren wurden, mit Erwerb der Volljährigkeit entscheiden müssen, welche Nationalität sie wählen. Das bringt junge Menschen unnötig in Identitäts- und Loyalitätskonflikte. Diese Regelung wirkt integrationshemmend und ist zudem ein überflüssiger bürokratischer Aufwand.

Einbürgerung wirkt integrationsfördernd – rechtlich, politisch, gesellschaftlich. Menschen, die die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten, entwickeln eine weitaus höhere Identifikation mit dem Land, in dem sie leben. Sie erhalten Planungssicherheit.

Angesichts des vorhandenen Mangels an Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt ist es zudem dringend notwendig, endlich zu einer Regelung der Anerkennung von im Ausland erworbenen qualifizierenden Berufsabschlüssen zu kommen.

Bei beiden Punkten bremst vor allem die Union in der Bundesregierung – entweder aus Unvermögen oder aus ideologischen Gründen: Die Bundesregierung wirkt integrationshemmend.

Die SPD fordert die Bundesregierung auf, sich endlich konsequent zur Doppelten Staatsbürgerschaft zu bekennen. Ohnehin gibt es heute bereits einen hohen Anteil von Menschen, die ein Recht auf die Doppelte Staatsbürgerschaft haben bzw. dem Optionsmodell nicht unterliegen. Für den anderen Teil werden mit großem Aufwand Regelungen aufrechterhalten, die dem Land einen großen bürokratischen Aufwand und Kosten bescheren und zudem der Integration nicht dienlich sind. Diese Ungleichbehandlung muss endlich ein
Ende haben."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.02.2011 15:26.

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Existenzminimum ist kein Spieleinsatz im Polit-Poker

von polis am 17.02.2011 15:19




Existenzminimum ist kein Spieleinsatz im Polit-Poker


Kipping

"Die Verhandlungsführer der Hartz-Parteien sollten noch einmal einen intensiven Blick in das Urteil des Bundesverfassungsgerichts werfen: Das menschenwürdige Existenzminimum ist kein Spieleinsatz in einem Polit-Poker, sondern ein direkt aus dem Grundgesetz begründetes Grundrecht. Weder der Gesetzentwurf der Bundesregierung noch die Kompromisslinie der landesväterlichen Dreieinigkeit noch die nebulösen Vorstellungen von SPD und Grünen stehen auf dem Boden des Grundgesetzes. CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne lassen jeglichen Respekt vor dem Bundesverfassungsgericht vermissen", erklärt Katja Kipping, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum fortgesetzten Hin und Her bei den Verhandlungen über die Hartz IV-Reform. Kipping weiter:

Der Vorstoß der Ministerpräsidenten, schnell zu einer Einigung über die Hartz IV-Reform zu gelangen, ist schon wieder verpufft. Bei dem Geschacher zwischen Union und SPD, FDP und Grünen geht es um alles Mögliche: um die Haltungsnoten von Ministerinnen, um Milliarden, die zwischen Bund und Ländern hin- und her geschoben werden, um parteitaktische Interessen und vermeintliche Geländegewinne im Wahlkampf. Nur um das, was wirklich wichtig ist, geht es nicht: die Lebenssituation von Millionen Menschen und das Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum."

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Gleiche soziale Rechte sind die beste Willkommenskultur

von polis am 17.02.2011 14:27




Gleiche soziale Rechte sind die beste Willkommenskultur


Dagdelen

Berlin (rdp). "In Deutschland herrscht keine Willkommenskultur wie es die Integrationsminister beschwören. Tatsächlich herrscht eine Ausgrenzungskultur. Migranten wurden und werden auf dem Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ausgegrenzt und diskriminiert. Angesichts sinkender Einbürgerungszahlen, einer überproportionalen Erwerbslosigkeit bei Migranten, der Illegalisierung von rund einer Millionen Menschen, einer rigiden Abschiebungspolitik und dem stetig steigenden Rassismus bis in die Mitte der Gesellschaft sind Debatten um die Willkommenskultur blanker Hohn", erklärt Sevim Dagdelen, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der Integrationsministerkonferenz der Länder. Dagdelen weiter:

Die Abschaffung der Optionspflicht im Einbürgerungsrecht, wie von der rheinland-pfälzischen Sozial- und Integrationsministerin Malu Dreyer jetzt gefordert, ist ein längst überfälliger Schritt und reicht bei Weitem nicht aus. Für 2010 droht mit etwa 80.000 Einbürgerungen erneut ein Desaster. DIE LINKE fordert daher umfassende Einbürgerungserleichterungen wie die Senkung der Gebühren auf einen symbolischen Betrag, einkommensunabhängige Einbürgerungen nach fünf Jahren, die Abschaffung des Einbürgerungstests sowie Erleichterungen bei nachzuweisenden Sprachkenntnissen. Auch das Anerkennungsgesetz für ausländische Abschlüsse ist überfällig. Die Bundesregierung hat jahrelang keinen Finger gerührt, während Millionen von Migranten auf die Anerkennung ihrer Abschlüsse warteten. Nun will sie lediglich etwas für diejenigen tun, deren Abschlüsse aktuell auf dem Arbeitsmarkt verwertbar sind.
>
Die von der Staatsministerin Böhmer angekündigte Einführung von Integrationsverträgen ab April lenkt den Blick von den wirklich wichtigen Fragen ab. Es ist höchste Zeit für einen grundlegenden Kurswechsel in der Integrationspolitik. Wir brauchen einen Ausbau der Rechte von Migranten statt immer neuer Eingriffe in Grundrechte, mehr und bessere Angebote an Migranten statt verschärfter Sanktionen und gleiche soziale und politische Teilhabechancen statt Ausgrenzung und Diskriminierung einsetzen."

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