Ich weiß wo dein Haus wohnt - polis-Presseschau
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Ich weiß wo dein Haus wohnt - polis-Presseschau
von redaktion am 11.08.2010 08:49
Presseschau vom 11.08.2010

Street-View-Kamera von Google: Warnung vor brisantem Daten-Mix
Ich weiß wo dein Haus wohnt
Google Street View kommt nun auch nach Deutschland. Noch in diesem Jahr sollen 20 deutsche Städte ins Netz gestellt werden. Datenschützer murren. Widersprüche sollen nur innerhalb 4 Wochen möglich sein.

fr-online.de
Schaar: Google soll Details zu Widerspruch nennen
… Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat Google aufgefordert, sein geplantes Verfahren zur Bearbeitung von Widersprüchen gegen den Internet-Dienst Street View genau darzulegen. Eine detaillierte Verfahrensbeschreibung liege bislang nicht vor, kritisierte Schaar.
Der Datenschutzbeauftragte äußerte sich in den «Ruhr Nachrichten» besorgt darüber, dass Fotos aus Google Street View mit Adressverzeichnissen oder Telefonbuchdaten verknüpft werden könnten. Daraus könne dann ein ziemlich brisanter Daten-Mix entstehen, der etwa Aufschluss geben könne über Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit von Privatleuten, sagte Schaar nach einer Vorabmitteilung der Tageszeitung. …

faz.net
Google Street View weiter unter Beobachtung
Trotz Proteste startet Google Street View bald in Deutschland. Hamburgs Datenschützer krisitiert dies als überstürzt. Für Verbraucherschutzministerin Aigner ist entscheidend, ob alle Widersprüche auch umgesetzt werden. FAZ.NET sagt, wie Beschwerde eingelegt werden kann. …

spiegel.de
Datenschützer verlangt von Google Info-Offensive
… Google müsse aktiv auf Widerspruchsmöglichkeiten aufmerksam machen und Eingaben nicht nur per Internet zulassen. Neben der Möglichkeit eines schriftlichen Widerrufs via E-Mail müsse der Konzern auch eine Telefon-Hotline einrichten, sagte Schaar der "Saarbrücker Zeitung". Das Verfahren müsse so gestaltet sein, dass "auch Betroffene, die das Internet nicht nutzen, ihr Widerspruchsrecht ausüben können". …

sueddeutsche.de
Auch nackt erkennbar
… Warum, so fragt sich der Konzern, schätzen es viele, per Computer schon einmal die Urlaubsziele unter die Lupe nehmen, wenn gleichzeitig zahlreiche Bürger den Street-View-Autos das Recht verwehren wollen, Fotos vom eigenen Viertel aufzunehmen?
"In der ganzen Diskussion geht es häufig nicht um Datenschutz, sondern um ein anderes Phänomen", stellt der Rechtswissenschaftler Thomas Hoeren von der Universität Münster fest. "Es spielt eine gehörige Angst vor der Größe und Intransparenz eines Konzerns wie Google mit. Hinzu kommt, dass eine Grundsatzdiskussion zur Privatsphäre in den USA nicht stattfindet."...
Foto: spiegel.de/dpa


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