Geschasster Bundeswehr-General forderte Guttenbergs Rücktritt
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Geschasster Bundeswehr-General forderte Guttenbergs Rücktritt
von redaktion am 20.03.2010 13:51
Geschasster Bundeswehr-General forderte Guttenbergs Rücktritt
Hamburg/Berlin (fhp/ddp). Der Beschwerdebrief des Bundeswehr-Generals Henning Hars, der zu dessen Versetzung in den einstweiligen Ruhestand führte, ist jetzt im Wortlaut bekannt. In seinem Schreiben an Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte der 54-Jährige die Entlassung des Generalinspekteurs Wolfgang Schneiderhan scharf kritisiert. Laut einem Vorabbericht des Nachrichtenmagazins «Spiegel» belehrte Hars den Minister in dem Brief, er sei «schlecht beraten» gewesen: «Man zerschießt im Gefecht nicht seine letzte Deckung.»
Hars schrieb dem Bericht zufolge, er kenne Schneiderhan als «verlässlichen und gewissenhaften Berater». Zudem habe Guttenberg mit der Entlassung des Staatssekretärs Peter Wichert einen schweren Fehler begangen. Am Ende des Briefs habe der Brigadegeneral Guttenberg gar einen Rücktritt nahegelegt. Ihm falle es mittlerweile schwer, dem Minister als obersten Kommandeur der Truppe noch das notwendige Vertrauen zu schenken, schrieb Hars demnach. Käme Guttenberg bei einer Prüfung seiner Motive zu dem Ergebnis, dass «politische Opportunität die Triebfeder» seines Handelns gewesen sei, könne er nur den Rückzug aus der Politik empfehlen.
Guttenberg hatte Schneiderhan und Wichert in der Folge des umstrittenen Luftschlags von Kundus entlassen. Er begründete den Schritt damit, ihm seien in dem Fall wichtige Dokumente vorenthalten worden. Hars reagierte mit seinem Brief auf diese Personalentscheidungen. Nach Eingang des Schreibens bat Guttenberg den Bundespräsidenten, den Brigadegeneral umgehend in den Ruhestand zu versetzen.


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