Neue Vorwürfe gegen Westerwelle
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Neue Vorwürfe gegen Westerwelle
von redaktion am 11.03.2010 10:05
Neue Vorwürfe gegen Westerwelle
Berlin (fhp/ddp). Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) protegiert einem Bericht der «Berliner Zeitung» (Donnerstagausgabe) zufolge auf seinen Auslandsreisen stärker als bislang bekannt die geschäftlichen Interessen seiner Familie. So habe zu der Wirtschaftsdelegation, die ihn Mitte Januar nach Asien begleitete, die Ludwigshafener Firma seines Bruders Kai Westerwelle gehört. Mit dabei sei auch ein Geschäftspartner seines Lebensgefährten Michael Mronz gewesen.
Am 13. Januar war Westerwelle zu einer viertägigen Auslandsreise nach Japan und China aufgebrochen. Er wurde von einer kleinen, nur zehn Unternehmer umfassenden Wirtschaftsdelegation begleitet. Dazu gehörte dem Bericht zufolge Ralf Marohn, Mehrheitseigner und Geschäftsführer der Firma Far Eastern Fernost Beratungs- und Handels GmbH. Anteilseigner des Ludwigshafener Unternehmens sei neben Marohn auch Kai Westerwelle, der Bruder des Außenministers. Ein weiterer Miteigentümer der Firma sei die Mountain Partners AG aus der Schweiz. Das Unternehmen gehöre dem Westerwelle-Freund und FDP-Großspender Cornelius Boersch, der im Januar ebenfalls zusammen mit dem Außenminister in Asien weilte. Boerschs Mountain Partners AG unterhalte seit Jahren geschäftliche Kontakte mit den Westerwelle-Brüdern.
Die 1992 gegründete Firma von Kai Westerwelle habe sich der «aktiven Förderung» der Beziehungen zwischen Ostasien und Deutschland verschrieben. Die Far Eastern GmbH, die in den letzten Jahren Umsätze zwischen anderthalb und zwei Millionen Euro gemacht habe, betreibt nach eigenen Angaben vier Büros in China und arbeitet eng mit dem Wirtschaftsministerium in Rheinland-Pfalz zusammen. Der Far-Eastern-Miteigner Cornelius Boersch sei zudem Geschäftspartner von Westerwelles Lebensgefährten, dem Sportevent-Manager Michael Mronz. Im vergangenen Jahr übernahm eine der Schweizer Boersch-Firmen die Mehrheit an der Mainzer Technologiefirma Arygon AG. Zu deren Aktionären und Aufsichtsratsmitgliedern zählte 2009 auch Michael Mronz. Die Arygon AG hatte zur Fußball-WM in Deutschland nach eigenen Angaben Lesegeräte für die Zutrittssysteme zu den Stadien geliefert.


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