Israel lenkt im Streit mit Türkei ein
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Israel lenkt im Streit mit Türkei ein
von redaktion am 13.01.2010 11:18
Israel lenkt im Streit mit Türkei ein
Jerusalem - Israel bemüht sich im Streit mit dem Bündnispartner Türkei um Schadensbegrenzung. Israels Vize- Außenminister Danny Ajalon sagte laut einer Mitteilung vom Mittwoch, die Proteste gegen eine als antisemitisch angesehene Fernsehserie in der Türkei seien berechtigt. Er entschuldigte sich jedoch für sein Verhalten gegenüber dem türkischen Botschafter in Israel, Ahmet Celikkol. «Es ist nicht meine Art, die Ehre eines Botschafters zu missachten und ich werde meine Positionen in Zukunft in einer diplomatisch akzeptablen Form darlegen», sagte Ajalon.
Celikkol war am Montag bei einem Treffen mit Ajalon in einer Art behandelt worden, die in Israel und der Türkei als deutliche Demütigung eingestuft wurde. Der Gast aus der Türkei sei absichtlich auf einen niedrigeren Stuhl gesetzt worden, außerdem habe auf dem Tisch nur eine israelische und keine türkische Flagge gestanden, berichteten israelischen Medien. Celikkol sagte nach Angaben der israelischen Zeitung «Jediot Achronot»: «Ich arbeite seit 35 Jahren als Diplomat im türkischen Außendienst und bin noch nie so gedemütigt worden.» Die Türkei fordere eine Entschuldigung.
Ajalon hatte bei dem Treffen Protest gegen die fiktive TV-Serie «Tal der Wölfe» im türkischen Fernsehen eingelegt. Die Produktion zeigt unter anderem die Entführung eines türkischen Kindes, das im Kampf gegen Palästinenser ausgebildet werden soll. Der Entführer im Film ist ein Agent des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad.
Seit dem Krieg im Gazastreifen vor einem Jahr haben sich die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei, die ein Militärbündnis verbindet, erheblich verschlechtert. Die Türkei wirft Israel den Einsatz übertriebener Gewalt gegen die Palästinenser vor. Im Oktober vergangenen Jahres hatte Ankara ein geplantes internationales Manöver abgesagt, um eine israelische Teilnahme zu verhindern.


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