Na endlich!
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Na endlich!
von polis am 18.11.2009 09:15
polis-ffd.de
Presseschau vom 18.11.2009

Bild: spiegel.de
Na endlich!
Der Bildungsstreik deutscher Studenten trifft auf großes Verständnis. Bachelor und Master als studierfeindliches Hochschulsystem. Wer hat den Mut gegenzusteuern? Wer formuliert Alternativen?

fr-online.de
Freiheit für Lernkaninchen
…..Nun ja, schimpft Julia Teschlade, "es hat sich ja auch überhaupt nichts verändert." Immer noch jagten sie und ihre Kommilitonen von einer Veranstaltung zur nächsten, hier die Anwesenheitspflicht erfüllen, dort noch ein paar Leistungspunkte abgreifen. Immer an der Grenze zur Überdosis Stoff, immer ohne Zeit, sich ernsthaft mit etwas zu beschäftigen. "Politisches Engagement - wann denn?" hat die Studierende der Sozialwissenschaften an der Humboldt-Uni auf ein Plakat geschrieben. Also weg mit dem Bachelor und Master?
"Nicht unbedingt," sagt sie, "wie das heißt, ist mir egal. Aber ein Studium muss studierbar sein." Und ihres, das sie nun nach sechs Jahren mit einem Master zu Ende bringt, sei das nicht. Der Einwurf, das Wort Studierbarkeit trüge inzwischen auch jeder Kultusminister im Munde, löst bei der Aktivistin nur spontanes Gelächter aus. "Aber tun die etwas? Seit ich studiere, kämpfe ich für bessere Bedingungen. Nix passiert."….

spiegel.de
Studenten machen ihrem Zorn Luft
…..Es ist der zweite große "Bildungsstreik" in diesem Jahr. Vor fünf Monaten demonstrierten bundesweit rund 200.000 junge Menschen - für mehr Bildungsgerechtigkeit, mehr Geld für die Bildung, kleinere Klassen, Veränderungen im neuen Bachelor- und Mastersystem.
"Seitdem hat sich überhaupt nichts getan", schimpft Paula, die mit ihrem Freund Jann vor dem Roten Rathaus in Berlin steht. Beide haben sich schick gemacht: er im schwarzen Anzug, sie mit weißer Bluse, Jackett und Perlenohrringen. Sie spielen Bildungselite - zur Abschreckung. "Das deutsche Bildungssystem ist extrem undurchlässig", wettert Jann…..

taz.de
"Reiche Eltern für alle!"
…..Insgesamt sind es zehntausende Studierende, die in rund 50 Städten für ein besseres Bildungssystem demonstrieren. Entlastungen im Stundenplan, mehr Demokratie an den Universitäten, Geld für Bildung und einen freien Zugang zum Master, lauten ihre häufigsten Forderungen. Schüler, die sich vielerorts beteiligen, verlangen vor allem kleinere Klassen.
Die bundesweit größte Demonstration - den Veranstaltern zufolge sind es 15.000 Teilnehmer - erlebt Berlin. Sambatrommeln, eine Tuba und mehrere Lautsprecherwagen begleiten den Demonstrationszug - und trotzdem sind die Parolen der Demonstranten lauter: "Wir sind hier und wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut", rufen sie vor dem Roten Rathaus.
Dabei sind nicht nur Lehrer und Mitglieder der GEW und von Ver.di, auch die Gebäudereiniger der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt unterstützen den Protest…..

bild.de
Werden sie so radikal wie die 68er?
…..Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) äußerte Verständnis für die Unzufriedenheit der Studenten und kündigte mehr Geld für Bildung an: „Die Bundesregierung wird in den nächsten vier Jahren 12 Milliarden Euro in Bildung investieren, und die kommen zu einem hohen Prozentsatz auch den Hochschulen zugute.“
• Wird der Streik etwas ändern?
Fest steht: Die Bachelor- und Masterstudiengänge werden in jedem Fall bleiben. Auch die Studiengebühren werden – vor allem in den unionsgeführten Bundesländern – nicht wieder abgeschafft…..


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