Kein Hurra
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Kein Hurra
von polis am 03.12.2009 09:07
polis-ffd.de
Presseschau vom 03.12.2009

Bundeswehr bei Kunduz: "Ultimativer Test für die Nato". Bild: spiegel.de/AFP
Kein Hurra
Die Zurückhaltung der deutschen Bundeskanzlerin als Reaktion auf Obamas Afghanistan- Pläne und seine Forderungen an Verbündete, trifft in den USA auf (vorläufiges) Verständnis.
Schonzeit für die Deutschen.

fr-online.de
Holbrooke: Verständnis für Haltung der Kanzlerin
Die USA wollen keinen Druck auf Deutschland ausüben, mehr Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Das sagte der US-Sondergesandte für Afghanistan und Pakistan, Richard Holbrooke, dem "Handelsblatt".
"Die Bundeswehr hat schon mehr als 30 Soldaten in Afghanistan verloren, das ist historisch", sagte Holbrooke. Er habe daher Verständnis für die Haltung der Kanzlerin, mit einer Entscheidung über zusätzliche Truppen bis zur Afghanistan- Konferenz im Januar zu warten. Die deutsche Präsenz im Norden Afghanistans sei extrem wichtig. "Es bleibt den Deutschen selbst überlassen, über das weitere Vorgehen zu entscheiden", betonte Holbrooke…..

faz.net
Endkampf um Afghanistan
Für Amerika hat das „endgame“ um Afghanistan begonnen: Mit der Entsendung von weiteren dreißigtausend Soldaten will Präsident Obama in einer anderthalb Jahre dauernden Schlacht die Entscheidung erzwingen. Mit dieser politischen, militärischen und finanziellen Kraftanstrengung sollen die Aufständischen zurückgedrängt und für die in der Zwischenzeit aufzubauenden afghanischen Streitkräfte beherrschbar gemacht werden…..
….Die deutsche Politik aber scheint schon vollkommen damit ausgelastet zu sein, das bestehende Schutztruppen-Mandat zu verlängern und einen angeblichen Vertuschungsskandal parteipolitisch auszuschlachten…..

spiegel.de
Obama schont Merkel
…..Die Pentagon-Mitarbeiterin Julianne Smith sagte der "Financial Times Deutschland", mit der Bundesregierung werde nur über Zahlen gesprochen, die aus Berlin genannt worden seien. Die Direktorin der Abteilung für Europa- und Nato-Angelegenheiten des US-Verteidigungsministeriums bekräftigte, die Zahlen beruhten auf Schätzungen von Militärexperten der Bundesregierung. Danach wären 1000 bis 2500 zusätzliche Bundeswehrsoldaten einsatzfähig. Bei den Gesprächen zwischen Washington und Berlin gehe es jetzt lediglich um einen "Realitätscheck".
Die Bundesregierung will erst Ende Januar nach der internationalen Afghanistan-Konferenz über eine Aufstockung des deutschen Truppenkontingents entscheiden. Die Konferenz am 28. Januar in London soll Aufschluss darüber geben, wie der internationale Einsatz zukünftig gestaltet wird und wann er beendet werden kann……

taz.de
Kein Applaus in Afghanistan
Mit seiner neuen Afghanistan-Strategie hat US-Präsident Barack Obama am Hindukusch keine Begeisterung ausgelöst. Auf seine Rede reagierte Außenamtssprecher Mohammed Sahir Fakiri nur mit der dürren Mitteilung: "Das Außenministerium von Afghanistan begrüßt die neue Strategie." Dabei hatte Obama noch kurz zuvor eine einstündige Videokonferenz mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai gehabt. Doch der gab danach so wenig eine Erklärung ab wie nach Obamas Rede.
"Mehr Truppen bedeuten mehr Ziele für die Taliban, und da diese Truppen zum Kämpfen da sind, wird das sicher mehr zivile Opfer mit sich bringen", sagte Ahmad Schah Ahmadsai, der 1995/96 in der Regierung der Mudschaheddin afghanischer Premierminister war, zur Agentur Reuters. "Die zivilen Opfer werden das Image der USA massiv beschädigen und weitere Empörung unter den Afghanen auslösen." …..


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