Grüne fordern nach Atom-Vorstoß Taten von Röttgen
[ Nach unten | Zum letzten Beitrag | Thema abonnieren | Neueste Beiträge zuerst ]
Grüne fordern nach Atom-Vorstoß Taten von Röttgen
von redaktion am 08.02.2010 15:56
Grüne fordern nach Atom-Vorstoß Taten von Röttgen
Berlin (fhp/ddp). Nach dem jüngsten Atom-Vorstoß von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) fordern die Grünen konkrete Schritte von dem Ressortchef. Wenn Röttgen glaubwürdig sein wolle, müsse er seinen Worten Taten folgen lassen, sagte Grünen-Chef Özdemir am Montag in Berlin. Wer es mit der Energiewende ernst meine, müsse noch in der laufenden Legislaturperiode die sechs ältesten Atommeiler vom Netz nehmen, um den Ausbau der erneuerbaren Energien nicht weiter zu blockieren.
Özdemir forderte außerdem eine Abkehr von den Kürzungsplänen in der Solarförderung. Durch die Einschnitte werde «der deutsche Standort der Solarindustrie kaputt gemacht». Auch müsse die Atomindustrie an den Kosten beteiligt werden, die sie verursache - etwa durch die Einführung einer Brennelementesteuer.
Röttgen hatte am Wochenende an die Union appelliert, sich möglichst bald von der Atomkraft zu verabschieden und auf erneuerbare Energien zu setzen. Neben Zustimmung erntete der Minister auch heftige Kritik aus den eigenen Reihen. Unions-Fraktionsvize Michael Kretschmer (CDU) tat Röttgens Äußerungen als «Unfug» ab, mehrere CDU-Landesminister riefen den Minister auf, sich an den Koalitionsvertrag zu halten.
Özdemir sagte, die Union sei «immer noch nicht in der Realität der erneuerbaren Energien und des Klimaschutzes angekommen». Wenn Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs Windenergie als «Vogelschredderanlagen» und die Solarförderung als «Subventionsgräber» betitele, sei das die Rückkehr zum «Vokabular der 80er Jahre, als die Umweltbewegung am Anfang war».


Antworten