Gewerkschaft der Polizei für Abbau anti-islamischer Ressentiments
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Gewerkschaft der Polizei für Abbau anti-islamischer Ressentiments
von redaktion am 04.04.2010 13:47
Gewerkschaft der Polizei für Abbau anti-islamischer Ressentiments
Berlin (rdp/ddp). Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) rät den islamischen Gemeinden in Deutschland zu einer «stärkeren Teilnahme am gesellschaftlichen Leben». Auf dieses Weise könnten sie dazu beitragen, «latent oder offen vorhandene Ressentiments gegenüber der islamischen Religion zu entkräften», sagte der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg der Nachrichtenagentur ddp. Er begrüßte es zugleich, dass kürzlich mehrere Tausend Menschen friedlich gegen Aufmärsche und Veranstaltungen rechtsextremer und anti-islamischer Gruppierungen protestiert haben.
Freiberg fügte hinzu: «In Duisburg beispielsweise beteiligten sich fast 5000 Menschen an Gegendemonstrationen zu Kundgebungen der NPD und der Gruppierung 'Pro NRW', die ein Minarettverbot in Deutschland fordert.» Offensichtlich wollten die anti-islamischen Gruppen «auf den Schweizer Zug aufspringen und die dortige Stimmung gegen den Islam für ihre Zwecke hier nutzen».
Freiberg betonte: «Es ist ein gutes Signal, wenn solche leicht durchschaubare Rattenfängerei durch zahlreiche und friedliche Gegenwehr im Keim erstickt wird.» Er forderte jedoch zu weiterer Wachsamkeit gegenüber Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit auf.
Zwar habe es in diesem Bereich einen «leichten statistischen Rückgang» gegeben. Von einer Entwarnung könne aber keinerlei Rede sein. Freiberg fügte hinzu: «Im Gegenteil. Die Gesellschaft darf die Gefahren durch den Rechtsextremismus nicht vernachlässigen.»


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