Mehr Arbeitsplätze durch Mikrokredite

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Mehr Arbeitsplätze durch Mikrokredite

von redaktion am 05.05.2010 16:20




Mehr Arbeitsplätze durch Mikrokredite

Berlin (rdp). In Anwesenheit der Parlamentarischen Staatssekretärin im BMZ, Gudrun
Kopp, werden heute in Berlin Verträge zum ersten regionalen
Investitionsfonds für Kleinst- und Kleinunternehmen in Subsahara-Afrika
(Regional Micro, Small and Medium Enterprise Investment Fund for
Subsahara Africa, kurz: Regmifa) unterzeichnet.

Gudrun Kopp: *Erstmals bietet ein Fonds Mikrofinanzinstitutionen in
Subsahara-Afrika eine Palette von Finanzierungsinstrumenten an, die in
den nächsten fünf Jahren bis zu 300.000 Unternehmen finanzieren und
damit bis zu 500.000 Arbeitsplätze schaffen und sichern sollen. Die
Schaffung dieser Arbeitsplätze bedeutet einen signifikanten Beitrag zur
Armutsbekämpfung und zur Eindämmung der Folgen der Wirtschaftskrise in
Afrika.*

Immer noch haben kleinste, kleine und mittlere Unternehmen in Afrika
Schwierigkeiten, ihre Investitionen und ihr Wachstum mit adäquaten
Kreditinstrumenten zu finanzieren. Es mangelt auf dem gesamten Kontinent
an langfristigen Darlehen. Deshalb wurde die Gründung des Fonds im
Rahmen der deutschen G-8 Präsidentschaft 2007 beschlossen und unter der
Federführung der KfW Entwicklungsbank umgesetzt. Die Struktur des Fonds
erlaubt es, mit den öffentlichen Geldern zusätzlich auch privates
Kapital zu mobilisieren.

Zukünftige Investoren des Fonds werden neben dem Bundesministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der KfW
Entwicklungsbank unter anderem die International Finance Corporation
(IFC), die Belgian Investment Company for Developing Countries (BIO),
die österreichische und niederländische Entwicklungsbank, die
Europäische Investitionsbank, die Europäische Kommission, die
Französische Entwicklungsagentur (AFD), die Investment and Promotions
Company for Economic Cooperation (PROPARCO), die Norwegian Microfinance
Initiative (NMI), die Spanish Agency for International Cooperation for
Development (AECID), das spanische Außenministerium (MAEC) sowie die
Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) sein.

Bei der Vertragsunterzeichnung wurden Investorenzusagen in Höhe von
über 150 Mio. USD gemacht. BMZ und KfW Entwicklungsbank werden sich
mit rund 33 Mio. USD beteiligen. Insgesamt soll der Fonds bis 2014 ein
Kreditportfolio von rund 200 Mio. USD aufbauen. Der Fonds wird die
Mittel an 50 Mikrofinanzinstitutionen weiterreichen, die ihrerseits
Kredite in lokaler Währung an rund 300.000 Kleinunternehmen vergeben.
Das Besondere daran ist, dass diese kein Wechselkursrisiko tragen müssen
und damit eine geringere Schuldenlast haben.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.05.2010 16:21.

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