Nach dem Sturz - polis-Presseschau
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Nach dem Sturz - polis-Presseschau
von redaktion am 17.01.2011 09:36
Presseschau vom 17.01.2011

Panzer in Tunis
Nach dem Sturz
Die Lage in Tunesien bleibt nach dem Sturz des Diktators Ben Ali unübersichtlich. Milizionäre des Ex-Präsidenten marodieren, Armee-Einheiten gehen gegen Polizeieinheiten vor. Bürgergruppen formieren Schutztruppen. In zwei Monaten soll es Wahlen geben. Die arabische Welt hält sich auffällig bedeckt.

fr-online.de
Kampf gegen unsichtbare Gegner
… Über Tunesien wurde der Ausnahmezustand verhängt, ab 17 Uhr gilt eine strikte Ausgangssperre. Die meisten Tunesier begrüßen die starke Präsenz der Armee. Die Streitkräfte haben keinen schlechten Ruf, sie waren nicht an der Unterdrückung beteiligt. …

faz.net
Eine Regierung der nationalen Einheit?
… Nach dem Ende des Regimes Ben Alis wird die Opposition in Tunesien womöglich schon an diesem Montag eine sogenannte Regierung der nationalen Einheit vorstellen. Vorerst grassiert im Land Gewalt und Chaos. Auch vier bewaffnete Deutsche wurden festgenommen. …

spiegel.de
Im Kreuzfeuer der Revolution
… Zwei Tage nachdem der verhasste Despot Zine el-Abidine Ben Ali abgedankt und Tunesien verlassen hat, ist die Lage in dem nordafrikanischen Staat alles andere als ruhig. Durch die Innenstadt der Hauptstadt hallen immer wieder Pistolenschüsse und Gewehrsalven, zwischenzeitlich sind minutenlange Schusswechsel zu hören. Wer in der Nähe der französischen Botschaft und der Kathedrale auf wen feuert, ist unklar. Eine Augenzeugin berichtet, Polizei und Militär machten Jagd auf marodierende Schützen, die mit Taxis durch die Straßen führen und wahllos auf Passanten feuerten. …

taz.de
"Heute Ben Ali, morgen Mubarak"
… Die meisten Herrscher in der arabischen Welt hüllen sich über den Umbruch in Tunesien in Schweigen. Verständlich, müssen sie doch ein Überspringen der Revolution fürchten. Nur einer konnte sich ein Wort nicht verkneifen - der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi. Er sei "schmerzhaft berührt" von dem, was in Tunesien geschehe, sagte er. Tunesien werde Opfer von Gangs und Dieben, dabei habe niemand das Land besser regiert als der geflüchtete Präsident Ben Ali, sagte Gaddafi, der selbst seit mehr als 40 Jahren an der Macht ist. ...
Foto: fr-online.de/ap


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