Gier und Dummheit - polis-Presseschau
[ Nach unten | Zum letzten Beitrag | Thema abonnieren | Neueste Beiträge zuerst ]
Gier und Dummheit - polis-Presseschau
von redaktion am 26.07.2010 08:32
Presseschau vom 26.07.2010

Der Tunnelzugang zum Gelände der Loveparade.
Gier und Dummheit
19 Tote und ca.340 Verletzte. Als die Veranstalter und Verantwortlichen der Love-Parade-Katastrophe von Duisburg gestern vor die Presse traten, war dies eine Offenbarung von Unfähigkeit und Verantwortungslosigkeit. Keine einzige konkrete Antwort. Verstecken hinter dem Staatsanwalt.

fr-online.de
Der Tunnel von Duisburg
… Ausgerechnet durch so etwas wie einen Stollen, den man im ehemaligen Bergbaurevier Duisburg sowieso mit gemischten Gefühlen sehen dürfte, wurden die Massen geschleust. Er wurde zum tödlichen Nadelöhr für mindestens 19 Menschen und zur Falle für mehr als 300 Menschen, die verletzt wurden, weil die Unterführung von beiden Seiten bestürmt wurde. …

faz.net
Die Katastrophe von Duisburg
Die Love Parade wurde zur Todesfalle. Das ist keine „Tragödie“, wie man uns weismachen will. Alle waren vorgewarnt – Stadt, Polizei, Veranstalter und wissenschaftliche Berater. Entscheidungen für solche Großveranstaltungen müssen künftig viel genauer überprüft werden. …

spiegel.de
Abwimmeln, wegschauen, sparen
… Das Sicherheitskonzept geriet schon im Vorfeld zur Farce. Lokaljournalisten, die die Örtlichkeiten bestens kannten, wunderten sich über die Wahl des Veranstaltungsortes. Ihre Kritik auf Pressekonferenzen wurde abgewehrt. Polizei und Feuerwehr legten ein Konzept vor, dass die Sicherheit der Love-Parade-Besucher gewährleistete - ohne Nadelöhr-Situation. "Ich weiß, dass es ganz konkrete Vorschläge gab, die allesamt abgebügelt wurden", sagte ein Beamter SPIEGEL ONLINE. Stadtverwaltung und Veranstalter hätten ihr Veto eingelegt und das mit "Mehrkosten" begründet. …

taz.de
Der Tunnelblick der Verantwortlichen
… Es ist ein Dokument der Hilflosigkeit und der Jämmerlichkeit. Im Duisburger Rathaus treten am Sonntagmittag die Verantwortlichen von Stadt und Polizei gemeinsam mit dem Veranstalter der Loveparade vor die Presse. Eine Stunde lang ergehen sie sich in Ausflüchten und Ausreden. Niemand will die Verantwortung für das Fiasko übernehmen, niemand schuld sein. Eine Erklärung, wie es dazu kommen konnte, dass am Tag zuvor 19 Menschen bei dem Techno-Spektakel ihr Leben verloren und mehr als 340 verletzt wurden, können oder wollen sie nicht liefern. ...
Foto:taz.de/dpa


Antworten