Geschlechterkrieg im Internet?
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Geschlechterkrieg im Internet?
von phantadu am 08.09.2010 15:44Die größte Gefahr für die Gleichberechtigung ist die Annahme, wir hätten sie schon erreicht“, sagt Rena Tangens. Die Internet-Pionierin und Datenschutzexpertin von FoeBuD sitzt zwischen einem Dutzend anderer Frauen (und einem Mann) auf einer großen Wiese vor dem DGB-Bildungszentrum in Hattingen an der Ruhr. „Frauenim.Net“ heißt das Treffen, ein Stelldichein von NetzexpertInnen, die am ersten Juni-Wochenende Bilanz ziehen. Frauen, Feminismus und Netzkultur – wie steht es um die Geschlechtergerechtigkeit im Internet?

In ihrem Vortrag „Androzentrismus im Netz 2.0“ erzählt Tangens folgende Anekdote: Ihr erster Besuch auf einem Chaos-Computer-Club-Kongress (CCC) in Hamburg anno 1988. Hunderte Männer sind da – und zwei Frauen. Nämlich: Rena Tangens und die Freundin eines Hackers, die sich um Kaffee und Vollkornbrötchen kümmert. Tangens tut zwei Dinge. Sie schwört sich, sich auf künftigen CCC-Kongressen niemals für Cafeteria-Dienste zu melden. Und sie gründet die „Haecksen“, ein Zusammenschluss weiblicher Hacker des Clubs. Fortan gab es auf den CCC-Kongressen einen Raum für Frauen – ein Projekt, das im Hamburg der 80er Jahre auch Hacker-Kollegen begrüßten und unterstützten. „Aber als dann die New-Economy-Blase aufpoppte und der Kongress nach Berlin umzog, begannen die Diskussionen mit Männern, die dem Projekt mit Unverständnis begegneten“, sagt Tangens.
Geschlechterkrieg im Netz?


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