Pläne für rechtes Museum in Wolfsburg offenbar vom Tisch
[ Nach unten | Zum letzten Beitrag | Thema abonnieren | Neueste Beiträge zuerst ]
Pläne für rechtes Museum in Wolfsburg offenbar vom Tisch
von redaktion am 02.02.2010 18:24
Pläne für rechtes Museum in Wolfsburg offenbar vom Tisch
Wolfsburg (fhp/ddp). Die Pläne von Neonazis für den Aufbau eines rechten Museums in Wolfsburg sind offenbar vom Tisch. Die örtliche IG Metall begrüßte am Dienstag einen Beschluss der Stadt vom Montag, das Gebäude des insolventen Möbelhauses «Alsdorff» von einer kommunalen Tochtergesellschaft kaufen zu lassen. Damit sei das Vorhaben der Rechtsextremisten «endgültig vereitelt», sagte der Wolfsburger IG Metall-Chef Frank Patta.
Neonazis um den im vergangenen Jahr verstorbenen NPD-Funktionär und Rechtsanwalt Jürgen Rieger wollten in dem Möbelhaus ein sogenanntes KdF-Museum einrichten. KdF steht für «Kraft durch Freude», die Freizeit-Organisation der Nationalsozialisten. Rieger hatte nach eigenen Angaben bereits eine rund 800 Quadratmeter große Etage in dem Möbelhaus gemietet. Dort wollten die Neonazis Wehrmachtsfahrzeuge aus der Produktion des Volkswagen-Werkes ausstellen und Filme zeigen.
Nach bisherigem Stand sollen künftig das Sozialkaufhaus «Lichtblick» und eine Niederlassung der «Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt» die Räume nutzen. «Eine bessere Symbolik kann ich mir kaum vorstellen», sagte Patta. «Statt eines braunen Hauses bekommen wir jetzt ein Haus der Demokratie.»


Antworten