Greenpeace: Pause für Orang Utans

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Greenpeace: Pause für Orang Utans

von redaktion am 10.04.2010 15:56




Greenpeace-Gruppen fordern "Pause" für Orang-Utans



Hamburg/Berlin (rdp/ots) - "Give the Orang-Utan a break", fordern heute
Greenpeace-Gruppen mit Postern und Protestpostkarten in 39 deutschen
Städten. Sie informieren die Verbraucher darüber, wie
Lebensmittelhersteller Nestlé zur Zerstörung des Urwalds und damit
zum Aussterben der bedrohten Orang-Utans beiträgt. Nestlé verwendet
Palmöl der Sinar Mas Gruppe, die die Regenwälder Indonesiens abholzt,
um Ölpalmplantagen anzulegen. Das Palmöl verwendet Nestlé zum
Beispiel für seinen Schokoriegel Kitkat. Mit den Postkarten von
Greenpeace können die Verbraucher beim Geschäftsführer von Nestlé
Deutschland dagegen protestieren.

"Nestlé und seine Lieferanten müssen endlich die Zusammenarbeit
mit Sinar Mas beenden", fordert Andrea Cederquist, Waldexpertin bei
Greenpeace. "Bisher setzt das Unternehmen auf eine Verzögerungstaktik
- und ist mit daran schuld, dass die illegale Abholzung des
Regenwalds weiter geht."

Der indonesische Palmölproduzent Sinar Mas rodet wertvolle
Regenwälder in Orang-Utan-Gebieten. Er verstößt dabei gegen
internationale Standards und indonesisches Recht und hat massive
Expansionspläne. Auf den Flächen werden Ölpalmplantagen in
Monokulturen angelegt. Allein Nestlé braucht jährlich 320.000 Tonnen
Palmöl. Nach Greenpeace-Protesten im März kündigte Nestlé die
direkten Lieferverträge mit Sinar Mas, bezieht allerdings den
Großteil des verwendeten Palmöls weiterhin über Zwischenhändler, die
immer noch von Sinar Mas kaufen.

Indonesien ist drittgrößter Produzent von Treibhausgasen

Indonesien ist das Land, in dem die Urwaldzerstörung wegen des
Anbaus von Ölpalmen am schnellsten voranschreitet. Seit 1950 sind in
Indonesien 74 Millionen Hektar Wald vernichtet worden, eine Fläche
doppelt so groß wie Deutschland. Besonders dramatisch ist die Rodung
und Trockenlegung von Torfwäldern, da diese rund zehn Mal mehr
Kohlenstoff speichern als andere Urwälder und viele vom Aussterben
bedrohte Arten wie Orang-Utans, Sumatra-Tiger oder Java-Nashörner
beheimaten. Aufgrund der Urwaldzerstörung ist Indonesien - nach China
und den USA - bereits der drittgrößte Produzent von Treibhausgasen.

Neben Nestlé gibt es noch weitere schwarze Schafe: Beispielsweise
auch in Bahlsen Keksen, der Prinzenrolle, Toffifee, in
Maggi-Produkten, Kosmetik von Schwarzkopf oder Waschmitteln wie
Persil, Spee und Terra Aktiv von Henkel kann Palmöl aus
Urwaldzerstörung enthalten sein.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 10.04.2010 16:01.

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